dth1982 schrieb:
Moin!
Ich habe ein ziemlich nerviges Problem... Ich bin von super sicheres Passwort, das nirgends gespeichert ist digital etc. und nur für Microsoft genutzt wird.
Ich wollte mich also damit anmelden. Geht nicht.
Meldung: "Sie haben zu oft versucht, sich mit einem falschen Konto oder Kennwort anzumelden."
Am PC im Ikongnito probiert: Geht nicht. Nur über Windows Hello kann ich mich noch einloggen. Aber nur noch über den PC. Xbox etc. geht gar nicht mehr.
Woher der Fehler kommt, keine Ahnung. Ich habe mal in meinen Anmeldungsverlauf bei Microsoft geschaut, keine fehlerhaften Anmeldungen, nichts komisches.
Auf der Microsoft Seite steht, dass man nun sein Passwort zurücksetzen soll. Das habe ich gemacht, aber die Meldung kommt immer noch... :-:
Anscheinend ist das ein voll automatisierter Prozess. Bin etwas ratlos - hatte jemand schonmal was?
Im Internet haben das einige, allerdings war die einzige Lösungsidee im Forum immer: Cache leeren, andere Browser, warten, Passwort im Notfall ändern. Ich bekomm die Krise bald
Danke für Eure Hilfe!
Edit: Ich weiß nicht, ob das das richtige Forum ist. Habe Win11 genommen, weil Windows Hello noch funktioniert. Falls es ein falsches Forum ist, sorry!
Das Problem hatte ich auch schon. Die Passwort-Rücksetz-Prozeduren bei Microsoft sind so überkompliziert und KI-kontrolliert, dass ein Erfolg eher zufällig erscheint. Natürlich hat man als B2C-Endbenutzer auch keinen Zugang mehr zu Menschen in irgendeiner Form von "Support", bzw. diese haben bei Microsoft auch keinen Einfluss mehr.
Ich habe das MS-Anmelde-"Konto" dann auslaufen lassen und beschlossen, mich nie mehr auf Microsoft zu verlassen: Kein Anmelde-"Konto" mehr bei Microsoft, was nicht jederzeit problemlos aufgegeben werden kann. Man weiß ja auch nie, wann Microsoft z.B. ein One-Drive-Konto einfach sperrt. Im Grunde kann das jederzeit passieren, und als B2C-Nutzer ist man dann komplett verlassen.
Online, also z.B. bei Outlook-Mail, habe ich daher sowieso nichts mehr (die alten Outlook-Web-Konten sind zwar noch da, aber irrelevant), deswegen auch kein "Microsoft Copilot mit Office 365" und auf dem PC mit Microsofts Windows immer noch einen zusätzlichen Administrator-Benutzer mit einem bekannten Passwort eingerichtet, der notfalls auf die Daten zugreifen kann. Selbstverständlich ist auch Bitlocker vollständig deaktiviert (wofür man ihn bei Windows 11 erst aktivieren muss, bevor man ihn komplett deaktiveren kann), sowie auch der Windows-"Schnellstart" deaktiviert. Nur so ist auf dem PC auch der Zugriff via Dual-Boot-Linux oder Linux-Boot-Stick ermöglicht, wobei es immer noch vorkommen kann, dass Microsoft beim automatischen Reboot aufgrund von Updates oder Upgrades die Festplatten nicht korrekt de-initialisiert hat, sodass ein Mounten unter Linux scheitert. Ich habe das erst vor ein paar Wochen wieder erlebt.
Für Microsoft Office 2024 Business braucht man inzwischen sogar ebenfalls zwingend ein Microsoft-Konto, um den Token in der Verpackung in einen Serial-Key zu wandeln. Aber hoffentlich nur einmal, und wenn das irgendwann auch scheitert, muss man eben auch das Office 2024 Business "abschreiben" und ist dann auch um diese Lernerfahrung reicher. Professionelle Geräte werden daher inzwischen meist mit Windows IoT ausgeliefert, wo Microsoft dann wirklich komplett die Finger draußen hat und es überhaupt keine Updates gibt. Aber das Fernhalten von Microsoft kostet in diesem Fall auch richtig Geld.
Beim Microsoft Flight Simulator 2020 in der DVD-Version ist es noch schlimmer: Man braucht zwingend ein Microsoft-Konto, um das Startprogramm, das nicht auf der DVD enthalten ist, herunterladen zu können, muss auch für den Programmstart immer angemeldet sein, muss aber auch immer wieder mal zwingend die DVD 1 zwecks Kopierschutz einlegen. Sowas sind dann auch die letzten Euro-Cents, die ich in meinem ganzen restlichen Leben an diese Firma überwiesen habe. Ein Leben ohne Microsoft ist nicht so unmöglich, wie viele denken.
Was Microsoft inzwischen auf dem PC oder mit den Online-Daten veranstaltet, grenzt für mich inzwischen an Terrorismus. Wenn man nicht weiß, wie man diesem Treiben derzeit noch gewisse Grenzen setzen kann, ist es aus Sicht der PC- und Daten-Verfügbarkeit die sicherere Variante, gar kein Windows mehr auf dem eigenen PC zu installieren, und auch online darauf zu verzichten. Denn dass Linux oder BSD sich ohne Nutzeraktivität selbst zerstören, ist äußerst unwahrscheinlich, und für fast alle Online-Dienste gibt es Alternativen, die man aus gewisser Perspektive als zuverlässiger bezeichnen kann.
Ich kenne Microsoft aus eigener Erfahrung seit 1990 und verlasse mich, als Privatbenutzer, spätestens seit 2023 endgültig nicht mehr auf diesen Club. Wer die Maßnahmen oben alle für unsicher hält, sollte sich überlegen, seine PCs von einer professionellen IT-Firma warten zu lassen, die mit Microsoft einen B2B-Vertrag unterhält. Dann hat man nämlich auch andere juristische Möglichkeiten.