Nun auch Dexit ?

TechX schrieb:
Du schreibst über Dinge, die Du schätzungsweise noch nicht gemacht hast u. vermutlich auch nicht tun wirst
Na Gott sei dank weißt du das! Nur blöd das es im familiären Umkreis und im Freundeskreis bereits über ein dutzend getan haben. Warum muss ich das selber getan haben um es als Vorteil zu sehen? Schmarren schreibst nur du, weil dein Horizont offensichtlich massiv eingeschränkt ist und du dir vor allem anmaßt, Menschen zu beurteilen, die du nicht einmal namentlich kennst.

TechX schrieb:
Dann lies wenigstens vollständig - kannst Du das?
Tue ich. Du hast mit keinem Wort irgendwas konkretes außer dem Euro erwähnt, was die Briten nicht mitgemacht haben. Nur eine Wischiwaschi Ansage nach dem Motto "Alles oder nix!" welche in der Politik noch nie zu etwas geführt hat außer Krieg. Sollte ich falsch liegen, kannst du ja gerne zitieren...

TechX schrieb:
Und deswegen können die Leute ja erst seit der EU in den Urlaub fahren - so ein Schmarrn. Das war früher nichts grossartiges u. der Vorteil nur marginal.
Das steht dort nicht und für krude Interpretationen kann ich nichts. Die Aussage war, dass es für die eben keine Routine war und somit zusätzliche Planung erforderte. Beginnt bereits beim Umrechnen und dem beschaffen von den entsprechenden Devisen, welches für dich als Grenzgänger natürlich Alltag war. Für jemand, der dort nur in den Urlaub fährt, wird kaum die entsprechende Devise daheim haben.

TechX schrieb:
Schätze, Du hast ein völlig verklärtes Weltbild - denn es kam drauf an, wohin man reisen wollte.
Und Du wirst es nicht glauben, auch heute kommte es noch drauf an, wohin man will - und dann braucht man doch ein Visum.
JA, wen ich nach Amerika will oder Kanada, etc.. Richtig. Sind diese in der EU? Mit keinem Wort sagte ich aus, dass man generell keine Visa mehr benötigt. Selbstredend und aus dem Kontext unmissverständlich bezog sich dies auf die EU.

Deine populistische Ansicht zementiert sich zusehends...
 
TechX schrieb:
Dann lies wenigstens vollständig - kannst Du das?
https://www.computerbase.de/forum/t...-politik-und-gesellschaft-pug-regeln.1751287/
Punkt 6

Und deswegen können die Leute ja erst seit der EU in den Urlaub fahren - so ein Schmarrn. Das war früher nichts grossartiges u. der Vorteil nur marginal.

Das ist ganz und gar nicht marginal - der Grenzkontrollen auf dem Landweg (im Flugverkehr wird das Gepäck sowieso geröntgt) wegen. Als Ö während der Flüchtlingskrise die Grenzen geschlossen hat bzw. wieder kontrolliert hat, hat man gesehen, was das für ein Chaos ergab.
Ganz wesentlich sind die Erleichterungen auch im grenznahen Verkehr - nicht nur für Touristen, sondern auch fürs Gewerbe (z.B. Handwerker, Dienstleister), die so problemlos Aufträge im Nachbarland erhalten und ausführen können. Oder als Arbeitnehmer in Deutschland wohnen und im Nachbarland arbeiten usw.
Das würde alles wegfallen und würde viele, viele Leute empfindlich treffen. Die Briten merken das gerade und gerade der Grenzverkehr zwischen Nordirland und Irland ist deshalb auch einer DER Knackpunkte in den Brexit-Verhandlungen.

Schätze, Du hast ein völlig verklärtes Weltbild - denn es kam drauf an, wohin man reisen wollte.
Und Du wirst es nicht glauben, auch heute kommte es noch drauf an, wohin man will - und dann braucht man doch ein Visum.

Siehe "Grenznaher Verkehr". Und auch hier nochmal der Hinweis zu den Forenregeln.

Und? Wann ziehst Du jetzt um? Wohin ziehst Du mit dieser grenzenlosen Freiheit? Und wie oft wirst Du es die nächsten 15-20 Jahre tun?
Seinen Lebensmittelpunkt zu verlagern, da gibt es wesentlich andere Faktoren, welche schwerwiegender sind, als irgendwelche Freizügigkeiten auf dem Papier.

Es ist nun mal Freiheit, DIE WAHL ZU HABEN. Die Wahl zu haben, ob man nicht doch lieber in Holland oder Schweden arbeitet (und das ohne große Hürden).
Es ist die Freiheit, in Portugal Waren einzukaufen und ohne Zollstress in DE zu verkaufen.
Es ist die Freiheit, SPONTAN mal eben einen Kurztripp in ein EU-Land zu machen. Und das geht Spontan, weil man z.B. erst gar kein Visum braucht.
Man kann doch Leuten nicht die Freiheit absprechen, weil einzelne sie wahrscheinlich nicht in Anspruch nehmen. Freiheit ist immer auch die Freiheit der anderen. Mustis muss diese nicht selber nutzen, um sich dafür einsetzen zu dürfen.
Die wenigsten sind unter der Woche noch ab 0:00 in der Kneipe. Soll deshalb wieder die Polizeistunde eingeführt werden? Die Leute, auch wenn es keine Kneipengänger sind, würden sich wohl zurecht deutlich weniger frei fühlen.

Du schreibst über Dinge, die Du schätzungsweise noch nicht gemacht hast u. vermutlich auch nicht tun wirst - preist es aber als Errungenschaft an; urteilst über Zeiten, die Du nicht kennst. Wer wegen einem Brexit nicht gleich in Ohnmacht fällt, oder die EU nicht lobpreist, ist ja gleich Populist - mit Dir zu diskutieren ist Zeitverschwendung.
:rolleyes: Forenregeln

Ein Problem besteht halt in der Fessel "Euro" - vor dieser Ära konnten die betroffenen Staaten durchaus so mancher Krise entgegensteuern - dieses Instrument wurde ihnen genommen. Es war von Anfang an klar, dass man den Euro mit Krediten an "verkrachten Staaten" stützen muss im Fall der Fälle, da er sonst zu scheitern droht.

Mit einer "Fessel" Euro hat das weniger zu tun. Die Banken bedauern dabei höchstens den Wegfall überzogener Umtauschgebühren (wer international unterwegs ist und mal den Fehler gemacht hat, bei einer Bank Geld einzutauschen, wird wissen, was ich meine :p).
Nein, der Witz bei den Krediten an "verkrachte Staaten" ist folgender: Der Euro-Rettugsschirm, also die "Finanzhilfen", die Griechenland erhalten hat, damit Griechenland fällige KREDITE zurückzahlen konnte, waren nur dazu da, dass eben die Kredite an die Gläubigerbanken (allen voran die DEUTSCHE BANK) zurückgezahlt werden konnten. Was als Finanzhilfe für Griechenland verkauft wurde, diente in Wirklichkeit nur dazu, die Deutsche Bank (und andere Institute) vor massiven Kreditausfällen zu bewahren. Es war also vor allem ein BANKEN-RETTUNGSPAKET, für das die EU-Bürger bürgen. Verkauft wurde es dem Bürger aber quasi als EU-Solidarpakt, denn die Steuermillarden in sich verzockende Banken zu pumpen, das hätte wohl auf gar kein Verständnis beim Bürger getroffen. Mit dem Euro an sich hat das also erst mal weniger zu tun, sondern damit, eine weitere Bankenkrise sich verzockender Banken zu verhindern - eben auf Kosten des Steuerzahlers.
Vor dem Hintergrund versteht man auch, warum bankerfreundliche Neoliberale dies gerne als Euro-Problem deklarieren wollen. Aber es ist vor allem ein Problem zu gieriger, zockender Banken.
 
Mustis schrieb:
Du hast mit keinem Wort irgendwas konkretes außer dem Euro erwähnt, was die Briten nicht mitgemacht haben.
Z.B. Schengen sagt Dir also nichts - und das hab ich schon in deinem referenzierten Post geschrieben.

Mustis schrieb:
Nur eine Wischiwaschi Ansage nach dem Motto "Alles oder nix!" welche in der Politik noch nie zu etwas geführt hat außer Krieg. Sollte ich falsch liegen, kannst du ja gerne zitieren...
Was ist eine Union wert, in der jeder doch sein eigenes Süppchen kocht? Langfristig zerfällt sowas.
Die EU hat den Euro als Währung - wieso sollte man von einem Vollmitglied nicht die Einführung der GEMEINSAMEN Währung erwarten dürfen?
Warum sollte ein Vollmitglied bei einem gemeinsamen Abkommen plötzlich NICHT mitmachen?

Setzt man sich mit den weiteren Zielen der EU auseinander, wird es umso wichtiger, dass ALLE Mitglieder auch gemeinsam an einem Strang ziehen - spätestens dann wird England wiederum nicht mitmachen.

Wann glaubst Du, brauchte man für die Urlaubsreise nach Frankreich, Italien, Spanien,... noch ein Visum?
Fahren die Leute in deine angeführten Länder brauchen sie ein Visum - gut, und wieviele lassen sich davon abhalten oder glauben deshalb nicht hinfahren zu können? Wie hoch ist denn die reale Hürde?

Fährst Du z.B. in der EU nach England brauchst Du plötzlich Pfund - trotz der vielgepriesenen EU musst Du Devisen beschaffen. Hält dich das wirklich ab? Und wo ist da der EU-Vorteil geblieben?

Mustis schrieb:
Deine populistische Ansicht zementiert sich zusehends..
Mitnichten - populistisch (im Sinne es unkritischen Jubelpersers) gibst eher Du dich.
Alleine, dass Du diese Wortwahl anwendest deutet für mich eine entsprechende Ausrichtung deinerseits an.
Ergänzung ()

Londo Mollari schrieb:
Mit einer "Fessel" Euro hat das weniger zu tun.
Ein Instrumentarium eines Staates ist auch der Wert seiner Währung - solange ein Staat einen eigene Währung besitzt, kann er hier gegensteueren - das wurde in der Vergangenheit auch gemacht. Dies fiel mit dem Euro weg.

Die jüngste Diskussion um den Haushalt von Italien zeigt die Problematik der Währungsunion und auch die Erpressbarkeit der EU schlussendlich.

Deine Hinweise zu Forenregelen in allen Ehren - aber 1. übertreibst Du u. 2. bist Du (wohl unabsichtlich) einseitig.
 
Zuletzt bearbeitet:
TechX schrieb:
Z.B. Schengen sagt Dir also nichts - und das hab ich schon in deinem referenzierten Post geschrieben.
Was konkret hat Schengen mit der EU zu tun? Die Frage war, was England bei der EU (!) nicht mitgemacht hat. Nicht bei irgendwelchen zuvor geltenden Abkommen...

TechX schrieb:
Wie hoch ist denn die reale Hürde?
Mich beschleicht das Gefühl, dass du noch kein Visum beantragen musstest. Stimmt das?

TechX schrieb:
m Sinne es unkritischen Jubelpersers
Quod erat demonstrandum :rolleyes:

PS: Bitte wundere dich nicht über die knappe Antwort, aber mir wird meine Zeit zu schade. Ausflüchte und Pseudo Argumente der EU Ablehner (nicht Kritiker!) kenne ich zu genüge.
 
TechX schrieb:
Ein Instrumentarium eines Staates ist auch der Wert seiner Währung - solange ein Staat einen eigene Währung besitzt, kann er hier gegensteueren - das wurde in der Vergangenheit auch gemacht. Dies fiel mit dem Euro weg.

Das fiel nicht weg, das wurde unter gemeinsame Verantwortung gestellt. Und das ist auch, bedenkt man z.b. Währungsspekulationen, ein immenser Vorteil. Natürlich war die D-Mark stark, aber so stark wäre sie heute garantiert nicht mehr und viel leichter zu manipulieren als heute die gemeinsame Währung Euro.
Grundlegendes Ziel der EZB ist die Stabilität der Währung, übrigens genau so wie der deutschen Zentralbank.
Du schreibst, ein Staat könne mit dem Wert der eigenen Währung gegensteuern - nun, das ist genau das Gegenteil dessen, was die deutsche Zentralbank immer gemacht hat - und sie hat diese Vorgehensweise auch immer wieder gegen viel Druck mancher Regierung verteidigt. Sie hat dafür gesorgt, dass die Währung möglichst stabil bleibt und eben nicht als politisches Instrumentarium missbrauchen lassen. Heute mit der EZB ist es nicht anders. Das war übrigens eine der Voraussetzungen für den Maastrichter Vertrag und eine ganz wesentliche Grundlage für unsere Wirtschaftskraft und Wohlstand.

Die jüngste Diskussion um den Haushalt von Italien zeigt die Problematik der Währungsunion und auch die Erpressbarkeit der EU schlussendlich.

Italien hat eine rechtspopulistische Regierung, die erwartungsgemäß unverantwortlich handelt und einen verdammt schwachen Ministerpräsidenten. Das ist keine Problematik der Währungsunion, sondern des Populismus. Ohne Währungsunion würde Italien nur an anderer Stelle Geschirr zerschlagen.

Deine Hinweise zu Forenregelen in allen Ehren - aber 1. übertreibst Du u. 2. bist Du (wohl unabsichtlich) einseitig.

Keineswegs. Wirst Du wohl früher oder später schon noch merken.
 
Soso - lässt man sich auf Deine Wortwahl ein, ist's natürlich auch nicht passend.
Mustis schrieb:
Ausflüchte und Pseudo Argumente der EU Ablehner (nicht Kritiker!) kenne ich zu genüge.
Deine Gesinnung hast Du ja aufgezeigt - leider muss ich Dich in deiner Schlussfolgerung entäuschen, da ich kein EU-Ablehner bin, aber auch nicht alles hochjubel, weil ja jetzt alles so toll und schön wäre u. früher ja alles so umständlich und schlecht.

Und das mit Gefühlen ist halt so ne Sache - da liegt man leicht mal daneben.
Deswegen schrieb ich ja - ob jetzt nur der Personalausweis reicht, man doch einen Paß oder gar Visum braucht - das ist alles halb so tragisch.
 
TechX schrieb:
Deswegen schrieb ich ja - ob jetzt nur der Personalausweis reicht, man doch einen Paß oder gar Visum braucht - das ist alles halb so tragisch.
Das ist Blödsinn, weiß man aber auch nur, wenn man mal tatsächlich ein Visum braucht. Viel Spass dabei, zum Beispiel eines für Russland oder dergleichen zu beantragen. Wirst du schnell merken, dass das keineswegs "ahlb so tragisch" ist und man heilfroh sein kann, dass das in der EU nicht wieder passieren wird. Und wenn das vorher schon leichter war, liegt es daran, dass die Länder der EU größtenteils auch davor bereits abkommen ähnlich art hatten. Du kennst also gar nicht die Mühen eines richtigen Visums, weil du als Grenzgänger in den heutigen EU Staaten stets nur die leichteste Variante hast kennen gelernt. Ob das ohne EU und solcher abkommen so geblieben wäre, darf man angesichts dessen, was heute trotz EU durch den Populismus alles so angedacht hast stark bezweifeln. im übrigen darf ich dich daran erinnern, dass DU derjenige warst, der Vorteile der EU als nichtig erklärt hast auf Basis deiner gefühlten Wirklichkeit...
 
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Londo Mollari schrieb:
Italien hat eine rechtspopulistische Regierung, die erwartungsgemäß unverantwortlich handelt und einen verdammt schwachen Ministerpräsidenten. Das ist keine Problematik der Währungsunion, sondern des Populismus. Ohne Währungsunion würde Italien nur an anderer Stelle Geschirr zerschlagen.
Eben - kein Problem DER sondern FÜR. Welche Regierung in welchem Staat der EU schlussendlich das Schicksal der jeweiligen Nation lenkt, kann keiner vorhersehen, gar zentral steuern. Die Auswirkungen sind aber für alle schlussendlich.

Spinnt man die Idee mal weiter und Italien hätte ihren Haushalt nicht genehmigt bekommen, sie hätten es aber trotzdem gemacht - wer hätte den Italien aus der EU "rausgeschmissen"? Oder wie hätte man das Problem lösen können? Was wäre passiert, wenn Italien schulterzuckend gesagt hätte "Dann schmeisst uns halt raus!" - ja, was wäre dann passiert? Und welche Folgen hätte es nach sich gezogen?

Londo Mollari schrieb:
Keineswegs. Wirst Du wohl früher oder später schon noch merken.
Man könnte zart besaitet derlei als "Drohung" wahrnehmen - aber das bin ich nicht.:)
 
TechX schrieb:
Spinnt man die Idee mal weiter und Italien hätte ihren Haushalt nicht genehmigt bekommen, sie hätten es aber trotzdem gemacht - wer hätte den Italien aus der EU "rausgeschmissen"? Oder wie hätte man das Problem lösen können? Was wäre passiert, wenn Italien schulterzuckend gesagt hätte "Dann schmeisst uns halt raus!" - ja, was wäre dann passiert? Und welche Folgen hätte es nach sich gezogen?
Sag mal ist das ernst gemeint? Du diskutierst hier die EU und kannst dir derlei Fragen nicht beantworten, hast ergo keine wirklich Ahnung über die EU und deren Abläufe/Organe?
 
Mustis schrieb:
Viel Spass dabei, zum Beispiel eines für Russland oder dergleichen zu beantragen.
Russland u. "dergleichen" - darf ich Dich daran erinnern, dass die auch nicht zur EU gehören u. wohl auch nicht als Beitrittsländer zur Debatte stehen?
Und nochmal - vor der EU gab es schon die EG u. da brauchte man schon kein Visum zu den Mitgliedsländern.
Müssig noch zu diskutieren, ob u. wie u. überhaupt es ohne den Titel "EU" samt Währungsunion mit der Weiterführung der "nur EG" gelaufen wäre.
 
das ist alles halb so tragisch.
Nee, ist es nicht. Aber das merkt man z.B. erst dann, wenn das Visa on arrival verweigert wird, weil der Reisepass kein halbes Jahr Restgültigkeit bei Reiseantritt mehr hat.
Oder wenn man in Holland die Fähre verpasst hat, weil die Grenzformalitäten an der holländischen Grenze plötzlich so lange gedauert haben.
:stacheln:

Nee, der freie Reise- und Warenverkehr (auch Auslandsüberweisungen usw.) innerhalb der Eurozone, das aufzugeben, weil sich ein paar Populisten lieber einmauern wollen? Nee, danke :)

Eben - kein Problem DER sondern FÜR. Welche Regierung in welchem Staat der EU schlussendlich das Schicksal der jeweiligen Nation lenkt, kann keiner vorhersehen, gar zentral steuern. Die Auswirkungen sind aber für alle schlussendlich.

Spinnt man die Idee mal weiter und Italien hätte ihren Haushalt nicht genehmigt bekommen, sie hätten es aber trotzdem gemacht - wer hätte den Italien aus der EU "rausgeschmissen"? Oder wie hätte man das Problem lösen können? Was wäre passiert, wenn Italien schulterzuckend gesagt hätte "Dann schmeisst uns halt raus!" - ja, was wäre dann passiert? Und welche Folgen hätte es nach sich gezogen?

Danke für diesen Einwand. Deshalb schrieb ich ja: "Ohne Währungsunion würde Italien nur an anderer Stelle Geschirr zerschlagen. " Trump macht es doch international (und national) genau so.
Mit solchen Leuten muss man sich nun mal rumschlagen, wenn diese leider Gottes an die Macht gelangen und sich an keinerlei Verträge gebunden fühlen. Aber weil es dann ein Problem FÜR etwas ist, dieses dann gleich abzuschaffen? Genau so könnte man also Gleichberechtigung oder Verkehrsregeln abschaffen, weil es Dinge gibt, die ein Problem FÜR diese sind. Bitte nicht :rolleyes:
Das ist doch viel mehr ein Grund, rückwärtsgewandte und rechtsnationale Populisten NICHT ZU WÄHLEN, als deren Angriffsziel (eine offene, liberale Gesellschaft) in Frage zu stellen!

Man könnte zart besaitet derlei als "Drohung" wahrnehmen - aber das bin ich nicht.
:streicheln:
 
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Mustis schrieb:
Das ist Blödsinn, weiß man aber auch nur, wenn man mal tatsächlich ein Visum braucht.
Angabe, wo man sich aufhält, was man macht, Geld kostet ein Visum auch gerne mal 50+ Euro. Für den Arbeitgeber kommen noch Themen wie verlängern dazu, manchmal kommt Rechtsunsicherheit obendrauf, wo man dauerhaft von der Sachbearbeiter- oder Regierungsgunst abhängig ist.

Jetzt nochmal zurück zu Bilateralen Verträgen mit EU-Ländern - Katastrophe. Die wirtschaftlichen Kosten für den gewalten Verwaltungsaufwand der da plötzlich anfällt, bei Visum, bei Import/Export, bei Datenschutz, bei einfach allem was irgendwie mal in einem anderen Land landen könnte.

Dazu eine politische Katastrophe, noch mehr Kleinstaatlichkeit, außerdem ist die EU sowieso schon sehr klein verglichen mit dem Wachstumsmarkt Asien oder den (baldigen) Großmächten. Ohne einen gemeinsamen wirtschaftlichen und politischen Interessensverband werden wir definitiv massivst abgehängt werden, dann ist vorbei mit Europa wichtiger Handelraum.

Oder wie soll man das verstehen? Das alles hier wieder nur national lösen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Säulen_der_Europäischen_Union
 
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@TechX Danke das du ignorierst, was ich ergänzend schreibe und dich statt dessen lieber an aus dem Kontext gerissenen Aussagen hochziehst. :rolleyes: Wer hat gleich nochmal gefragt, ob wer was liest?
 
Mustis schrieb:
Sag mal ist das ernst gemeint? Du diskutierst hier die EU und kannst dir derlei Fragen nicht beantworten, hast ergo keine wirklich Ahnung über die EU und deren Abläufe/Organe?
Ich meine das durchaus dahingehend ernst, denn Papier u. Politikeraussagen sind geduldig und Verträge wurden u. werden "gebrochen". Und den reelen Fall will die EU nicht riskieren, das ist mal sicher - es würde einen "Flächenbrand" auslösen.
 
Dann studier doch bitte im eigen Studium den Aufbau der EU und das was vertraglich festgehalten ist. Da du ohnehin darauf nichts gibst, weil es ja nur Papier ist und es Politikeraussagen sind, macht sich (hoffentlich) keiner die Mühe es dir näher zu erklären, den wenn man die Grundlage per se anzweifelt, bringt die Erklärung nichts. Den deine Frage kann außer mit Spekulation nicht beantwortet werden.
 
Mal ehrlich, TechX: Was soll man denn in einer Diskussion mit so einem Allgemeinplatz anfangen? Da kann man ja wirklich alles und nichts hineininterpretieren.
 
Londo Mollari schrieb:
Nee, der freie Reise- und Warenverkehr (auch Auslandsüberweisungen usw.) innerhalb der Eurozone, das aufzugeben, weil sich ein paar Populisten lieber einmauern wollen?
Es geht nicht darum, ob man sich das wünscht - eher darum, dass das Leben auch dann weitergehen würde u. man nicht alles gleich als Tragödie darstellen braucht.

Londo Mollari schrieb:
Danke für diesen Einwand. Deshalb schrieb ich ja: "Ohne Währungsunion würde Italien nur an anderer Stelle Geschirr zerschlagen. " Trump macht es doch international (und national) genau so.
Nur hat man das als Bürger eines Mitgliedstaates nicht in der Hand, was andere Bürger wählen.

Londo Mollari schrieb:
Mit solchen Leuten muss man sich nun mal rumschlagen, wenn diese leider Gottes an die Macht gelangen und sich an keinerlei Verträge gebunden fühlen. Aber weil es dann ein Problem FÜR etwas ist, dieses dann gleich abzuschaffen? Genau so könnte man also Gleichberechtigung oder Verkehrsregeln abschaffen, weil es Dinge gibt, die ein Problem FÜR diese sind.
Dahingehend disktutierst Du ja mit einem falschen - denn ich will's ja nicht abschaffen.
Allerdings sehe ich das Ganze eher pragmatisch - wenn was kommt, könnt ich es nicht ändern, aber mich damit arrangieren (muss man ja eh).

Der TE hat ja ursprünglich einen fiktiven Austritt Deutschlands (Dexit) zur Diskussion gestellt u. es gibt in meine Aussage, dass mit einem Ausstieg Deutschlands aus der EU diese m.M.n. kurzfristig ihr Ende findet nichts hinein zu interpretieren ist. Es ist einfach meine Einschätzung, falls dies real würde.

Auch teile ich nicht die Meinung, dass alleine aufgrund der Tatsache, dass wir in der EU leben, automatisch Friede, Freude, Eierkuchen auf lange Zeit automatisch garantiert ist, obwohl ich mir das für meinen Nachwuchs mehr als wünsche.
 
Zuletzt bearbeitet:
TechX schrieb:
Es geht nicht darum, ob man sich das wünscht - eher darum, dass das Leben auch dann weitergehen würde u. man nicht alles gleich als Tragödie darstellen braucht.
Warum sollte ich denn auf den Wohlstand und die Annehmlichkeiten, die EU und Euro gebracht haben verzichten? Vor allem, wenn die Alternative oder ein Ersatz dazu fehlt?

Nur hat man das als Bürger eines Mitgliedstaates nicht in der Hand, was andere Bürger wählen.
Du hast auch nicht in der Hand, was Bürger in diesem Land wählen. Klar kannst Du Dich in den politischen Prozess einbringen, aber das könntest Du woanders genau so. Dank der EU ist es sogar deutlich einfacher :)

Dahingehend disktutierst Du ja mit einem falschen - denn ich will's ja nicht abschaffen.
Allerdings sehe ich das Ganze eher pragmatisch - wenn was kommt, könnt ich es nicht ändern, aber mich damit arrangieren (muss man ja eh).

Was willst Du denn überhaupt?
Arrangieren muss man sich schließlich sowieso, egal ob EU oder Nicht-EU. Sind dann halt andere Probleme.
Aber die Vorteile MIT EU überwiegen m.E. mehr als deutlich, GERADE für den Bürger.

Edit zum Nachtrag:
Ich halte einen Dexit für mehr als unwahrscheinlich. Und die Frage wäre denn weniger, was mit der Rest-EU passieren würde, als vielmehr, was denn dann mit DE passieren würde. Und da ist meine Einschätzung: Rezession, Massenarbeitslosigkeit, Spielball großer Wirtschaftsmächte oder -Verbünde, massiver Preisanstieg aus EU importierter Güter, weniger Vielfalt im Supermarkt, Fortzug zahlreicher international tätiger Unternehmen uswusf.

Nein, Friede, Freude, Eierkuchen ist natürlich nicht automatisch auf lange Zeit garantiert. Aber viel wahrscheinlicher. Und bis jetzt hat das ja auch ganz gut geklappt
 
Zuletzt bearbeitet:
Mustis schrieb:
Das ist doch auch eine haltlose Behauptung, um den Vorwurf gegenüber der AfD auf der Ebene zu diskreditieren....

Den Vorwurf diskreditieren?! Also im Sinne von die diskreditierung diskreditieren?!

Moment...Ich hab mal nur bei SPON gesucht und bin schnell auf die beiden gestoßen:
http://www.spiegel.de/politik/deuts...reme-und-sexistische-mitglieder-a-827120.html und http://www.spiegel.de/politik/deuts...ei-im-politischen-alltag-drohen-a-824358.html - "Gefahr 4: Sammelbecken für Radikale" hier ist der Punkt noch recht "nett" formuliert. In anderen Medien der Zeit wurde das noch drastischer formuliert.

Ich will keineswegs in Abrede stellen, dass einige Positionen der AfD diese mittlerweile durchaus für ein lohneswertes Ziel für den Verfassungsschutz machen. Dennoch kamen die Extremismusvorwürfe zu früh und zu intensiv, eine Steigerung der Kritik war schlicht nicht mehr möglich.

TechX schrieb:
Ein Problem besteht halt in der Fessel "Euro" - vor dieser Ära konnten die betroffenen Staaten durchaus so mancher Krise entgegensteuern - dieses Instrument wurde ihnen genommen. Es war von Anfang an klar, dass man den Euro mit Krediten an "verkrachten Staaten" stützen muss im Fall der Fälle, da er sonst zu scheitern droht.

Ich bezweifle, dass dieses "Entgegensteuern" innerhalb Europas aufgrund der vielfältigen Verflechtungen überhaupt möglich wäre. Auch ohne Euro. Den Mechanismus, den du meinst habe ich mit den Folgen beschrieben und einen Vergleich zu einem Nicht-Euro-Land mit Problemen ebenfalls.
 
B.XP schrieb:
Ich bezweifle, dass dieses "Entgegensteuern" innerhalb Europas aufgrund der vielfältigen Verflechtungen überhaupt möglich wäre
Bis zur Einführung des Euros war das gängige Praxis
 
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