Here we go. Zurück zum Wesentlichen.
Es stand das Spiel der Pacers gegen den Meister die Boston Celtics an. Die Begegnung fand im Boston Garden statt. Der Coach der Pacers hatte sich einiges einfallen lassen, um die Celtics zumindest einmal in Bedrängnis zu bringen. Das Offensichtlichste war der Aufstellung zu entnehmen.
Dunleavy, dem während der Woche zu Ohren gekommen war, dass es GM's geben soll, die ihn nicht mal als Bankdrücker einsetzen würden, rotierte zu seinem großen Unwillen aus der Starting Five. Seinen Platz als PF nahm Troy Murphy ein und dessen angestammte Position als Center wiederum Marcus Camby. Diese Maßnahme war notwendig geworden, um den bärenstarken Frontcourt der Celtic wenigstens etwas annähernd Vergleichbares entgegenzustellen. Der Rest des Teams blieb unverändert. Beim Warmlaufen fiel dem Coach der Pacers auf, dass Paul Pierce sich alles andere als geschmeidig bewegte. Seine Verletzung ließ ihn wesentlich weniger furchteinflößend ersscheinen.
Eine weitere taktische Maßnahme, die der Coach anordnete, war dass dem besten Celtics Mann KG der beste Pacers Mann Danny "die Pistole" Granger entgegenzustellen sei. In der Verteidigung sollte sich das Team vor allem auf Garnet und Allen konzerntrieren da Pierce als potentielle Gefahrenquelle unwahrscheinlich geworden war.
Um Maschinengewehr Trashtalker Garnett sauber zuzulabern wurde Nate the "Great" eingeteilt. Das sollte KG's Agressionen steigern, wenn ihn so ein Zwerg die ganze Zeit belegte, außerdem war die Wahrscheinllichkeit nicht gering, dass wenn der 6.11 Füßler Garnett, wenn er den 5.9 Füßler anging, mit einem Flagrant Foul aus dem Spiel genommen werden würde. Nate hatte zu diesem Zweck 6 lustige Sprüche über KG's Mutter und Schwester auswendig gelernt, die er, wann immer sich eine Gelegenheit böte, vom Stapel lassen sollte. Als zusätzliche Überraschung hatte Ray Allen offenbar vergessen sich des Morgens zu rasieren.
Den offenen Mündern der Celtics war zu entnehmen, dass auch sie offensichtlich nicht wussten, dass Ray Allen eigentlich rote Haare hatte. Dass Gelächter war groß als der Stadionsprecher ihn als Red Allen vorstellte und sich laut fragte seit wann Dennis Rodman denn wieder spiele.
Nichtdestotrotz das Spiel begann und es begann gut für die Celtics. Die Idee Garnett durch Granger verteidigen zulassen hatten umgekehrt die Celtics auch, denn der Star der Pacers bekam es immer wieder mit KG zu tun. Das klappte für die Celtics besser als für die Gäste, denn Garnett dominierte offensiv das Spiel und hatte defensiv Granger hervorragend im Griff. Auch die Trashtalkattacken von Cryptonate schienen auf KG keinen großen Eindruck zu machen. Das erste Viertel ging gegen einen überragenden Kevin Garnett mit 32:21 verloren.
Nach der ersten Hälfte fragte der Pacerscoach:
"Sag mal Nate feuerst du KG an, oder warum spielt der so gut auf?"
Daraufhin Nate:
"Ich tue was ich kann Coach, aber meine Sprüche scheinen dem Langen egal zu sein."
Coach:
"Probier es jetzt mal mit seiner Oma!"
Als weitere Maßnahme entschied der Coach kurzfristig Dunleavy auf der Eins einzusetzen. Er sollte es offensiv mit Rondo zu tun bekommen, den er leicht überspringen und so Dreier machen konnte. Als Backup PG blieb Robinson im Spiel, der ja auch Garnett weitere Geschichten über seine Oma erzählen sollte. Die Maßnahmen fingen nun langsam an zu funktionieren. Garnett tat sich zusehens schwerer zu punkten und hatte immer mehr Probleme mit Granger in der Defense, der so langsam aber sicher seine Nerven in den Griff zu bekommen schien und ein ums andere mal sauber den Ball versenkte.
Die erste Hälfte ging trotzdem an die Celtics, aber die Pacers waren am Drücker.
Das dritte Viertel ging genauso spannend weiter wie das Zweite. Die Pacers kämpften sich angeführt vom überragenden Granger verbissen Punkt um Punkt an die Celtics ran. Das Publikum, das langsam nervös wurde, buhte laut und vernehmlich, was Robinson zum Anlass nahm nicht nur Garnett, sondern auch Zuschauer vollzulabern. Er tat an diesem Abend wirklich alles, um sich einen Platz auf der Dartscheibe eines jeden Celticfans zu verdienen. Ende des dritten Viertels war der Vorsprung der Celtics von vormals 11Pkt nach dem ersten Viertel auf nunmehr nur noch lächerliche zwei Pkt zusammengeschrumpft.
Das spiel ging nun in die entscheidende Phase und es waren, wie nach dem Spielverlauf kaum anders zu erwarten, die Pacers, die sich nach und nach absetzen konnten. Zwei Minuten vor Ende des Spiels stand das Spiel noch einmal auf der Kippe,
aber die Pacers nahmen geschickt das Tempo aus der Partie und retteten ihren Vorsprung überlegen über die Zeit.
Spieler des Abends war einmal mehr Danny Granger mit insgesamt 40Pkt.
Angesichts dieser Leistung kann das Team aus Indianapolis gelassen den kommenden Aufgaben entgegensehen.