Dann halt hirnphysiologisch, fühlen tut man mit anderen Hirnarealen als Bass hören oder Vibrationen wahrnehmen.
Beim Musikhören wird nahezu das gesamte Gehirn gleichzeitig aktiviert. Musik ist kein isoliertes akustisches Signal, sondern ein hochkomplexer Reiz, der weitverzweigte neuronale Netzwerke für Wahrnehmung, Bewegung, Emotionen und Gedächtnis zusammenschaltet
Beteiligte Hirnareale und ihre AufgabenAuditorischer Kortex (Hörrinde): Verarbeitet die grundlegenden akustischen Elemente wie Tonhöhe, Lautstärke, Klangfarbe und Harmonien, (
https://www.ardalpha.de/wissen/psychologie/musik-forschung-hirnforschung-gehirn-100.html)
Motorischer Kortex & Kleinhirn: Werden automatisch aktiv, um den Rhythmus und den Takt zu verarbeiten. Sie regen den unwillkürlichen Bewegungsdrang an (z. B. Mitwippen). , (
https://www.ardalpha.de/wissen/psychologie/musik-forschung-hirnforschung-gehirn-100.html)Limbisches System (v. a. Amygdala & Hippocampus): Steuert die emotionalen Reaktionen auf Musik. Der Hippocampus verknüpft die Musik zudem mit persönlichen Erinnerungen (Biografisches Gedächtnis). (
https://www.ardalpha.de/wissen/psychologie/musik-forschung-hirnforschung-gehirn-100.html) Präfrontaler Kortex: Analysiert die Struktur der Musik und versucht fortlaufend, den weiteren Verlauf der Melodie oder des Rhythmus vorauszuberechnen (Antizipation). (
https://cordis.europa.eu/article/id...th-imagined-music-and-the-sound-of-silence/de),
Das Hören von lauter Bassmusik hat faszinierende und tiefgreifende Auswirkungen auf die Hirnphysiologie. Bassfrequenzen (ca. 20 bis 150 Hz) werden vom Gehirn anders verarbeitet als hohe Töne und beeinflussen sowohl die Motorik als auch das Belohnungssystem.📌 Die wichtigsten Auswirkungen auf das GehirnAktivierung des Belohnungssystems: Tiefe Frequenzen stimulieren das Striatum. Dies führt zu einer verstärkten Ausschüttung von Dopamin (Glücksgefühlen).Automatischer Bewegungsdrang: Bass synchronisiert die elektrische Aktivität im motorischen Kortex. Das Gehirn koppelt den Rhythmus direkt an Muskelbewegungen (Aufforderung zum Tanzen).Taktile Wahrnehmung: Sehr tiefe Frequenzen (Infraschall) aktivieren nicht nur das Innenohr, sondern auch das somatosensorische System (Vibrationen über die Haut und innere Organe).Verstärktes neuronales "Entrainment": Das Gehirn passt seine eigenen Gehirnwellen (insbesondere Theta- und Beta-Wellen) extrem schnell dem Rhythmus von Bässen an.
Um Bässe richtig mit Vibrationen auch über die Haut wahrzunehmen braucht es allerdings lautsprecher (möglichst laut und grosse Lautsprecher) - Kopfhöhrer reichen da meist nicht.