Neue Hardware = Neuinstallation?

fixedwater

Vice Admiral
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Hallo zusammen,

ich plane demnächst meinen PC umzugraden: Umstieg von Intel Core i5-4570 Haswell, Sockel 1150 auf AMD Ryzen (ich diskutiere noch mit mir selbst, welcher Prozessor das wird). Mainboard wird dann wohl ein Asus Prime B450M-A + 16 GB DDR4. Ich möchte alle Laufwerke und die Grafikkarte aus dem jetzigen System übernehmen. Nun die Preisfrage: Auf dem Rechner befindet sich ein Ubuntu Budgie 18.04.2, das natürlich jetzt genau nach meinen Wünschen konfiguriert und "eingefahren" ist. Muss ich zwingend neu installieren?
Danke schon mal!
 
Wenn alle Treiber als Module vorliegen und Du das dynamische Laden der Module nicht abgestellt hast ....
Versuch macht Kluch
 
Nö, ich hab da nix abgestellt ;) Wie krieg ich raus, ob alle Treiber als Module vorliegen?
 
Einzig alleine die Netzwerkkarte wird einen anderen Namen habe, da das über MAC Adressen läuft. Diese musst Du gegebenfalls manuell ändern, wenn Du nicht DHCP verwendest.
Ergänzung ()

fixedwater schrieb:
Nö, ich hab da nix abgestellt ;) Wie krieg ich raus, ob alle Treiber als Module vorliegen?
Das ist per Standard an, solltest diesbezüglich keine Probleme haben.
 
DHCP ist am Start, MAC-Adresse dürfte daher wohl egal sein. Das hört sich zumindest schon mal so an, als wenn man es auf jeden Fall mal so versuchen sollte. Neuinstallation geht ja immer noch - Backup ist ja da. Wahrscheinlich muss ich dann auch darauf achten, dass die Laufwerke identisch zum vorherigen System angeschlossen sind, oder?
 
fixedwater schrieb:
Muss ich zwingend neu installieren?
Nein!


Achte auf die Voreinstellungen im Bootbereich, dass die identisch sind. Sonst bekommst du ggf. Probleme. Konkret, altes Board mit Legacy(only) = neues Board mit Legacy(only), altes Board mit UEFI(only) = neues Board mit UEFI(only). Bei Hybrideinstellungen, wie sie auf neuen Boards gerne voreingestellt sind, also CSM mit UEFI first oder both oder so ähnlich, ausprobieren, wie's passt, wenn es auf dem alten Board auch so ist.

L.G.
 
Bei Linux brauchst du das nur wenn du eine andere Prozessorlinie benutzt z.b. statt amd64 einen arm.
 
Deathangel008 schrieb:
muss es ausgerechnet dieses doch relativ teure MB mit ungekühlten VRMs sein?

Es wird nicht (wirklich gar nicht) gespielt, das ganze sitzt in einem mit vier Lüftern gekühlten Fractal Design R4, Prozessor kriegt einen Scythe Mugen vorgesetzt (wird ebenfalls übernommen). Ich möchte gerne ein micro-ATX ohne zwei Grafikkartenanschlüsse, 6x SATA und vier Speicherplätze... die Auswahl ist da nicht so groß wenns ein B450 sein soll...Aber Du kannst mir gerne was anderes empfehlen...
 
@fixedwater:
zocken ist ja nicht das einzige was die CPU fordern kann. was wird mit der kiste gemacht und was für ne CPU wird zum einsatz kommen? ich weiß, bist dir da selber noch nicht sicher, aber du wirst ja sagen können ob es eher ein hexacore oder der dickste octacore oder gar 12kerner wird.

bei deinen anforderungen ist die auswahl wirklich überschaubar, primär wegen der 6 SATA-ports. dass zwei davon sich die bandbreite mit dem (voll angebundenen) M.2-slot teilen weißt du?
 
Ist letztlich ein Office-PC mit viel Textarbeit, ein wenig Bilderzeugs, Video- und Musikkrams und viel Arbeit über Browser und Netzwerk. Prozessor ist bereits jetzt eigentlich komplett überdimensioniert (PC wurde damals vom ahnungslosen Arbeitgeber bezahlt :D ), derzeit schwanke ich zwischen

  • Athlon 200GE (nur zwei Kerne - eigentlich klares Nein)
  • Ryzen 3 1200 (erste Ryzen-Generation - eigentlich Nein)
  • Ryzen 5 2600 (warte noch auf den hoffentlich bald kommenden Riesen-Preisverfall ;) )

Alles andere wäre Overkill.
Das mit den SATA-Ports hatte ich tatsächlich noch nicht auf dem Schirm - und das ist auch doof. Fokus liegt bei dem System auf Laufruhe und Haltbarkeit. Was wäre denn die Empfehlung im ATX-Bereich - meinetwegen auch mit zwei Speicherslots?
 
Zuletzt bearbeitet:
Von einem Preisverfall gerade beim 2600 würde ich in den nächsten Monaten nicht ausgehen. Auf knapp 120€ war er schon gefallen in letzter Zeit und ich denke mal knapp 110€ werden tiefstpreis, und das auch nur in Angeboten sein, zumindest in den nächsten Monaten.

Selbst der 1600 kostet momentan ja immer noch kaum weniger....es sei denn du willst gebraucht kaufen?


Als Mainboard würde ich persönlich das MSI b450 Tomahawk oder das ASRock b450 Pro4 empfehlen. Oder als mAtx variante das ASRock b450m Pro4.
 
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fixedwater schrieb:
Auf dem Rechner befindet sich ein Ubuntu Budgie 18.04.2, das natürlich jetzt genau nach meinen Wünschen konfiguriert und "eingefahren" ist.
Unterstützt der darin enthaltene Kernel deinen geplanten, neuen Ryzen bereits ordentlich? Der Frage solltest du mal nachgehen. Falls nicht, wäre es sinnvoll, vor dem Hardwareumbau einen neueren Kernel zu installieren, der mit dem neuen Zeug umgehen kann.

Grundsätzlich brauchst du für andere Hardwäre nicht neu installieren. Lediglich die Boot-Konfiguration könnte sich ändern.
 
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@Kombra joh, dann deutet ja vieles auf einen Ryzen 3 1200 hin, dessen Rechenleistung mir reichen dürfte und der ja auch nur noch 60 bis 70 Euro kostet. Upgraden geht ja später immer noch. Gibt's schwerwiegende Nachteile der ersten Generation mal abgesehen von der Leistung?

@mensch183 Sollte meines Wissens problemlos unterstützt werden...
 
@fixedwater:
gut, dann sind die ungekühlten VRMs nicht so kritisch.

das einzige B450-MB das mir spontan einfällt bei dem man 6 SATA-ports und den voll angebundenen M.2-slot gleichzeitig verwenden kann ist das ASRock B450 Pro4, da kommen zwei SATA-ports von einem zusatzchip. allerdings teilt sich hier der erste M.2-slot die lanes mit dem PCIe_x16@x4-slot und der zweite (mit 3.0_x2 angebundene) M.2-slot die lanes mit zwei SATA-ports.
 
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fixedwater schrieb:
Gibt's schwerwiegende Nachteile der ersten Generation mal abgesehen von der Leistung?
Selbst bei der Leistung gibt es keinen allzu riesigen Unterschied zwischen 1. und 2. Generation.
Die Unterschiede sind messbar aber wenn du vor einem Ryzen 1600X und einem Ryzen 2600 sitzt siehst du mit bloßen Augen kaum einen Unterschied.

Schon gar nicht wenn du das System eher fürs Arbeiten als fürs Zocken benutzt.


P.S.: Ich würde aber zu einem Ryzen 1400 oder 2400G raten. Das Hyperthreading macht schon einiges aus und durch die integrierte Grafik des 2400G könntest du dir auch eine dedizierte GPU sparen. Die würdest du sonst bei allen anderen Ryzen CPUs benötigen.
 
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@Deathangel008 Danke schon mal für die mehr oder weniger vom Thema abweichenden Tipps. ;) Es wird dann wohl das ASRock B450 Pro4 werden. Ich gehe dann mal auf die Suche, nach einem schönen Prozessorschuss...

@Kombra Ich hab eine passive AMD RX460, die perfekt läuft und auch weiterbenutzt werden soll :) Den 2400G hab ich letztens einem Freund eingebaut (mit Win 10, habs mit Linux getestet, war etwas Gefrickel mit der Grafik...) - schönes und wirklich flottes Teil. Aber: sehr guter Punkt mit dem Hyperthreading - und den 5 1400 hatte ich tatsächlich überhaupt nicht mehr auf dem Zettel.
 
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mensch183 schrieb:
Unterstützt der darin enthaltene Kernel deinen geplanten, neuen Ryzen bereits ordentlich? Der Frage solltest du mal nachgehen. Falls nicht, wäre es sinnvoll, vor dem Hardwareumbau einen neueren Kernel zu installieren, der mit dem neuen Zeug umgehen kann.

Das ist ein wichtiger Punkt, hatte bei meinem wechsel zu AMD genau das Problem: Kernel für Ryzen

Der Kernel sollte mindestens 4.18 sein, besser 5.XX...habe manuell den 5.0.17 eingebaut...MESA und Grafiktreiber sollten auch angepasst werden...

Mit Onboardgrafik hatte ich auch Probleme, nutze eine zusätzliche GFX...habe es auch nicht weiter getestet...
 
@stummerwinter

➜ ~ uname -a
Linux bigiron 4.9.0-8-amd64 #1 SMP Debian 4.9.144-3.1 (2019-02-19) x86_64 GNU/Linux
➜ ~ cat /proc/cpuinfo | grep "model name" | uniq
model name : AMD Ryzen 3 2200G with Radeon Vega Graphics

Arch laeuft in aktuellem Kernel, was immer das ist, auf einem Ryzen 1700.
 
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