Linux-United

Ist eine Wiederaufnahme des Projektes United-Linux für euch interessant ?

  • Ja

    Stimmen: 10 30,3%
  • Nein

    Stimmen: 23 69,7%

  • Umfrageteilnehmer
    33

Marke:Eigenbau

Cadet 3rd Year
Registriert
Dez. 2009
Beiträge
37
Hi,
2002 gab es ja den Versuch ein United-Linux auf den Markt zu bringen um gegen Windows anzusteuern. Allerdings musste dieses Projekt, unter anderem wegen Unstimmigkeiten unter den Linux-Entwicklern aufgegeben werden. Ich denke es war damals der richtige Schritt sich zusammenzuschliessen, auch weil große Hardware-Entwickler wie IBM und HP ihre Hardware auf United-Linux einstimmten. Mich würde interessieren, ob ihr denkt, dass United-Linux eine Chance hätte und dass man so ein Linux entwickeln könnte, dass noch leichter zu bedienen wär, weil alle Entwickler an einem Strang ziehen und nicht mehr in viele verschiedene Richtungen entwickeln würden.
 
Dass in viele verschiedene Richtungen entwickelt wird, ist gerade die Stärke von Linux. Du bist nicht auf eine grafische Oberfläche festgelegt, die mehr oder weniger allen passen muss, sondern kannst deine eigene zusammenbasteln. Wenn dir die Standard-Shell nicht gefällt, nimmst du eine andere. Etc. pp.
Die Treiber sind eine andere Sache - würden die Hersteller so wie bspw. Intel hingehen und direkt ausschließlich OpenSource-Treiber direkt in Zusammenarbeit mit den Kernel-/X-Entwicklern schreiben, wäre das alles kein Problem.
 
Hab mal für Ja gestimmt, da man als großes Betriebssystem eher gehör von den herstellern bekommt bezüglich der Treiberentwicklung oder zumindest bezüglich der Offenlegung der Spezifikationen.
Ansonsten aber: Nein
 
Das gibt es doch schon - Ubuntu :D

statt noch mehr Distributionen auf den Markt zu werfen und das Rad zigfach neu zu erfinden, sollten sie sich lieber auf Ubuntu konzentrieren und maximal Ubuntu und ein zusätzliches Derivat (wenn sich die Herren/Damen nicht einigen können sollten sich die Anstrengungen auf das Derivat richten jedoch mit möglichen Backports bzw. opensourced patches, damit die Unterschiede auch in die anderen Distros eingepflegt werden können) - also 2 Distributionen, die aber sehr viel Gemeinsamkeiten haben, entwickeln

für jede GUI, etc. eine andere Distro rauszubringen ist IMO nicht sinnvoll - sonst hat Microsoft wieder (insgeheim) was zu lachen ;)
 
Das gibt es doch schon - Ubuntu
*würgkrampf bekomm*

und das Rad zigfach neu zu erfinden
Der Aufwand dafür wird deutlich überschätzt. 95% der Software in einer Distribution findest du genau so auch in anderen Distributionen. Größere Unterschiede gibt es allenfalls beim Boot und bei der Verwaltung der Systemeinstellungen, alles andere sind Kleinigkeiten. Da muss auch kein Hersteller sich ach so schlimm mit auseinandersetzen, denn die dafür zuständigen Komponenten sind bei allen Distris gleich. Du hast überall den Linuxkernel, Xorg, ALSA etc.
 
das mit Ubuntu war ja auch halb im Spass gemeint ;)

klar ist bei allen viel gemeinsam, das Problem mit der idealen Lösung - einer modularen individualisierbaren flexiblen binären (binär und flexibel schließt sich ja bekanntlich aus) Distribution wäre der immense Aufwand um es jedem Recht zu machen:

z.B. diverse Init-Systeme zur Auswahl, etc. etc.


Die Frage ist u.a. auch ob überhaupt Interesse von Seiten der großen Konzerne besteht eine gemeinsame Distribution anzubieten (was zwangsläufig nötig ist, um eine solide Konkurrenz zu Microsoft's Windows anbieten zu können), wenn sie nicht unmittelbar großen Profit daraus schlagen können ...


andererseits wäre es, denke ich, durchaus möglich, wenn sie sich nicht auf etwas einigen wollen von anfang an (also mit der Praxis beginnen) - sondern erst einmal klare Vorgaben machen was es können muss (Theorie zuerst) und dann die Distro darauf aufbauend zu "stricken" wobei die Community natürlich auch möglichst beim Entscheidungsprozess einbezogen werden sollte (zu einem bestimmten Grad) und nicht alles hinter verschlossenen Türen zu machen

verschiedene Modelle gibt es ja, wie das angepackt werden kann:
- einmal à la Google (zuerst wird im stillen Kämmerchen gewerkelt und ansclhießend die Community eingebunden)
- Gentoo (alles ist individuell)
- Fedora, openSUSE (hauptsächlich durch die Community getrieben aber mit Rückendeckung und evtl. Vorgaben von der Firma dahinter)


dass es möglich ist, zeigt eigentlich Microsoft selbst: eine Firma, die hauptsächlich über die Software Geld verdient -> also wäre wohl etwas auf Fedora/Redhat basierendes evtl. die optimale Lösung

wer weiß ...
 
Zuletzt bearbeitet:
ich halte eine vereinheitlichung für kontraproduktiv. so wird in alle richtungen entwickelt und das beste wird von allen übernommen. zu dem gibt es distries für unterschiedliche anforderungen. debian für pros, ubuntu und suse für anfänger, dsl für uraltsysteme... quasi für jeden was dabei^^
als zusätzliche distri wäre so ein projekt aber sicher interessant. eine ausgewogene version, die versucht, möglichst viele bereiche abzudecken. wie sie sich gegen die anderen distries schlagen würde, müsste sich aber erstmal zeigen.
 
statt eine distribution so zu definieren, dass es nur ein paket pro aufgabe gibt (wie es ubuntu tut?) sollte man die schnittstellen vereinheitlichen. nur noch ein paket-format z.b. dann nimmt man die beliebtesten pakete als standard und fertigt somit den allergrößten teil der leute ab. auf dieser basis können dann diverse hersteller aufbauen und dafür entwickeln. wenn ein erfahrenerer user etwas anders haben möchte macht er es einfach anders, trägt aber für eventuelle inkompatibilitäten auch die verantwortung.
dass sich das momentan mit ubuntu schon so langsam entwickelt ist ja schön, aber ich bezweifle dass in ubuntu wirklich die beliebteste software enthalten ist und dass es nur eine pro aufgabe geben soll ist auch ziemlicher schwachsinn.
Linux-United als vereinigung aller distributionen, die dann nur noch als kleine änderungen existieren fänd ich nicht schlecht. somit braucht eine "distribution" viel weniger entwickler, die sich dann (theoretisch) mehr um die qualität/innovation kümmern können.
was für spielkinder wie gentoo kann es ja ohne weiteres immer noch geben.
 
nur weil manche Leute nicht produktiv mit Gentoo, Sourcemage oder anderen Source-basierten Distributionen umgehen können - heißt noch lange nicht, dass diese nur zum Spiele da sind

hattest du schonmal Probleme mit Ubuntu ? dann weißt du wie langwierig die Suche nach der Ursache und dann die Behebung ist/sein kann

bei Gentoo hab ich jetzt im Schnitt nach 30 Minuten die Lösung (im Vergleich zu früher Tage, Stunden als ich noch nicht so viel Erfahrung [durch die Nutzung wohlgemerkt und nicht durch vielem Lesen vom Büchern !])

bei Ubuntu muss ich dafür immer Tage opfern - diese Zeit hab ich einfach nicht (ist bei dir irgendwie immer andersrum ? ;) )
 
wollte auch nicht dein heiliges self-made system kritisieren ;)

nur ist ein paket-basiertes system für die allermeisten am besten, da man dort überhaupt nichts lernen muss.
bis etwas schief geht, aber ich bin sicher, dass der zeitaufwand dabei etwa gleich ist wie bei dir mit gentoo. vorausgesetzt es gibt genügend resourcen wie foren und wikis, wobei sich die wahrscheinlichkeit mit einer weitestgehend einheitlichen distribution schlagartig erhöht.

will mich auch nicht um die vorteile von gentoo oder ubuntu streiten, hab beide nie lange benutzt ^^
bin einfach ein glücklicher und fauler debian-nutzer, wobei ich mich auch gerne mal ein paar tage in ein thema einarbeite, falls interesse besteht ;)
 
Vielleicht überrrascht uns Google ja in 1-2 Jahren mit einem guten Linux.
 
Ein bis zwei Jahre? Kamen nicht Gerüchte auf, dass dieses dieses Jahr erscheinen soll? Verpackt in einem Netbook für wenig Geld?
 
Das Google "OS" ist aber nichts anderes als der hauseigene Browser auf einem minimal-Linux. Hat doch recht wenig mit Innovation zu tun. Obwohl Microsoft da vielleicht anders denkt ;)
 
naja so simpel muss es ja nicht bleiben. zu dem ist die zukunft wohl online. ich denke nicht, dass man schon jetzt prognosen darüber abgeben kann. ich würde google jedenfalls nicht als ernstzunehmenden wettbewerber ausschließen. kann sein dass was von denen kommt, muss aber nicht. man darf gespannt sein ;)
 
Ich finde diejenigen die Ubuntu sagen haben irgendwo schon Recht. Klar, man kann vieles über diese Distri sagen - Aber zumindest ist sie meiner Erfahrung nach die Einsteiger freundlichste...
 
Allerdings. openSuse lässt sich ähnlich "leicht" bedienen aber Ubuntu bzw. Linux Mint sind sehr einfach gehaltene Distributionen.

Andererseits stellt sich die Frage: Was heißt "einfach" zu bedienen. Diese Diskussion ist schon ein paar Jahre alt und so richtig auf den Punkt bringen konnte es niemand. Im Endeffekt läuft es immer darauf hinaus Linux mit grafischer Oberfläche bedienen zu können, es also an Windows zu nähern.

Da ich nun schon einige Jahre Linux als Hauptsystem nutze habe ich mittlerweile aber umgekehrt immer mehr Schwierigkeiten mit den grafischen Spielereien. Warum sollte ich in eine GUI erst lange Haken setzen, wenn ich doch quasi mit einem Befehl auf der Kommandozeile den gewünschten Wert in die Konfigdatei gesetzt habe. Linux bietet auf der Konsole so viele Möglichkeiten das sie nur schwer in eine GUI eingearbeitet werden können, auch in der Basiskonfiguration. Ubuntu und Suse haben das eigentlich recht ordentlich gelöst, dennoch bringen diese Lösungen Schwierigkeiten auf ganz anderen Ebenen mit sich.

Ich habe z.b. seit Jahren Probleme mit Usplash und dem properitärem NVidia Treiber der mich mit neuem Rechner zum Umstieg auf Sidux zwang. Ohne Splash dafür auch ohne oben genanntes Problem.

Meiner Meinung nach sollte die Software wie sie jetzt im Moment nutzbar ist nicht weiter eingeschränkt werden. Wer möchte installiert sich den Windowmanager seiner Wahl oder eben die zsh anstelle von bash. Gerade das sich Linuxuser wegen Feinheiten andere Software aussuchen können macht das OS so attraktiv.

Eine andere Sache ist die Hardware. Die Lage mit den Treibern könnte verbessert werden wenn die Community vieler Projekte geschlossen auftreten würde.

Da dies aber eher den Linux-Kernel betrifft bzw. mit nachinstallierbaren Modulen sowieso in allen Repositorien verfügbar gemacht werden kann betrifft das weniger die Distributionen. Ubuntu und Suse haben einige Dinge vereinfacht, etwa installation von nicht-freien Inhalten wie flash oder properitären Treibern, aber in den freien Zweigen sind dennoch nicht mehr Hardwaretreiber enthalten als bei anderen.

Das soll aber nicht heißen das eine Wiederaufnahme nicht interessant wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab auch mal vorsichtig mit Ja gestimmt.

So ein Linux-United , wie du es beschreibst
...dass man so ein Linux entwickeln könnte, dass noch leichter zu bedienen wär, weil alle Entwickler an einem Strang ziehen...
wär schon nicht schlecht, allerdings im weiten Feld von Linux wohl kaum unsetzbar.

Man denke nur an die vielen unterschiedlichen Distris, die es mittlerweile gibt.

Linuxfreundliche, fortgeschrittene, Distris für Profis und Experten, verschiedene Arbeitsumgebungen, Desktop-Ausführungen, etc.pp.

Egal wie das Linux-United amEnde dann aussehen würde,
die einen wären wohl enttäuscht und andere wohl überfordert oder unterfordert.

Schätze, es würde schwer werden, es allen recht zu machen,
wie man es auch hier in den mittlerweilen abgegebenen Meinungen dazu sehr schön lesen kann.

Aber meinetwegen könnte so ein Linux-United ruhig kommen, jeder könnte dann selbst entscheiden.
Deswegen würde es ja wohl die bisherigen erhältlichen Distris ja wohl auch noch geben bzw. weiter geführt werden, hoffe ich mal.Schönes WE!
 
Linux ist doch Linux weil es eben zu allem eine Alternative gibt (Abgesehen vom Kernel und der gcc :D) Also warum so etwas? Ich finde wir haben ein exzellentes Feld an Möglichkeiten, man fängt mit Ubuntu an, geht über zu Fedora und landet über Arch bei Gentoo...:D
 
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