Dein System kann (laut deiner Angaben) nur mit CAD und Photoshop die Rechenleistung ausschöpfen. Und ob du nun einen Dual-Core oder Quad-Core oder gar einen Quad-Core mit Hyperthreading "brauchst" hängt in erster Linie davon ab, wie groß die CAD und Photoshop Projekte sind und ob für dich z.B. Wartezeiten beim Berechnen von Photoshop Filtern nebensächlich sind.
Der RAM spielt bei den Programmen natürlich auch keine untergeordnete Rolle. Nicht so sehr die Geschwindigkeit ist hier wichtig, sondern die Menge an verfügbarem Speicher. 8GB sind hier auf jeden Fall das Minimum und wenn du dann im Betrieb merkst, dass es nicht reicht, rüstest du auf 16 oder 32GB auf.
Die Grafikeinheiten vom i5, i7 und Xeon sind identisch, solange alle "4600" heißen. D.h. HD4600 = P4600. Die 50MHz Unterschied im Takt kann man getrost ignorieren. Wenn die Karte für deine CAD Ansprüche zu langsam sein sollte, dann werden es 5% mehr Takt auch nicht rausreißen.
Grundsätzlich würde ich bei einem heutigen Arbeitssystem, das mehr als Office, Video und Web können soll, zu einem Quad-Core greifen. Ob es nun ein Xeon mit Hyperthreading oder ein normaler i5/i7 mit verringerter Leistungsaufnahme (und natürlich auch verringerter Gesamtleistung) sein soll, hängt von deinen Ansprüchen und natürlich vom Geldbeutel ab.

D.h. im Grunde hast du die freie Wahl, angefangen beim Intel Core i5-4430 (150€) bis hin zum Xeon Intel Xeon E3-1275 (290€). Wenn es ein Xeon sein soll, achte darauf, dass er eine "5" (oder "6" - noch nicht im Handel) am Ende der Produktnummer hat, wegen der integrierten Grafikeinheit.
Der Xeon ist natürlich trotz des doppelten Preises nicht mal ansatzweise doppelt so schnell wie der i5. Der Preisunterschied kommt hauptsächlich zum einen durch "Prestige" und zum anderen durch den 33% größeren Cache und das Hyperthreading. Wenn deine Anwendung allerdings nichts mit Hyperthreading und dem größeren Cache anfangen kann, bleibt am Ende vielleicht ein Plus von 5-10% durch den höheren Takt des doppelt so teuren Xeon.
Bei der heutigen Prozessorgeneration zählt allerdings auch nicht mehr so sehr der Grundtakt, sondern viel mehr der Turbotakt. Dieser wird von der CPU solange ausgenutzt, wie es die Temperatur und die max. Leistungsaufnahme (diese wird natürlich auch von der integrierten Grafikeinheit beansprucht, wenn diese genutzt wird) zulässt. Bei meinem i7 4770K kann ich selbst nach 60 Minuten Vollauslastung sehen, dass er sich immer noch im Turbo befindet. Die als eigentlicher Takt angegebenen 3,5GHz sehe ich nur ganz selten mal ganz kurz, wenn der Prozessor sich hoch- oder runtertaktet.
Zum Turbo muss aber noch gesagt werden: Die angegebenen Turbotaktraten sind immer das Maximum, das im Normalfall nur erreicht wird, wenn nicht alle Kerne voll ausgelastet sind. Wie hoch der Turbotakt bei Auslastung aller 4 Kerne ausfällt, ist dann wieder von Modell zu Modell unterschiedlich . Als Beispiel lässt sich hier der i7 4770K und i7 4770S anführen (zwischen den Beiden hab ich mich damals entscheiden wollen): Beide haben als Turbo 3,9GHz angegeben, allerdings ist der Turbo des 4770S bei Nutzung aller 4 Kerne ein paarhundert MHz niedriger als der des 4770K (Quellen:
http://www.hardwareluxx.de/communit...oost-nur-bis-3500mhz-965039.html#post20790896 und
http://rog.asus.com/forum/archive/index.php/t-36156.html? ):
Code:
Auslastung 4770S 4770K
------------------------------
1 Kern 3900MHz 3900MHz
2 Kerne 3800MHz 3800MHz
3 Kerne 3600MHz 3700MHz
4 Kerne 3500MHz 3700MHz
Also: Auch wenn der 4770S mit 12% weniger Leistung (3,1 vs. 3,5GHz) angepriesen wird, hat er im alltäglichen Gebrauch eher 0-5% (Turbo bei 1-4 Kernen) weniger Leistung. Bzw. eher: Im wirklichen alltäglichen Gebrauch merkt man exakt 0 Unterschied und in Extremsituationen sind es 5%

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Ich hatte mich damals für das K-Modell entschieden, weil ich es nicht eingesehen habe wegen 20€ Einsparungen auf die erweiterten Möglichkeiten durch den freien Multiplikator zu verzichten - davon habe ich bis heute natürlich noch nie Gebrauch gemacht, aber so ist der Mensch nunmal: Hauptsache haben!