News Milliardenprojekt: OpenAI wollte deutsches Rechenzentrum mit Atomstrom

mischaef schrieb:
Wenn Di die berühmte Renaissance der Kernkraft meinst - die gibt es nicht.

Gibt es auch nicht:

KE-weltweit-2023-Bild1.png


Im Kontrast dazu wächst Solar + Wind exponentiell.

Energie - AKW vs Solar.png


Die einzigen, die ein Revival der Atomkraft sehen, ist die eigene Lobby. Ich meine, es hat doch wohl Gründe, warum der einzige Demo-Dual-Fluid-Reaktor in Ruanda entstehen soll... Und nicht etwa in den USA, China oder Frankreich

MR2 schrieb:
Dafür baut man in Deutschland jetzt zig neue Gaskraftwerke. Um teuer amerikanisches Gas zu verbrennen. Ob das besser ist..

Das wäre garnicht notwendig, und das weiß auch unsere Wirtschaftsministerin. Aber eine Gas-Lobbyistin will nun mal Gas verkaufen, eine Atom-Lobby Kernkraft....
 
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In Frankreich wurden von 57 Reaktoren in den heißen Juni Wochen 3-4 abgeschaltet bzgl heruntergeregelt.

Atomstrom wird in deutschen Studien gerne teuer gerechnet:
  • doppelt so hohe Kapitalkosten wie Windenergie
  • Laufzeit von 40 Jahren, dabei planen andere Länder mit 80-100 Jahren
  • Auslastung wird mit 30% angenommen. Vor dem AKW Ausstieg waren es 95%.
https://www.ise.fraunhofer.de/conte...tromgestehungskosten_Erneuerbare_Energien.pdf
 
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mischaef schrieb:
@Phoeni
Immer wieder dieser Unsinn. Dann rechnen wir mal:

Die Bauzeit von Flamanville hat 17 Jahre gedauert, war mit 5 Jahren geplant. Die Kosten sind dann von 3,1 Mrd auf über 21 Mrd Euro gestiegen. Der eigentlich gleiche Reaktortyp wird gerade in England gebaut, da waren die Kosten vor 2 Jahren schon bei 38 Mrd Euro, jetzt sollen sie schon bei über 50 Mrd sein.

Ich habe gerade mal Gemini und ChatGPT befragt: Ein 1-MW-Windkraftwerk an Land (Onshore) kostet rund 1,4 bis 2,0 Millionen Euro - schlüsselfertig. Selbst wenn wir den höheren Betrag nehmen (habe auch schon niedrigere gesehen) würde die Leistung eines AKW mit Windrädern 2-3 Mrd kosten. Die neuen 5-7 MW kosten rund 10 Millionen, was auf ungefähr den gleichen Betrag hinlaufen würde, da weniger benötigt werden.

Jetzt darfst Du mir gerne erklären, warum die Kernenergie hier günstiger sein soll? EE-Strom kostet aktuell 7 bis 9 Cent die Kilowattstunde, bei Kernkraft ist man da schnell bei über 40 Cent.
Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung, deshalb bezahlen wir auch so wenig für Strom im Land...
Wenn irgendwo in Deutschland ein Bahnhof gebaut wird, dann wird immer der Stuttgart21 Preis angenommen. Wenn irgendwo in Deutschland ein Flughafen gebaut wird, dann nimmt man immer die Kosten von BER an....

Was nützt dir der alleinige Windradpreis wenn der Wind nicht weht? Solar, Gaskraftwerke, Infrastrukturausbau, Speicher, Lastmanagment kostet im Gesamtpaket eben mindestens genausoviel. Dagegen hast du ein AKW aus dem Baukastensystem, das am Ende wirtschaftlicher und besser planbar ist als die individuelle Infrastruktur mit all den genannten Faktoren.

Die AKWs werden nur gebaut um die Gegner zu ärgern. So kommt mirs langsam vor.
 
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mischaef schrieb:
Die Bauzeit von Flamanville hat 17 Jahre gedauert, war mit 5 Jahren geplant. Die Kosten sind dann von 3,1 Mrd auf über 21 Mrd Euro gestiegen. Der eigentlich gleiche Reaktortyp wird gerade in England gebaut, da waren die Kosten vor 2 Jahren schon bei 38 Mrd Euro, jetzt sollen sie schon bei über 50 Mrd sein.
Eben.
Der französiche Rechnungshof hat bei Flamanville festgestellt das der dort produzierte Strom für min 16 Cent verkauft werden müsste, eher für 18-20 Cent. Und das ohne die Kosten für die Entsorgung.

Da ist gar nichts mit billigem Atomstrom. Dieser hohe Preis wird dann wieder quersubventioniert.
Und das ist dann der nackte Strompreis ohne die ganzen Aufschläge.
 
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supermanlovers schrieb:
Atomstrom wird in deutschen Studien gerne teuer gerechnet:
Da muss gar nichts teuergerechnet werden. Wenn jemand nicht mutwillig zu versichernde Risiken und Sicherheit für Betrieb und den entstehenden Abfall ignoriert, liegt der Preis pro Kilowattstunde für Kernspaltungsstrom praktisch bei +∞.
 
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MR2 schrieb:
Dagegen hast du ein AKW aus dem Baukastensystem, das am Ende wirtschaftlicher und besser planbar ist als die individuelle Infrastruktur mit all den genannten Faktoren.

AKWs sind nie wirtschaftlicher, und das waren sie auch nie. Ansonsten würde EDF nicht mit gut 100 Milliarden Euro in der Kreide stehen. Darum ist ihr Anteil an der Energieerzeugung international inzwischen auch auf 9% gefallen, Tendenz weiter abnehmend.
Außerdem sind unser Problem nicht die Gestehungskosten, sondern die Netzstruktur. "In Deutschland gibt es keine andere Branche, in denen die jeweiligen Marktführer auch nur annähernd so profitabel sind"
Wie kommt man eigentlich auf die Annahme, das Atomenergie, mit die komplexeste Form der Energieerzeugung die es gibt, billig wäre?
 
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MR2 schrieb:
Dagegen hast du ein AKW aus dem Baukastensystem, das am Ende wirtschaftlicher und besser planbar ist als die individuelle Infrastruktur mit all den genannten Faktoren.
Das sind reine Träume aus der Lobbyarbeit, deren Umsetzung in die Realität mit metronomischer Gleichmäßigkeit krachend scheitert.
 
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supermanlovers schrieb:
In Frankreich wurden von 57 Reaktoren in den heißen Juni Wochen 3-4 abgeschaltet bzgl heruntergeregelt.
Und in der ersten Juliwoche waren es 11! Von 57.
Schau dir einfach nur an wieviele Millionen (man kann schon fast von Milliarden sprechen) der französische Staat jedes Jahr den AKW Betreiber subventioniert.
Man muss nicht andere Rechnungen schlecht reden, einfach selbst rechnen ;)

Gerade die AKW die 30 Jahre und älter sind verursachen aktuell Wartungskosten in Milliardenhöhe. 2022 mussten 25! AKW's aus dringenden Sanierungsgründen runtergefahren werden.

Atomstrom ist viel, aber sicherlich nicht günstig...
Frankreich hat aufs falsche Pferd gesetzt und hoffe halt nun dass die EU den Karren aus dem Dreck zieht.
 
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MR2 schrieb:
Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung, deshalb bezahlen wir auch so wenig für Strom im Land...
Die Kosten für Strom kommen ganz woanders her. Ist auch bekannt.

MR2 schrieb:
Wenn irgendwo in Deutschland ein Bahnhof gebaut wird, dann wird immer der Stuttgart21 Preis angenommen. Wenn irgendwo in Deutschland ein Flughafen gebaut wird, dann nimmt man immer die Kosten von BER an....
Dann zeig mir doch einen Reaktor, den man für 2-3 Milliarden bauen kann. Solarkraftwerke liegen im Übrigen im gleichen Preisbereich. Für die restlichen min. 20 Milliarden kann man ja an Speichertechniken forschen.

MR2 schrieb:
Was nützt dir der alleinige Windradpreis wenn der Wind nicht weht? Solar, Gaskraftwerke, Infrastrukturausbau, Speicher, Lastmanagment kostet im Gesamtpaket eben mindestens genausoviel.
Nicht wirklich. Gaskraftwerke haben wir genug.

MR2 schrieb:
Dagegen hast du ein AKW aus dem Baukastensystem, das am Ende wirtschaftlicher und besser planbar ist als die individuelle Infrastruktur mit all den genannten Faktoren.
Stimmt, deswegen sind die Kosten in Frankreich und England so explodiert, weil es ja so planbar ist. Warum sind die Kosten dann nicht sofort geplant worden?
MR2 schrieb:
Die AKWs werden nur gebaut um die Gegner zu ärgern. So kommt mirs langsam vor.
Selbst die Energiekonzerne sind der Ansicht, dass AKW nicht rentabel betrieben werden könnne. Aber MR2 im ComputerBase-Forum weiß es besser. Wirklich?

Vor allem stellt sich eine Frage: Was macht ihr in den 20 Jahren, die es dauert, bis so ein Teil mal Strom liefert?

@ChilliSchotte
Mal davon abgesehen, dass die anfänglichen Windräder mit einer Laufzeit von 20 Jahren angegeben waren und die, die jetzt so langsam in das Alter kommen, immer noch fast die gleiche Leistung liefern - und das bei sehr geringen Wartungskosten.

@cscmptrbs
In England ist der chinesische Co-Investor schon lange ausgestiegen, weil das Teil seiner Meinung nach die rentabel laufen wird. Der meinte nur, wenn das AKW irgendwann mal ans Netz geht, wird das die teuerste Kilowattstunde, die jemals hergestellt wurde.

Und generell noch etwas: In den meisten Ländern kostet die Megawattstunde rund 100 Euro. In Spanien seltsamerweise nur 14. Warum? Weil die Spanier viel früher angefangen haben, auf EE zu setzen.
 
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@Beelzebot
Das kann man so nicht sagen. Man darf nicht vergessen, dass Frankreiche eine Atom-Macht ist und Kernwaffen haben. Und dafür wird eben unter anderem der Abfall der AKW benötigt - zumindest wenn das noch so sein sollte.
 
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Necareor schrieb:
Und ja, auch das Atommüll-Problem haben die im Griff, statt Endlagerung wird viel wiederaufbereitet, und das sehr erfolgreich.
Wiederaufbereitung erzeugt mehr Müll.

MR2 schrieb:
Dafür baut man in Deutschland jetzt zig neue Gaskraftwerke. Um teures amerikanisches Gas zu verbrennen. Ob das besser ist..
Die Dinger sind wie Mähdrescher, die laufen nur ein paar Wochen im Jahr.

wildfly schrieb:
Die Prognosen zum Strompreis für 2030 in Deutschland reichen von einer leichten Entlastung (unter 30 Cent/kWh) bis hin zu massiven Preisanstiegen (bis zu 80 Cent/kWh). Die Entwicklung hängt stark davon ab, wie schnell die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.
Zum Vergleich, hier deutet sich so eine Entwicklung auch langsam an

https://ember-energy.org/latest-ins...d-spanish-consumers-from-elevated-gas-prices/
 
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mischaef schrieb:
Das kann man so nicht sagen. Man darf nicht vergessen, dass Frankreiche eine Atom-Macht ist und Kernwaffen haben.

Das ist richtig, dafür brauchen sie die Kernkraft. In Sachen Energiewende setzen sie aber aufs falsche Pferd, vor allem wenn die Prognose die ist, dass 2050 alle Franzosen nur noch 50% der Strommenge von heute verbrauchen sollen.
 
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MR2 schrieb:
Was nützt dir der alleinige Windradpreis wenn der Wind nicht weht? Solar, Gaskraftwerke, Infrastrukturausbau, Speicher, Lastmanagment kostet im Gesamtpaket eben mindestens genausoviel. Dagegen hast du ein AKW aus dem Baukastensystem, das am Ende wirtschaftlicher und besser planbar ist als die individuelle Infrastruktur mit all den genannten Faktoren.
Und trotzdem werden EEs immer billiger während AKWs immer teurer werden.
Irgendwie scheint sich der Markt für deine tollen Theorien nicht zu interessieren.
 
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MR2 schrieb:
Dagegen hast du ein AKW aus dem Baukastensystem
😅
Ist nicht fast jedes AKW eine ungeheure technologische Mammutaufgabe die extrem viele hochspezialisierte Einzelanfertigungen benötigt? Sorry ich vergaß, deswegen sind AKW ja auch so billig und werden schneller fertiggestellt als geplant...

Weißt du was am Fließband produziert werden kann? Windkraftwerke und Solar...

MR2 schrieb:
Speicher, Lastmanagment kostet im Gesamtpaket eben mindestens genausoviel.
Steile These
MR2 schrieb:
Was nützt dir der alleinige Windradpreis wenn der Wind nicht weht?
Irgendwo anders weht er aber


Ich verstehs echt nicht mit dieser Nibelungentreue zu AKW.
Gründet doch die "Atom AG" und baut welche und kümmert euch um 1000 Jahre Endlager und verkauft den Strom am Markt. Aber halt ohne einen einzigen steuerfinanzierten Cent.
Für Strom bezahl ich ja eh schon, warum soll dann die Gemeinschaft da nochmal reinbuttern...
 
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mischaef schrieb:
Vor allem stellt sich eine Frage: Was macht ihr in den 20 Jahren, die es dauert, bis so ein Teil mal Strom liefert?
Langes TimeToMarket und später ReturnOfInvest (ROI) erzeugt Kapitalkosten (Zinsen).

ruthi91 schrieb:
Ich verstehs echt nicht mit dieser Nibelungentreue zu AKW.
Gründet doch die "Atom AG" und baut welche und kümmert euch um 1000 Jahre Endlager und verkauft den Strom am Markt. Aber halt ohne einen einzigen steuerfinanzierten Cent.
Für Strom bezahl ich ja eh schon, warum soll dann die Gemeinschaft da nochmal reinbuttern...
Und bitte das Ding mindestens so gut wie Pommesbude versichern.
Die bisherigen Meilern sind gnadenlos unterversichert.

mischaef schrieb:
Nicht wirklich. Gaskraftwerke haben wir genug.
Rechne das doch mal vor.
 
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Also für den Nächsten der fragt: Wenn Erneuerbare doch so günstig sind, warum ist denn unser Strom so teuer?

Die Kosten haben wir selbst gemacht und es liegt NICHT an den erneuerbaren Energien, sondern an der Liberalisierung und Privatisierung des Strommarktes!

Redispatch ist teuer? Ja warum denn nur? Weil wir in Europa Mitte der 90er unseren Strommarkt zersplittert haben. Neoliberaler Wahnsinn. Motto: der private Markt ist „hocheffizient“ und findet "immer" die besten Lösungen! Damit in Deutschland jeder Strom bekommt, sind ja nur "ein paar" Unternehmen notwendig:

880 Messstellen-Betreiber
880 Verteilnetzbetreiber
4 Übertragungsnetzbetreiber
1200 Stromanbieter
Kraftwerksbetreiber (5 große und zig tausende kleine).

Und alle haben sie: Vorstände, Verwaltungen, IT-Systeme, Personalwesen, Buchhaltung, schreiben sich gegenseitig Rechnungen, müssen sich Abstimmen, Anträge von A nach B schicken, aber auch noch staatlich beaufsichtigt und kontrolliert werden (Bundesnetzagentur), weil Strom ja ein zentrales Rückgrat unserer Gesellschaft ist! Ja halleluja!

Und wir wundern uns, dass bei uns jede kleine Neuerung Jahre braucht bis sie umgesetzt wird?

Und alle müssen sie natürlich auch Gewinne machen. Und nicht zu knapp - is ja klar. Neoliberal halt! Deswegen können sich einige Netzbetreiber auch nicht durchringen diese teuren Smart-Meter einzubauen oder Netze auszubauen. Lohnt nicht - macht keinen Gewinn.
Und das sind übrigens nicht nur Privatfirmen - auch sehr viele Stadtwerke. Da geht es dann darum mit diesen Einnahmen alles mögliche andere zu finanzieren! Es ist Wahnsinn. Wir zahlen über die Stromrechnung auch noch Hallenbäder und Öffis mit! Kann man sich nicht ausdenken.

Dass man da lieber mal die Netze auf Verschleiß fährt, statt groß zu investieren, sollte auch klar sein oder? Man hat ja nicht mal Konkurrenz!!! Das wäre ja die Grundlage für einen Markt! Wettbewerb würde ja nur helfen, wenn ich als Kunde wechseln könnte. Kann ich beim Netz nicht. Deshalb bringt die Zersplitterung in 880 Einzelmonopole keinen Marktvorteil – nur 880x Overhead. Und das in einem Markt wo ein einziges, lebenswichtiges Produkt gehandelt wird!!! Skaleneffekte z.B. im Einkauf - Fehlanzeige!

Mal China im Kontrast: Die haben 2(!) große Stromkonzerne - staatlich kontrolliert. Diese machen alles, von der Stromerzeugung bis zum Verbraucher. Wenn China eine neue Stromtrasse baut, dann geht das ruckzuck. Beispiel: Die die Ningxia-Hunan-UHVDC-Leitung. 1600km durch 6 Provinzen. 2,5 Jahre vom Baustart bis Vollbetrieb! Wir brauchen für 700km Südlink 15 Jahre! Redispatch? Ja gibt es auch. Kostet da aber "nix"! Denn der selbe Stromkonzern schaltet an der eine Stelle etwas ab und an der anderen etwas an. Ist ein reiner interner Vorgang! Ach und die 700Mrd. die China in den nächsten 5 Jahren in den Netzausbau steckt, werden übrigens rein staatlich finanziert und auch nicht auf den Strompreis umgelegt wie bei uns (Netzentgelte in DE 5-14ct vom Preis - Wohnortlotterie - auch eine direkte Folge der Auftrennung)! Ist deswegen in China alles super - sag ich gar nicht. Aber wenn man den Strompreis vergleicht muss man auch die Hintergründe vergleichen!

Also: warum ist denn unser Strom so teuer?

Wie gut das mit dem neoliberalen privatisieren, auftrennen von Geschäften (Netz und Betrieb) und alle müssen Gewinne machen klappt, kann man übrigens auch an einem zweiten Beispiel sehr gut erkennen, dass überhaupt nichts mit Strom zu tun hat: Unsere Deutsche Bahn! Auch Mitte der 90er entschieden und damals total wichtig! Wettbewerb macht alles besser. Gleiches Prinzip - gleiche Katastrophe!
 
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MR2 schrieb:
In Polen sind 6 Reaktoren geplant. Man hat den Wald gerodet, 2028 gehts los.

Dafür baut man in Deutschland jetzt zig neue Gaskraftwerke. Um teures amerikanisches Gas zu verbrennen. Ob das besser ist..
Da können wir nur hoffen, dass Gas-Kathi und der Lobbyismus in drei Jahren passe sind.


Necareor schrieb:
Und ja, auch das Atommüll-Problem haben die im Griff, statt Endlagerung wird viel wiederaufbereitet, und das sehr erfolgreich.

Keine Ahnung, warum man das so verteufelt. Wir waren darin mal die Besten, und sicherlich könnten wir das auch wieder schaffen, wenn man denn wollte…
lol
Ergänzung ()

MR2 schrieb:
Es geht doch auch nicht nur um günstig...

Es geht um 24h Grundlast, langfristig kalkulierbare Strompreise, ein Kernkraftwerk liefert über Jahrzehnte relativ konstant Strom und man ist unabhängig.
Frankreich baut neue AKW um ihre alten zu ersetzen.

Geht sicher auch mit erneuerbaren, aber der Aufwand ist unweit größer. Du brauchst Solarparks, Windparks, Pumpspeicherwerke und musst den Strom speichern (Kurzzeit und Langfristig), mit massig Leitungen das Netz ausbauen, eventuell Fallback Gaskraftwerke bauen, Stromhandel, intelligentes Lastenmanagment. Insgesamt bist du sicher nicht günstiger und dazu verlässlicher als ein AKW. Das kostet halt mehr als ne Kugel Eis.

Technologiemix wäre gut, aber wir wissen ja wie das in Deutschland läuft. Von einem Extrem ins Andere. Normal ist nicht mehr.
Doch, weil ein KW Atomstrom am teuersten im Vergleich zu jeder anderen Erzeugung ist. Und dürften die Betreiber die Endlagerkosten nicht vergesellschaften, dann wäre der Betrieb eines jeden AKW sofort vorbei.

Wir müssen unseren Blick nur in die Asse werfen. Was dort für eine Umweltschweinerei lief kostet jetzt Milliarden und die Umweltschäden könnten, bei weiteren Problemen in den Salzschichten echt übel werden.

Und ja, ein grüner Technologiemix würde hier tatsächlich helfen, auch eine Dezentralisierung der Erzeugung. Warum wir wir da nicht weiter sind steht hier in dem Post ganz oben.
 
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