PC Totalausfall

Wenn man PC einschaltet und es laufen nur die Lüfter hat das Board meinst ein Problem mit der CPU. Entweder CPU oder Board defekt.

Wenn PC so ein Minilautsprecher hat alles außer CPU ausbauen/abstecken und einschalten.
Dann müsste das Teil piepen. Piep Meldung für fehlender RAM/GPU
Passiert das nicht Fehler bei der CPU Erkennung -> Netzteil, CPU oder Board defekt
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier werden ja schon viele Vermutungen aufgestellt.
Aber was bisher keiner gefragt hat: Ist das System so tot, dass nicht mal vorhandene Status-LEDs was anzeigen?
Ist ein PC-Speaker verbaut und was piepst der?
Wenn kein PC-Speaker verbaut ist und keine Status-LED vorhanden sind, dann bitte PC-Speaker einbauen.

So bekommen wir zumindest mal einen Hinweis, in welche Richtung es zu denken lohnt.
 
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Das Problem kann vielerlei Ursachen haben, Netzteil, RAM, CPU oder Mainboard Fehler oder defekt.
Mal das BIOS resettet ( Hard reset ) Stecker aus der Dose, Mainboard Batterie raus und die beiden Kontakte im Batteriefach ca 30 Sekunden überbrücken.
Batterie wieder rein, versuchen zu starten.
Hilft das nicht, würde ich zunächst das NETZTEIL testen, entweder mit einer Büroklammer um den Start zu simulieren und Multimeter die Schienen messen oder eben ein NT Messgerät.
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Ist das NT OK, dann würde ich beide RAMs einzeln Testen in Slot 2 von der CPU aus gesehen.
Ist auch das erfolglos, dann bleiben Mainboard und CPU

Leider ist das Bazooka aufgrund einer eher mäßigen VRM mit nur 6 Phasen Recht anfällig.
Das Board hat Diagnostic LEDs unten, leuchtet da was!? Wenn ja was ? Laufen Lüfter an?

Wenn das NT als funktionierende getestet wurde, speziell die 12V Schiene, RAMs und BIOS getestet sind, dann kannst stark von einem Board defekt ausgehen.

Natürlich kann auch die CPU zerschossen sein, z.B. mangels Kühlung oder falscher Spannungen.
Aber das ist eher selten der Fall.

Daher systematisch Vorgehen.
NT Testen, BIOS Resetten, RAMs einzeln testen, ist das alles nicht die Ursache, dann gehe ich von defekten MB aus, wobei auch eine neue Grafikkarte durchaus einen Fehler haben kann., was Du aber aufgrund Fehlender iGPU nur mit einer anderen Grafik-Karte testen kannst.
 
bios update ?
 
Theoretisch ja, aber praktisch sehe ich da kein Problem, lief ja zuerst, warum sollte ein veraltetes BIOS plötzlich einen Totalausfall verursachen!?
Dann wäre es direkt nicht gegangen.
Ich würde da eher sogar die neue Grafikkarte in Verdacht haben, alte BIOS Version sehr ich eher nicht als Problem.
Ergänzung ()

Wenn ich Böse wäre, würde ich sagen BQ Netz-Teile, aber das ist wahrscheinlich noch ein Älteres, die waren noch gut, wenn das ein neueres wie PP13M wäre, würde ich zuerst auf das NT tippen, 12V Schiene Tot. Gern genommenes Problem bei den neuen 13M
 
Custom-Config schrieb:
... wenn das ein neueres wie PP13M wäre, würde ich zuerst auf das NT tippen, 12V Schiene Tot. Gern genommenes Problem bei den neuen 13M

Ah; aber dann würden die CPU-Lüfter (hängt IIRC an +12V) nicht anspringen, oder...?
 
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Leider sowas von Korrekt, die Lüfter werden über die 12V Boardspannung versorgt, daher glaube ich das auch nicht, sofern die Laufen.
3,3V versorgt CPU und RAM, auch die Schiene 5V wäre kein solches Problem.
Defekt von 12V oder 3,3V haben einen Komplettausfall zur Folge.
Ich tippe daher eher auf eine Defekte VRM des Boards
 
lmb64 schrieb:
Dann die Graka ausgebaut, die Pufferbatterie rausgenommen und über 1 Std. vom Netz getrennt. Pufferbatterie durch eine Neue ersetzt, kein Postscreen, nichts.

War bestimmt eine KI Empfehlung?
Das Batterie raus stammt noch auch Zeiten als es keine CLR-CMOS Taster oder Steckbrücke gab.
Des weiteren Startet das Board auch ohne Batterie es werden halt nur die BIOS Einstellungen nicht gespeichert sobald der PC vom Netz getrennt wird.
Die BIOS einstellungen werden sogar durch die Standby Spannung vom ATX-Netzteil gehalten.
 
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Manche Boards starten nicht ohne BIOS-Batterie, oder wenn die Batterie leer beziehungsweise sehr schwach ist, dies habe ich schon einige mal gesehen.
Ich weiß nicht warum dies manche Hersteller bei manchen Boards so machen, ich finde das milde gesagt zweifelhaft.
 
Leere Bios Batterie ist bei keinem Board das ich kenne ein Problem, das hindert nicht am Start, lediglich die Speicherdaten wie Uhrzeit etc gingen verloren, wenn man das NT vom Netz trennen würde.
Fehlerhafte BIOS Zeit würde dann das Windows zum Meckern bringen, aber keinen Boot verhindern oder gar einen Totalausfall wie hier beim TE.

Die Batterie stellt lediglich ein paar Millivolt für das BIOS ROM zur Verfügung, um Speicherdaten aufrecht zu erhalten, sonst hat die null Bewandnis.
Ist ein NT dran und auch wenn es nur im Standby ist, erhält das NT die Speiecherdaten,dann könntest die BIOS Batterie entfernen ohne eine Auswirkung
 
wern001 schrieb:
Das Batterie raus stammt noch auch Zeiten als es keine CLR-CMOS Taster oder Steckbrücke gab.
gerade die jumper zum überbrücken gibts doch aber gefühlt schon ewig...sind die nicht auch teil des atx standarts? und selbst davor gabs die teils...auf meinem ersten alten dx2-66 gabs das schon und das ist 30 jahre her und damals nicht der teuerste highend rechner gewesen...

ja es gibt boards da steht das im handbuch drin mit batterie rausnehmen...es gibt boards da steht drin das man das netzteil vom netz trennen soll und es gibt welche da soll das am netz bleiben zum löschen...
was mich eher wundert ist das sich nach all den jahren das RTFM nicht durchgesetzt hat und scheinbar doch jeder macht wie er denkt...
 
CLRCMOS Jumper gibts seit es Boards gibt, das hatten schon Sockel wie A, 775 und noch deutlich früher, wobei die nicht zwingend gut funktionieren. selbst alte 386 und 486er IBM Boards hatten nen ClrMOS
Generell sollte man das NT vom Netz trennen, Batterie rausnehmen und die Kontakte im Batteriefach ca 30 Sekunden Überbrücken um die Restströme zu entziehen, der CMOS ROM braucht nur minimale Spannung um die Speicherung aufrecht zu erhalten.
Moderne Boards haben auch Taster fürs BIOS Clearing, die Unterbrechen manuell die Stromzufuhr fürs ROM.

Die Funktionsweise ist immer gleich, aber die Boardhersteller haben teils abstruse Lösungen.
Bei einigen Gigabyte und MSI Boards ist die Batterie gar unter dem Chipsatzkühler versteckt, da kommst gar nicht ran ohne Schraubendreher, da krieg ich nen Fön.
Bei solchen Boards klemme ich ein externes Batteriefach ans Boardeigene Fach und verlege die Batterie in ein externes Batteriefach
https://www.reichelt.de/de/de/shop/...MI_fS4oc3bkwMV8qn9BR0wxS4-EAQYBSABEgI5w_D_BwE

Damit kannste das BIOS perfekt resetten wenn nötig
 
Zuletzt bearbeitet:
Custom-Config schrieb:
Generell sollte man das NT vom Netz trennen, Batterie rausnehmen und die Kontakte im Batteriefach ca 30 Sekunden Überbrücken um die Restströme zu entziehen,
Warum schaut man da nicht ins Handbuch
https://de.msi.com/Motherboard/B450M-BAZOOKA-V2/support#manual
und macht den BIOS Reset, wie dort beschrieben:

MSI B450M Bazooka V 2_BIOS-Reset.jpg
.

Custom-Config schrieb:
der CMOS ROM braucht nur minimale Spannung um die Speicherung aufrecht zu erhalten.
Nein, man braucht so etwas über 3V.
Schon bei 2,7V gibt es meist einen Datenverlust.

Die Ruheströme liegen im µA-Bereich für einen CMOS-Schaltktreis zur Datenerhaltung.
 
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Richtig, habe ich falsch beschrieben, ich meinte auch nicht die Spannung, meinte den Verbrauch, der liegt im Bereich Microwatt ca 20-100µW oder 0,02 -0,1 Milliwatt. Stromstärke liegt bei deutlich unterhalb 10µA, deswegen sollte eine gesunde Batterie ca schon 4-5 Jahre halten.
Das schlimmste was passiert wenn sie nicht mehr genug Energie liefert ist der verlust der BIOS Einstellung, merkst spätesten am Desktop, wenn plötzlich die Uhrzeit spinnt.

Theoretisch kann man auch CR2032 Akkus nehmen, bei den meisten Boards liegt die BIOS Batterie auf direkter Verbindung zur Netzteilversorgung, wird also bei laufendem System geladen

Aber die Batterie tut hier auch nix zur Sache, Frage ist NT ( 3,3V )defekt, MB defekt, RAM Defekt oder GPU Defekt
 
Zuletzt bearbeitet:
Custom-Config schrieb:
Generell sollte man das NT vom Netz trennen, Batterie rausnehmen und die Kontakte im Batteriefach ca 30 Sekunden Überbrücken um die Restströme zu entziehen, der CMOS ROM braucht nur minimale Spannung um die Speicherung aufrecht zu erhalten.

So ein Quatsch!
Das einzige mal als ich die Batterie entfernen muste war bei einem Board da wo es kein CLR-CMOS gab. Da gab es nur zwei Lötpunkte zum überbrücken :-(

Die Leute glauben auch das man Festplatten 7x überschreiben muss obwohl 1x reicht.
 
Custom-Config schrieb:
deswegen sollte eine gesunde Batterie ca schon 4-5 Jahre halten.
In den 1990er/ 2000er Jahren hab ich die CR 2032 so nach 5 ... 7 Jahren gewechselt.
In letzter Zeit wird die Lebensdauer immer kürzer.
Das liegt bestimmt an den Sonneflecken.

Custom-Config schrieb:
Theoretisch kann man auch CR2032 Akkus nehmen,
Das gab es früher.
Da die Akkus aber auch nicht viel länger hielten, als Primärbatterien, ist man wieder davon abgekommen.

Custom-Config schrieb:
bei den meisten Boards liegt die BIOS Batterie auf direkter Verbindung zur Netzteilversorgung, wird also bei laufendem System geladen
Ich glaube nicht, daß Primärbatterien geladen werden.

Custom-Config schrieb:
Aber die Batterie tut hier auch nix zur Sache, Frage ist NT ( 3,3V )defekt, MB defekt, RAM Defekt oder GPU Defekt
Riecht nach Netzteil.
Davon wissen wir weder die genaue Bezeichnung noch die Meßwerte (Multimeter).

Hier mal die Belegung am 24poligen Stecker (mit Anlauftest), falls benötig:

ATX-Belegung_Test.jpg
.
 
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Beim geladen werden meinte ich auch die Akkus, nicht die normalen Batterien, deswegen hatte ich das im Zusammenhang mit dem Akku geschrieben .

Tastsächlich halten die CR2032 gefühlt immer kürzer, auch viele andere Batterien
 
Zum mEssen mit Multimeter und Starten per Brückung noch ein Tip, vorher checken ob das Netzteil SemiPassiv ist. Wenn der Lüfter nach dem Anschalten stehen bleibt, kann das beim SemiPassiv Netzteil erst mal nichts über die Funktion Aussagen, nach dem Start einfach Mal die Schienen 3,3 V 5Vvund 12V messen.
 
wuselsurfer schrieb:
In letzter Zeit wird die Lebensdauer immer kürzer.
Weil die Dinger halt immer mehr erst über 13 Zwischenhändler laufen und jeweils ein paar Monate rumliegen.
 
Nur 13!? Erscheint mir wenig :p
Und weil 13 Stellen dran verdienen wollen muss man ja auch die Qualität bei der Herstellung und damit die Produktionskosten senken, damit der Preis beim Endkunden noch vertraglich bleibt aber trotzdem alle verdienen. Und weil die weniger lange halten.l, werden auch entsprechend mehr verkauft.
Geiles Geschäftsmodell, wie so viele Geschäftsmodelle heutzutage.
Geld geht schneller raus als es reinkommt, aber Reserven in Umlauf bringen war ja schon lange der Wunsch der globalen Wirtschaft, Deutschland hat viele Reserven in der Bevölkerung, erst wenn die abgesaugt sind, lässt das Interesse nach.
Macht Laune über die weltwirtschaftlichen Entwicklungen nachzudenken, aber so ist es wohl.
 
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