Netzwerkplanung im Neubau

Die beiden Anbieter waren mir auch schon ins Auge gefallen.

Irgendwo weiter oben waren Draka-Kabel empfohlen worden. Ist die Marke relevant, oder reicht es einfach nach nem Cat7-Kabel zu suchen, dass starre Innenleiter und keine Litze hat?

Noch mal die Frage nach dem Auflegen: ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass es als Laie schwer ist, das ordentlich hinzubekommen und es wird vereinzelt zu z.B. Keystonejacks geraten. Was haltet ihr davon?
 
Wie gesagt, ich habe meine Netzwerkkabel von Amazon, die taugen absolut. Verwende ich auf der Arbeit ebenso.
Das Auflegen finde ich nicht schwer, kaufst dir halt ein LSA-Werkzeug dazu und probierst erstmal ein, zwei Dosen "trocken".
Gibt ja auch genug YT-Videos wo's erklärt wird.
 
Was ist von der Idee zu halten, erstmal nur Leerrohre (evtl. mit Zugdraht) zu verlegen und dann wenn man Zeit hat die Kabel einzuziehen und anzuschließen? Kanallänge vermutlich max. 20m aber die eine oder andere Kurve wird schon drin sein. Hätte auch den Vorteil, dass och erstmal nur die Dosen anschließen würde, die ich wirklich brauche. Falls ich später mehr brauche einfach ein Kabel mehr einziehen.
 
Macht man nachher sowieso nicht mehr. Ich baue gerade selbst mein Haus und bin zu 95% fertig.
Ich bin froh, dass ich bereits an allen erdenklichen Stellen Doppeldosen gesetzt habe.
 
Warum macht man das nachher sowieso nicht mehr?

Es bliebe aber der Vorteil, dass ich mich in der Woche, die ich im Bauzeitenplan habe nur um die Leerrohre kümmern müsste...
 
Mal angenommen Du stellst fest, dass Du eine Doppeldose an einer Stelle brauchst wo derzeit keine LAN Dose ist.
Würdest Du dann in die fertige Wand (Putz, Farbe, usw.) ein 68mm Loch für die Unterputzdose bohren? Die Kanten muss man dann wieder ggf. neu streichen usw. dann muss das eingezogene Kabel im Hauswirtschaftsraum / Keller durch den Kabelkabel in den Netzwerkschrank eingeführt werden, heißt also auch wieder den Kabelkanal auf der ganzen Länge öffnen und das Kabel rein legen.
 
Die Unterputzdose würde ich natürlich jetzt schon setzen und dann einen Deckel draufsetzen. Der Kabelkanal im Anachlussraum wird nicht lang. Vermutlich kommen die Kabel direkt unter/neben dem Schrank aus der Wand.
 
Das mit den leerrohren ist ja schon geklärt ;)

Ich würde dir dringend anraten das in einen mini Netzwerk-Schrank unter zu bringen
Zum Beispiel so etwas:
amzn.to/2vi31QA
Die sind nachträgich etwas komplizierter unter zu bringen, kosten aber wirklich nicht die Welt und man hat eine ein für alle mal saubere Lösung. Ganz zu schweigen, davon, dass es den Geräten und Kabeln gut tut wenn sie nicht permanent zugestaubt werden...


da rein gehören dann ein ordentliches Patchpanel bei dir ggf wenn du wirklich 25 doppeldosen hast auch 2 (und dann nur die Kabel auf den Switch patchen die du wirklich brauchst)
amzn.to/2wArc1g oder
amzn.to/2wAtddv

der Switch - entweder als Rackmount oder als Consumer
Am besten natürlich mit ein paar kleinen Management funktionen (auch wenn es am Anfang übertrieben erscheint)
amzn.to/2v8z8X4
von Ubiquity (top teile mit PoE aber relativ teuer:
amzn.to/2v8li6Z

Wenn man aufräumen will eine ordentliche Stromverteilung
amzn.to/2wALUOh

und ganz wichtig zum Schluss ein oder zwei Einlegeböden für die zentralen netzwerkgeräte die nicht Rackmount sind
Beispiele sind: WLAN Router, NAS, Phillips Hie Bridge usw.
amzn.to/2vimgcO

Wenn die Zeit knapp ist würde ich unbedingt mit dem Netzwerkschrank und Kabeln anfangen - den Innenausbau des schrankes kann man auch noch später machen..
 
crossblade schrieb:
und ganz wichtig zum Schluss ein oder zwei Einlegeböden für die zentralen netzwerkgeräte die nicht Rackmount sind
Beispiele sind: WLAN Router, NAS, Phillips Hie Bridge usw.

wlan-router im netzwerk-schrank?

in obigem fall gehört der meiner meinung nach an eine netzwerkdose. er hat ja soviele. oder nur mit APs arbeiten.
 
Oder sind diese Modular-Stecker (z.B. Keystone) besser/einfacher/sinnvoller?
Ja, sind idR einfacher und bei Massenauflegung speziell beim Patchpanel die sinnvollere Variante. Die Installationskabel sind ergonomischer aufzulegen da du nicht mit dem Patchpanel irgendwie auf halb acht hängend und ggf. über Kopf/auf den Knien/um die Ecke rummachen musst, sondern erst alle Kabel einzeln bestücken & bereits testen und danach in das Patchpanel-Blech einklicken kannst.



Das Belegungskonzept der Telegärtner AMJ ist imho das beste.

Vorsicht bei BTR/Metz: Die E-DAT-Module sehen auf den ersten Blick aus wie Keystones, sind aber keine.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf der Patchpanelseite ist das klar, es ging mir jetzt aber mehr um die Dosen. Da habe ich ja nur zwei Kabel.

Edit: die AMJ gibt es ja als Dose und Modul. Welche meintest Du mit "bestes Belegungskonzept"?

Vielleicht muss ich mir mal ein paar unterschiedliche bestellen und selbst ausprobieren. Ist ja für die Rohinstallation, die jetzt ansteht, erstmal egal.
 
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Edit: die AMJ gibt es ja als Dose und Modul.
Ich meine die Module. Die hier: https://www.telegaertner.com/de/info/katalog/datavoice/?IdTreeGroup=14203
Die AMJ-Dosen haben normale LSA-Leisten die mit entsprechendem Auflegewerkzeug belegt werden müssen.

Um aus den Keystones "Dosen" zu machen, brauchst du entsprechende Träger: https://www.telegaertner.com/de/info/katalog/datavoice/?IdTreeGroup=14208


Welche meintest Du mit "bestes Belegungskonzept"?
Die Art und Weise der Adernsortierung ist bei den AMJ-Modulen (und BTR E-DAT) imho die beste Lösung, weil die ohne einen gesonderten Träger für die Adern auskommen.

Ist bissl schwer zu erklären, aber du kannst dir ja ein paar Digitus-Keystones holen https://www.amazon.de/dp/B00WZG3WR0?ref=emc_b_5_i & und mit den AMJ-Modulen vergleichen.
 
Danke für die Antwort! Kannst Du mir auch kurz den Unterschied zwischen AMJ-K, AMJ-S und AMJ-S DD erklären? Hab bisher nur gefunden, dass AMJ-S wohl die neuere Variante ist.
 
AMJ-K & -S unterscheiden sich hauptsächlich darin, dass du für die S keine Kabelbinder brauchst um die Zugentlastung & Schirmkontaktierung zu realisieren. Das geht über integrierte Klammern.
Die S sind außerdem etwas schmaler und einen Tick flacher.

Die DDs halten Stecker nicht komplett fest, sondern lassen den Stecker ab einer gewissen Zugkraft los, bspw. wenn einer über ein fliegendes LAN-Kabel stolpert, um nicht gleich die ganze Buchse aus der Wand zu reißen.
 
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