Bericht „Gaming-Distribution“: CachyOS-Co-Chefentwickler Peter Jung im Interview

@woldofoldo
Keiner wirft einem Neuling die Timeline ins Gesicht. Es kommen da immer die "etablierten" Distros als Empfehlung: Ubuntu, Fedora und Mint.
Die sind ein super Unterbau für das, was den Neuling tatsächlich interessiert: Das Desktop Environment. Gnome, KDE, XFCE, etc. sind für den wichtiger als das Wissen, ob unter der Haube der Paketmanager apt, dnf oder sonst wie heißt.

Mondgesang schrieb:
Will ich darauf spielen, packe ich mir halt all die Treiber da drauf. Will ich damit Office machen, ziehe ich mir alle nötigen Komponenten dadrauf. Will ich damit Bild- und Filmbearbeitung machen, dann hole ich mir halt alle nötigen Komponenten dafür.
Genauso verhält es sich bei Linux. Installiere das, was du brauchst/willst.

Mondgesang schrieb:
Stell sich einer vor es gäbe Windows, Schmindows, Blindows, SteamdowsOS, AnimendowsOS, NetflindowsOS, etc. Ein Chaos!
Stell dir vor, es gäbe nur ein Linux, nur ein Einheits-OS, das alle Gemüter, Vorlieben und Vorurteilen gerecht werden soll. Ein unmögliches Unterfangen!
 
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woldofoldo schrieb:
Beispielsweise kann es sich auch um einen bereitwilligen Windows zu Linux Umsteiger handeln. Dieser will sich jetzt vor dem Umstieg "sein" Linux aussuchen und man konfrontiert ihn mit der Timeline aus Post #233.

Das ist halt komplett Unsinn!

Als ich vor ein paar Monaten auf die Suche gegangen bin, habe ich "ganz normal" mit Suchmaschinen und bei YouTube Ausschau gehalten. Da kommen einem eine handvoll Distributionen unter, und wenn man nicht völlig bekloppt ist, landet man irgendwann bei Distrowatch oder Referenzen darauf.

Wer sich dann noch nicht zwischen CachyOS, Bazzite, Mint oder SmoothWall entscheiden kann, dem ist halt nicht zu helfen!


Leude, es ist ja kein Problem, wenn Ihr nicht mit dem Konzept "Freiheit" umgehen könnt. Es gibt genügend Alternativen, die nur darauf warten, Euch in ihren Käfig zu sperren. Nur geht dabei bitte nicht denen auf den Sack, die es können!
 
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Mondgesang schrieb:
Das wäre dann ein Script für Arch Linux.
Nein. Nochmal: Es geht z.B. darum, dass der Kernel Befehlssätze neuerer Prozessoren nutzt, anstatt darauf zu verzichten, um kompatibel zu bleiben. Was zu einer geringeren Latenz führt und Aufgaben in weniger Taktzyklen ausführt. Deswegen ist CachyOS mit modernen Prozessoren im Vergleich etwas schneller, als andere Distros. Dafür muss der Kernel aber mit diesen Optimierungen neu gebaut werden. Du kannst nicht einfach mit einem Script paar Einstellungen in irgendwelchen Konfigurationsdateien setzen und glauben, du hast das Gleiche erreicht.
 
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Kuristina schrieb:
Nein. Nochmal: Es geht z.B. darum, dass der Kernel Befehlssätze neuerer Prozessoren nutzt, anstatt darauf zu verzichten, um kompatibel zu bleiben.

Quatsch, da werden nur die Wallpaper ausgetauscht!
 
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Füg doch wenigstens ein /s am Ende

🤣
 
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Mondgesang schrieb:
Das wäre dann ein Script für Arch Linux. So wie Nobara entsprechende Scripts für Fedora machen könnte.
Viel Spaß dabei, bei der Installation und den meisten Updates erstmal alle möglichen Pakete neuzubauen...
 
Wow hier gehts ja gut ab. Ich war in den 00er Jahren schonmal Teil dieser Community. Da war es noch PES vs. FIFA, Intel vs. AMD und NV vs. ATI ... nichts hat sich geändert ...

... außer: Ich hab mich geändert. Mir ist jetzt Kontrolle wesentlich wichtiger als zuvor. Kontrolle über meine Daten, Kontrolle über meine Software, Kontrolle über mein Geld. Aber Kontrolle erfordert Aufmerksamkeit und bewusste Entscheidungen. Zum Glück war es noch nie so einfach wie heute schnell an Lösungen zu gelangen. Jeder 0815 KI Agent löst für mich 80% der Probleme über die Kommandozeile. Man muss nur ein Promt bedienen können und Strg-C/V beherschen. Da braucht es noch nicht mal eine Community (toxisch oder hilfreich).

Mich hat CachyOS komplett abgeholt (was vorher noch keine Distro geschafft hat ... aber wer bin ich schon :D) und ich bin sicher, wenn das Projekt baden gehen sollte, finde ich eine gute Alternative. Ich stecke lieber einen Hunni in ein Open Source Projekt als noch einen € in Microsoft oder Adobe.
 
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pseudopseudonym schrieb:
Viel Spaß dabei, bei der Installation und den meisten Updates erstmal alle möglichen Pakete neuzubauen...
Mir doch egal, ich hab Rechenleistung satt! Fetter Achtkerner mit 16 Freds und 96MB Käsch, dazu SSD Power! :D 😜 Und selbst auf meinem NUC laufen Install und Updates flott. ^^
 
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ParrotHH schrieb:
Wer sich dann noch nicht zwischen CachyOS, Bazzite, Mint oder SmoothWall entscheiden kann, dem ist halt nicht zu helfen!
Da haben wir die sogenannte "Community" in Linux. "Wenn du Nutzer dich nicht entscheiden kannst, dann bist du das Problem."

RTFM, Peasant. I use TempleOS, btw.
 
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woldofoldo schrieb:
und man konfrontiert ihn mit der Timeline aus Post #233.
Ich muss @Krik da Recht geben. Wer umsteigen will, der schaut auf YouTube Videos, welche Distros für Einsteiger empfohlen werden oder man frägt entweder in einschlägigen Foren wie hier oder man befragt Google mit "Welche ist die beliebteste Linux-Distro für Einsteiger?" oder ähnlich. Seltenst bis Nie wird einem die Timelime vor den Latz geknallt (die btw noch nicht mal vollständig ist), sondern man findet die üblichen Verdächtigen als Vorschläge/Empfehlungen. Hab zumindest ich bisher noch nie erlebt und ich habe das bisher auch noch nie getan.

Die Timeline wird doch nur von denen rausgekramt, die sich mit Absicht darüber echauffieren wollen, wie fragmentiert die Linux-Landschaft ist. Jemand, der tatsächlich am Umstieg auf Linux interessiert ist, interessiert die Timeline nicht die Bohne, geschweige denn wüssten diese, dass die überhaupt existiert; der-/diejenige frägt nach Erfahrungen und Empfehlungen.
 
abcd12 schrieb:
Zum Glück war es noch nie so einfach wie heute schnell an Lösungen zu gelangen. Jeder 0815 KI Agent löst für mich 80% der Probleme über die Kommandozeile. Man muss nur ein Promt bedienen können und Strg-C/V beherschen. Da braucht es noch nicht mal eine Community (toxisch oder hilfreich).

Wichtiger Punkt!

Auch ich musste bisher niemanden persönlich fragen, außer eben eine KI. Der ganze Kram ist ja so dermaßen gut dokumentiert, teils mit Verweis auf die konkreten Änderungen im Quelltext, dass es einer KI wirklich leicht fällt, daraus extrem gute Antworten zu generieren, und das auch für die jeweilige Distro passend.

Daher ist der Punkt, den hier weiter oben jemand machen wollte - fehlender Support - einfach komplett irre!

Könnte noch ein Tipp sein zur Auswahl: einfach eine Hardware- oder Softwarefrage zu ein paar Distros stellen. Anhand der Antworten kann man dann schon erahnen, wo es sich lohnt, weiter zu machen.

abcd12 schrieb:
wenn das Projekt baden gehen sollte, finde ich eine gute Alternative.

Exakt!
 
ParrotHH schrieb:
und wenn man nicht völlig bekloppt ist, landet man irgendwann bei Distrowatch oder Referenzen darauf.
Du musst aber schon zugeben, dass einen Distrowatch mit Distributionen und Informationen dazu glatt erschlägt. Einem willigen Umsteiger würde ich das nicht empfehlen wollen, weil ihn das überfordern könnte.

Dann doch eher die gute alte Befragung von Tante Google oder einer Suchmaschine der eigenen Wahl nach den beliebtesten Distris.
 
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areiland schrieb:
Du musst aber schon zugeben, dass einen Distrowatch mit Distributionen und Informationen dazu glatt erschlägt. Einem willigen Umsteiger würde ich das nicht empfehlen wollen, weil ihn das überfordern könnte.

Das soll ja auch nicht der Einstieg sein. Ich hatte halt geschaut, wie ein paar Distros dort so stehen, über die ich zuvor Lobeshymnen gelesen hatte. Die waren aber weit ab vom Schuss, und das war eine nützliche Info für mich.
 
Zumal Distrowatch bei den HPD auch nur die Aufrufe der einzelnen Artikelseiten zu den Distros auf Distrowatch selber trackt, was noch lange nichts über die Seitenaufrufe aussagt, die dann tatsächlich auch auf der Internetpräsenz der jeweiligen Distro landen.
 
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Was mir bei Linux generell nicht den Kopf will, ist dass zum einen Nvidia für die AI Workstations- insbesondere auch für die DGX Spark auf Linux setzt, aber das Thema Nvidia-Treiber unter Linux (respektive die Performance unter Linux) weiterhin ein Trauerspiel zu sein scheint.
 
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Mondgesang schrieb:
Da haben wir die sogenannte "Community" in Linux. "Wenn du Nutzer dich nicht entscheiden kannst, dann bist du das Problem."
Du lässt halt die andere Seite die hilfsbereit ist außen vor. Nicht jeder ist so wie du ihn hier beschreibst.

Mondgesang schrieb:
Ich darf doch wohl sehr bitten.
Ich kann nicht lesen und habe noch nie im Leben etwas mit Landwirtschaft zu tun gehabt.
Mondgesang schrieb:
I use TempleOS, btw.
Wikipedia schrieb:
Erstmals 2005 als J Operating System veröffentlicht, wurde TempleOS 2013 umbenannt und zuletzt 2018 aktualisiert.
Das da? Und? Wie ist das so mit einem OS aus der Steinzeit? :D

Hast du noch etwas Hate auf Halde? Dann als her damit. Kthxbye. :D
 
abcd12 schrieb:
und ich bin sicher, wenn das Projekt baden gehen sollte, finde ich eine gute Alternative.
Das gute an CachyOS ist ja, dass es, trotz seines optimierten Kernels und den neugebauten Paketen in den cachyos*-Repos, trotzdem relativ nah an Arch dran ist und die normalen core, extra und multilib-Repos von Arch Linux ja auch noch miteingebunden sind.
Wenn CachyOS einmal baden gehen sollte, kann man wie bei EndeavourOS mit ein paar Befehlen das CachyOS zu einem Arch Linux umwandeln.
 
Kuristina schrieb:
Nein. Nochmal: Es geht z.B. darum, dass der Kernel Befehlssätze neuerer Prozessoren nutzt, anstatt darauf zu verzichten, um kompatibel zu bleiben. Was zu einer geringeren Latenz führt und Aufgaben in weniger Taktzyklen ausführt. Deswegen ist CachyOS mit modernen Prozessoren im Vergleich etwas schneller, als andere Distros. Dafür muss der Kernel aber mit diesen Optimierungen neu gebaut werden. Du kannst nicht einfach mit einem Script paar Einstellungen in irgendwelchen Konfigurationsdateien setzen und glauben, du hast das Gleiche erreicht.
Naja, im Prinzip hat er schon Recht.

Das Cachy-Repo hinzufügen und dann:
Bash:
sudo pacman -Sy linux-cachyos linux-cachyos-headers

Kann ich auch auf einem Vanilla-Arch machen. Genauso, wie man den Zen-Kernel verwenden kann. Das ist ja das Schöne an der Sache. Man hat komplett freie Wahl.
Ich sehe die ganzen Sub-Distros einfach als vorkonfigurierte Pakete für Einsteiger, die sich nicht mit Details rumschlagen wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hyourinmaru schrieb:
kann man wie bei EndeavourOS mit ein paar Befehlen das CachyOS zu einem Arch Linux umwandeln.
Verstehe ich nicht. Vor wenigen Posts wurde mir versucht klarzumachen was für ein Alleinstellungs-Mammutprojekt-Aufwand CachyOS ist und eben NICHT mit paar Handgriffen zu so einem gemacht wird. Da sollten wir schon einen gemeinsamen Nenner finden.

Ich sagte, alle diese Nischendistros sind ein Paar Handgriffe entfernt von ihren Elterndistros. Dann hieß es nein nein CachyOS ist was ganz eigenes. Jetzt doch nur ein paar Befehle?
Ergänzung ()

coxon schrieb:
Wie ist das so mit einem OS aus der Steinzeit? :D
Mein Post ist wohl völlig über dich hinweggeflogen, oder?
 
Mondgesang schrieb:
Ich sagte, alle diese Nischendistros sind ein Paar Handgriffe entfernt von ihren Elterndistros. Dann hieß es nein nein CachyOS ist was ganz eigenes. Jetzt doch nur ein paar Befehle?
Irgendwie scheinst du den Arbeitsaufwand massiv zu unterschätzen. An CachyOS arbeiten ein Dutzend Leute und das nicht erst seit gestern.

Wenn man das alles mit nur ein paar Handgriffen hinbekommen würde, dann gäbe es die entsprechenden Skripte schon irgendwo im Netz zum Abruf - und das seit Jahren. Die Community ist in der Hinsicht doch recht findig.
 
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