NAS-Mainboard

Mr.Courious

Lt. Junior Grade Pro
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Jan. 2006
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Nabend allerseits,

Ich bin auf der Suche nach einem passenden Mainboard für ein DIY-NAS. Geplant sind 3 Platten à 8 TB im Raid5-Verbund, dazu Link-Aggregation mit 2 Gbit-Ports und eine effiziente CPU damit der 24/7 betrieb nicht so weg tut auf der Stromrechnung :-P.
Die fertigen Produkte am Markt von Synology z.b. kosten bei gleicher Ausstattung einfach deutlich mehr und ich kauf immer die Katze im Sack in Sachen Hard- und Software (Bsp. Heardbleet).
Mein Favorit ist derzeit das Supermicro X10SBA, leider ist Raid5 für den eingesetzten Marvell-Controller nicht explizit genannt. Das macht mich doch sehr stutzig. Hat jemand da genauere Infos oder vllt zufällig mit dem Controller ein Raid realisiert?
Bay-Trail scheint mir derzeit der beste Sockel für ein NAS zu sein, da man TDP's um die 10-15 Watt (plus Chipsatz) zu verhältnismäßig günstigen Preisen in kompakten Maßen findet, bin aber auch für Alternativen offen. Achja.. die 2 GBit-Ports will ich auf jeden Fall :-D
 
Entweder gleich RAIDz oder ein Software RAID des OS. FakeRAID ist sowieso nutzlos, also wieso sollte man es nutzen wollen?
 
Hi, wie wäre es z.B mit http://geizhals.at/asrock-c2550d4i-a1040154.html ?

Dazu eben ein Software-Raid deines Vertrauens (ZFS würde sich z.B empfehlen)

Vorallem Server-Features wie IPMI machen dieses Board zwar teuer, aber definitiv interessant.

EDIT: Fehler, 3x8 TB nicht 8x3 TB, damit brauchst du natürlich nicht so n fettes Board.

Für so etwas wäre ein J1900 Board nichtmal so schlecht. Wäre weiterhin trotzdem gut stattdessen ein Soft-Raid zu benutzen da es einfacher ist bei z.B einem Board-Defekt die Daten zu retten.

Bezüglich Katze im Sack kann ich dir nicht ganz zustimmen denn es ist durchaus schwierig ein eigenes System sicher zu gestalten.
Ich persönlich kann dir eine fertige Synology-NAS trotzdem empfehlen. Ich habe es ähnlich gemacht und benutze eine Synology DS412+ als Dateiablage und dazu einen kleinen Server auf Thin-Mini-ITX Basis für meine Spielereien. Damit kann ich die NAS nicht abschießen falls ich auf dem Server etwas kaputt mache.
 
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Das heisst also das OS übernimmt die Verteilung der Daten entsprechend auf den Raid-Verbund? Dann käme es nur auf die Zahl der SATA-Ports an. Fällt eine Platte aus, habe ich den selben Vorteil, wie beim Hardware oder Pseudo-Hardware Raid. Kaputte Platte raus, neue rein.. fertig?
Klar wird die Leistung eines richtigen Raid-Controllers nicht erreicht, aber womit könnte ich ca rechnen?

Die fertigen Systeme bieten einfach für das gleiche Geld weniger an. Ich bekomm das selbstgebaute für ca 400 €, ein annähernd vergleichbares ab 520 (Synology 415+) aufwärts, wobei die Rechenleistung und theoretische Plattenanzahl doch eher beim 1812+ liegen. Ich kann das Betriebssystem frei wählen
Ergänzung ()

Die Anleitung hat schonmal ein paar Antworten gebracht http://www.technikaffe.de/anleitung-141-4_bay_eigenbau_nas_mit_intel_celeron_j1900_und_freenas
 
Die Annahme, das die fertigen Systeme fürs Geld weniger bieten ist nur dann korrekt, wenn du deine Arbeitszeit nicht rechnest und du beim Aufsetzen entsprechende Routine hast und keine Fehler machst.
Wenn du ein Synology o.ä. kaufst, hast du ein recht gut aufeinander abgestimmtes Gerät mit brauchbarer Bedienoberfläche plus einer Vielzahl von Apps, die meist auch zusammenspielen, Plug&Play installiert werden und dann auch auf Anhieb funktionieren. Zusätzlich gute Dokumentation und Community. Gerade beim Account Management ist es nämlich nicht zwingend lustig, für jeden Service eigene Accounts zu pflegen. Allerdings gibts halt auch weisse Flecken, also Anforderungen, die ev. nicht standardmäßig bedient werden. Dann kannst halt im Linux selber basteln z.B. derzeit CardDav oder auf Pakete von Bastlern zurückgreifen.
Ich würde gerade für ein NAS nie eine Eigenbaulösung mache, da am Markt ausreichend gute Lösungen existieren. Ein lustiges Thema könnte dann noch XPEnology sein, bei dem der Syno DSM und alle Apps auf anderer HW laufen. ideal zum Testen von Releases.
Hinsichtlich trunk Aggregation ist dir aber schon klar, dass der/die Switches das unterstützen muss/müssen und es dann auch nur das bringt, dass eine IP Adresse mehr Last aufnehmen kann. Jeder einzelne Client ist nicht schneller, ausser du ziehst das bis zu jedem Client. Eine DS713+ z.b. erreicht dann bis angeblich bis zu 200MBps, in der Realität ists weniger.
 
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Der Marvell 9230 kann laut Datenblatt kein RAID5, aber für ein HW RAID5 braucht man schon einen ordentlichen Controller mit Cache und die kosten richtig Geld und schlucken auch einiges an Strom, ich würde ein SW RAID vorziehen, wenn es keines von Windows sein wird. Dann wäre bei 24/7 und vor allem auch bei ZFS unbedingt auch ECC RAM auf meiner Must-Have Liste.
 
@ mrieglhofer : Ja, da geb ich dir recht. Mich reitzt das Aufbauen allerdings auch genauso wie das Nutzen. Was ich nicht selbst gebaut und eingerichtet hab, versteh ich auch nicht so gut. Und ich bin immer auf Updates seitens der Hersteller angewiesen, läuft mein Produktsupport aus, läuft ein altes OS. Komponenten kann ich auch nicht austauschen. Die Kiste sollte schon mehr als 2 Jahre laufen. Der Flaschenhals ist bei Link-Aggregation klar der Client mit seiner GBit-Leitung. Ziehen mehrere Clients, wird der Vorteil erst nutzbar. Und den hab ich schon bei 3 Clients. Ein passendes ProCurve-Switch für LAYER-3 kostet mit 24-Ports aktuell 160 €.

ECC-Ram schränkt natürlich die Board-Auswahl um Einiges ein.. Da kommen dann nurnoch Server-Boards in Frage
 
Der Lebenszyklus bei Synology ist 5 Jahre. Man sieht meist an den Bezeichnungen und an den zur Verfügung stehenden Updates. Danach veraltet das System. Updates sind sehr flott, allerdings immer mit dem Risiko, dass danach wieder was nicht geht. Basis ist ein angepasstes CentOs. Von dem her kann man da auch basteln ;-)
Länger als 5 Jahre würde ich aber kein System aktiv betreiben, da die Ausfallwahrscheinlichkeit schon stark ansteigt. Ich verwende das Alte als Standby, falls mal der neue Server stirbt. Dann kann der Alte 90% der Services innerhalb von 1h über nehmen.
Hinsichtlich Link Aggregation: hängt natürlich vom Anwendungsfall ab, aber ich habe an 2 Standorten je 4 PCs plus das WLAn Zeugs, da bringts gar nichts. So grosse Files gibts bei uns gar nicht, dass die sich real länger überlappen würden.
Wenn du mehrere VMs mit iSCSI am NAS zeitgleich betreibst dann könnte ich mir vorstellen, dass es besser geht.
 
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