News macOS Tahoe 26.6: Virenschutz SentinelOne be­kämpft das Betriebssystem

Sentinel ballert bei uns auch gerne rein.
Da werden Tomcats bzw. ganze Heap-Dumps einfach mal gemacht, egal ob die (zu scannende) Applikation dabei abstürzt.
 
Weil wir gerade bei den lustigen Erfahrungsberichten zu der Software sind:
Da werden wahllos irgendwelche Anwendungen für die Ausführung gesperrt (die Exe verschwindet einfach!) und man muss selbst darauf kommen, dass es die Antivirensoftware ist. Man hat sich bei uns im Unternehmen bewusst dafür entschieden, KEINE Meldungen auf den Clients zu anzuzeigen. Das würde Nutzer nur verwirren und für mehr Supportanfragen sorgen.
Bei der dann dennoch gestellten Supportanfrage wird einem dann gesagt: ja, war die Antivirensoftware. Warum, wissen wir auch nicht. Nicht unsere Verantwortung. Das sperrt der Anbieter mittels "Magic Algorithmus".
Eventuell kann man die Teile auch korrekt konfigurieren, wenn man die Entwickler im Unternehmen auch einbezieht und nicht nur den 0815 Office-User im Blick hat. Aber unsere IT ist unterfinanziert, unterbesetzt und inkompetent. Bei Bullshitrichtlinien wird sich gerne mal zwischen Information Security und IT die Verantwortung zugeschoben.

Soll ich mit dem Zscaler weitermachen ? :D
 
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tiga05 schrieb:
Eventuell kann man die Teile auch korrekt konfigurieren, wenn man die Entwickler im Unternehmen auch einbezieht und nicht nur den 0815 Office-User im Blick hat.
Kann man, ist auch kein Hexenwerk. Wenn eure IT aber unterfinanziert ist erübrigt sich jeder Vorstoß in diese Richtung...
 
Der beste Virenschutz ist immer noch gesunder Menschenverstand. Nicht perfekt, aber besser als solche Software...
 
@Valkyrissa

Hm, erfahrungsgemäß kann ich da nur widersprechen - wenn ich sehe wie oft unser XDR Elemente durch irgendwelche Subdomains blockt und die Nutzer an sich auf seriöse Seiten waren.

Oder wenn durch einen gehackten Account eines Fremdennutzers eine Mail kommt - das ist nur aufgeflogen, weil das worum es ging keine Plausibilität von seiner Adresse hat. Wenn der Inhalt passender wäre zu dem seiner Aufgabe und dem Kontext mit der er mit unseren Abteilungen kommuniziert - dann wäre das ggf. anders ausgegangen. Und da das ganze Postfach von dem genutzt wurde..nuja..wer weis wer da damals alles drauf geklickt hat..


Auch bei unserem internen Phishingtest haben manche darauf geklickt - es gab nur minimale Anzeichen, dass das nicht seriös ist. Der gesunde Menschenverstand ist während der Arbeitszeit nicht unbedingt in der Form aktiv, als dass er jede Mail egal wie plausibel sie ist hinterfragt..
Ergänzung ()

tiga05 schrieb:
Da werden wahllos irgendwelche Anwendungen für die Ausführung gesperrt
Das war bei uns ähnlich, als wir unser neues System installiert haben.. hat so manch eigene Skripte gelöscht, oder Anwendungen die vermeintlich Böses tun. Aber gut, nach ein paar grauen Haaren gibt es nun Ausnahmen.. Was ich viel besche... finde, nicht mal ich als Admin habe darüber eine Info bekommen als Mail...
Nur wenn das System etwas nicht alleine "lösen" kann, kommt eine Mail...

Ja das ist so gewünscht um den Admins die Arbeit zu erleichtern und die nicht jedes Mal eine Mail bekommen etc.. Ich habe dem dann gesagt, ok, wortlos Programmbestandteile löschen, und man, dass dann erst herausfindet, wenn ein Anwender das Programm mal wieder nutzen möchte, ist also Arbeit erleichtern?

Ja geht nicht, ist nicht vorgesehen diese Funktion... Egal welche Software..aber nutzen Entwickler nicht mal selbst das Programm? Solche komischen Entscheidungen sehe ich leider zu hauf..
 
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Salamimander schrieb:
Grausige Business Scamware verursacht Probleme.
Das jetzt aber sehr hart gegenüber MacOS.

Grausig ja, aber scamware? ;)
Valkyrissa schrieb:
Der beste Virenschutz ist immer noch gesunder Menschenverstand
Das schöne am "gesunden Menschenverstand": jeder, aber absolut jeder, meint ihn zu besitzen. Die Realität zeigt uns aber, dass dem mitnichten so ist.
 
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Staubwedel schrieb:
SentinelOne kenne ich nur vom Job ...

Nervt, auch unter Windows
Das Problem liegt vermutlich nicht an macOS selbst, sondern an einer Inkompatibilität zwischen SentinelOne und dem Update auf macOS Tahoe 26.6.
 
Wenn ich hier einige Kommentare so lese, beschleicht mich der Verdacht das ein großteil ihren Focus auf der privaten Home-IT haben. Da soll Sicherheit an den "gesunden Menschenverstand" ausgelagert werden oder eine mangelnde Personaldichte und "lack Of Skills" der Software zulasten gelegt.

Sicherlich ist so ein Bug ärgerlich. Was aber auch ärgerlich ist: Wenn das komplette Unternehmen stillsteht und man der Versicherung erklären will, wieso man keine anständige ITSec betreibt.

Compliance, Security, Auditing, XDR.... Das sind Themen mit denen man sich beschäftigen MUSS, auch wenn es gelegentlich sehr unbequem ist.

Zumal mit dem Post hier höchstwahrscheinlich schon ein Fix in Arbeit ist und Zeitnah ausgerollt wird.
 
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@TheBeastMaster Und dann gibt es Leute wie dich, die den Sinn und die Mittel für den Compliance Quatsch nicht hinterfragen und unreflektiert übernehmen. Kein Audit der Welt sorgt für wirkliche Sicherheit, es sichert Arbeitsplätze sonst nichts. Leitfäden sind für mittelmäßige IT hilfreich. Wirkliche BIG IT läuft auch ohne den Quatsch. Man macht es weil man muss, nicht weil man will. Schau dir mal das Grundschutzkompendium WIRKLICH an. Mit etwas Berufserfahrung sträubt es dir die Haare. Und schau dir mal an wie die 27001 teils umgesetzt ist. Bei manchen bezieht sich das nur auf die IT Abteilung, was für sich genommen schon die Absurdität des Ganzen aufzeigt 🙄
 
@Salamimander k.a. in welchen Umgebungen du beschäftigt bist, ich mach den bums seit 20 Jahren und zwar genau in dem Bereich. Wer behauptet das Audits nichts bewirken abgesehen vom Erhalt des Arbeitsplatzes hat in der ITSec nichts zu suchen und bleibt lieber Administrator für seine Fachrichtung/Spezialisierung.

Sicherlich kann man einiges Hinterfragen und manches mag weniger Sinnvoll erscheinen. Aber alles ist besser als "der gesunde Menschenverstand"
 
Ich habe das mit dem Menschenverstand nicht angezweifelt. Ich selber mache den Quatsch nun sein 22 Jahren. Und das von der Pike bis zum Management. Das in verschiedenen Unternehmen. Sinnvoll ist es meist nur dann, wenn man damit als IT-MA endlich einen Hebel hat mal Geld rein zu stecken. Das Kernproblem ist aber meist das selbe: Mieses Management und zu wenig Wissen. Audits sind und bleiben Geldschieberei und verhindern gar nichts. Alles was nach einem Datenabfluss bleibt ist: „Aber wir haben ein Zertifikat, es lag an der hohen Kriminellen Energie der Angreifer“….

Audits dienen der Symptombekämpfung, Verantwortlichkeiten rumschieben und Geldschieberei von A nach B.
 
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