paxtn schrieb:
Die Technologie an sich, ist ja nicht schlecht, somit könnten Navis (auch die auf dem Handy) eben auch ohne Satellitenempfang einen relativ genau navigieren
Relativ ist das Stichwort. Wenn die durch Messtolleranzen sich ergebene Ungenauigkeit angenommen bei nur wenigen millimetern liegt auf ich sag mal positiv gedacht 500 metern, und das ist schon als sehr präzise zu betrachten für Bewegungsabhängige richtungsgeber. Dann resultiert daraus bei größer werdender Entfernung eine immer größer werdende Richtungsungenauigkeit.
Ahnlich eines Gehrungswinkels der bei einer 1 Grad Ungenauigkeitstolleranz auf einer länge von wenigen Zentimetern zwar nur wenige Millimeter, wenn überhaupt, an Formabweichung bedeutet. Verlängert man den Schenkel jedoch um viele Meter, so weicht mit der Entfernung die tatsächliche Form immer weiter von der eigentlich gewollten Form ab.
d.H. diese Form der Navigation könnte nur als Richtungs-, und Ortsbezogener ersatz verwendet werden zum GPS, wenn Kartenmaterial zur Orientierung und eine Korrektursoftware zum einsatz kommt. z.B. ändern sich Richtungen im Straßenverkehr meist durch Kreuzungen o.Ä. so grob und weit auseinanderliegend das nach einer Abbiegung eine automatisierte nullung der tatsächlichen Richtung genügen würde um die Navigation weiterhin präzise genug fortzufahren.
Auf freier Fläche und großen entfernungen jedoch, wie dem Ozean, könnten dadurch so erhebliche Abweichungen entstehen, zur tatsächlichen Position, dass man viele KM abweichend vom gewollten Ziel landet!
Aber sehr praktisch wäre es dennoch, Man bedenke allein die GPS gesteuerte Navigation in Städten mit vielen Tunneln, man wird nach Signalverlust plötzlich aufgehalten das Navi (nach derzeitigem stand) schätzt die Position anhand der zuletzt ermittelten Geschwindigkeit, und plötzlich wird man eine Ausfahrt zu früh hinaus geführt weil das Navi die Position viele meter weiter vorne vermutet.
Und da liegt dann der nächste Casus Knacktus, selbst wenn dieser Sensor dazu in der Lage ist, die durch Beschleunigungskräfte bedingte Richtungsänderung sehr genau zu bestimmen, woher bezieht das Navigationsgerät dann die effektive Fortbewegungsgeschwindigkeit??? Denn diese ist unabdingbar um die tatsächlich zurückgelegte Entfernung zu bestimmen und somit die richtige abbiegung nehmen zu können. Die Formel lautet "S=V*T" (Strecke ist gleich Geschwindigkeit mal Zeit, oder aber, Geschwindigkeit ist gleich Strecke geteilt durch Zeit in der Formelumstellung)
In einer fest Integrierten Navigationseinheit eines PKW`s ok! Da kann man ggf, diverse Sensorikdaten der Steuergeräte dem Navi zur verfügung stellen. Ein TomTom jedoch bräuchte dafür entweder ein "Tachosignal", oder aber man müsste sich WiFi dienste zunutze machen. Dies wäre dann aber wiederum sinnfrei! Schiffe haben zum einen kein Tachosignal, (evtl gibts da ne Strömungsbedingte Geschwindigkeitsorientierung welche aber zu ungenau wäre) und das TomTom würde einem um diverse Serpentinen herum leiten im Direktweg bergab die Klippe hinunter weils WiFi in den Alpen nicht nahe genug beieinander liegt!
Und daher glaube ich nicht an einen brauchbaren Navi ersatz bezüglich dieser neuen Technologie. Es sind einfach zuviele weitere Faktoren und Sensorinformationen von nöten um eine GPS freie Navigation zu ermöglichen.
Handy Navigationssyteme machen da schon vieles besser als manches TomTom. Es werden Zellenentfernungs Messinformationen zusätzlich zum GPS Signal verwendet. Aber auch damit hat man nur eine Unterstützung, bzw ersatzhilfe geschaffen die immer noch abhängig ist von einer Infrastruktur an fixen Sendern!
Letztendlich sehe ich nach meinem Verständnis aber viele andere Einsatzgebiete. Im Handwerk z.B. dient ein Handy zur Not als Wasserwaage oder Winkelmesser. Das gibts alles schon richtig, jedoch in etwa mit der Genauigkeit einer Wanduhr ohne Batterien -.-
Naja egal... fakt ist gefi... wird nackt ^^
Die Tech. ist zwar nen schwenk in die gedachte Richtung der Redaktion, jedoch nicht alleinig ausreichend dazu
