Motivation und was tun, wenn "kein Bock"

  • Ersteller Ersteller Bender Bieger
  • Erstellt am Erstellt am
Ein schönes Thema.
Vielleicht entdecke zwischen die Zeilen eure "Tipps".
martin-00s und Zwirbelkatz habens doch schon gut auf den Punkt gebracht:

  • Zeitplan anlegen (Meilenstein: wann ist die nächste Prüfung) und regelmäßig lernen
  • mit Kommilitonen lernen (hier sollte man am meisten lernen, wenn nicht sitzt du mit den falschen Leuten zusammen)
  • Lernangebote der Uni wahrnehmen: Übungen, etc.
  • herausfinden wann du am aufnahmefähigsten bist und in dieser Zeit lernen
  • an einem Ort lernen, an dem du nicht abgelenkt wirst (Bibo, Uni, ...)
  • regelmäßig entspannen (Sport?, ...)
  • Nutze die Zeit die du unterwegs bist zum lernen: S-Bahn, Bus, etc. (heutzutage kann man sich doch fast alles aufs Smartphone laden)

... und finde heraus WIE du am besten lernst (lesen, alles aufschreiben, durchsprechen, etc): es gibt dazu etliche Bücher die helfen können den richtigen Weg zu finden -> Literatur gibts in der Bibo
 
ich bin ein sehr chaotischer Mensch, der nicht gern plant und gigantische Probleme mit seinem inneren Schweinehund hat. Dachte, wenigstens während des Studiums würde ich das endlich in Griff bekommen, doch dem war nicht so. Ob nun Klausuren, für die nur kurz vorher und dann auch nur nach dem Motto "4 gewinnt" oder bei Seminararbeiten, ich habe es einfach nicht geschafft, mehr als nur minimal dafür zu tun. Bei meiner Diplomarbeit (und auch den mündlichen Prüfungen) wäre ich dabei fast auf die Schnauze gefallen. Gerade auf den letzten Drücker fertig geworden, auch noch mit ner 1.3 dafür "belohnt" zu werden, was meinen Schweinehund eigentlich nur bestätigt hat.

Die Prüfungsphase am Ende des Studiums war schlimm: ich war allein in meine Bude, keinen wirklich geregelten Tagesablauf, bis auf ein paar Stunden beim Nebenjob, bei dem ich auch keine festen Zeiten hatte. Mal dieses, mal jenes. Kochen, US-Serien schauen, Joggen, Einkaufen, ....

Letztendlich finde ich es gar nicht so schlimm. Habe mich damit arrangiert, dass ich sehr faul bin und Dinge, die noch nicht brennen, gern soweit wie effizient und sinnvoll möglich vor mich hin schiebe.
 
Die Prüfungsphase am Ende des Studiums war schlimm: ich war allein in meine Bude, keinen wirklich geregelten Tagesablauf, bis auf ein paar Stunden beim Nebenjob, bei dem ich auch keine festen Zeiten hatte. Mal dieses, mal jenes. Kochen, US-Serien schauen, Joggen, Einkaufen, ....
Tja, was der Volksmund als Faulheit und Tagediebtum abtut, ist in Wirklichkeit eine sehr hohe Belastung im Sinne vom Umgang mit Autonomie & Selbstverantwortung. Dafür muss man nicht mal studiert haben. Jeder, der mal ne Weile arbeitslos war wird mir beipflichten, dass reine Freizeit nicht alles ist. Darüber hinaus hat die Freizeit auch nur einen Wert, wenn ihr "Arbeitszeit" gegenüber steht. Für einige Wochen mag das anders sein, nach vielen Jahren wird das für manchen zum Meer ohne Ufer.

@Bender Bieger
Der Link mit der Thematik zur Prokrastination ist wirklich gut, wie ich finde. Habe ihn jetzt selbst erst mal gelesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bender Bieger schrieb:
Krank bin ich nicht:) und ich halte wenig von Psychiater, der subjektiv die Probleme der Menschen beurteilt ohne sein inneres zukennen.

Da hast du was falsch verstanden.

Würdest du mindestens soviel lernen wie über Sachen schreiben von dem du keine Ahnung hast, hättest du schon dein Prof in der Tasche. Vielleicht überlegst du dir einfach mal was um deine Zeiten neu einzuteilen. Oder wechselst einfach dein Fach, oder arbeitest einfach mal. Unis sind nicht für alle und wären Unis einfach, würden alle dort sein. Du bist da eventuell einer der nicht dafür gemacht wurde. Dafür sollte man sich auch nicht schämen, ist einfach so.
 
Zuletzt bearbeitet:
LesGrossman schrieb:
setz dich in die bibliothek zum lernen statt zu hause hin (zu hause lernt NIEMAND besser als in der uni!

Blödsinn. Man ist nicht aufnahmefähiger nur weil man in der überfüllten Bibo rumhockt und von Absätzen genervt wird, die man 3km lang hört.
 
Kann man nicht pauschalisieren.... Ohropax oder ein Mp3-Player können Wunder wirken.

Bei mir ist es so, dass ich trockene Lektüre besonders gut im Zug lesen kann, da es dort einfach keinerlei Möglichkeit gibt, mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Da ich eine Fernbeziehung führe und einmal pro Woche quer durch NRW fahre (und wieder zurück), bietet sich diese Gelegenheit regelmäßig. Ich höre nebenbei noch Musik, um die Störgeräusche durch die anderen Fahrgäste nicht mehr wahrzunehmen.
 
Wo man gut lernen und arbeiten kann und wo nicht, ist am ehesten ein psychologisches Problem. Wenn man mit dem heimischen "Arbeitsplatz" ausschließlich WoW assoziiert, wird dort nicht gut Lernen sein.
 
Bender Bieger schrieb:
...z.B. Keine Lust zulernen oder den Stoff von der Uni nachzuholen. Es geht mir hier darum nicht belehrt zuwerden, sondern wie ihr mit dem Problem umgeht ( sicherlich hatte jeder solche Tage gehabt ) ich suche mir dann ev. ein paar "Methoden" für mich herraus....

Mir hat immer geholfen an die Zukunft zu denken. Das Studium zu beenden, endlich auf eigenen Beinen zu stehen, eigenes Geld zu verdienen und Träume zu verwirklichen. Das Studentenleben ist geil, aber mit einem monatlichen Gehalt auf dem Konto und der Erfüllung großer Wünsche noch geiler. So habe ich mich motiviert und es hat geklappt.

Und das mit den Zielen von weiter oben ist auch wichtig. Setze dir Ziele, keine diffusen wie "Studium schaffen", sondern Einzelziele wie "die nächste Klausur mit 2 bestehen" oder "am Wochenende 10 Seiten Hausarbeit schreiben". Kleine, überschaubare Ziele, die am Ende zum großen Ziel führen.

Fixiere diese Ziele schriftlich, mache dir eine Zieltabelle/-liste und hake sie ab.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
dafür braucht man 1-2 kommilitonen mit denen man sich versteht und regelmäßig zum lernen trifft.

Alleine lernen ist mist. Auch wenn man nicht mal zusammen lernt, zieht man sich gegenseitig mit.
 
Fairy Ultra schrieb:
dafür braucht man 1-2 kommilitonen mit denen man sich versteht und regelmäßig zum lernen trifft.

Alleine lernen ist mist. Auch wenn man nicht mal zusammen lernt, zieht man sich gegenseitig mit.

Also für mich war immer eine Mischung optimal. Nach Phasen des individuellen Alleine-Lernens (in denen ich für mich den Stoff in Ruhe lernen konnte) haben wir uns in der Gruppe getroffen und uns bei den schwierigen Themen gegenseitig geholfen. Es kam also jeder mit seiner persönlichen "Das check ich nicht"-Liste, die dann schrittweise abgearbeitet wurden. Das war wirklich effizient. Natürlich braucht man dazu die richtigen Leute.
 
Zurück
Oben