News Milliardenprojekt: OpenAI wollte deutsches Rechenzentrum mit Atomstrom

.one schrieb:
... baut man der Grenze. Frankreich ist nicht dumm und positioniert seine AKW schon lange genau dort.
Und ich dachte, wegen der Chance die mögliche Kontamination aus dem Zentrum des eigenen Landes heraus zu halten.
 
Das würde wohl eher schlecht funktionieren...
 
Ach, die einzigen die derzeit wahnsinnig genug sind, neue AKW zu bauen, sind die Polen. Ich ertrage diesen ganzen Blödsinn von wegen „kostengünstiger CO2-Neutraler Strom“ auch nicht mehr.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ReVan1199, M@tze, NoNameNoHonor und 9 andere
Was, mit Atomstrom geht es billig und so ein Rechenzentrum wäre möglich?
OpenAI hat bestimmt gar keine Ahnung und mal ins blaue geraten, so wie die Franzosen. Nur wir machen es richtig und haben daher auch die geringsten Stromkosten und keine Energieplanwirtschaft mit gigantischen Umverteilungen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Medic, ReVan1199, Hellyeah und 3 andere
Die Prognosen zum Strompreis für 2030 in Deutschland reichen von einer leichten Entlastung (unter 30 Cent/kWh) bis hin zu massiven Preisanstiegen (bis zu 80 Cent/kWh). Die Entwicklung hängt stark davon ab, wie schnell die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.
 
Hovac schrieb:
Was, mit Atomstrom geht es billig und so ein Rechenzentrum wäre möglich?
OpenAI hat bestimmt gar keine Ahnung und mal ins blaue geraten, so wie die Franzosen. Nur wir machen es richtig und haben daher auch die geringsten Stromkosten und keine Energieplanwirtschaft mit gigantischen Umverteilungen.

Die wollen ihr RZ halt von Deutschland und Frankreich bezahlt bekommen.

Wenn der AKW-Strom so günstig wäre, wie du hier suggerieren möchtest, dann müssten die privatwirtschaftlichen Bauanträge doch durch die Decke gehen?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: M@tze, Lindar, zhompster und 8 andere
Hovac schrieb:
OpenAI hat bestimmt gar keine Ahnung
Ich würde drauf wetten, dass OpenAI wie bei so vielen hochfliegenden Plänen das Blaue vom Himmel versprochen hat, aber keinerlei Substanz geliefert hat. Und vielleicht auch kräftig Subventionen haben. Damit bleibt man dann in Deutschland einfach hängen.

Hier wird es manchmal auch sinnvollen Projekten schwer gemacht, aber sinnlosen erst recht
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: LDNV, Lindar, sioh und eine weitere Person
Es geht doch auch nicht nur um günstig...

Es geht um 24h Grundlast, langfristig kalkulierbare Strompreise, ein Kernkraftwerk liefert über Jahrzehnte relativ konstant Strom und man ist unabhängig.
Frankreich baut neue AKW um ihre alten zu ersetzen.

Geht sicher auch mit erneuerbaren, aber der Aufwand ist unweit größer. Du brauchst Solarparks, Windparks, Pumpspeicherwerke und musst den Strom speichern (Kurzzeit und Langfristig), mit massig Leitungen das Netz ausbauen, eventuell Fallback Gaskraftwerke bauen, Stromhandel, intelligentes Lastenmanagment. Insgesamt bist du sicher nicht günstiger und dazu verlässlicher als ein AKW. Das kostet halt mehr als ne Kugel Eis.

Technologiemix wäre gut, aber wir wissen ja wie das in Deutschland läuft. Von einem Extrem ins Andere. Normal ist nicht mehr.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Medic und TheLizardator
Minthera schrieb:
Ach, die einzigen die derzeit wahnsinnig genug sind, neue AKW zu bauen, sind die Polen. Ich ertrage diesen ganzen Blödsinn von wegen „kostengünstiger CO2-Neutraler Strom“ auch nicht mehr.
Weltweit sind über 70 Reaktoren im Bau, vor allem in Asien. Gerade China baut extrem schnell und effizient, 5-7 Jahre pro Kraftwerk, insgesamt knapp 40 Reaktoren.
Und ja, auch das Atommüll-Problem haben die im Griff, statt Endlagerung wird viel wiederaufbereitet, und das sehr erfolgreich.

Keine Ahnung, warum man das so verteufelt. Wir waren darin mal die Besten, und sicherlich könnten wir das auch wieder schaffen, wenn man denn wollte…
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: No Cars Go, HtOW, Slim.Shady und 4 andere
.one schrieb:
... baut man der Grenze. Frankreich ist nicht dumm und positioniert seine AKW schon lange genau dort.
Könnte entweder ein tiefgründiger Mastermind-Plan sein oder aber in erster Linie damit zusammenhängen, dass so ein Meiler massive Mengen an Kühlwasser benötigt. Idealerweise bekommt man dieses Kühlwasser aus größeren Flüssen.

Flüsse sind historisch bedingt sowas wie natürlich Grenzverläufe und im Falle von Rhein, Mosel und Maas Grenzflüsse die genau diesem Zwecke dienlich sind….

Hinzu kommt, dass Frankreichs AKW Politik seit vielen Jahrzenten auf Überschuss ausgelegt ist. Desto kürzer die Strecke zu den EU Nachbarn desto günstiger der Stromexport.

Das Konzept war lange Zeit sehr lukrativ. Günstiger Strom für Land und Industrie sowie Einnahmen durch große Exporte.

Mittlerweile kommen immer mehr die Schattenseiten hervor. Massive Ausfälle bei Systematischen Defekten/Mängeln (weil viele AKWs quasi das gleiche Modell darstellen betrifft ein Problem gleich viele Reaktoren).
Die Kraftwerke sind mittlerweile relativ alt, die Betriebskosten gehen durch die Decke, Sunventionen und Verstaatlichungen kosten Frankreich heute hohe Summen.

Von den Neubau-Projekten die massiv Geld verschlingen ganz zu schweigen.
Frankreich hat in den 70ern hoch gepokert indem sie defacto komplett auf ein und das selbe Pferd gesetzt haben (mehrere Dutzend Reaktoren eines (oder nahezu eines Typs.
Aber irgendwie hat man sich über die Entwicklungen heute keine Platte gemacht.

@Necareor ich würde mich mit dem konkreten Prozess mal etwas mehr beschäftigen.
Frankreich betreibt eines der weltweit größten „Recycling“-Lager. Dort können laut eigenen Angaben 4% strahlendes Material nicht wiederverwertet werden sondern müssen verglast für 6 Mio. Jahre endgelagert werden.
Die restlichen 96% Plutonium und Uran werden in Säure gefiltert, sortiert, aufbereitet und angereichert.
Dieser Prozess ist einmalig. Nach dem erneuten Verbrennen ist Schluss, dann muss auch dieses Material endgültig gelagert werden.

Alle mit diesem Prozess verbundenen Werkzeuge und Arbeitsabläufe werden belastet und müssen häufig gereinigt, erneuert oder entsorgt werden.
Dieser „Kreislauf“ ist höchst kostenintensiv und mündet in Müll der jenseits unserer Menschlichen!! erwartbaren Existens noch in der Erde Strahlen und die Umwelt belasten wird.
Das ist nicht klug und da braucht man sich auch nicht fragen hmm keine Ahnung warum die alle so einen Bolzen in der Hose haben…
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: M@tze, Bademeister69, Incanus und 14 andere
OpenAI wird einfach am Energieeffizienzgesetz gescheitert sein. Wenn dir so viele Hürden in den Weg gelegt werden, baust du eben woanders.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kazuja
Alphanerd schrieb:
Naja, um die 500Mio pro Jahr, das verballern wir für Phantomstrom genauso Jahr für Jahr, die Franzosen bekommen dafür wenigstens Strom.
Wer immer noch glaubt das Strom billiger wird wenn wir nur fleisig weiter EE ausbauen sollte sich mal mit dem Gesamtsystem beschäftigen und nicht nur den reinen Stromgestehungskosten seine Aufmerksamkeit schenken.
Wir haben jetzt schon den 4-fachen Überbau an Erzeugungskapazitäten im Vergleich zum durchschnittlichen Bedarf.
Stromtrassen ist das eine, aber solange der asymmetrische Bedarf nicht zielgerichtet bedient wird - und da helfen Akkuparks eben nicht - wird das nichts werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: SirSinclair, Hovac, Hellyeah und 3 andere
MR2 schrieb:
Frankreich baut neue AKW um ihre alten zu ersetzen.


MR2 schrieb:
Pumpspeicherwerke und musst den Strom speichern (Kurzzeit und Langfristig)


Necareor schrieb:
Keine Ahnung, warum man das so verteufelt. Wir waren darin mal die Besten, und sicherlich könnten wir das auch wieder schaffen, wenn man denn wollte…

Ja, aber wer bezahlt das alles?
 
Technologieoffen und breit gefächert ist unabhängig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Helge01 und Kazuja
Minthera schrieb:
Ach, die einzigen die derzeit wahnsinnig genug sind, neue AKW zu bauen, sind die Polen. Ich ertrage diesen ganzen Blödsinn von wegen „kostengünstiger CO2-Neutraler Strom“ auch nicht mehr.
So weit ich informiert bin, haben die vor eines zu bauen und haben schon eine Waldfläche gerodet, aber angefangen zu bauen haben nie meines Wissens noch nicht.
Ergänzung ()

Necareor schrieb:
Weltweit sind über 70 Reaktoren im Bau, vor allem in Asien. Gerade China baut extrem schnell und effizient, 5-7 Jahre pro Kraftwerk, insgesamt knapp 40 Reaktoren.
Du lässt da aber eine Menge weg.

Weltweit werden auch mehr Reaktoren still gelegt als gebaut - und das nicht, weil die neuen viel Leistungsfähiger wären. Darüber hinaus baut China TÄGLICH Solar-Parks mit einer Kapazität von 1 - 1,5 Kernkraftwerke.

Wenn Di die berühmte Renaissance der Kernkraft meinst - die gibt es nicht.

Necareor schrieb:
Keine Ahnung, warum man das so verteufelt. Wir waren darin mal die Besten, und sicherlich könnten wir das auch wieder schaffen, wenn man denn wollte…
Die Frage ist jetzt nicht ernst gemeint, oder?

@Phoeni
Immer wieder dieser Unsinn. Dann rechnen wir mal:

Die Bauzeit von Flamanville hat 17 Jahre gedauert, war mit 5 Jahren geplant. Die Kosten sind dann von 3,1 Mrd auf über 21 Mrd Euro gestiegen. Der eigentlich gleiche Reaktortyp wird gerade in England gebaut, da waren die Kosten vor 2 Jahren schon bei 38 Mrd Euro, jetzt sollen sie schon bei über 50 Mrd sein.

Ich habe gerade mal Gemini und ChatGPT befragt: Ein 1-MW-Windkraftwerk an Land (Onshore) kostet rund 1,4 bis 2,0 Millionen Euro - schlüsselfertig. Selbst wenn wir den höheren Betrag nehmen (habe auch schon niedrigere gesehen) würde die Leistung eines AKW mit Windrädern 2-3 Mrd kosten. Die neuen 5-7 MW kosten rund 10 Millionen, was auf ungefähr den gleichen Betrag hinlaufen würde, da weniger benötigt werden.

Jetzt darfst Du mir gerne erklären, warum die Kernenergie hier günstiger sein soll? EE-Strom kostet aktuell 7 bis 9 Cent die Kilowattstunde, bei Kernkraft ist man da schnell bei über 40 Cent.

Der Vorteil hier: Das Aufstellen eines Windrades dauert 6 Monate, worauf mit 4 Monaten die meiste Zeit für das Fundament draufgeht. Die werden zudem nie einzeln, sondern in Clustern gebaut. Daher muss man auch nicht 20 Jahre warten, bis dann aus den Dingern Strom kommt, wie beim AKW. Da kann Deutschlandweit im Grunde jeden Monat ein Cluster ans Netz.

Und etwas aus eigener Erfahrung: Wir hatten hier 17 Jahre reinen Ökostrom. Zwischendurch habe ich immer mal geschaut, was mir die großen als Neukunde an Preisen bieten können. UNd selbst bei konventionellen Strom waren die immer deutlich teurer, als das was wir gezahlt haben. Nachdem wir das Haus meines Vaters übernommen haben sind wir zu unserem kommunalen Anbieter gewechselt, weil wir Wasser, Gas und Strom aus einer Hand haben wollen - und selbst mit "nur" 80% Ökostrom konnte der uns nicht den Preis bieten, den wir bei unseren vorherigen Anbieter hatten.

Also: Wo sollen die EE teurer sein? Und jetzt komm mir nicht mit Subventionen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: M@tze, ErbarmeHesse, NoNameNoHonor und 14 andere
In Polen sind 6 Reaktoren geplant. Man hat den Wald gerodet, 2028 gehts los.

Dafür baut man in Deutschland jetzt zig neue Gaskraftwerke. Um teures amerikanisches Gas zu verbrennen. Ob das besser ist..
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hovac, Gilletti und Kazuja
Zurück
Oben