Macht mein Netzteil das Mainboard kaputt?

tapir13

Cadet 3rd Year
Registriert
Dez. 2010
Beiträge
40
Hey Leute,

hatte vor ein paar Monaten das Problem, dass mein PC nicht (bzw. erst nach sehr langem Warten) hochgefahren ist. Beim Einschalten hat der Grafikkartenlüfter voll hochgedreht aber der CPU-Lüfter drehte sich nur sporadisch und es kam gar nicht erst zum Laden des BIOS. Habe probehalber das Netzteil getauscht. Das Problem bestand weiterhin. Daraufhin habe ich das Mainboard getauscht und der PC ging wieder. (Hier der alte Thread zum Thema)

Seit einiger Zeit habe ich nun wieder (fast) das gleiche Problem. Wenn der Rechner etwas länger ausgeschalten war fährt er sehr lange nicht hoch. Diesmal dreht der Grafikkartenlüfter zwar nicht maximal aber dafür flackern die Gehäuse-LEDs. Nach einiger Zeit (bis zu 30 Min.) startet der PC dann.

Ist der PC im Ruhezustand und wird reaktiviert, dann muss man meist gar nicht warten bzw. ab und zu nur einige Minuten, bis die Hardware wieder hochgefahren wird. Das ist auch so, wenn der PC über Nacht im Ruhezustand war.

Weiß nicht wirklich woran das liegt. Habe irgendwie die Befürchtung, dass das Netzteil (BE Quiet! Straight Power 450 Watt) vielleicht das alte Mainboard geschrottent hat und jetzt auch das neue kaputt macht. Ist das möglich bzw. wahrscheinlich? Eine andere Vermutung ist die Grafikkarte (XFX 8800GT). Diese hat vor längerem auch schon Probleme gemacht und ich habe sie durch backen wieder hingekriegt.

Meine Hardware ist in der Signatur aufgelistet. Bin wirklich für jede Hilfe dankbar!
 
Also, wenn du die Grafikkarte schon mal gebacken hast ... dann ist die Fehlerquelle Nummer eins. Immer. Tausch die mal testweise!
 
Aus welcher Serie kommt denn das derzeitige Netzteil? Kann auch sein, dass das wieder Probleme macht.

@Testfall: Das ist aber kein typisches Grafikkartenproblem, würde ich behaupten.
 
@Hibble: Backen ist auch keine spezifikationsgerechte Behandlung für eine Grafikkarte.

Ein winzig kleines Lötbrücklein reicht aus und man hat Spaß.
 
Und die Lötbrücke muss sich erst mal eine halbe Stunde aufladen, damit die Grafikkarte ein Signal ausgibt? Normalerweise ist so etwas nicht der Grund dafür, dass die Hardware nur sporadisch anläuft..
 
Oh doch. Da dehnt sich irgendwas unter Erwärmen aus, schließt irgendwas kurz und Ende.
Ganz einfach auszuschließen durch: Andere Grafikkarte probieren.
Wie kommen Leute nur darauf, "reparierte" Hardware sei zuverlässig wie am ersten Tag?

Also: Mal ne andere GRaKa probieren und dann wieder melden, würde ich sagen. Ansonsten "Null Methode". Alles ausbauen, Einzelteile langsam wieder einbauen; mit neuer / geliehener Hardware ergänzen.
 
Von der Beschreibung her könnten die Elektrolytkondensatoren im NT ausgetrocknet/ausgelaufen sein.

Zur Diagnose das NT mit einem Fön vorwärmen -> wenn er dann startet, sinds die ElKos im NT.
 
Habe noch folgendes festgestellt: Baut man die Grafikkarte aus und startet den PC ertönt kein Fehlersignal. Erwärt man danach jedoch das Netzteil mit einem Föhn und startet den Rechner, ertönt ein Fehlersignal. Baut man dann jedoch die Graffikkarte ein, fährt der Rechner trotzdem nicht hoch, man hört aber, dass mehr Hardwareteile aktiviert werden als ohne föhnen.

Das Netzteil scheint also einen Schaden zu haben, wobei das wohl nicht das einzige Problem meines Rechners ist, denn sonst würde er ja nach dem Föhnen evtl. hochfahren. Wie oben beschrieben habe ich das Netzteil aber bereits probehalber getauscht und es hat sich bei einem kurzem Test nichts gebessert. Das war aber noch mit dem alten Mainboard.

Könnte es vielleicht sein, dass sowohl die Garfikkarte, als auch das Netzteil defekt sind? Aber warum ging der PC dann mit dem neuen Mainboard ein paar Monate problemlos? :confused_alt:



PS: Sorry für die späte Rückmeldung! Konnte in den letzten Wochen nicht riskieren den PC durch die Tüfteleien zu schrotten und hatte erst jetzt Gelgenheit zum ausprobieren eurer Vorschläge. Danke!
 
defekte (sekundär-)elkos im netzteil können dir alles mögliche grillen. die restwelligkeit verlässt dann die spezifikation, d.h. das netzteil liefert vereinfacht gesagt nicht mehr die relativ saubere gleichspannung, die von der hardware erwartet wird, sondern irgendwas, was vielleicht ungefähr so ähnlich ist. das beantwortet die hardware dann gerne damit, dass sie kaputtgeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde mal sagen, dass sowohl Grafikkarte als auch Netzteil den Löffel abgegeben haben. Dass es 'ne Weile funktioniert hat, kann daran liegen, dass das eine - defekte - Teil, das andere, bis dato noch intakte, mit in den Tod gerissen hat.

Wie ich schon einmal angedeutet habe, ist eine gebackene Platine eher was für 'nen Bastel-Zweit-PC.

Und wenn Föhnen im Netzteil irgendwas verbessert, dann kann man davon ausgehen, dass dieses bereits gebacken ist. T'schuldigung für das Wortspiel.
Ich persönlich würde vermutlich das Netzteil zerlegen und mal alle Bauteile "abschnuppern" (Elektroverwesungsgeruch suchen), aber das ist natürlich nicht ganz ungefährlich.

Also, wenn es funktionieren soll, hau' die GraKa in die Tonne. Hau' das NT in die Tonne. Ersetze beides. Geht.
Bzw. solltest du dir beides vorher mal ausleihen, nicht das das MB auch was einstecken musste und dann der komplett neue Rechner günstiger wäre.

Oh, ehm, und:
Das Fehlersignal nach dem Föhnen ... wie lange hast du das Teil heiß gemacht? Die haben manchmal 'ne Übertemperatursicherung.
 
Zurück
Oben