News Messenger: Telegram in Russland gesperrt

mischaef

Kassettenkind
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#1
Lange hatte Telegram versucht, eine Sperrung in Russland abzuwenden, jetzt hat ein Gericht die Blockierung des Messengers angeordnet. Telegram hatte in den letzten Wochen die Herausgabe von Schlüsseln zur Ver- und Entschlüsselung der gesicherten Nachrichten verweigert.

Zur News: Messenger: Telegram in Russland gesperrt
 

estros

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#2
Die Kommunisten in China haben WeChat, den die vollständig überwachen und abschalten können, warum haben die in Russland keinen eigenen? Das ist viel mehr meine Frage - bei TV, E-Mail und solzialem Netzwerk haben sie immerhin schon eigene Dienste.
 

Numrollen

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#3
USA können bei Whatsapp mitlesen sonst wäre da wohl auch mehr schon passiert. Frage mich wie schnell das so weitergeht. Wenn erst DE mit so ner Scheiss anfängt dann wars das mit dem "freien" Internet.
 

8-BaLL

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#4
Die Kommunisten in China haben WeChat, den die vollständig überwachen und abschalten können, warum haben die in Russland keinen eigenen? Das ist viel mehr meine Frage - bei TV, E-Mail und solzialem Netzwerk haben sie immerhin schon eigene Dienste.
Denks du, dass andere Länder nicht alle beliebigen Chat apps oder selbst das gesamte Internet wenn es sein muss, nicht einfach abschalten bzw. blocken können? Was bringt diese künstliche Aufregung?

Ansonsten frage ich mich wie lange noch dieses Pferd mit Telegram seitens CB ausgeschlachtet wird. Es gibt um die 200 Länder, abgsehen von Deutschland. Komischerweise wird aber nur "gefühlt" bei solchen Themen nur über Russland, Iran und China berichtet. Die Verbindung zu den ganzen Mainstream Medien ist hier nicht zu übersehen.

Es wäre doch mal interessant wie es in Indien mit sowas aussieht oder im Mittleren Osten. Wie z. B. das hier: https://www.zdnet.com/article/skype...ats-middle-easts-problem-with-messenger-apps/

Skype, Viber, Tango, WhatsApp, Facebook Messenger in vielen MO Ländern geblockt/gebannt.

Warum berichtet CB nicht auch über sowas? MO passt nicht ins aktuelle MSM "Narrative"?
 
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Numrollen

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#5
Bei Politsachen plattern die meisten IT Seiten das übliche einfach nach. Ist nicht ihr Gebiet und das soll m.E.n auch so bleiben.
 
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#6
Das eig. schockierende ist doch, wie wenig Mühe sich die Staaten und deren Nachrichtendienste sich noch geben um nicht als totalitärer Überwachungsapparat aufzutreten.

Wir dürfen nicht mitlesen, du wirst gesperrt.

Anscheinend hat man aus der Causa Snowden nur gelernt, dass die Leute immer schneller vergessen...
 

8-BaLL

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#7
Bei Politsachen plattern die meisten IT Seiten das übliche einfach nach. Ist nicht ihr Gebiet und das soll m.E.n auch so bleiben.
Ich finde sowas ist auf IT News Seiten gänzlich unnötig, bzw. sollte man dann keine doppelten Standards an den Tag legen und über mehrere Länder berichten als nur über die "Scapegoats" der MSM. Die Welt besteht schließlich aus mehreren Ländern als den gefühlten 3-4, über die meistens berichtet wird bei solchen Themen.
 
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#8
Ich finde es lustig, dass verlangt wird, dass Telegram die Keys aushändigen soll über die die garnicht verfügen ;-)
Also war das Ziel von vornherein doch die Sperrung.

Aber ist jetzt auchnicht weiter schlimm, gibt ja noch genug andere verschlüsselte Messenger. Signal z.b.
 

Shio

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#9

tookpeace.

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#11
Nix brisantes, FBI und ähnliche Konsorten haben schon seit Ewigkeiten die Verschlüssungskeys für Whatsapp, Telegram und sämtlich andere westliche Communicationapps, wäre nur fair, durch den Sicherheitsaspekt auch den Russen Einblick zu gewähren.

Ganz oder gar nicht. Wer mag schon double standards?
 
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#13
... FBI und ähnliche Konsorten haben schon seit Ewigkeiten die Verschlüssungskeys für Whatsapp, Telegram und sämtlich andere westliche Communicationapps...
Du weißt offenbar nicht, dass Telegream kein westlicher Dienst ist, Telegram kommt aus Russland.
Ich denke, dass ein russischer Dienst in Russland gesperrt ist, kann man schon fast als "Approval" für seine aktuelle Sicherheit verstehen.
 

RedXon

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#14
Wie sollen denn bitte die amerikanischen Geheimdienste die Verschlüsselungscodes von Telegramm haben, wenn es diese so gar nicht gibt technisch? Zudem, denke ich kaum dass Durov diesen aushändigen würde. Man muss sich da im klaren sein wie Telegramm funktioniert. Durov (der sicherlich kein Fan von Behörden aller Art ist, sicherlich keinen russischen, seit dem diese ihm den VK Dienst abgenommen haben) ist ja nicht auf User angewiesen. Er möchte es anbieten, aber wenn nicht dann ists ja auch nicht so schlimm.

Denn: Telegram basiert nicht auf Werbung, Verkauf von apps oder sonstiges sondern wird derzeit ausschliesslich von Durovs Vermögen betrieben. Wie lange das noch so geht und ob nicht doch was dahinter steht kann man natürlich nicht endgültig sagen, aber zumindest im Moment machen die keinerlei Profit mit Telegram, weshalb eine Sperrung für Telegram als Firma nicht schlimm ist. Eher für die Mentalität Datenschutz und Privatsphäre ist dies schlimm.

Durov selber sieht sich übrigens ja nicht mehr als Russe, er lebt ja im selbsternannten Exil, nachdem er sich geweigert hatte die politische Opposition in Russland zu schwächen und auszuschliessen.
 

Toms

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#15
Telegram kommt nicht aus Russland. Die sitzen in Dubai. Wurden nur von einem Russen (Pawel Durow, uA. auch Gründer von VKontakte)
 
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#16
Hoffentlich geben sie den Schlüssel nicht raus.
Aber das ist alles eh nur Theater fürs Volk...
 
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#17
Wenn erst DE mit so ner Scheiss anfängt dann wars das mit dem "freien" Internet.
Dann erst? Witzig :D

Kannst mich gerne aufklären, wie man eine P2P Verbindung sperrt.
Du hast also eigene, direkte Leitungen zu deinem P2P Partner? Gratulation :).

Telegram kommt nicht aus Russland. Die sitzen in Dubai. Wurden nur von einem Russen (Pawel Durow, uA. auch Gründer von VKontakte)
Naja ... kommen tun sie auf jeden Fall aus Russland. Damit ist ja immer die Gründung gemeint. Für den Rest sollte man mal die Wiki nachlesen. Unter anderem steht da:

"Die Telegram Messenger LLP ist unter der Londoner Adresse eines Unternehmens registriert, das seinen Hauptsitz auf den Seychellen hat. Gesellschafter dieses Unternehmens sind zwei Firmen mit Sitz auf den Jungferninseln und in Belize. Laut Presseberichten hat Telegram Angestellte in St. Petersburg."

Für eine angebliche non-profit Organisation eine erstaunliche Konstruktion. Wenn man zur Gründungszeit die News etwas verfolgt hat, konnte man lesen, dass Telegram eigentlich das 'Spielzeug' des 'kleinen Bruders' (Nikolai) war. Weil der andere (Pawel) eben das erfolgreiche vk.com hatte, finanzierte er des Bruders Ambitionen. Heute werden nur noch beide für alle Gründungen (Telegram und vk) genannt. Und zum Thema non-profit: die Kosten für Telegram erhöhen sicher die Steuern für die vk Einnahmen nicht :D ...
 

iWaver

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#18
Wenn ich die Kommentare hier schon wieder lese.
„Aber die Amis/Inder/MSM!!“
Whataboutism vom Allerfeinsten.
 
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#19
Wo ist das Problem? Entweder die Internetkonzerne halten sich an geltendes Recht oder sie fliegen. Früher und heute kann ein Richter bei Verdacht auf schwerwiegende Straftaten die Telefonüberwachung in D und allen anderen demokratischen Staaten erlauben. Warum sollte das nicht auch für die digitale Kommunikation gelten? Warum sollten Verbrecher gegenüber den Ermittlungsbehörden in Vorteil sein? Wenn wir nicht erlauben wollen, dass der Staat vom organisieren Verbrechen unterwandert wird, dann müssen wir der Polizei die Mittel an die Hand geben, die Verbrecher zu überführen.

Und ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit der Nutzer und Zugriffsmöglichkeit der Polizei/Staatsanwaltschaft wäre die Herausgabe des Schlüssels auf richterliche Anordnung
 
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