Linux und die Menge an Firefox Updates

FJazzi

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Hallo,

mich interessiert, wie ihr auf eurer Distribution die Firefox Updates einspielt.

Hintergrund meiner Frage:
Für die Version 150 wurde gerade das dritte Dot Release (also 150.0.3) veröffentlicht. Im letzten Firefox Channel Meeting vom 07.05.2026 wurde jetzt entschieden, dass ab der Version 151 immer drei Dot Releases geplant sind. Natürlich kann es sein, dass es mal keine Gründe für ein Dot Release gibt.

Aus meiner Erfahrung dauert es bei jeder Distribution mehrere Tage, bis das Firefox Update das jeweilige stable repo erreicht. Da Firefox jeweils für die entsprechende Distribution gebaut werden muss, ist es auch nicht direkt möglich, wie für Windows, einfach die EXE laden und das Update händisch einspielen. D.h. als Linux Benutzer wartet man jetzt noch häufiger, bis man den letzten Patchstand ausgeliefert bekommt. In Zeiten, wo mit Hilfe von KI mehrere bis hunderte Zero-Days gefunden werden, ein eher schwieriger Zustand.

Klar, es gibt das Paket als .tar.xz, aber bisher konnte ich nicht so richtig rausfinden, ob das ein guter Ersatz für das jeweilige Distributionspaket wäre.
Das heißt: mich würde auch interessieren, wie ihr mit dieser Situation umgeht?


Tschüss,
FJ
 
MX Linux spielt die Updates automatisch bzw. gibt eine Nachricht aus, das Updates bereit stehen. Windows macht es ebenso. Bisher keine Probleme gehabt (Linux und Windows).
 
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Auf Debian hab ich Firefox ESR (Long Term), das kriegt nur Sicherheitsupdates im Hintergrund.
Vielleicht wäre das etwas für dich, wenn dir die Update-Kadenz des normalen Firefox zu hoch ist.

Auf Ubuntu ist Firefox als snap, das sich selbstständig im Hintergrund updated.
Auf Fedora und Arch: regelmäßige Systemupdates.
 
Ich warte einfach, bis das/die Firefox-Update(s) in den nicht-testing Arch Repos drin ist/sind und pacman es mir anbietet.

EDIT: Ob das jetzt drei oder 16 Patchlevel-Updates sind, juckt mich nicht.
 
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@ABC:
Mir ging es auch gar nicht um Probleme, sondern die Menge an Updates und die entsprechende Wartezeit, bis das Update in der jeweiligen Distribution zur Verfügung gestellt wird.

@gimmix:
Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aktuell nutze ich gern arch-basierte Distributionen. Arch stellt leider den firefox-esr nicht offiziell zur Verfügung. Lediglich im aur.

@Tenferenzu:
Vorteil bei Debian ist natürlich auch, dass Mozilla hier eigene deb Pakete zur Verfügung stellt.
 
Nutze Firefox als Flatpak, Updates kommen zeitnah von flathub. Der Hauptgrund für diese Entscheidung sind die mitgelieferten (Media-)Codecs, die meine Distribution nicht anbietet und die ich andernfalls über Dritte beziehen müsste.
 
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FJazzi schrieb:
Da Firefox jeweils für die entsprechende Distribution gebaut werden muss, ist es auch nicht direkt möglich, wie für Windows, einfach die EXE laden und das Update händisch einspielen.
Wieso nicht? Lad dir das .tar.xz Archiv bei Mozilla herunter und starte daraus einfach die neueste Version. Einfach firefox-bin anklicken oder nach /usr/bin/firefox verlinken oder wohin auch immer du es möchtest.
Das funktioniert genau wie unter Windows auch.

Du kannst dir auch Skripte bauen, die das automatisch machen, wenn du nicht auf deinen Distributor warten möchtest.
 
FJazzi schrieb:
Für die Version 150 wurde gerade das dritte Dot Release (also 150.0.3) veröffentlicht.
Die noch nicht über den Update-Mechanismus verteilt wird. Firefox auf macOS meldet weiterhin 150.0.2 als aktuell. Die Website von Firefox ebenfalls.
FJazzi schrieb:
Aus meiner Erfahrung dauert es bei jeder Distribution mehrere Tage, bis das Firefox Update das jeweilige stable repo erreicht. Da Firefox jeweils für die entsprechende Distribution gebaut werden muss, ist es auch nicht direkt möglich, wie für Windows, einfach die EXE laden und das Update händisch einspielen.
Wer aktualisiert denn seinen Browser bitte manuell? So viel Muße habe ich nicht.
 
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Bei Debian wird in den "regulären" Branches, also Stable und Testing, nur die ESR-Variante im offiziellen Repository angeboten. In Unstable steht daneben auch noch die "normale" Version zur Verfügung.

Der Grundgedanke dahinter ist, daß die ESR-Variante die eigentliche stabile Version von Firefox ist.

Man kann unter Debian aber auch ein Repo von Mozilla selbst einbinden. Dann kümmert sich der Paketmanager um alles.
 
@gimmix:
Wollte eigentlich ungern das aur einbinden. Außerdem gibt es den ESR tatsächlich zwei Mal.
Es wurde auch schon angefragt, ob es den ESR als offizielles Paket geben wird, aber das wurde bisher verneint.

@sedot:
Ist natürlich ebenfalls eine Möglichkeit. Ich würde es ungern nutzen, da ich nicht so viel von dieser Art von Paketen (snap / flatpak) halte.

@Kuristina:
D.h. die ganzen behobenen Sicherheitslücken interessieren dich nicht?

@Evil E-Lex:
Ja, das Paket wurde heute Nacht gegen 3 Uhr erste fertiggestellt. Meistens erfolgt die Freischaltung am Folgetag abends (in europäischer Zeitzone). Dann ist es auch über die internen Mechanismen zu finden.

Und genau deshalb frage ich nach Alternativen, weil ich es ungern manuell (hier: .tar.xz) machen würde.
 
Je nach Distribution, kannst du doch die Mozilla Server einfach als Quelle hinzufügen.

Das Argument mit der tar.xz ist etwas merkwürdig, wenn du es doch auf der anderen Seite so, wie in Windows haben möchtest. Denn bis auf das installieren, was hier wegfällt, ist es doch das, was du wolltest.
 
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FJazzi schrieb:
die ganzen behobenen Sicherheitslücken interessieren dich nicht?
Ich informiere mich, aber hab deswegen keine schlaflosen Nächte. :) Updates laufen eh jede Woche und ich bin ja auch nicht völlig unbedarft. Passt schon so.
 
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