SavageSkull
Fleet Admiral
- Registriert
- Mai 2010
- Beiträge
- 17.491
Hi,
ich will mal meine Erfahrungen mitteilen.
Vor Weg: Ich habe nie eine IT Ausbildung genossen, oder arbeite in dem Bereich.
Für mich war und ist das immer nur Hobby angefangen, dass ich seit eh und je auf dem PC zocken will.
Irgendwann zu Windows 10 Zeiten haben mich so manche Entwicklungen immer mehr gestört und da ich ein Reste System hatte, habe ich darauf Linux ausprobiert. Das ging dann weiter mit dem SteamDeck (was mittlerweile durch ein OLED Modell getauscht wurde).
Das geht derweil soweit, dass ich bei 7 PCs nur noch auf einem Windows installiert habe und auch da der Tag X nicht mehr fern ist.
Meine Erfahrung ist, dass die Distributionen die aktuell immer wieder im Gespräch sind, in der Regel auf der allermeisten Hardware out of the box läuft und KDE Plasma oder Gnome bereits für die gesamte Wald und Wiesen Nutzung eines PCs ein rundes GUI Erlebnis bieten.
Dennoch gibt es noch genug Hürden. Viele Probleme sind in der Regel nur ordinäre Einstellungssachen, nur hat man das Problem, dass nicht jede Einstellung mit einer GUI versehen ist oder man überhaupt weiß, dass es eine Einstellung dazu gibt.
Mir hilft hier tatsächlich die KI weiter, allerdings mit einem Pferdefuß, die diktiert mir oft Befehle für das Terminal und erklärt wenig zu den Befehlen. Ich bin mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher, ob das wirklich der für mich ideale Weg ist, auch mehr von der Linux Basis zu lernen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch kein "Selbststudium" darüber anfangen und das System einfach nur nutzen.
Da ich auf der einen Seite eben einfach nur den PC nutzen will, auf der anderen Seite aber auch bessere Effizienz und Freiheit genießen möchte, als derzeit unter Windows möglich ist, bin ich daher immer wieder am Probieren, welche Distribution für mich am ehesten passt.
In diesem Thread möchte ich also meine ganz persönlichen Eindrücke von verschiedenen Distributionen schildern:
Ubuntu
Das war mein erster Versuch, einfach weil es die (aus meiner Sicht) bekannteste Distro ist. Auf Basis von Debian ein für Otto Normal Anwender getrimmtes OS. Ubuntu kann im Prinzip alles und nichts davon besonders gut. Zum Teil geht Canonical hier eigene Wege, was meiner Meinung nach nicht gerade hilfreich ist, wenn man irgendwo auf der breiten Linux Basis daheim bleiben will. Dazu ist Canonical auch oft genug in der Kritik.
Mich hat dieser erste Kontakt überrascht, wie gut und out of the box alles so funktioniert. Im Prinzip hatte ich hier schon alles. Allerdings wollte ich dann doch mehr und auch effizienter haben, sowie aktueller (Gerade wenn man Spielen will, kommen regelmäßig Neuerungen raus, die einen großen Unterschied machen können), also ging die Suche weiter.
Würde ich Ubuntu heute weiterempfehlen? Ja
Wem? User, die erste Schritte unter Linux machen.
Pop!_OS
Auf Basis von Ubuntu eine besser optimierte Distro, die vor allem eine breite Hardware Unterstützung bringen soll. Leider zuletzt wenig gepflegt, kam jetzt gerade ganz frisch die neue Version mit der neuen Desktop Umgebung heraus. Ich hatte noch die ältere Version mit Gnome getestet. Für mich allerdings eine eher aufgeblähte Version von Ubuntu, die jetzt weder die Problemchen von Ubuntu umgeht noch irgendwie ein Alleinstellungsmerkmal bringt.
Mein Ziel, es besser zu haben als Ubuntu mit den Schwerpunkten, bessere Effizienz, weniger Ballast und auf den normalen Wegen zu bleiben, konnte ich leider mit Pop!_OS nicht erreichen, weswegen der Weg weiter ging.
Würde ich Pop!_OS heute weiterempfehlen? Nein
Warum? Es ist ein aufgeblähtes Ubuntu, was eigentlich nicht wirklich etwas besser macht.
Manjaro
Auf Basis von Arch will man die Nutzererfahrung optimieren. Arch ist komplett nackt und für Einsteiger gar nicht geeignet, wenn diese sich nicht vom Terminal aus ihr Betriebssystem selbst zusammenstellen. An dieser Stelle merkt man deutlich, wie "Linux" überhaupt erstmal nur eine Basis ist und das fertige Betriebssystem ein zusammengewürfeltes Ergebnis aus ganz vielen Dingen ist. Manjaro geht hier auch seinen eigenen Weg, ähnlich wie Ubuntu und bleibt weniger auf dem offenen Pfad, den auch alle anderen nutzen, sondern will sein Ding machen. Das kann gut gehen, kann aber auch schiefgehen, wenn die eigenen Wege einem Rolling Release Update plötzlich im Weg stehen.
Dennoch ist Manjaro durch die Arc Basis und als Rolling Release deutlich früher dran, als die Debian/Ubuntu Ableger. Mein erster Versuch scheiterte allerdings in einem Bluescreen, weil sich direkt etwas nicht gefunden hatte. Das konnte ich damals mit Hilfe vom CB Forum lösen, aber überzeugend war das Erlebnis nicht, da lief Ubuntu/Pop!_OS besser.
Allerdings läuft es bei mir gerade auf einem RaspberryPi 400 testweise und überzeugt deutlich mehr als Raspbian, vor allem weil es deutlich schneller ist.
Würde ich Manjaro heute weiterempfehlen? Nein
Warum? Wenn ich schon kein Ubuntu für den Einstieg nutze und unbedingt Arch Basis nutzen möchte, ist diese "verbastelte" Arch Distro nicht gerade ideal. Ich denke da ist ein EndeavourOS deutlich besser.
SteamOS
Dann kam das SteamDeck. SteamOS ist immutable. Viele Teile des OS sind geschützt und man gibt die Nutzung vor. Das ist wenn es ultra stabil bleiben soll und man nichts kaputt spielen soll, eine tolle Sache. Aber für mich viel zu einschränkend. Gerade in dem Zeitraum vom Release des Decks und den ersten 2 Jahren danach, ist die Entwicklung von Proton und Mesa extrem gewesen und dann wartet man immer ewig, bis das Deck dann diese Besserungen auch anbietet. Ebenso hat mich die Distro massiv eingeschränkt, sobald ich mal auf den Desktop gegangen bin.
Das ist relativ schnell von meinem Deck runtergeflogen.
Würde ich heute SteamOS weiterempfehlen? Ein klares Jaein
Ich halte von immutablen Distributionen gar nichts, allerdings können sie je nach Anwendungsfall doch passend sein. In der Regel würde ich Bazzite deutlich bevorzugen, allerdings wenn man mit einer immutablen Distro glücklich ist und eben genau ein SteamDeck nutzt, ist die Verzahnung von Hard- und Software hier am besten. Abseits vom SteamDeck würde ich das nicht nutzen wollen.
Bazzite
Auf Basis von Fedora bietet Bazzite eigentlich genau das, was SteamOS ausmacht. Ein immutables OS, was auf der einen Seite stabil sein soll und auf der anderen Seite Nutzerfreundlich und Spieletauglich/aktuell. Ich nutze das auf einem 2700X, dem ich eine gebrauchte RX6600 gegönnt habe an einem FullHD Fernseher als Konsolen Ersatz in der Home Theater Version. Zusammen mit RetroDeck kann ich alle meine PS2 Spiele auf dem System spielen und auch mit VLC alle DVDs abspielen und ersetze damit meine "good old" PS2 mit zusätzlichem Komfort, Funktionsumfang und natürlich modernen PC Spielen.
Würde ich Bazzite heute weiterempfehlen? Ja
Wem? Alle die auf den Hype der SteamMachine abfahren und eine Konsole mit PC Hardware selbst bauen wollen.
CachyOS
Auf Basis von Arch bietet Cachy auf der einen Seite einen einfachen Einstieg (ohne das man zu Fuß erstmal über das Terminal die Basics installieren muß) an und auf der anderen Seite sind diverse einzelne Pakete auf Leistung optimiert. Ich nutze das jetzt fast 1,5 Jahre und für mich ist das aktuell mein Königsweg an Linux. Performance ohne Ende, immer up2date bei den ganzen Features, die sich in den letzten Jahren gerade bei Gaming und Dingen wie zb HDR entwickelt haben und auch Zugriff auf AUR.
Würde ich CachyOS heute weiterempfehlen? Ja
Wem? PC Hobbyisten, Gamer und Enthusiasten finde damit aktuell wohl die schönste Arch Distribution.
Linux Mint
Auf Basis von Ubuntu LTS wird der konservative Gedanke: Stabilität>Aktualität zu Ende getrieben. Das System ist nicht immutable, aber bewußt deutlich zurück gehalten und an den bekannten Stellen optimiert. Mint ist super stabil und kommt auch mit der meisten Hardware besser zurecht, bzw mit weniger Aufwand, als andere Distributionen. Für mich völlig unattraktiv da veraltet und keine Performance Optimierungen. Allerdings liegt im Schrank mein alter Notebook vom Studium mit Core2Duo T6600 und Geforce GT130M und ich habe spaßerhalb mal Mint (XFCE) installiert und siehe da, die Kiste läuft und man kann darauf ohne Probleme surfen und auch in 2026 einwandfrei nutzen.
Würde ich Linux Mint heute weiterempfehlen? Ja
Wem? Leute die ihre alte Hardware nicht auf Windows 11 updaten können und eigentlich nur surfen und mal ein bißchen Office machen wollen. Für Gamer oder Hobbyisten ist das imho die falsche Distro.
NobaraOS
Wie Bazzite auf Basis von Fedora eine auf Gaming optimierte Distro. Statt eine immutable Konsolen Erfahrung zu bieten, geht man hier eher einen vergleichbaren Weg wie CachyOS. Man bringt frühzeitig Updates und neue Pakete raus und versucht überall die Performance rauszukitzeln. Ich habe die Distro bisher nicht viel getestet. Das was ich bisher gesehen habe, sah für mich wie ein schlimmer Flickenteppich aus und machte deutlich mehr Probleme als CachyOS. Hier denke ich, ist die Community zu klein und die (bzw der) Jungs hinter dem Projekt einfach überfordert als kleine Nischen Distro wird das wohl nicht in der Größe ankommen.
Würde ich Nobara heute weiterempfehlen? Nein
Warum? Zu kleines Projekt mit noch zu vielen Baustellen
Ein paar Worte zu den Desktop Umgebungen (DEs)
Als Windows Umsteiger bin ich bei KDE Plasma hängen geblieben. Gnome habe ich vor allem bei den ersten Gehversuchen mit Ubuntu und Pop!_OS ausprobiert und ist zwar mal was anderes, aber irgendwie nichts, für den tagtäglichen Alltag. XFCE ist einfach die kleinste und Leichtgewichtigste DE, die ein bißchen aus der Windows 98 und Windows XP Zeit erinnert. Für ganz alte Hardware (Siehe das Core2Duo Notebook oder einem ARM Board) ist das die Wahl schlechthin.
Ich will mir definitiv nochmal Cinnamon anschauen. Cosmic als Tile based Nutzerkonzept holt mich aktuell nicht ab. Vielleicht mal später, wenn die Kinderkrankheiten geheilt sind, mal einen Blick wert.
Distributionen, die ich auf meinem Testsystem auch unbedingt nochmal testen will:
Fedora, EndeavourOS, Garuda, openSUSE
Ich hoffe ich langweile euch nicht mit meiner Meinung und nochmal, ich bin Hobbyist und Bastler. Das sind die Meinungen, die ich durch meine Erfahrungen für mich gesammelt habe. Ihr könnt völlig andere Erfahrungen mit den Distributionen gemacht haben.
ich will mal meine Erfahrungen mitteilen.
Vor Weg: Ich habe nie eine IT Ausbildung genossen, oder arbeite in dem Bereich.
Für mich war und ist das immer nur Hobby angefangen, dass ich seit eh und je auf dem PC zocken will.
Irgendwann zu Windows 10 Zeiten haben mich so manche Entwicklungen immer mehr gestört und da ich ein Reste System hatte, habe ich darauf Linux ausprobiert. Das ging dann weiter mit dem SteamDeck (was mittlerweile durch ein OLED Modell getauscht wurde).
Das geht derweil soweit, dass ich bei 7 PCs nur noch auf einem Windows installiert habe und auch da der Tag X nicht mehr fern ist.
Meine Erfahrung ist, dass die Distributionen die aktuell immer wieder im Gespräch sind, in der Regel auf der allermeisten Hardware out of the box läuft und KDE Plasma oder Gnome bereits für die gesamte Wald und Wiesen Nutzung eines PCs ein rundes GUI Erlebnis bieten.
Dennoch gibt es noch genug Hürden. Viele Probleme sind in der Regel nur ordinäre Einstellungssachen, nur hat man das Problem, dass nicht jede Einstellung mit einer GUI versehen ist oder man überhaupt weiß, dass es eine Einstellung dazu gibt.
Mir hilft hier tatsächlich die KI weiter, allerdings mit einem Pferdefuß, die diktiert mir oft Befehle für das Terminal und erklärt wenig zu den Befehlen. Ich bin mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher, ob das wirklich der für mich ideale Weg ist, auch mehr von der Linux Basis zu lernen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch kein "Selbststudium" darüber anfangen und das System einfach nur nutzen.
Da ich auf der einen Seite eben einfach nur den PC nutzen will, auf der anderen Seite aber auch bessere Effizienz und Freiheit genießen möchte, als derzeit unter Windows möglich ist, bin ich daher immer wieder am Probieren, welche Distribution für mich am ehesten passt.
In diesem Thread möchte ich also meine ganz persönlichen Eindrücke von verschiedenen Distributionen schildern:
Ubuntu
Das war mein erster Versuch, einfach weil es die (aus meiner Sicht) bekannteste Distro ist. Auf Basis von Debian ein für Otto Normal Anwender getrimmtes OS. Ubuntu kann im Prinzip alles und nichts davon besonders gut. Zum Teil geht Canonical hier eigene Wege, was meiner Meinung nach nicht gerade hilfreich ist, wenn man irgendwo auf der breiten Linux Basis daheim bleiben will. Dazu ist Canonical auch oft genug in der Kritik.
Mich hat dieser erste Kontakt überrascht, wie gut und out of the box alles so funktioniert. Im Prinzip hatte ich hier schon alles. Allerdings wollte ich dann doch mehr und auch effizienter haben, sowie aktueller (Gerade wenn man Spielen will, kommen regelmäßig Neuerungen raus, die einen großen Unterschied machen können), also ging die Suche weiter.
Würde ich Ubuntu heute weiterempfehlen? Ja
Wem? User, die erste Schritte unter Linux machen.
Pop!_OS
Auf Basis von Ubuntu eine besser optimierte Distro, die vor allem eine breite Hardware Unterstützung bringen soll. Leider zuletzt wenig gepflegt, kam jetzt gerade ganz frisch die neue Version mit der neuen Desktop Umgebung heraus. Ich hatte noch die ältere Version mit Gnome getestet. Für mich allerdings eine eher aufgeblähte Version von Ubuntu, die jetzt weder die Problemchen von Ubuntu umgeht noch irgendwie ein Alleinstellungsmerkmal bringt.
Mein Ziel, es besser zu haben als Ubuntu mit den Schwerpunkten, bessere Effizienz, weniger Ballast und auf den normalen Wegen zu bleiben, konnte ich leider mit Pop!_OS nicht erreichen, weswegen der Weg weiter ging.
Würde ich Pop!_OS heute weiterempfehlen? Nein
Warum? Es ist ein aufgeblähtes Ubuntu, was eigentlich nicht wirklich etwas besser macht.
Manjaro
Auf Basis von Arch will man die Nutzererfahrung optimieren. Arch ist komplett nackt und für Einsteiger gar nicht geeignet, wenn diese sich nicht vom Terminal aus ihr Betriebssystem selbst zusammenstellen. An dieser Stelle merkt man deutlich, wie "Linux" überhaupt erstmal nur eine Basis ist und das fertige Betriebssystem ein zusammengewürfeltes Ergebnis aus ganz vielen Dingen ist. Manjaro geht hier auch seinen eigenen Weg, ähnlich wie Ubuntu und bleibt weniger auf dem offenen Pfad, den auch alle anderen nutzen, sondern will sein Ding machen. Das kann gut gehen, kann aber auch schiefgehen, wenn die eigenen Wege einem Rolling Release Update plötzlich im Weg stehen.
Dennoch ist Manjaro durch die Arc Basis und als Rolling Release deutlich früher dran, als die Debian/Ubuntu Ableger. Mein erster Versuch scheiterte allerdings in einem Bluescreen, weil sich direkt etwas nicht gefunden hatte. Das konnte ich damals mit Hilfe vom CB Forum lösen, aber überzeugend war das Erlebnis nicht, da lief Ubuntu/Pop!_OS besser.
Allerdings läuft es bei mir gerade auf einem RaspberryPi 400 testweise und überzeugt deutlich mehr als Raspbian, vor allem weil es deutlich schneller ist.
Würde ich Manjaro heute weiterempfehlen? Nein
Warum? Wenn ich schon kein Ubuntu für den Einstieg nutze und unbedingt Arch Basis nutzen möchte, ist diese "verbastelte" Arch Distro nicht gerade ideal. Ich denke da ist ein EndeavourOS deutlich besser.
SteamOS
Dann kam das SteamDeck. SteamOS ist immutable. Viele Teile des OS sind geschützt und man gibt die Nutzung vor. Das ist wenn es ultra stabil bleiben soll und man nichts kaputt spielen soll, eine tolle Sache. Aber für mich viel zu einschränkend. Gerade in dem Zeitraum vom Release des Decks und den ersten 2 Jahren danach, ist die Entwicklung von Proton und Mesa extrem gewesen und dann wartet man immer ewig, bis das Deck dann diese Besserungen auch anbietet. Ebenso hat mich die Distro massiv eingeschränkt, sobald ich mal auf den Desktop gegangen bin.
Das ist relativ schnell von meinem Deck runtergeflogen.
Würde ich heute SteamOS weiterempfehlen? Ein klares Jaein
Ich halte von immutablen Distributionen gar nichts, allerdings können sie je nach Anwendungsfall doch passend sein. In der Regel würde ich Bazzite deutlich bevorzugen, allerdings wenn man mit einer immutablen Distro glücklich ist und eben genau ein SteamDeck nutzt, ist die Verzahnung von Hard- und Software hier am besten. Abseits vom SteamDeck würde ich das nicht nutzen wollen.
Bazzite
Auf Basis von Fedora bietet Bazzite eigentlich genau das, was SteamOS ausmacht. Ein immutables OS, was auf der einen Seite stabil sein soll und auf der anderen Seite Nutzerfreundlich und Spieletauglich/aktuell. Ich nutze das auf einem 2700X, dem ich eine gebrauchte RX6600 gegönnt habe an einem FullHD Fernseher als Konsolen Ersatz in der Home Theater Version. Zusammen mit RetroDeck kann ich alle meine PS2 Spiele auf dem System spielen und auch mit VLC alle DVDs abspielen und ersetze damit meine "good old" PS2 mit zusätzlichem Komfort, Funktionsumfang und natürlich modernen PC Spielen.
Würde ich Bazzite heute weiterempfehlen? Ja
Wem? Alle die auf den Hype der SteamMachine abfahren und eine Konsole mit PC Hardware selbst bauen wollen.
CachyOS
Auf Basis von Arch bietet Cachy auf der einen Seite einen einfachen Einstieg (ohne das man zu Fuß erstmal über das Terminal die Basics installieren muß) an und auf der anderen Seite sind diverse einzelne Pakete auf Leistung optimiert. Ich nutze das jetzt fast 1,5 Jahre und für mich ist das aktuell mein Königsweg an Linux. Performance ohne Ende, immer up2date bei den ganzen Features, die sich in den letzten Jahren gerade bei Gaming und Dingen wie zb HDR entwickelt haben und auch Zugriff auf AUR.
Würde ich CachyOS heute weiterempfehlen? Ja
Wem? PC Hobbyisten, Gamer und Enthusiasten finde damit aktuell wohl die schönste Arch Distribution.
Linux Mint
Auf Basis von Ubuntu LTS wird der konservative Gedanke: Stabilität>Aktualität zu Ende getrieben. Das System ist nicht immutable, aber bewußt deutlich zurück gehalten und an den bekannten Stellen optimiert. Mint ist super stabil und kommt auch mit der meisten Hardware besser zurecht, bzw mit weniger Aufwand, als andere Distributionen. Für mich völlig unattraktiv da veraltet und keine Performance Optimierungen. Allerdings liegt im Schrank mein alter Notebook vom Studium mit Core2Duo T6600 und Geforce GT130M und ich habe spaßerhalb mal Mint (XFCE) installiert und siehe da, die Kiste läuft und man kann darauf ohne Probleme surfen und auch in 2026 einwandfrei nutzen.
Würde ich Linux Mint heute weiterempfehlen? Ja
Wem? Leute die ihre alte Hardware nicht auf Windows 11 updaten können und eigentlich nur surfen und mal ein bißchen Office machen wollen. Für Gamer oder Hobbyisten ist das imho die falsche Distro.
NobaraOS
Wie Bazzite auf Basis von Fedora eine auf Gaming optimierte Distro. Statt eine immutable Konsolen Erfahrung zu bieten, geht man hier eher einen vergleichbaren Weg wie CachyOS. Man bringt frühzeitig Updates und neue Pakete raus und versucht überall die Performance rauszukitzeln. Ich habe die Distro bisher nicht viel getestet. Das was ich bisher gesehen habe, sah für mich wie ein schlimmer Flickenteppich aus und machte deutlich mehr Probleme als CachyOS. Hier denke ich, ist die Community zu klein und die (bzw der) Jungs hinter dem Projekt einfach überfordert als kleine Nischen Distro wird das wohl nicht in der Größe ankommen.
Würde ich Nobara heute weiterempfehlen? Nein
Warum? Zu kleines Projekt mit noch zu vielen Baustellen
Ein paar Worte zu den Desktop Umgebungen (DEs)
Als Windows Umsteiger bin ich bei KDE Plasma hängen geblieben. Gnome habe ich vor allem bei den ersten Gehversuchen mit Ubuntu und Pop!_OS ausprobiert und ist zwar mal was anderes, aber irgendwie nichts, für den tagtäglichen Alltag. XFCE ist einfach die kleinste und Leichtgewichtigste DE, die ein bißchen aus der Windows 98 und Windows XP Zeit erinnert. Für ganz alte Hardware (Siehe das Core2Duo Notebook oder einem ARM Board) ist das die Wahl schlechthin.
Ich will mir definitiv nochmal Cinnamon anschauen. Cosmic als Tile based Nutzerkonzept holt mich aktuell nicht ab. Vielleicht mal später, wenn die Kinderkrankheiten geheilt sind, mal einen Blick wert.
Distributionen, die ich auf meinem Testsystem auch unbedingt nochmal testen will:
Fedora, EndeavourOS, Garuda, openSUSE
Ich hoffe ich langweile euch nicht mit meiner Meinung und nochmal, ich bin Hobbyist und Bastler. Das sind die Meinungen, die ich durch meine Erfahrungen für mich gesammelt habe. Ihr könnt völlig andere Erfahrungen mit den Distributionen gemacht haben.
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