mischaef schrieb:
Und dabei zeigt sich erneut, dass viele von denen, die immer groß nach "Meinungsfreiheit" rufen, es eben nicht schaffen, ihre, vielleicht auch berechtigte Kritik in vernünftige Worte zu fassen. Da scheinen einige doch mit überfordert zu sein...
Ja, weil in einer freien Gesellschaft natürlich nur Menschen mit IQ >=100 und min. Deutsch B2 die Erlaubnis besitzen sollten ihre Meinung kundzutun.
Wenn man von oben herab auf die "niederen" herabschaut und darüber richtet, ob man ihnen denn das Recht lassen sollte von der Meinungsfreiheit zu profitieren, dann erreicht man in der Praxis so ziemlich das Gegenteil von dem, was man will.
Djura schrieb:
Niemand muss Hass abkönnen. Konstruktive Kritik ist sicherlich willkommen. Bodenloser Hass ist das Gegenteil von konstruktiver Kritik.
Jeder muss Hass ab können, man hat schließlich kein Recht darauf
nicht gehasst zu werden.
Und das ist völlig unabhängig davon, ob das verdient ist, oder nicht.
mischaef schrieb:
Nein. Kritik, ja, Hate, nein. Wirklich traurig, dass letzteres mittlerweile so salongfähig geworden ist, dass beides in einem Topf geworfen wird.
Erneut: Man hat kein Recht darauf sich selbst in die Öffentlichkeit zu stellen, mit der Erwartungshaltung, dass man doch bitte nur sachlich und mit Samthandschuhen angefasst werden solle.
Und auch wenn es asozial und moralisch verwerflich ist, so ist es gleichzeitig absolut legal, jemandem ggü. gemein zu sein. Und von den Einzelnen abgesehen, die tatsächlich als Säcke geboren wurden, sinds die meisten ja nicht grundlos - wenn überhaupt. Der Artikel liefert ja keine Beispiele.
SaschaHa schrieb:
SaschaHa schrieb:
An Hass und Hetze sollte man sich nicht gewöhnen müssen, viel lieber sollte man es entschieden bekämpfen und so einer zunehmenden Normalisierung davon entgegenwirken.
Viel nerviger ist es doch eher, dass ein Begriff wie "Hetze" jegliche Bedeutung verloren hat, weil er als Pauschalkeule für alle Fälle von "jemand war gemein zu mir (im Internet)" verwendet wird.
Buchstäblich heute ein Wahlplakat der Linken gesehen, sinngemäß "Klar gegen Hetze" - ok, aber was genau ist da eigentlich mit Hetze gemeint? Dass es eine noch offene Judenfrage gibt? Dass man Ausländer abschieben sollte? Dass man Migration allgemein einschränken sollte? Oder vielleicht dass Trans-Frauen mit männlichen Geschlechtsorganen nicht in die Umkleide-Kabinen von Frauen dürfen sollten?
Alles möglich - und ich glaube die Tatsache, dass jeder seine eigene Grenze hat, wo "Hetze" anfängt, macht es politisch und als Slogan ziemlich nützlich, in sachbezogenen Diskussionen aber völlig wertlos.
KitKat::new() schrieb:
Eine kleine laute Minderheit
Ich erinnere mich noch an Spider-Man, wo man wie wild Mods und Modder auf Nexus gebannt hat, weil sie die Dreistigkeit besaßen Regenbogen-Flaggen mit US-Flaggen zu ersetzen, und aus gleich-geschlechtlichen heterosexuelle Pärchen zu machen.
Wenn man eine kleine Minderheit mit Gewalt klein halten muss, dann kann sie ja entweder nicht so klein, oder so unpopulär sein, sonst wäre es ein Problem das sich mit der Zeit selbst lösen würde.
Und um der Association Fallacy vorzubeugen: Ich hab da keine Aktien drin und hab nur den Tumult darüber mitbekommen.