News Neues Design in Windows 11: Warum Microsoft die Systemsteuerung nicht los wird

Wie wäre es, wenn Microsoft sich nicht mit solch Nichtigkeiten befassen und die Systemsteuerung einfach beibehalten würde?
Die sollen lieber mal wieder ein Betriebssystem veröffentlichen, welches auch einfach vernünftig und schnell läuft. Win XP SP2 (mit SP3 wurde XP deutlich langsamer, was viele vergessen), Windows 7 und Windows 8 (ohne .1) waren so schnell und stabil. Man kann über Windows 8 zwar prinzipiell sagen, was man möchte, aber es war ein unglaublich schnelles Betriebssystem. Warum ist man danach in eine andere Richtung abgebogen? Windows wurde immer aufgeblähter, es wurdem dem Benutzer Features aufgezwungen, die der Großteil überhaupt nicht will. Teams, Copilot, Windows Hello, Kontozwang, das inkonsistente Design...
Nach jedem größeren Update kommt erstmal wieder eine Meldung "Kauf doch den Gamepass!", "Interesse an MS365?", "Mach doch Bing zu deiner Standardsuchmaschine!", "Windows Hello ist Pflicht, bitte aktiviere es sofort, sonst kannst du dich nicht mehr anmelden!". Boah, ich war sowas von genervt, dass ich bei meinem Laptop und bei meinem PC jeweils CachyOS installiert habe. Bei meinem Laptop habe ich leider nur 8 GB RAM (für mehr müsste ich anschaffen gehen), nach dem Systemstart waren über 6 GB RAM belegt und es war einfach nur noch träge. Bei CachyOS sind es nur knapp 2 GB.
Es gibt auch einen Grund, warum ein MacOS seit Ewigkeiten von Grund auf ähnlich ist. Darüberhinaus ist das kein Designmischmasch, welches Windows 11 immer noch ist (Systemsteuerung ist da tatäschlich ein Negativbeispiel, vom Design-Standpunkt aus gesehen).
@Microsoft: Macht einfach einen kompletten Neustart, wie damals bei Longhorn (gut, die Folge davon war Vista, das hatte immerhin die schönste Taskleiste das schönste Startmenü von allen Windows' und es kam Aero, wovon ich immer Fan war). Und lasst mich mit Teams, Copilot usw. so lange in Ruhe, bis ich selbst entscheide, das haben zu wollen.
 
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stellt euch mal vor, ihr wollt den pc einer domäne hinzufügen.

also (jetzt frei aus dem kopf, hab grade kein windows da):
einstellungen->konten->domäne hinzufügen->domäne eintragen->hinzufügen

oh nein, ich habe vergessen, den wins einzutragen, die domäne wird nicht gefunden!

früher:
systemsteuerung->netzwerk->adapter->ipv4->eigenschaften->dns->wins->hinzufügen->eintragen->speichern
dann zum fenster mit der domäne wechseln->hinzufügen->wird gefunden.

jetzt:
alles schließen, zum netzwerk navigieren, dort wins einstellen, wieder zurück zu konten navigieren, dort domäne eintragen.

völlig bescheuert, dass die einstellungen nur einmalig geöffnet werden können anstatt wie früher mit beliebig vielen fenstern! ich hasse diese einschränkung auf ein fenster. achja bei macos übrigens genauso.
 
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Krik schrieb:
MS könnte, wenn sie denn wollten, entsprechende Schnittstellen für die Hardware definieren und sagen: In 5 Jahren unterstützen wir nur noch diese. Alte Zöpfe werden dann abgeschnitten. Jeder Hersteller weiß dann, was Sache ist und kann sich, ohne zu hetzen, darauf vorbereiten.
Das ist eben nicht so einfach, da ja auch einiges in der Industrie mit Windows oder derivaten davon gesteuert wird. Je nach Anlage haben die auch eine entsprechende Nutzungsdauer und Alte Protokolle die weiter bedient werden wollen. Alleine wenn ich dran denke wie lange noch Geräte mit Seriellen
oder Parellelen Port im Einsatz waren und vermutlich sogar noch sind.
 
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@Galaxytourist
Na dann laufen die mit der alten Software weiter und es gibt kein Upgrade auf das dann aktuelle Windows.

Also genau so wie das jetzt auch schon läuft.
 
empfinden einige die klassische Menüführung immer noch als intuitiver.
Nicht unbedingt, aber nach 15 Jahren wirds halt intuitiv 😂😂
 
Tja, unter Linux kennt man die Dependency Hell und unter Windows die Legacy Hell. :p
Einen Tod muss man eben sterben; entweder den alten Legacy Kram rauswerfen und man bekommt Windows flotter modern oder man behält ihn bei und braucht dann Jahrzehnte, bis es modern ist. Aber ersteres ist wohl keine Option, bleibt halt nur Letzteres.
 
Krik schrieb:
Na dann laufen die mit der alten Software weiter und es gibt kein Upgrade auf das dann aktuelle Windows.
Bei Geldautomaten ist das auch so - diese sind mit dem Internet verbunden. Also viel Spaß. Welcher idiot auch immer dachte, das sei eine gute Idee
 
Was mich am meisten stört: Es gibt gar nicht alle Funktionen im neuen UI. Man kann sich also gar nicht komplett aufs neue UI einlassen.
Funny sidenote: Ich wollte gerade beide Fenster öffnen und Beispielscreenshots machen... Hier läuft aber Linux.
 
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alyk.brevin schrieb:
stellt euch mal vor, ihr wollt den pc einer domäne hinzufügen.

also (jetzt frei aus dem kopf, hab grade kein windows da):
einstellungen->konten->domäne hinzufügen->domäne eintragen->hinzufügen

oh nein, ich habe vergessen, den wins einzutragen, die domäne wird nicht gefunden!

früher:
systemeinstellungen->netzwerk->adapter->ipv4->eigenschaften->dns->wins->hinzufügen->eintragen->speichern
dann zum fenster mit der domöne wechseln->hinzufügen->wird gefunden.

jetzt:
alles schließen, zum netzwerk navigieren, dort wins einstellen, wieder zurück zu konten navigieren, dort domäne eintragen.

völlig bescheuert, dass die einstellungen nur einmalig geöffnet werden können anstatt wie früher mit beliebig vielen fenstern! ich hasse

Hä nee Windows + Pause / Domäne oder Arbeitsgruppe / Ändern / Eintragen fertig

Ging aber früher ohne diese neue Schrottsystemsteuerung als Zwischenschritt. Windows 7/Vista war einfach Peak. Keine Ahnung warum von MS gefühlt nur noch Müll kommt äh obwohl doch Cloud First Mobile First.
 
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Zu den Gründen äußert sich March Rogers, einer der für Design verantwortlichen Direktoren bei Microsoft
Wie viele Design Direktoren gibt es denn? Denn genau das ist einer meiner zentralen Kritikpunkte! Nichts sieht aus wie aus einem Guss! Alles funktioniert leicht anders. Alles ist auf 1000 verschiedene Menüs und Fenster verteilt. Selbst innerhalb der Office365 Suite gilt: Jede Software funktioniert leicht anders. Ein Hotkey in Excel muss nicht der gleiche Hotkey in Word sein, obwohl es die gleiche Funktion ist.

Das bringt mich echt zur Weißglut.
 
"Trotz der Optimierung der Windows-Einstellungen in den letzten Jahren sowie der Integration neuer Funktionen empfinden einige die klassische Menüführung immer noch als intuitiver."
"Demnach arbeitet Microsoft daran, alle Optionen aus der Systemsteuerung nach und nach in die modernen Einstellungen zu übertragen."
Ja bitt übertragen, aka KOPIEREN, aber nicht entfernen, da ich so oft es geht die Systemsteuerung nutze anstatt die modernen Einstellungen! Systemsteuerung ist übersichtlicher, besser und logischer strukturiert, intuitiver und vor allem SCHÖNER! Es hat Icons (die man ändern kann!), schöne UI, schönere Schalter und Buttons und nutzt auch die per Registry bzw. Window Blinds definierten Farben Schriften und Fensterrahmen!! Ich liebe legacy und verachte modern-UI zutiefst! Windows 7 war UI technisch der Zenit für mich!!
Man vergleiche allein die Bilder.
1775671136010.png
1775671163658.png
 
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Wenn sich die Namenskonvention für die entsprechenden Bereiche in der jetzigen Systemsteuerung beim Umzug in die neue Einstellungs Ui nicht verändern, können die das meinetwegen machen.

Es gibt ja eine Suche die man dann im Bedarfsfall bemühen kann. Gibt schlimmeres als die Verlagerung von Einstellungsmenü‘s!

Im besten Fall greift man als User ja nur initial drauf zu.
Okay, mein Usecase für Win11 ist auch ausschließlich das Spielen. Alles andere wird über Arch gemacht.
 
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Ja man muss immer wieder in die Systemsteuerung. Aber dank der Suchfunktion auch nicht schwer sich zurechtzufinden.
 
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Teilweise findet man in den "neuen" Einstellungen ja nicht mal das was man sucht..
 
M@tze schrieb:
Verstehe ich auch nicht
Ich glaube der Kram ist teilweise so alt, dass Design-Patterns/-Prinzipien noch nicht sonderlich etabliert waren. Es war nicht unüblich UI- und "Geschäfts"logik als ein Ganzes zu betrachten.

Der "eigentliche" Fehler wurde in den Planungen vor 15/20 Jahren gemacht, übrigens ein vorzügliches Beispiel für den Wert technischer Schulden. ^^

@Drummermatze: Ich wandele in beiden Welten und empffinde die MacOS'sche "Systemsteuerung" auch nicht als viel besser. Als Spätwiedereinsteiger finde ich da intuitiv auch nur bestenfalls die Hälfte auf Anhieb. Zudem verstehe ich da nicht, warum das Dialogfenster nur in vertikaler Größe veränderbar ist und die Minimalbreite unnachvollziehbar gering gewählt ist (z.B. die Optionen der "Menüleiste").

Letztendlich ist es für mich im Nutzungsalltag wurscht. Ich bin a) selten in den Systemeinstellungen und b) nutze ich für den direkten "Sprung" zum Ziel die jeweiligen Suchfunktionen.

Ein "echter" Cut ist schon längst überfällig. Eine gewisse Rückwärtskompatibilität ließe sich analog zu WSL mit einem WSW bereitstellen. Aber selbst wenn etwas in derartiger Grobrichtung eines Tages kommen sollte, habe ich da für mich keine "Hoffnungen" mehr. Microsoft hat seine Produktstrategie, ein aus Nutzersicht gutes (ich antizipiere das höhnische Gelächter bereits) OS per se als Produkt anzubieten, schon lange aufgegeben (ich habe seit 2009 keinerlei Lizenzgebühren mehr bezahlen müssen).

Das Produkt Betriebssystem Windows ist nach meinem gegenwärtigem Eindruck zu einem Schicksal als Gateway für MS-Services "verdammt". Alternativen gibt's zum Glück reichlichst (Linux, MacOS). Meine Migrationskosten, vor allem in Form von Zeit, sind allerdings nicht gering, daher zögere ich das, so lange es für mich geht, hinaus.
 
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Ich finde die Systemsteuerung super und habe mich über Jahrzehnte an diese gewöhnt. Die sollen sie schön so lassen. Nur das Design könnte mal modernisiert werden. Aber ansonsten hat man dort doch nahezu alles, was man auf die Schnelle braucht, um seinen Windows-PC zu verwalten.
 
Die Firma, die hier wegen Unterstützung von Legacy-Hardware in 25 Jahre alten Menüs herumweint, ist tatsächlich die gleiche, die teils sehr annehmbar aktuellen Systemen das Upgrade auf Windows 11 verweigert, weil ihnen in Sachen CPU oder TPM ein Furz quersitzt? Ist das so korrekt?
 
In meinen Augen das typische Windows-Problem: Sobald etwas modernisiert wird meckern die User rum, weil sie nicht in der Lage sind, sich mit etwas Neuem auseinanderzusetzen.

Da wird mal eine moderne UI gefordert die sich konsistent durchs UI zieht und die User meckern immernoch. Dieses Alt-Neu in Windows war schon seit Windows 8 ein Streitthema. Besonders aber seit Windows 10.

Das wird nicht von heute auf morgen gehen... Um wie im Artikel dargelegt die Legacy-Kompatibilität in gewissen Maßen gewährleisten zu können. Und um die Einstellungen gescheit zu integrieren.

Aber so unglaublich unbrauchbar wie die neue Systemsteuerung dargestellt wird ist die nicht. Ein meilenweiter Vorsprung gegenüber der "alten" neuen Systemsteuerung von Windows 10 jedenfalls...
 
Sun_set_1 schrieb:
Einstellungen -> Suche -> "Mikrofon" -> drölf verschiedene Anlaufbereiche und Einstellungen für Zugriff, Mute, Applikationen, Spielaufzeichnungen, Audioverbesserungen usw usf. "Ach leck mich doch..."
Systemsteuerung -> Sounds -> Eingabegeräte, Standardgerät setzen. Fertig, Problem gelöst.


Oh nein, so kompliziert...

System -> Sound und du siehst auf einen Blick alle Ein und Ausgabegeräte und kannst sie als Standard festlegen.
1775672838707.png


Wenn du übrigens "Mikrofon" oben in die Suche eingibst, so wie du es getan hast bringt dich der allererste Treffer auf exakt diese Seite.

Man kann sich auch wirklich künstlich aufregen und sich dumm stellen... meine Güte.
 
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Alte Netzwerkgeräte und Drucker machen den Umstieg kompliziert
Neue Drucker, zumindest wenn sie von HP kommen, machen genauso Problerme.
Da musst du dich ganz schön auf den Kopf stellen, nur um den reinen Treiber zu installieren, da dir HP an jeder Ecke Ihre Software aufdrängen möchte.
Ohne die Systemsteuerung wäre ich da jedes mal aufgeschmissen.
 
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