News Neue Groko: Offizielle Abkehr von der alten Vectoring-Strategie

Andy

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#1
Es ist die finale Kurswende in der Förderpolitik für den Breitbandausbau, die Vertreter von CDU/CSU und SPD bereits angekündigt haben: Künftig soll es keine Fördergelder mehr für Vectoring-Technologie geben. Das erklärte der auch für die Digitalisierung zuständige Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) gegenüber ZDF Heute.

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Biocid

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#2
Ich persönlich bin ja ein absoluter Fürsprecher von GF, aber gleichzeitig auch ein Realist um zu wissen das es wohl ein sehr schweres Unterfangen sein wird, ganz DE unterirdisch mit GF zu versorgen, leider.

Edit:
Hier stand Müll mit Masten, das gebe ich zu ;-)


Daher wird es mit diesen Plänen genau so enden wie mit 50 MBit/s Minimum für alle. Wurde es erreicht? Nein.
 
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#3
Ist ein Kabel am Mast heute noch sicher gegen Blitzeinschlag, Störungen? Ich dachte immer, das vergraben hat andere als nur optische Gründe.
 

LeX23

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#5
Endlich hört das auf. Nur weil man 20 Jahre gepennt hat, die schlechtere Vectoring Lösung zu fördern ist wieder zu kurzfristig gedacht.
 
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#6
Ist ein Kabel am Mast heute noch sicher gegen Blitzeinschlag, Störungen? Ich dachte immer, das vergraben hat andere als nur optische Gründe.
Genau das optische Gründe werden nur angeführt von Leuten mit Null Ahnung ... macht das aussieben aber recht leicht :evillol:
 
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#7
Typisch Deutsch. Ist unrealistisch ganz Deutschland mit Glasfaser auszustatten ne. Schwachsinn. Also lieber garnicht erst anfangen?
Das Ziel ist das Richtige. Ob man das in 10-20-30 Jahren erreicht ist doch erstmal irrelevant. Anfangen heißt das Stichwort, und durchziehen.

Und oberlandleitungen kannste in nem Land wie Amerika machen, aber hier soll es vernünftig sein, stabil sein und lange halten.
 
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#8
Also bekommen viele jetzt kein schnelleres Internet mehr. Statt für Vectoring nur bis zum Verteilerkasten aufzubuddeln (FTTC), müsste nun bis in den Keller oder in die Wohnung verlegt werden. Man ist also jetzt auf den Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft angewiesen, vorher brauchte weder am Grundstück noch am Haus was gemacht werden für den Ausbau.

Danke (neue) GoKo!
 

Asap

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#9
Kabel gehören in die Erde, wenn es stürmt oder viel Schnee gibt hat man nur Probleme mit Kabeln welche am Mast verlegt sind.
 
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#10
Also bekommen viele jetzt kein schnelleres Internet mehr. Statt für Vectoring nur bis zum Verteilerkasten aufzubuddeln (FTTC), müsste nun bis in den Keller oder in die Wohnung verlegt werden. Man ist also jetzt auf den Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft angewiesen, vorher brauchte weder am Grundstück noch am Haus was gemacht werden für den Ausbau.

Danke (neue) GoKo!
this.
vectoring ist kein großer aufwand, also jetzt bringen. (auch wenn man mit vectoring schon VIEL zu spät dran war).
glasfaser wird eh viel zu lange dauern. egal ob ohne vectoring vorher oder mit.
 

optico

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#11
Bei T–mobile kostet die LTE Flat ab sofort 80€ und 5G steht in den Startlöchern. Ob da in 2–3 Jahren überhaupt noch so viele Privathaushalte einen Festnetzanschluss buchen, sodass sich die ganze Buddelei überhaupt lohnt?

Ich bin mir da nicht so sicher.
Die deutsche Politik rennt der Entwicklung immer nur hinterher. Vorreiter wäre man mit einem riesigen umfassenden 5G Netz in kurzer Zeit gerne subventioniert um hierzulande mal das Preisniveau etwas zu senken.
Auf die Idee kommt man dann in 8 Jahren wenn Japan da mal wieder Lichtjahre voraus ist und wir dann plötzlich mal wieder Spitzenreiter sein wollen
 
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Wilhelm14

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#12
Ja bitte Glasfaser in Leerrohren, so weit verbreitet, wie Strom und Wasser. Strom und Wasser ist ja mehr oder weniger auch überall und auch fast immer in der Erde. Das alte Telefonnetz auch. Kabelfernsehen auch. Warum da jetzt welche Probleme drin sehen ist mir schleierhaft.

Es war bereits Anfang der 1980er Jahre abzusehen, dass Glasfaserkabel die „Technologie der Zukunft“ sind.
Durch einen großen Schmu wurde aber Kabelfernsehen verlegt. https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Schwarz-Schilling#Kritik
Man stelle sich mal vor, man hätte damals schon Glasfaser in Leerrohren verlegt. :)
PS: Vor bald 40 Jahren. Als damals die Sendung "Vor 40 Jahren" lief, war dort noch Krieg. Oh Gott.
 
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#13
@ optico
Lies dir die AGB von T-mobil an.
Ich meinte da stwht was von „ gibt es keine bewegung und der Empfänger ist für Tage am selben ort, würde ein Mitarbeiter anrufen für ein Festanschluss Angebot“
Irgendwas in der Richtung, damit es eben nicht als Festanschluss ersatz genutzt wird.
 
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#14
Späte Einsicht ist besser als gar keine Einsicht.

Je nach Studie und Quelle sind es unterschiedlich viele Milliarden, die für flächendeckendes FTTH benötigt werden:

https://www.dvw.de/sites/default/fi...chnelles_Internet_in_Deutschland_Windolph.pdf



http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...rd-weitere-20-milliarden-kosten-12629248.html

https://www.golem.de/news/1-gbit-s-...au-kostet-93-milliarden-euro-1310-102309.html

Die 12 von der GroKo in Aussicht gestellten werden aller Voraussicht nach zwar nicht reichen, aber ohnehin ist ein Großteil der Förderprogramme für die Weißen Flecken durch bzw. in den letzten Zügen oder schon in der Umsetzung. Die Gemeinden, die bisher keinen Förderantrag gestellt haben, wird’s freuen.

Die im letzten Absatz angesprochenen Probleme der Unverfügbarkeit von Tiefbaufirmen sowie bürokratischen Hürden löst allerdings auch kein Geld der Welt.

-----

@Wilhelm14: In dem Zusammenhang interessant auch der tolle Artikel über die Geschichte des an politischen Querelen verunglückten Glasfaserausbaus im Deutschland Ende der Siebziger bzw. Anfang der Achtziger: https://www.heise.de/newsticker/mel...dausbau-in-Deutschland-3952581.html?seite=all
 
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#15
Für FTTB und FTTH braucht man aber die Zustimmung der Grundstückseigentümer, die man in vielen Fällen schlichtweg nicht bekommen wird.
Wer keinen Leidensdruck hat oder schlichtweg weiter vom Thema weg ist, wird da wohl wenig Lust drauf haben.
Als Vermieter in einer gefragten Gegend fehlt auch der Anreiz, wenn dir die Wohnungen so oder so aus den Händen gerissen werden.
 
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#16
70 Mrd ist keine so große Summe, verteilt auf 7 Jahre.
Es ist ein Kraftakt, ja... aber weitaus sinnvoller als viele andere Sachen die sonst mit dem Geld gemacht werden.
Habe jetzt gehört: 2017: über 30 Mrd Überschuß... prima, ende 2018 haben wir das Geld beisammen für eine Infrastruktur die für die nächsten 50-100 Jahre von Bedeutung sein wird.
Ich denke in dem Vergleich an den Bau von Bahnschienen oder Telefonleitungen, oder Stromtrassen.
Viele Bahnstrecken sind über 100 Jahre alt, Telefonleitungen teils auch fast 100 Jahre (damals hat man noch meist Oberirdisch verlegt, spätestens im 3. Reich hat man aber fast nur noch unterirdisch verlegt).
 

optico

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#17
@ optico
Lies dir die AGB von T-mobil an.
Ich meinte da stwht was von „ gibt es keine bewegung und der Empfänger ist für Tage am selben ort, würde ein Mitarbeiter anrufen für ein Festanschluss Angebot“
Irgendwas in der Richtung, damit es eben nicht als Festanschluss ersatz genutzt wird.
Ja da hast du recht. Natürlich wollen sie lieber 50€ Festnetz + 80€ Mobil kassieren aber wieviele lassen sich wohl von einer telefonischen Beratung einschüchtern? Wenn die Telekom festlegen möchte an welchem Ort du dein Tarif nutzen darfst, steht dann eh direkt der Verbraucherschutz auf der Matte.

Ich hab ja auch nicht von 2018 geredet sondern von 2020;21 und da werden auch die anderen Anbieter echte Flats haben. Ich sehe einfach die Gefahr, dass jetzt der Aufwand betrieben wird für etwas was in 2025 so nützlich sein wird wie eine SMS–Flatrate es heutzutage ist.
 

Wilhelm14

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#18
@DeusoftheWired: Ja, toller Heise-Artikel. :)
Zu den Kosten noch (nicht auf dich gemünzt). Häufig wird über die Glasfaserkosten gestöhnt. Aber guckt man sich die Kosten bei einem Hausbau an.
https://www.bauratgeber-deutschland...r-telefon-hausanschluesse-richtig-beantragen/
Gefunden auf: https://www.google.de/search?q=neubau+wasseranschluss
Da reihen sich die Glasfaserkosten mit ein.

Hat jemand schonmal eine neue Straße bekommen und wurde von der Gemeinde zur Kasse gebeten?
Wieviel verbraucht das Militär? https://de.wikipedia.org/wiki/Verteidigungsetat
2000 EUR pro Glasfaseranschluss für jeden Haushalt gehen da bald im Rauschen unter.
 
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scryed

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#19
Das kann man so oder so sehen , ich ziehe in keine Wohnung die nicht mindestens einen 100mbit Anschluss hat ehr mehr sollte sie haben
 

Overkee

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#20
Der Vectoring Ausbau war richtig! FTTC ist eine super Grundlage für den späteren Ausbau von FTTH. Ein flächendeckender Ausbau von FTTH ist enorm aufwendig und teuer. Er braucht daher Zeit. Vectoring war daher genau richtig, um schnell einen Großteil der Bevölkerung zu erreichen. 50 oder 100 MBit/s reichen aktuell vielen Menschen aus. Klar sehen wir das in unser Technik-Filterblase anders, aber so ist es nun einmal. Demnächst sind mit Vectoring sogar 250 MBit/s machbar. Das gibt genug Puffer, um auf Grundlage von FTTC nach und nach FTTH verfügbar zu machen.

Dazu darf man nicht vergessen, dass die Auftragsbücher vieler Tiefbauunternehmen derzeit voll sind und es schlicht kaum möglich ist derzeit noch schneller Glasfaser zu verlegen. Die Telekom kauft nicht nur in Einzelfällen Kapazitäten im Ausland ein.
 
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