Mehrfachsteckdosenabdeckung

Ich verstehe, dass Schleifenimpedanz unter bestimmten Umständen das Auslösen einer Kurzschlsssicherung verhindern kann. Aber mir scheint die Diskussion hier sehr ins Theoretische abzugleiten.

Als jemand mit ein bisschen E-Technik Hintergrund und langjährigen praktischen Erfahrungen würde ich hinsichtlich der Eingangsfrage mal so antworten:
Verteilerkabelkästen sind kein Problem, wenn
(1) die Mehrfachsteckdosen gängigen Qualitätsstandards entsprechen (falls nicht, hat man auch ohne Kasten ein Problem),
(2) über die eingeschlossen Verteiler keine Last > 1000 W verteilt wird (also keine Wasserkocher, Heizungen, Kaffeebereiter und andere Geräte, bei denen viel Wärme entsteht),
(3) in diesen Dosen keine Billig-Steckernetzteile und keine Steckernetzteile am Rande ihrer Maximallast (Verlustwärme) betrieben werden.

Verteiler z. B. für ein PC-System (PC, Bildschirm, Lautsprecher, Arbeitslampe) dürften nie annähernd eine Verlustleistung erreichen, die aus der Dose nicht abgeleitet werden könnte.
Hinsichtlich der Anmerkung "Was ist, wenn nun doch mal jemand einen Wasserkocher an die PC-Verteilung anschließt" kann man m. E. auch beruhigt sein, da (a) auch 10 A bei einer solide gebauten Steckdose nicht dazu führen sollten, dass diese nennenswert warm wird und (b) diese Geräte in der Regel nicht im Dauerbetrieb laufen.
 
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RedPanda05 schrieb:
Ist das technisch etwas anderes als eine sehr lange Verlängerung?

Ineinander Stecken hat ein Einfluss auf den Widerstand, ebenso wie die Leiterlänge. Dadurch ist dann nicht sichergestellt, das der entsprechende Kurzschlusstrom genug fließen kann, das die Sicherung auslöst. Sowohl bei Kurzschluss (80A 5x Ix Nenn bei B16 - Auslösung "sofort") oder bei Überlast 1,13-1,45 I Nenn innerhalb einer Stunde.

Somit besteht entweder die Gefahr das bei einem Kurzschluss der Funke nicht gelöscht werden kann und es brennt, oder bei einer Überlast ein Schwelbrand entsteht.

Daher misst man Messungen nach 0105-100 in der Regel immer an der weitesten Steckdose.

E-Herd ist natürlich einzeln an seinem Starkstrom mit 3 Sicherungen abgesichert...
Das ist kein Garant für "Starkstrom". Das ist auch mit 230V möglich. E-Herde sind mit mehrpoligen Schaltern abzusicheren nach neusten Normen.


Nulleiter Aussenleiter(ugs Phase

Ist doppelt falsch. Der Nulleiter war in der klassischen Nullung gebräulich und entsprach in "etwa" dem heutigen Neutralleiter, ohne die selbe Funktion zu haben. Das ganze ist seit über 60 Jahren verboten. Also sollte man mal am Wissen arbeiten oder es lieber lassen.

Ein KURZSCHLUSSSTROM fliesst zwischen Phase und Nullleiter.
Ein FEHLSTROM fliesst zwischen Phase und Schutzleiter.

Welche Phase und welcher Nullleiter? Zudem gibt es mehrere Arten von Feherströmen, Erdschluss, Kurzschluss, Leiterschuss.

Und wie sol ein Fehlerstrom bei einem SK2 Gerät mit L und N fließen wo es s keine dedizierten PE gibt?

Es gibt Schleifenimpedanzen und Netzinnenimpedanzen je nachdem welche Situation vorliegt. Generell ist Zs heute fast, egal, da man immer mehr SK 2 Geräte und RCDs hat.

Ich verstehe, dass Schleifenimpedanz unter bestimmten Umständen das Auslösen einer Kurzschlsssicherung verhindern kann. Aber mir scheint die Diskussion hier sehr ins Theoretische abzugleiten.

So gut wie unmöglich, was sol bitte eine Kurzschlussicherung sein?


Die Sicherung löst nicht verspätet aus. Die löst nach ihrer vorgesehen Auslösecharekteristik aus

Natürlich löst diese später aus, wenn statt 85 A nur 60 A zum Fließen kommen im Kurzschlussfall und das ist "nicht" so vorgesehn
 
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