Leserartikel OCZ Vertex 3 120 GB

Kerrigan

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(Verox bin ich)

Die neuste 2,5 Zoll SSD des Herstellers OCZ mit der offiziellen Produktbezeichnung: "OCZ Vertex 3 120GB (VTX3-25SAT3-120G)" brauchte zwar ein paar Wochen, bis sie nun endlich lieferbar war und die meisten Online-Händler sie auf Lager hatten, aber ob das alte Sprichwort "Gut Ding will Weile haben." bei diesem vielversprechendem Produkt auch zutrifft möchte ich im Nachfolgenden in einem Review der etwas anderen Art feststellen. Die Vertex 3 120 GB wird auf zwei Mainboards des AM3 Sockels getestet. Dies ist zum einen ein Mainboard mit einem alten Southbridge-Chipsatz (SB710) und eines des selben Herstellers mit der aktuellsten Southbridge-Version (SB850). Eine Southbridge ist für den Datentranfer und -steuerung zwischen PCI-Bus, (S)ATA-Laufwerken und weiteren Pheripherie-Geräten zuständig. Dies geschieht auf elektronische Weise.
Die Vertex3 gibt es derzeit in 3 verschiedenen Ausführungen:

Herstellerangaben



Die meisten privaten Anwender werden sich wahrscheinlich für die 120 GB Variante (240 €) entscheiden, die Leistungstechnisch etwas schlechter ausfällt als die größere 240 GB Version, welche auch gut das doppelte Kostet und ein Loch von sage und schreibe 450 € in die Monatskasse reißt, was nicht gerade wenig ist.
Generell gilt bei SSDs ja die Regel, nur das Betriebssystem darauf zu installieren und eine Hand voll der meistbenutzten Programme und vielleicht noch das Lieblingsspiel. Die meisten SSD Anwender kommen mit einer Größe von 60 bis 90 GB gut aus. Diese Leute stellen jedoch oft Dateipfade auf weitere normale Festplatten um, welche als reine Datenspeicher dienen. Mit einer 120 GB SSD kann man seinem inneren "Messi" doch noch den ein oder anderen Freiheitsgrad bei der Auslebung seiner Speichergewohnheiten lassen. Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass man die zusätzlichen Gigabyte auch teuer bezahlt!
Die Vertex 3 120 GB basiert auf der "Sandforce" Technologie, welche die Daten durch einen Hardware-Kompressions-Algorithmus in quasi Echtzeit komprimiert und in einem Schreibverhältnis von ca. 1:0,5 abspeichert, vorrausgesetzt die Daten sind komprimierbar. Dies ähnelt z.B. Programmen wie "Winrar" oder "Winzip". Neben dieser einen Besonderheit der "Sandforce"-Bauweise gibt es noch andere Effekte die man erwähnen sollte: Beim "write throttling" bricht die Schreibgeschwindigkeit nach einiger Zeit ein, angeblich ist dies ein Selbstschutzmechanismus. Wenn alle Zellen einer SSD einmal beschrieben wurden bricht die Leistung einer Sandforce-SSD gewöhnlich in Folge des Read-Change-Write-Zykluses ein. Um es einfach auszudrücken: Die SSD musst erst Suchen, Müll aussortieren und dann Schreiben.

Dieses Review wird sich zum einen mit der Vertex 3 beschäftigen, als auch mit deren Zusammenspiel zweier Mainboards. Die Unterschiede der beiden Boards sind, dass das GA-770TA-UD3 eine veraltete Southbridge 710 als Controller einsetzt, das neuere GA-870-USB3 hingegen die neuste Southbridge SB850. Mit dieser sollten auch die besten Ergebnisse erzielt werden können.




Zum Testsystem:



Boottime



Gemessen wurde bei Erscheinen der Zeile "Loading Operating System" bis zum Erscheinen der Windows-Oberfäche plus 1 Sekunde. (Arithmetisches Mittel @ 6 Messungen, in Sek.)

Crystal DiskMark


CDM mit dem Gigabyte 770TA-UD3 an einem SATA2 Port.


CDM mit dem Gigabyte 770TA-UD3 am SATA III Marvell Controller.


CDM mit dem Gigabyte 870A-USB3 am SATA III Port.

AS SSD Bench


AS SSD mit der Vertex 3 120 GB am SATA II Anschluss des Gigabyte 770TA-UD3.


AS SSD mit der Vertex 3 120 GB am SATA III Anschluss des Gigabyte 770TA-UD3.

Um die elendigen Diskussionen ob nun ein SATA III Kabel im Vergleich zu einem SATA II Kabel leistungsmäßig sein Geld Wert ist oder nicht, habe ich mir überlegt, diesen Sachverhalt mit meinen Mitteln entsprechend zu ergründen.
Wahrscheinlich muss ich dazu einen "Secure Erase" machen, deswegen gibt es diesen Vergleich erst einmal nicht. Ich werde die Platte erst mal schön erholen lassen und dann eventuell auch einen Secure Erase in Betracht ziehen um die geringen Unterschiede zwischen einem SATA II und IIIer Kabel nachzuweisen. (oder auch nicht :D)


AS SSD mit der Vertex 3 120 GB am SATA III Anschluss mit einem SATA II Kabel am SATA III Port des Gigabyte 870A-USB3.


AS SSD mit der Vertex 3 120 GB am SATA III Anschluss mit einem SATA III Kabel (0,3 m) am SATA III Port des Gigabyte 870A-USB3.

Und wie gewünscht noch einen Kompressions Bench dazu auf SATA III am 870A-USB3.



Starcraft 2 Ladezeiten

Einzelspieler-Kampagne - Ladezeit des Levels "Agria" (Dr. Ariel Hanson Mission) - Modus: Schwer



Yepp, mein Lieblingsspiel :D Glaube die Zahlen sprechen für sich. (Arithmetisches Mittel @ 6 Messungen, in Sek.)

Adobe Programmstart Ladezeiten

mit Dreamweaver, Illustator, InDesign, Flash und Photoshop jeweils @Version: CS5 (Arithmetisches Mittel @ 6 Messungen, per Batch-Datei, in Sek.)
Laden der Programme bis zum vollständigen Erscheinen (ohne Meldungen)



Fazit

Die Vertex 3 scheint eine sehr zukunftsorientierte SSD zu sein und ist ganz klar ihr Geld wert. Eine absolute Kaufempfehlung kann ich jedoch nicht aussprechen, da mir die Vergleichswerte zu ettlichen anderen SSDs fehlen. Wer nicht die optimale Leistung zum Jetzt-Zeitpunkt (Stand April 2011) aus seinem System herausholen will, sollte meiner Meinung nach doch auf eine Crucial C300 oder C400 bzw. eine Intel SSD oder andere Indilix Formate zurückgreifen. Zum einen ist es der Preisunterschied von saftigen 60 €, welchen man umsonst zahlt, wenn man ältere Boards mit Southbridges jenseits der SB850 einsetzt. Dann gilt ganz klar z.B. einer C300 der Vorrzug beim Kauf. Leider gibt es noch keine Vergleichbaren SSDs anderer Hersteller auf dem Markt um irgendwelche Schlüsse zu ziehen, ob sich ein eventuelles Warten auf Neuerscheinungen in der 120 GB Region noch lohnen würde. Wer etwas mehr Geld auf der hohen Kante hat, dem rate ich zum Kauf einer Vertex 3 in der 240 GB Version. Diese hat schon mal viel bessere "Roh"-Werte vom Hersteller und schneidet wie ich bereits lesen konnte in vielen Reviews auch deutlich besser als das 120 GB Modell ab.

Die SSD ist wirklich schnell im Booten und ich bin auch angenehm von der Systemperformance überrascht. Die 4K Werte lassen mich zum Teil allerdings schon ein bisschen stutzig werden, da im Vergleich die C300 dort viel bessere Werte aufweißt.

Ich werde meine Erfahrungen mit der Zeit hier etwas dokumentieren, um das Review noch aussagekräftiger zu machen. Die SSD ist gerade einmal seit einer Woche in Betrieb und etwa zur Hälfte gefüllt....

EDIT:
https://www.computerbase.de/forum/threads/ocz-vertex-3-120-gb.890183/#post-9931465

Danke

Wer ein Dankeschön dalassen möchte, dem gebe ich hiermit die Möglichkeit.

So etwas gibt es bei uns nicht.
 

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etking

Commander
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Danke für das Review. Entscheidender Fehler ist aber der Marvell-Controller auf beiden Boards, damit kannst Du die volle Leistung der SSD nicht nutzen. (Die Vertex3 kann ja nichts dafür, dass dein Sata Controller zu langsam ist.)

Und eine Indilix als Alternative zu empfehlen, kann nicht ernst gemeint sein.

Die C300/400 hat momentan sicher ein besseres Preis/Leistungsverhältnis aber die Preise werden deutlich sinken, sobald es mehr Sandforce2 Anbieter gibt, OCZ nutzt seine Monopolstellung momentan voll aus. Auf der reinen Leistungsseite ist die Vertex3 aber absolut konkurrenzlos, und die AS-SSD 4K Lesewerte, die einzige minimale Schwäche gegenüber sehr vielen Stärken, sagen in der Praxis nichts aus (siehe Link), zudem wird die Komprimierung nicht berücksichtigt.

Hier mal ein (C400) Review mit echtem, unlimitiertem Sata3 und ein Vergleich zur C300, C400 und Intel 510:

http://www.hardwareheaven.com/reviews/1143/pg5/crucial-m4-256gb-ssd-c400-review-max-read-write.html (weiter mit Play)

Vorraussetzung ist aber ein (SandyBridge) System mit unlimitiertem Sata3 Controller, nur dann kann die Vertex 3 ihre überragende Leistung voll ausspielen.
 
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uNrEL2K

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dein CDM schreibt Nullen. Wieso hast du dich dafür entschieden? Das macht sonst niemand und die Vergleichbarkeit bleibt somit auf der Strecke. Und fehlt da nicht ein "AS mit dem Gigabyte 870A-USB3 am SATA III Port." ?

Geld habe ich keins, aber meinen Dank kriegste ;)
Ergänzung ()

Der Kompressionsbench ist ja intressant: max ca 400MB/s Write bei 100-prozentiger Komprimierbarkeit. Hast du auch mal Atto laufen lassen. Hiervon währen die max. Werte interessant. Indilinx haben ein sehr aggressives GC, welches die Flashchips ziemlich schnell abnut, daher nicht empfehlenswert. Die Berichte zu Ausfällen dieser SSDs häufen sich.
 

Sylvestris

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danke für das Review. Der Vergleich zwischen SB 710 und SB 850 finde ich interessant, für die alte Southbridge scheint sich SATA 3 ja kaum zu lohnen, wie es scheint.
 

Holt

Fleet Admiral
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Gut bemerkt uNrEL2K, verdurch lassen siue die Ergebnisse natürlich nicht mehr mit denen anderer SSDs vergleichen. Sowieso, man muß sich schon sehr fragen, ob man eine SSD haben will, der man immer erst einmal Zeit geben muß damit sie ihre volle Leistung bietet.

Das der Marvell nicht der performanteste SATA3 Controller ist, war ja nun nich wirklich neu, aber Dein Test "CDM mit dem Gigabyte 770TA-UD3 am SATA III Marvell Controller" ist schon sehr komisch, trotz Nulllen als Testdaten bekommst Du eine sehr schlechte seq. Schreibrate, die sogar noch unter der 4k_32 Schreibrate liegt. Das kommt beim Benchen einer einzelnen SSD eigentlich nicht vor und ist meißt ein Zeichen, dass irgendwas beim Test nicht gestimmt hat.

Irgendwo im Netz hatte ich einen Test einer OWC mit dem SF 22xx gesehen den ich jetzt leider nicht mehr finde, aber die war dort etwas schneller als die Vertex3. Ob das jetzt an den NANDs, der FW oder der Testmethode lag, konnte man aber nicht erkennen, US Sites sind da leider oft sehr oberflächlich. Auf jeden Fall sollte man mal abwarten wie die Performance anderer SSDs mit dem neuen SF Controller aussehen wird.
 

DJ_CULO

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Erstmal ein sehr schöner Review

Sorry, dass ich deinen Thread missbrauche, aber hab das jetzt desöfteren gelesen.
Warum wird/sollte ne SDD idlen? Wie wirkt sich das auf den täglichen Gebrauch aus?

mfg
 

Holt

Fleet Admiral
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Erstmal ein sehr schöner Review

Sorry, dass ich deinen Thread missbrauche, aber hab das jetzt desöfteren gelesen.
Warum wird/sollte ne SDD idlen? Wie wirkt sich das auf den täglichen Gebrauch aus?

mfg
Normalerweise brauchen SSDs das nicht, aber die SandForce Controller haben einen Mechanismus der Verhindern soll das dei PE Zyklen der NANDs vor dem Ende der Garantie aufgebraucht sind und dazu die seq. Schreibrate drosselt wenn dies zu Geschehen droht. Hier mehr darüber, nennet sich Durawrite und erlaubt es den Herstellern auch minderwertige, billige NANDs zu verbauen. Im OCZ Forum wird den Usern bei Problemen auch immer wieder gerade den Rechner für Stunden oder Tage stromlos zu lassen und es dann erneut zu versuchen. Wer also auch bei intensiver Nutzung seiner SSD dauerhaft eine hohe Leistung haben möchte, der sollte sich besser keine SSD mit dem SF Controller kaufen, denn wenn Durawrite zuschlägt und die Performance bremst, dann ist es meißt zu spät die noch umzutauschen.

Anderen SSDs reichen die ganz normalen Pausen zwischen den Zugriffen für ihr Idle GC aus.
 
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Kerrigan

Cadet 4th Year
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Danke für das Review. Entscheidender Fehler ist aber der Marvell-Controller auf beiden Boards, damit kannst Du die volle Leistung der SSD nicht nutzen. (Die Vertex3 kann ja nichts dafür, dass dein Sata Controller zu langsam ist.)
Und welches AM3(+3) Board hat deiner Meinung nach einen unlimitierten SataIII Port?

Vorraussetzung ist aber ein (SandyBridge) System mit unlimitiertem Sata3 Controller, nur dann kann die Vertex 3 ihre überragende Leistung voll ausspielen.
Bin nunmal bei AMD. Man liest bei SSD Benches übrigens NUR Berichte mit Intel Systemen. Und das wollte ich nun auch mal etwas anders gestalten.

danke für das Review. Der Vergleich zwischen SB 710 und SB 850 finde ich interessant, für die alte Southbridge scheint sich SATA 3 ja kaum zu lohnen, wie es scheint.
Darauf kam es mir hauptsächlich an dies zu zeigen ;)

Das der Marvell nicht der performanteste SATA3 Controller ist, war ja nun nich wirklich neu, aber Dein Test "CDM mit dem Gigabyte 770TA-UD3 am SATA III Marvell Controller" ist schon sehr komisch, trotz Nulllen als Testdaten bekommst Du eine sehr schlechte seq. Schreibrate, die sogar noch unter der 4k_32 Schreibrate liegt. Das kommt beim Benchen einer einzelnen SSD eigentlich nicht vor und ist meißt ein Zeichen, dass irgendwas beim Test nicht gestimmt hat.
Kann sein, dass ich davor schon zu viel gebencht habe. Mich haben die Werte auch nicht gerade vom Hocker gerissen.

Man muss aber dazu sagen, dass ettliche Tests immer mit frischen SSDs gemacht werden. Bei mir wurden schon 50% belegt und ne Woche lang (zwar nicht viel, aber) genutzt.

Schlagt mir ruhig konkrete Verbesserungen vor, die ich noch dazu nehmen könnte. Eure Wünsche/Anregungen etc.
 

etking

Commander
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Das man bei intensiver Nutzung wegen Durawrite keine Sandforce kaufen sollte ist kompletter Unsinn.

Durawrite drosselt nur, wenn man so extrem viel schreibt, das die SSD innerhalb der Garantiezeit statistisch totgeschrieben wäre, das wären dann Kapazität x 1000 bis 5000 (je nach NAND-Typ). Und die Drosselung ist auch nur temporär.

Andere SSDs würden bei der gleichen Belastung innerhalb der Garantiezeit sterben.

Verbesserungsvorschlag:
Mach mal einen Secure Erase, dann sehen wir, wie sehr die Leistung nach erstmaligem Vollschreiben einbricht.
 
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uNrEL2K

Gast
Verbesserungsvorschläge:
-Kritik ernst nehmen. Du bist auf einige Meinungen und Hinweise bisher überhaupt nicht eingegangen.
-Die Tabelle mit den technischen Daten selbst anfertigen anstatt von Anandtech zu kopieren, Die Dollarpreise alleine dürften wohl auch nur die wenigsten interessieren, besser wäre wohl eine Umrechnung in Euro bzw. die Euro-Preise des Herstellers, sollte es diese geben
-Bei der Testsystem-Übersicht: Wieso wird ein Testsystem2 augeführt, welches im weiteren Test aber keine Erwähnung mehr findet?
-Auch könnte man die geschwindigkeitsabhängigen BIOS-Einstellungen in die Übersicht miteinbringen wie zB. C-States & EIST
-Boottime & andere Balkendiagramme: Hinter den einzelnen Balken könnte man den gemessenen Werte angeben, den genauen Wert anhand der Skala abzulesen ist etwas schwierig
-CDM mit Standardsettings -> Datei - Test Daten - Standart (Zufallsdaten)
-"AS SSD Bench mit dem Gigabyte 870A-USB3 am SATA III Port." fehlt
-Kompressionsbench am SATA2 bzw Marvell wäre noch möglich
-Fazit: Indilinx ist imo keine Empfehlung mehr; die Empfehlungen die gemacht werden sind schwer nachvollziehbar, da fast alle von dir erwähnten SSD nicht Bestandteil dieses Tests sind und auch sonstige Begründungen fehlen. Die stellst die V3 als Maximum, was du nicht bewiesen hast.
-Dein Test könnte im diese Informationen erweitert werden. Klick. Die von die erwähnten 0,5 Write Amplification kommt vom Hersteller und ist eher eine Werbeaussage, besser wäre die Praxisnähren 0,6 WA aus dem verlinkten Post.

Schönheitsfehler:

-"AS SSD mit der Vertex 3 120 GB am SATA III Anschluss des Gigabyte 770TA-UD3."
umbennnen in "AS SSD Bench mit dem Gigabyte 770TA-UD3 am SATA III Marvell Controller."

Die SSD musst erst Suchen, Müll aussortieren und dann Schreiben.
Die Vertex 3 scheint eine sehr zukunftsorientierte SSD zu sein und ist ganz klar ihr Geld wert. Eine absolute Kaufempfehlung kann ich jedoch nicht aussprechen, da mir die Vergleichswerte zu ettlichen anderen SSDs fehlen.

Die Bilder, Struktur, Schreibweise und Diagramme gefallen mir hingegen ziemlich gut. Nochmal danke für deine Bemühungen und diesen Test. Das ist sehr löblich.
 
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Holt

Fleet Admiral
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Und welches AM3(+3) Board hat deiner Meinung nach einen unlimitierten SataIII Port?
Jedes AM3(r2) Board mit der SourhBridge 850,die gleich 6 native SATA3 Ports bietet und über alle zusammen so 1.1GB/s Durchsatz schafft, was selbst zwei schnelle SATA3 SSD im RAID0 nicht ausbremst.
Bin nunmal bei AMD. Man liest bei SSD Benches übrigens NUR Berichte mit Intel Systemen. Und das wollte ich nun auch mal etwas anders gestalten.
Vor der SB850 waren die AMD SATA Ports langsamer als die von Intel, das ist jetzt nicht mehr der Fall.
Kann sein, dass ich davor schon zu viel gebencht habe. Mich haben die Werte auch nicht gerade vom Hocker gerissen.
Naja, die Werbeangaben von ATTO werden eben mit realen Daten nicht erreicht und gerade bei SATA3 SSDs kommt es eben auch auf den Controller an. Der Marvell bietet für beides Ports nur eine PCIe Lane und damit weniger Bandbreite als ein SATA3 Port. Ein RAID0 aus zwei schnellen SATA3 SSD damit zu bauen wäre deshalb auch totaler Unsinn.
Man muss aber dazu sagen, dass ettliche Tests immer mit frischen SSDs gemacht werden. Bei mir wurden schon 50% belegt und ne Woche lang (zwar nicht viel, aber) genutzt.
Das ist je gerade die Kritik an SF SSDs, die von Fanboys und Mitarbeitern von SSDs mit SF hier immer übergangen oder als nicht praxisrelevant dargestellt wird. Die Leistung der SSDs ist nicht konstant und vorhersagbar. Bei intensover Nutzung werden sie auch noch künstlich gebremst. Was intensive Nutzung ist hängt dann auch noch davon ab, welche NANDs nun gerade verbaut wurden.

Das man bei intensiver Nutzung wegen Durawrite keine Sandforce kaufen sollte ist kompletter Unsinn.

Durawrite drosselt nur, wenn man so extrem viel schreibt, das die SSD innerhalb der Garantiezeit statistisch totgeschrieben wäre, das wären dann Kapazität x 1000 bis 5000 (je nach NAND-Typ). Und die Drosselung ist auch nur temporär.
Zusammengefasst, bei intensiver Nutzung hat man keine Probleme, solange man nicht extrem viel schreibt. SF SSDs sind also geeignet für User mit intensiver Read Only Nutzung, nicht für Leute deren intensive Nutzung auch schreiben umfasst.

Na toll, diese Woche muß ich also meinen Rechner auslassen, weil meine SSD Schonung braucht. Wäre das bei Autos so, dass ein Hersteller die Geschwindigkeit drosselt, wenn die momentane Laufleistung ein Erreichen der garantierrten Laufleistung vor Ende der Garantiezeit erwarten läßt, nur Sonntagsfahrer würden so ein Auto kaufen. Sowas ist einfach Unsinn und wird nur gemacht, damit man dem Kunden gegenüber die Qualität der verbauten NANDs möglicht gut verschleiern kann. Passt auch nicht mit der Angaben einer Sustained Write Performance zusammen.
Andere SSDs würden bei der gleichen Belastung innerhalb der Garantiezeit sterben.
Dann soll sie doch sterben, wer seine SSD intensiv nutzt, der weiß eben auch das die geschriebene Datenmenge die Lebensdauer begrenzt, egal wie lang die Garanrtie darauf ist. Wer also in zwei Jahren so viele Daten schreibt, dass die TBW aufgebraucht werden, der würde bei einer SF die ganze Zeit nur im Kriechgang schreiben können. Ob er sich dafür eine SSD gekauft hat, die mit der höchsten Leistung beworben wird?
Verbesserungsvorschlag:
Mach mal einen Secure Erase, dann sehen wir, wie sehr die Leistung nach erstmaligem Vollschreiben einbricht.
Damit füht Du die Leute aufs Glatteis, denn wer die mit normalen Daten der Nennkapazität nach dem SE einmalig beschreibt, der hat wegen der Datenkompression vermutlich noch nicht alle NANDs einmal beschrieben haben und misst dann noch die volle Schreibrate. Nutzt er sie dann noch etwas länger, so hat er aber doch den Einbruch um ca. 30% (bzw. bei der Vertex3 offenbar noch mehr, siehe Anandtechs Test).
Außerdem ist eine SSD bei den meißten Usern als Systemlaufwerk im Einsatz, da man man gewöhnlich nicht so gerne ein Secure Erase um danach das System neu Aufsetzen oder von einem Backup zurückspielen zu müssen, nur um mal wieder die volle Performance zu bekommen. Sowas machen vielleicht Kiddys denen jeder Punkt im Benchmark gefühlt einen cm mehr bringt. Normale User suchen hier aber eine SSD die ihnen für ihr Geld eine optimale Leistung über die gesamte Lebensdauer bringt. Auch wenn der Rechner mal intensiver genutzt wird, sollte er nicht nur nach der Rückkehr aus dem Urlaub schnell sein, sondern gerade wenn man ihn intensiv nutzt braucht man ja i.d.R. die volle Performance.
Ergänzung ()

Danke für das Review. Entscheidender Fehler ist aber der Marvell-Controller auf beiden Boards, damit kannst Du die volle Leistung der SSD nicht nutzen.
etking, schau dir die Werte bei "CDM mit dem Gigabyte 870A-USB3 am SATA III Port." mal an, die 508MB/s lesen schafft der Marvell SATA3 Hostcontroller alleine wegen der Anbindung über nur eine PCIe Lane schon nicht. Bei dem Testdatenmuster (nur Nullen) passt das auch und kann daher an der SB 850 gebencht worden sein.
Vorraussetzung ist aber ein (SandyBridge) System mit unlimitiertem Sata3 Controller, nur dann kann die Vertex 3 ihre überragende Leistung voll ausspielen.
Man kann auch ein AMD System mit der SB850 onbaord nehmen, die leistet keinesfalls weniger (in frühen OCZ Vertex3 Benchmarks hatte das AMD System sogar ein paar Punkt mehr als die versandete Brücke), im Gesamtdurchsatz sogar deutlich mehr.
 

Kerrigan

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Ergänzung vom 25.04.2011 22:07 Uhr:
Zitat:
Zitat von etking
Danke für das Review. Entscheidender Fehler ist aber der Marvell-Controller auf beiden Boards, damit kannst Du die volle Leistung der SSD nicht nutzen.

etking, schau dir die Werte bei "CDM mit dem Gigabyte 870A-USB3 am SATA III Port." mal an, die 508MB/s lesen schafft der Marvell SATA3 Hostcontroller alleine wegen der Anbindung über nur eine PCIe Lane schon nicht. Bei dem Testdatenmuster (nur Nullen) passt das auch und kann daher an der SB 850 gebencht worden sein.
Er schafft sie doch... verstehe ich da gerade irgendetwas falsch ?
der Fall" CDM mit dem Gigabyte 870A-USB3 am SATA III Port" ist ja meine normale Konfiguration, welche ich nutze. Da sehen die Werte doch ganz gut aus.(Was Roh-Herstellerwerte betrifft)

Was daran nun falsch/ verkehrt ?
 

Holt

Fleet Admiral
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Blublah, wie man an Deinem Thread sieht, tauscht man gegenübner eine C300 in erster Linie 4k Random Read gegen bessere seq. Leseraten, die Schreibraten sind im Neuzustand besser 20MB/s, danach 30MB/s schlechter. Der Aufpreis lohnt sich also wohl in erster Linie für User die viele seq. Reads haben, gut komprimierbaren Daten darauf ablegen und darauf vertrauen, das OCZ sie Vertex3 auch weiterhin mit brauchbaren NANDs bestückt.
 

Kerrigan

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hab heute Secure Erase mit Parted Magic gemacht. Irgendwie stand da, dass es 2 min dauert aber die Meldung "ist fertig" kam sofort nachdem ich gestartet habe. Deswegen bin ich mir unsicher ob da jetzt überhaupt irgendwas formatiert wurde. Meine Windows Installation war zumindest danach weg und das Teil war leer.

Naja danach Windows neu aufgespielt (komischerweise 5 mal als 32 bit Version -_- ich weiß immernoch nicht warum das 4 mal 32 bit installiert wurde obwohl meine DVD 100%ig 64bit ist und beim 5ten Versuch dann als 64 bit mit ner anderen DVD hats sofort geklappt .... naja). Ich war fast wirklich am Ausrasten!

Naja .... durch das ganze geschreibe hab ich die Werte wahrscheinlich schon wieder in den Keller getrieben.

Seht selbst:
Tests nach Secure Erase (hab keine Bestätigung bekommen ob er geklappt hat oder nicht ......) mit Sata II Kabel



das ganze nach Secure Erase mit Sata III Kabel




Also ich werd aus den Zahlen nicht schlau, was Sata II und III Kabel anbelangt..............
Vorallem weil Sata II zum Teil sogar schneller als III ist ^^ und der IIIer Test wurde vor dem IIer gemacht ....

wie gesagt: für mich ergibt das keinen Sinn!

BTW: ich hab ständig beim hochfahren beim checken von diesen AHCI drives einen Fehler. Der listet immer alle AHCI Drives auf und danach kommt OFT, nicht immer. Das ist eher zufällig:
" Loading Operating System ...
DISK BOOT FAILURE, INSERT SYSTEM DISK AND PRESS ENTER"
das ganze in hübschem schwarz-weiß DOS Sytle


Wie gesagt bin mit meinen Nerven grad am Ende und würde meinen PC am liebsten aus dem Fenster werfen.
 
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tanni

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Auf der reinen Leistungsseite ist die Vertex3 aber absolut konkurrenzlos, und die AS-SSD 4K Lesewerte, die einzige minimale Schwäche gegenüber sehr vielen Stärken, sagen in der Praxis nichts aus (siehe Link), zudem wird die Komprimierung nicht berücksichtigt.

Hier mal ein (C400) Review mit echtem, unlimitiertem Sata3 und ein Vergleich zur C300, C400 und Intel 510:

http://www.hardwareheaven.com/reviews/1143/pg5/crucial-m4-256gb-ssd-c400-review-max-read-write.html (weiter mit Play)

Vorraussetzung ist aber ein (SandyBridge) System mit unlimitiertem Sata3 Controller, nur dann kann die Vertex 3 ihre überragende Leistung voll ausspielen.
Du widersprichst dir irgendwie selbst.

Der Testbericht, den du als Beweis für die vermeintliche Konkurrenzlosigkeit der Vertex3 anführst, beweist gerade, dass das Gegenteil der Fall ist und alle drei großen Laufwerke kaum Unterschiede aufweisen.
Man sieht, dass die hohen QD Werte, auf die OCZ und Crucial ihre Laufwerke getuned haben in der Praxis für einen Desktopuser total irrelevant sind. Intel hat statt in Benchmarkmarketing offensichtlich ihre Forschungszeit richtig investiert und schlägt daher alle Konkurrenten bei den Kopiertests um ein paar Prozent.

Dazu kommt noch, dass Intel und OCZ hinsichtlich Zuverlässigkeit das Mercedes und Renault der SSD-Branche sind.

Es gibt genau einen einzigen Grund aus objektiver Sicht zur Vertex3 zu greifen, und das ist, wenn viel mit komprimierbaren Daten gearbeitet wird, denn da ist sie wirklich konkurrenzlos.
Das wird aber wohl nur auf einen Bruchteil der user zutreffen.
 
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Kerrigan

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ey nix gegen Renaults :D man darf nur nicht erste Charge einer neuen Produktreihe kaufen sondern erst die 2te Auflage das ist das ganze Geheimnis.

Also sowohl mein Twingo 10 JAHRE alt war NIE in der Werkstatt wegen einem größeren Schaden. Der große Scenic hingegen öfter wegen den Lichtern ... ist halt so ^^ wozu gibts garantie
 
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uNrEL2K

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@Kerrigan

Die Leistung ist auf dem Niveau einer frischen Vertex 3 120GB. Siehe Anandtech Test.

Afaik sind SATA II & SATA III-Kabel baugleich. Die Unterschiede könnten übliche Schwankungen sein. Nicht jeder Run liefert immer die gleichen Ergebnisse.

Die Bootprobleme hören sich ja komisch an. Wenns nicht ausmacht würde ich ein Secure Erase machen und Windows neu aufspielen. Vielleicht ist bei den vorangegangenen 4-5 Versuchen was schief gelaufen. Während der Installation keinen anderen Datenträger am MB anschließen, das spart evtl. nerven.

War das deine Vorgehensweise beim Secure Erase? Die ist denke ich zu empfehlen, da direkt von OCZ.
 
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