News Milliardenprojekt: Großes Rechenzentrum in Niedersachsen geplant

@Dr. MaRV

In meiner Nähe werden derzeit große Ackerflächen zerstört um Kies zu gewinnen. Komischerweise gibt es da keinerlei Aufschrei von den Leuten die in den Foren sofort am Start sind sobald es um Ackerflächen und Bauvorhaben geht. Aber so ist es nunmal im Internet. Im echten Leben bleiben dann die Protestschilder eher im Keller. Wäre auch auch viel zu mühselig sich aus der Komfortzone vor dem Monitor zu bewegen.
 
ThomasK_7 schrieb:
Selektive Wahrnehmungsfähigkeit?
Ich habe keinen Vorschlag für einen besseren Standort gelesen
Ich habe 0 gegen den Standort gelesen. Es geht hier eigtl zu 90% um das GKW.

Und das Leute gegen den Standort klagen könnten.


Aber nicht so in den Ausmaß, wie es dein erster Post suggeriert.
 
Weil das Ding mit den US-Unternehmen, die in Deutschland was bauen wollen, so gut klappt?
Finde Rechenzentren jetzt nicht so eine Bereicherung für die Gesellschaft.
Dr. MaRV schrieb:
Amazon will in meinem Heimatort auch ein RZ in den Wald stellen, Investitionsvolumen 7,8 Mrd. Euro (inkl. 2. RZ in Massen (Niederlausitz)). Was bei den Milliardenbeträgen nie beachtet wird, wahrscheinlich weil ein RZ für viele ein Mysterium ist, die Kosten sind immer mit Einrichtung. Bedeutet, die Hardware, die darin verbaut wird, ist im Baupreis inbegriffen. Was bleibt sind ein paar Millionen, verteilt auf mehr oder weniger einheimische Baufirmen und am Ende 12 Arbeitsplätze fürs 3-Schicht-System beim Wachpersonal. Die Hansel die den Krempel da einbauen, haben alle bereits ihren Job.
Trotzdem wird immer mit Arbeitsplätzen geworben. Das meiste Geld geht direkt in die USA zu den Herstellern der Chips und Geräte, also IBM, HP, nVidia, AMD, Oracle, Cisco, Aruba, Broadcom, Dell usw.
Am Ende subventionieren wir mit unseren Steuern US-Unternehmen und nicht unseren eigenen Standort.
fasst es ganz gut zusammen.
Aber Gas-Kati wird sicher an die Steuerzahler gedacht haben..
 
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Termy schrieb:
Diese Behauptung kannst du sicher auch irgendwie belegen, oder? :rolleyes:
Reine Physik. Dafür ist so viel Speicher nötig um Dunkelflauten abzufangen und gehen wir mal davon aus dass die ein Rechenzentrum nur mit lokalen Regenerativen Energien zu füttern, was meinst du wie viel Platz dafür nötig ist. Aber ich glaube das Problem ist eher der Speicher, so wie halt in ganz Deutschland. Versteh mich nicht falsch, ich finde PV super, Windkraft nicht so wegen der Umweltverschmutzung der Materialien, aber Regenerative Energie ist keine Lösung für den Breitengrad Deutschlands. Und nun bist du dran, belege doch mal deine Aussagen.

Syrato schrieb:
Klick auf meinen obrigen Link zu Google in Minnesota oder recherchiere!
Ja die Planen das aber umgesetzt ist noch nichts. Die planen dort mit Eisen-Luft-Batterien, hab ich vorher auch noch nicht gehört aber eins habe ich gelesen, die brauchen eine Menge Platz dafür. Ich hoffe das klappt bei denen, den Platz haben die Amis ja genügend. Bei uns jedoch ... Aber hey ich bin für jede Speicherlösung offen, denn die können wir hier dringend gebrauchen.

LamaMitHut schrieb:
Was ohne Beleg behauptet wird, kann ohne Angabe von Gründen als Unsinn bezeichnet werden.

Es gibt genug Beispiele für Rechenzentren die mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
Ja klar gibt es die, meine Aussage war jedoch mit Wind und PV und das gibt es leider nirgends. Außerdem sind die meisten dieser Grünen Rechenzentren nur auf dem Papier "100% Erneuerbare" die kaufen das halt ein. Die anderen haben Absicherungen wie Wasserkraft oder Biogas oder "normalen" Strom. Aber darüber will ich mich gar nicht streiten, ist doch super das die das versuchen. Ich bin doch auch kein Gegner von PV (Wind aber schon) aber diese beiden alleine reichen nun mal nicht in unseren Breitengraden, und das war meine Aussage.

Ich bin für mehr AKWs oder von mir aus SMRs wie vdL das letzten vorgeschlagen hatte, wenn wir da technologischer Marktführer werden würden, das wäre mal echt was zum feiern.
 
der Nabu ist sicher schon unterwegs und karrt irgendwelche Kröten hin, um sie auszusetzen, damit ja nix gebaut wird
 
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ThomasK_7 schrieb:
Also ich finde die news gut.
Leider bin ich da wohl in der Minderheit, wenn ich mir die Zustimmungszahlen und die Kommentare darunter ansehe.
Ich bin ganz deiner Meinung:daumen:

Standortbedingt der beste Energiemix und opimale Stromlogistik.
Deutschland muss langsam aufwachen.
Sie lassen sich kaufen von Heuschrecken, aber das ist Realität, investieren und provitieren.
Und 1'000'000'000,- ist zu den Investments von MS und Google überschaubar.

Ich feier die News:D
 
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Termy schrieb:
Diese Behauptung kannst du sicher auch irgendwie belegen, oder? :rolleyes:
Ja. Solche Anlagen laufen 24/7 und in unseren Breitengeraden kommt es nachts durchaus mal vor dass keine sonne scheint.
 
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Ja, bei rd. 9.400 Einwohnern in der Gemeinde (69km²), rd. 1.100 davon im Ortsteil Mehrum (Bauort), könnten 50-80 Arbeitsplätze vermutlich zukünftig der größte Arbeitgeber und damit bestimmt auch der größte Steuerzahler sein.
Ich weis ja nicht wo Ihr so wohnt, um eine Investition von rd. 1 Mrd. € klein zu reden?

Jedes RZ in Deutschland ist für unsere Wirtschaft besser wie im angrenzenden Ausland gebaut!
Die angedachte Region ist ja nicht so wirtschaftsstark.
Schön, wenn sich auch dort etwas entwickeln würde.
 
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Termy schrieb:
ber dann will man da ernsthaft einen auf Musk-Irrsinn machen und ein Gaskraftwerk dafür hinstellen?!
nein. Das Gaskraftwerk mit Batteriespeicher ist dort sowieso geplant, egal ob das Rechenzentrum gebaut wird oder nicht.
 
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Syrato schrieb:
@freschluft
AKWs sind nicht die Zukunft, es macht nur abhängig! Uran bekommt man hier nicht und
Flüsse/Kühlwasser wird immer wärmer und daher schaltet man AKWs ab.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/atomkraftwerke-hitze-kuehlung-abgeschaltet-100.html

Dazu verdient man z.B an der Wall Street mehr mit grüner Energie, als mit fossiler Energie und das zeigt den Weg auf.
https://www.watson.ch/wirtschaft/an...investiert-mehr-in-erneuerbare-als-in-fossile

Sogar der letzte Mensch müsste mittlerweile mitbekommen haben, dass Erneuerbare-Energien (Wasser, Wind, Solar, Biomasse und Geothermie, alle untereinander und in Kombination) mit Speicher (u.a. Wasser) unabhängiger machen, günstiger sind (im Betrieb, nicht unbedingt in der Anschaffung mit Speicher) und dazu nachhaltig!
Aktuell (und, Gott bewahre unsere Industrie hält sich irgendwie, zukünftig) werden wir auf un absehbare Zeit von Gas aus Fernost und Atomstrom aus Frankreich abhängig sein. Ist ja viel besser.

Versteh mich nicht falsch, Öko sein is cool, aber als Industriestaat, der sonst keinerlei großartige Einnahmequelle hat, sollte man nicht am eigenen Ast sägen. Das kann ganz böse enden.
 
Gandalf2210 schrieb:
Ja. Solche Anlagen laufen 24/7 und in unseren Breitengeraden kommt es nachts durchaus mal vor dass keine sonne scheint.
1. Rechenzentren sind ganz normal am Netz angeschlossen und nicht autark.

2. Nachts weht Wind. In der Nordsee fast immer. Die Standortwahl ist also vorteilhaft, weil sowohl deutscher Offshore-Strom als auch günstiger Ökostrom aus Norwegen unabhängig von der Fertigstellung vom Südlink zum RZ könnten.

3. Rechenzentren müssen sich rechnen. Gasstrom ist mit Gestehungskosten (reiner Erzeugungspreis vor Steuern, Netzgebühren, Margen etc.) von 23ct/kWh rund 2-3 mal teurer als PV und Windkraft. Und durch das Merit-Order-Prinzip obendrein hauptverantwortlich für die hohen Strompreise in Deutschland. Entgegen der Annahme konservativer und rechter Köpfe, die immer wieder erneuerbare Energien dafür verantwortlich machen...

4. Überkapazitäten von PV und Windkraft reduzieren die Anzahl und Dauer von Dunkelflauten. Stand jetzt sind 80% aller sinnvoll (also wirtschaftlich) bebaubaren Gebäudedächer noch nicht mit PV ausgestattet. Potential: 300-400GW. Kapazitäten durch Parkplätze, Autobahnen, Agri und Aqua-PV und anderweitig nicht sinnvolle nutzbare Freiflächen kommen da noch hinzu.
Offshore-Kapazitäten der Nordsee-Anrainerstaaten werden bis 2050 verdreifacht. Allein das würde die Anzahl an Dunkelflauten-Tagen in DE je nach Region auf 1-5 reduzieren. Ausbau von PV und Speicherkraftwerken noch nicht eingerechnet.

5. Dunkelflauten treten meist nachts auf, also dann wenn die Auslastung niedriger und es draußen kühler ist. Die Leistungsaufnahme und somit auch die Anfälligkeit für Dunkelflauten ist bei Rechenzentren dann also deutlich geringer, als z.B. in der Schwer- oder Chemieindustrie, wo Anlagen 24/7 auf Volllast laufen.
 
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Zockmock schrieb:
Ich bin für mehr AKWs oder von mir aus SMRs wie vdL das letzten vorgeschlagen hatte, wenn wir da technologischer Marktführer werden würden, das wäre mal echt was zum feiern.
SMR sind eine Totgeburt die von Populisten gerne als Argument gegen EEs genutzt wird.

Damit SMRs wirtschaftlich werden, müssten die Stückzahlen sehr hoch sein (mehrere tausend).

Das Problem: Uran ist heute schon knapp. Die Ausbeutung der verbleibenden Vorkommen wird in absehbarer Zeit extrem aufwändig und teuer. Wenn da jetzt auch noch tausende SMRs dazu kommen, wird das Uran noch schneller knapp.
 
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Der Rückbau von Atomkraftwerken ist auch ein sehr spannendes Thema, das man nicht vergessen sollte. Für die Wirtschaft in Deutschland war die Sprengung der Nord Stream suboptimal. Allerdings ist dies nur einer von vielen Indikatoren für die aktuelle und zukünftige Situation in Deutschland. Wenn jetzt nicht in die Hände gespuckt wird, wird es schwer für Deutschland. Es ist nicht fair, dies den Ökologen oder Klimaschützern in die Schuhe zu schieben.

Bei meinem letzten Besuch in Mecklenburg-Vorpommern dachte ich bei den ganzen Aufrufen „Stopp Windpark“ zunächst: Keiner will günstige Energieträger. Aber dann wundert man sich, wenn der Strom teurer wird. Wo ich jetzt lebe, ist das gleiche Theater mit der Wasserkraft. Zugegeben, das ist auch eine Milchmädchenrechnung und ein indirektes Infrastrukturprojekt.

Aber egal: In Deutschland zahlt der Bürger den Rückbau von Atomkraftwerken, und in der Schweiz den Bau von Wasserkraftwerken. Die Bürgerschaft wird immer und überall belastet – auch im Kapitalismus.
 
Termy schrieb:
Erst dachte ich ja "immerhin sinnvoller, als in Süddeutschland" - aber dann will man da ernsthaft einen auf Musk-Irrsinn machen und ein Gaskraftwerk dafür hinstellen?! Hat sich Gas-Kathi da schon ein weiteres Pöstchen gesichert, oder wie kommt man heutzutage auf so eine Idee? :freak:
Hey - da stand ein Kohlekraftwerk. Vielleicht war die Idee mit dem Gaskraftwerk ja schon viel älter - so ließt sich das auch. Denn der Standort wurde gewählt, weil schon geplant war, das da ein Gaskraftwerk hin kommt.

Kathi mag ich auch nicht, aber auch Habeck war klar das eine gewisse Kapazität Gas-Kraftwerke gebaut werden müssen. Kathi schießt nur übers Ziel hinaus - wenn man sich die Sachlage ansieht. [Stichwort Batteriespeicher - geplante Kapazitäten - und das was in ihrem Papier steht].
Ergänzung ()

Venet schrieb:
Das Problem: Uran ist heute schon knapp. Die Ausbeutung der verbleibenden Vorkommen wird in absehbarer Zeit extrem aufwändig und teuer. Wenn da jetzt auch noch tausende SMRs dazu kommen, wird das Uran noch schneller knapp.
Und die Vorkommen liegen in unsicheren Gebieten. Sprich Auseinandersetzung um eben diese könnten die Kosten noch weiter hoch treiben.
 
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Dr. MaRV schrieb:
....mitten in den Wald (Schutzgebiet)! Nabenhöhe bis 179 Meter, Gesamthöhe mit Rotor (175 Meter Durchmesser) über 260 Meter! Schalldruck bei Vollast je Anlage, 106 dB!
https://www.lfu.bayern.de/laerm/gewerbe_anlagen/schallmessungen_windenergieanlagen/index.htm

Die Ohren möchte ich haben, das du an deinem Wohnort noch großartig was davon hörst....
Übrigens, in Landschaftsschutzgebieten dürfen Windräder (natürlich vorher genehmigt) gebaut werden.
In Nationalparks und ausgewiesenen Naturschutzgebieten hingegen nicht. Wüsste allerdings auch nicht was deine empörte Aufzählung der Maße der Windräder mit deinem sogenannten Schutzgebiet zu tun hat.
 
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@xcsvxangelx
Du weißt nicht viel, oder? Offensichtlich auch nicht, dass es sich um Anlagen der 6 MW-Klasse handelt und nicht um jene mit 2 MW, wie in deinem Link.
 
Artikel-Update: Nach Informationen des NDR hat der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig beschlossen, einen Bebauungsplan für das Projekt aufzustellen. Damit ist zumindest diese Weiche für das Rechenzentrum gestellt.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Ja, bei rd. 9.400 Einwohnern in der Gemeinde (69km²), rd. 1.100 davon im Ortsteil Mehrum (Bauort), könnten 50-80 Arbeitsplätze vermutlich zukünftig der größte Arbeitgeber und damit bestimmt auch der größte Steuerzahler sein.
Ich weis ja nicht wo Ihr so wohnt, um eine Investition von rd. 1 Mrd. € klein zu reden?
50-80 mittelmäßig bezahlte Arbeitsplätze bei 1 Mrd Investition ist ... ziemlich schwach.

Zudem überschaubare Gewerbeeinnahmen und das Strom- und Wassernetz werden über Gebühr belastet. Besser als nichts, aber es gibt besseres Gewerbe.
 
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