Bericht „Gaming-Distribution“: CachyOS-Co-Chefentwickler Peter Jung im Interview

Mondgesang schrieb:
Mein Post ist wohl völlig über dich hinweggeflogen, oder?
Erst nennt er mich Bauer, jetzt geistiger Tiefflieger ... Geiler Typ. Würde mans nicht besser wissen, könnte man glatt auf den Gedanken kommen, du seist passiv agressiv und versuchst etwas zu beweisen während du von deinem hohen Roß auf uns (Peasents) herabblickst.

Aber das wäre total anmaßend, und das würde ich mir nie und nimmer erlauben. ;)
 
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SheepShaver schrieb:
Das Cachy-Repo hinzufügen und dann:
Die CachyOS Repos kannst du ja nur bei Vanilla hinzufügen, weil es sie jemand erstellt hat. Das ist Arbeit, die dir abgenommen wurde, die weit über das hinausgeht, was du vielleicht an Zeit bereit bist selber zu investieren. Das sind eben nicht nur paar Scripte.

Man kann auch Arch installieren und den Kernel selber neu optimiert bauen. So hab ich das gemacht. Aber das erzählst du doch keinem Neueinsteiger oder Umsteiger, wenn er dafür einfach CachyOS nehmen kann. :) Es ging ja darum, dass CachyOS von Haus aus nicht mehr ist, als jede andere Distro. Und das stimmt halt nicht.
 
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Mondgesang schrieb:
Verstehe ich nicht.
CachyOS ist eine Arch Distro, das einen optimierten Kernel nebst Scheduler und rekompilierten Paketen für x86-64-v3/v4 vorausliefert. Der CachyOS-Kernel ist eine Eigenentwicklung vom Standard Linux-Kernel, da ist viel Knowhow reingeflossen mit den ganzen Optimierungen und dem Scheduler.
Nimm Arch Linux und hau Steroide und Anabolika drauf und du hast CachyOS.

Dass CachyOS aber keine Distro from the ground up ist und weiterhin Arch Linux-Infrastruktur braucht, sieht man bspw. daran, wenn man mal in die /etc/pacman.conf reinschaut. Da stehen nämlich immernoch die Arch Linux-Repos drin:
1774611063792.png


Und aus diesen Distros ist auch immernoch ne Menge Zeug installiert.
1774611569533.png


Weil CachyOS aber immernoch so nah an Arch Linux ist, kann man es entweder de-cachy-en, um ein reines Arch Linux draus zu machen, wodurch dann halt die entsprechenden Optimierungen vollständig verloren gehen oder wie @SheepShaver geschrieben hat, kann man ein reines Arch Linux auch einfach zu einem CachyOS machen und dann von den Optimierungen profitieren.

Das kann man aber auch nur machen, weil es die CachyOS-Infrastruktur heute gibt. Wenn es CachyOS nicht geben würde, würde es auch keinen linux-cachyos-Kernel geben. Diese Arbeit musste sich halt erstmal jemand machen und das hat ptr1337 mit seinem Team getan. DAS ist es worum es geht und was CachyOS ist: Eine Arch Linux-Distro, die diese ganzen Optimierungen in einem OS bündelt, das man installieren kann und dann hat man diese ganzen Optimierungen, ohne dass man das nachinstallieren muss. Was nicht heißt, dass man es auf einer Nicht-CachyOS-Distro nicht nachinstallieren kann.
 
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WhiteHelix schrieb:
RedHat ist da mit der größte Pluspunkt und auch der Hintergrund, warum ich Nobara und Co nicht einsetze. Da will ich nicht nur eine Person hinter meinem Daily OS sitzen haben, Steam bekomm ich grad noch so selber installiert.
Sehe ich absolut genauso.
 
@Krik, @ParrotHH und @Hyourinmaru:

Wäre das für den gewöhnlichen Nutzer so einfach, gebe es den Begriff "DistroHopping" nicht und die Seite "DistroSea" hätte dann auch keinen Sinn mehr. ;) Schon allein der Begriff "Gaming-Distro" ist total daneben, da es einem suggeriert, dass man zum Spielen unbedingt eine dieser Distros braucht. Genau so wie ein "Gaming-Browser" (Opera GX).
Klar, dass die meisten Computerbase-Nutzer mit der Wahl kein Problem haben, ich übrigens auch nicht, bin ja selber vor einigen Jahren auf Linux umgestiegen. Notfalls installiert man halt ein anderes Betriebssystem neu. ;)

Trotzdem sollte man über den Tellerrand schauen und anerkennen, dass es auch nicht IT-affine Menschen auf der Welt gibt und man mit der "Vielfalt an Distros" die Schwelle für das Wechseln für diese Menschen recht hoch ansetzt, da man nicht "das eine richtige Linux" installieren kann.

Schon alleine in der Community streiten sich doch die Leute welches das "wahre (Basis)-Linux" ist, da der Eine Arch total toll findet, der Zweite Fedora und der Dritte immer noch an Debian bzw. Ubuntu festhält. ;)
 
woldofoldo schrieb:
Schon allein der Begriff "Gaming-Distro" ist total daneben, da es einem suggeriert, dass man zum Spielen unbedingt eine dieser Distros braucht.
Naja, das ist deine Interpretation. Man kann auch denken, diese Distro wurde aufs Spielen optimiert und so vorbereitet, dass man gleich loslegen kann. :)
 
woldofoldo schrieb:
Schon alleine in der Community streiten sich doch die Leute welches das "wahre (Basis)-Linux" ist, da der Eine Arch total toll findet, der Zweite Fedora und der Dritte immer noch an Debian bzw. Ubuntu festhält. ;)
Kannst du mir denn sagen welches das wahre Windows ist?

Was soll ich nehmen wenn ich auf Windows umsteigen will, Windows 10 oder 11, Home, Pro oder Enterprise?
 
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HOCLN2 schrieb:
Uch und wie läuft? PopOS ist ja nur Ubuntu quasi, aber der Cosmic Desktop ist bisher noch naja im Vergleich mit Gnome/KDE.
Bin bisher recht angetan.
Kernel ist glaube ich neuer als unter Ubuntu (6.18.7 derzeit) und setzt halt auf Flatpaks und Repo statt Snaps
Comsmic gefällt mir auch, bis auf ein paar Übersetzungsfehler gut, bin aber auch kein Poweruser.
 
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soweit ich mich erinnern kann tituliert sich Cachyos selbst nicht als Gaming Distro das ist viel mehr ein Begriff der gerne in den Medien vorkommt.
 
woldofoldo schrieb:
Schon allein der Begriff "Gaming-Distro" ist total daneben
Also CachyOS wirbt mit dem Fokus auf Performance und Nutzung aktueller Technologien. Gaming wird auf deren Webseite gar nicht erwähnt, falls ich das nicht übersehen habe.

woldofoldo schrieb:
Trotzdem sollte man über den Tellerrand schauen und anerkennen, dass es auch nicht IT-affine Menschen auf der Welt gibt und man mit der "Vielfalt an Distros" die Schwelle für das Wechseln für diese Menschen recht hoch ansetzt, da man nicht "das eine richtige Linux" installieren kann.
Nun, es gibt auch dutzende Automarken, hunderte Brotsorten, tausende Biersorten, etc. Die Menschen werden werden sich schon zurecht finden. Mehr Auswahl halte ich für gut.

woldofoldo schrieb:
Schon alleine in der Community streiten sich doch die Leute welches das "wahre (Basis)-Linux" ist, da der Eine Arch total toll findet, der Zweite Fedora und der Dritte immer noch an Debian bzw. Ubuntu festhält. ;)
Aber wir respektieren das (für gewöhnlich). Wenn jemand Debian verwenden will, weil er super abgehangene Software haben will, soll er das tun. Wenn jemand viel basteln will und deshalb Arch einsetzt, soll er das tun. Wenn jemand nur etwas browsen und ab und zu einen Brief schreiben will, und deswegen Mint einsetzt, soll er das tun.

Wer aber Arch einsetzt und da gut abgehangene Software erwartet oder unter Debian höchste Gaming-Leistung erwartet, wird von der Community getriezt. ;)
Man kann zwar mit einem Ferrari den Wochenendeinkauf für eine Großfamilie machen, mit einem anderen Auto ginge das aber sicher einfacher.
 
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metoer schrieb:
Was soll ich nehmen wenn ich auf Windows umsteigen will, Windows 10 oder 11, Home, Pro oder Enterprise?
Üblicherweise nimmt man das aktuellste Windows und entscheidet sich dann zwischen Home und Pro. Es sei denn man ist ein Unternehmen oder eine grössere Organisation. Die Home reicht im Privatbereich in der Regel völlig aus. Technisch unterscheiden sich die Windows Editionen ohnehin nicht, sondern nur im Umfang der integrierten Managementfeatures. Und die sind jederzeit nachinstallierbar, indem man ganz einfach auf eine der anderen Editionen upgradet. Dauert ein paar Minuten und schon hat man das erledigt.

Man kanns einfach nicht miteinander vergleichen. Während Linux während seiner Evolution eine weitverzweigte Auswahl von Distris hervorgebracht hat, hat es sich bei Windows genau umgekehrt verhalten - denn dort wurden zwei Entwicklungslinien zu einer Linie zusammengeführt und fortgeführt. Eigentlich waren es sogar drei Entwicklungslinien, weil OS2 ursprünglich von MS mitentwickelt wurde.
 
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Nach dem Cachy in der VirtualBox nur vorübergehend stabil lief, bleibt es für die Linux-Welt bei mir erst mal bei Mint (Cinnamon) und Fedora (KDE) zum Ausprobieren und Testen, und um ein wenig am Ball zu bleiben.

Sollte ich irgendwann Windows neu aufsetzen müssen, wird das dann gleich eine Parallel-Installation.
 
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metoer schrieb:
Kannst du mir denn sagen welches das wahre Windows ist?

Was soll ich nehmen wenn ich auf Windows umsteigen will, Windows 10 oder 11, Home, Pro oder Enterprise?
Windows 10 ist EOL und bei Windows 11 kannst du dir aussuchen, je nachdem welche Funktionen du brauchst. In der Regel reicht für die Heimanwender die Home Edition. Vom Grundsystem sind die alle identisch. ;)

@Krik:
Es soll ja keine Kritik in die Richtung von CachyOS sein, habe es sogar selber über ein halbes Jahr im Einsatz gehabt, fand am Ende aber Fedora stabiler und nahezu genau so aktuell. Zumindest was den Kernel und MESA angeht.
Krik schrieb:
Nun, es gibt auch dutzende Automarken, hunderte Brotsorten, tausende Biersorten, etc. Die Menschen werden werden sich schon zurecht finden. Mehr Auswahl halte ich für gut.
Klar, nur um die Wahl zu treffen dauert es halt dementsprechend länger und dadurch besteht die Gefahr, dass man am Ende die falsche Wahl trifft oder gar keine und bei Windows bleibt. Nicht umsonst ist macOS/iOS so erfolgreich, da man den Leuten nicht so viel Freiheiten gibt es zu verändern. ;)

Klar, dass wir uns über Freiheiten bzw. so viel Auswahl an Distros freuen, ich ja auch, nur sind wir hier halt im CB Forum.

Muss ja auch einen Grund geben, warum ein so gutes OS bei gerade mal 5% Marktanteil rumdümpelt.
 
Vigilant schrieb:
Sollte ich irgendwann Windows neu aufsetzen müssen, wird das dann gleich eine Parallel-Installation.
Bitte für jedes OS eine eigene Disk. Der Bootloader von Wintendo macht hin und wieder Probleme. Das schöne ist aber, wenn man es richtig macht und von der Linux-Disk bootet, hat man in diesem Loader auch die Möglichkeit Win zu booten. =)
 
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woldofoldo schrieb:
Muss ja auch einen Grund geben, warum ein so gutes OS bei gerade mal 5% Marktanteil rumdümpelt.
Aus meiner Sicht hängt das im Wesentlichen nur daran, dass MS mehr Geld für Marketing hat. Die können entsprechende Lobby-Arbeit leisten und die Entscheider entsprechend "motivieren".

Anders ergibt das für mich keinen Sinn, warum z. B. München nach zig Jahren unter Linux mir nichts, dir nichts auf Windows gewechselt ist. Die hatten alle Prozesse bereits umgezogen und dann plötzlich entschied man, dass man jetzt unbedingt zig Mio. für Microsoft-Lizenzen ausgeben müsste. Ich will jetzt nicht sagen, dass das Korruption war, aber... es war Korruption.
 
ich freue mich enorm über ein starkes deutsches Open Source Projekt. Klasse, weiter so.

Das gab es in den letzten 20+ Jahren eher selten.
 
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