Offiziell: Enterprise eingestellt

Investoren aus der kommerziellen Raumfahrtindustrie spenden 3 Millionen Dollar an TrekUnited (www.trekunited.com).
Das Geld soll helfen, eine fünfte Season von Star Trek: Enterprise zu ermöglichen.
TrekUnited.com hat heute verkündet, dass drei anonyme Spender der Kampagne 3 Millionen Dollar versprochen haben, um der kürzlich abgesetzten Serie Star Trek: Einterprise eine fünfte Season zu ermöglichen.
Paramount Network Television und United Paramount Network (UPN) verkündeten gemeinsam am 3. Februar, dass die gegenwärtig laufende Season von Enterprise die letzte auf UPN sein wird. Einige Fans legten ihre Fähigkeiten, Zeit und ihr Geld zusammen und gründeten TrekUnited.com, um zu versuchen, gegen die Entscheidung anzukämpfen. Sie wollten Spenden sammeln, um eine fünfte Season des laufenden Weltraumabenteuers zu bezahlen.

Die Wohltäter fügten auch ein Statement hinzu, das erklärt, warum sie glauben, dass diese Kampagne eine derart beträchtliche Spende verdient hat:
„Wir glauben, Star Trek und insbesondere sein letzter Ableger ‚Enterprise’ ist die Art Fernsehen, die öfter ausgestrahlt werden sollte. Die Verantwortlichen bei Paramount denken, es sei nur eine Serie; wir wollen ihnen sagen, dass sie das nicht ist.
Wir kommen aus der kommerziellen Raumfahrtindustrie und möchten festhalten, dass mindestens die Hälfte aller Unternehmer in dieser Industrie von Star Trek inspiriert worden sind. Aber wir sind nicht nur gut darin, eine Science-Fiction-Serie zu schauen, sondern auch darin, Schecks zu schreiben, große Schecks.
Die Leute, die so eine Art Fernsehen ausstrahlen, haben eine Verantwortung: sie inspirieren. Star Trek hat uns inspiriert, und insbesondere Enterprise mit seinem ausgezeichneten Titelsong, der so viel über unsere Bemühungen erzählt, in der Raumfahrt voranzukommen und die Raumfahrt der Öffentlichkeit näher zu bringen. Diese Inspiration ist so nahe liegend, dass Virgin Galactic bei Scaled Composited eine Flotte von fünf suborbitalen Schiffen bestellt hat und das erste dieser Schiffe „VSS Enterprise“ taufen wird. Ist das nicht ein Zeichen für die Leute von Paramount?
Die Serie so unverblümt nur wegen der Quoten abzusetzen, verrät sehr viel über die Denkweise bei Paramount. Wenn wir auf dieselbe Art denken würden, hätte Paul Allen niemals das SpaceShipOne-Programm unterstützt, Sir Richard Branson hätte nie Virgin Galactic untersützt, und Space Adventures hätten nie zwei Weltraumtouristen auf die Internationale Raumstation gebracht. Stattdessen wären wir alle zu Hause geblieben und hätten Survivor [amerikanische Ausgabe des „Inselduells“] oder eine andere Reality-TV-Show gesehen.

Enterprise muss eine weitere Season bekommen, wegen der Loyalität der Fans, weil die Serie Qualität im Fernsehen liefert, weil sie Kreativität und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in unsere vier Wände bringt, vor allem aber, weil sie uns so sehr inspiriert hat, dass wir unser ganzes erwachsenes Leben dafür gekämpft haben, uns und unseren Kindern diese Zukunft näher zu bringen."
Tim Brazeal, der Vorsitzende von TrekUnited, erklärte, Spenden dieser Art brächten die Kampagne ihrem Ziel viel näher.
„Wir sind überwältigt von der Großzügigkeit dieser Star Trek-Fans“, sagte Brazeal. „Wir glauben, dass Enteprise eine Zukunft verdient hat. Mit solchen Spenden wie von diesen großzügigen Individuen und denen der Millionen anderen Star Trek-Fans weltweit werden wir erfolgreich sein.“
Nach den Bedingungen der TrekUnited-Charta wird die Kampagne das Geld allem dem zur Verfügung stellen, das eine fünfte Season von Star Trek: Enterprise garantieren kann.

Mmmh, kann ENT doch noch gerettet werden?
Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht.
 
Sehr schade, denn Enterprise war technisch und auch von Beginn an inhaltlich sehr gut. Somit eigentlich sogar besser als die Vorgänger DS9 und Voyager, die erst mit späteren Staffeln zulegten. OK, Voyager war auch dann inhaltlich nicht wirklich verbessert *gähn*.

Und wann hätte man schon mal die Chance auf ein subventioniertes Projekt?

Zumal die Vermarktung von Enterprise selbst suboptimal war, was letztlich sich Paramount auch selbst zuzuschreiben hat. So war die Sendezeit in den USA Mittwochs zunächst unglücklich gewählt, und es lief wohl nicht flächendeckend - lies: nur auf einigen eher lokalen Pay-TV-Sendern.
 
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