OT: Hitman war ganz okay. Kein Überflieger, aber auch kein Totalausfall.
Allerdings hab ich mich richtig geärgert, im Kino gewesen zu sein. Die Director's Cut-Version wertet den Film doch deutlich auf.
BtT:
Um es mal vorweg zu nehmen: Als Actionfilm gab es zuwenig Action, als Max Payne gab es zuwenig Max Payne.
Das Setting stimmt. Die Farben auch. Der Wiedererkennungswert ist hoch, aber...
Wer Max Payne gespielt hat weiß:
Die Story wird verschachtelt erzählt. Dazu kommt, das die Figur Max Payne sehr viel aus dem Off erzählte. In seinen Monologen, die stark philosphisch und sehr düster angehaucht sind, wird ein Bild von einer total zerstörten und kaputten Person gezeichnet. Max Payne leidet unter Albträumen und Verfolgungswahn. Alles was ihn antreibt, ist Rache. Und eine beinahe selbstzerstörerische Bindung an die Auftragskillerin Mona Sax.
Aber was macht der Film? Die Story wird um einige wesentliche Storyelemente beraubt. Inner Circle? Gibt es nicht. Mona Sax? Blass, farblos, ein langweiliger und völlig belangloser Sidekick.
Das schlimmste aber ist: Das ist kein Max Payne. Sorry, aber Wahlberg hat es vergeigt. Wo ist der Schmerz, die Wut, die Verzweifelung von Max Payne? Im Film bleibt die Figur Payne ein oberflächliches und austauschbares Abziehbild beliebiger Action-"Helden".
Bruce Willis alias John McLane ist beispielsweise tausendmal glaubwürdiger.
All das macht den Film zu einer streckenweise langatmigen und auch seltsam oberflächlichen Umsetzung von Max Payne.
Wenigstens gibt es einige schöne Bilder.