PC will nur noch widerwillig starten

Aiden82

Cadet 1st Year
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Aug. 2020
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Hallo zusammen,

hab mich eben erst registriert und wende mich mit einem PC-Problem an euch, welches mich langsam zur Verzweiflung treibt. Ich versuche das Ganze so detailliert und chronologisch zu schildern, damit ihr euch ein Bild vom Fehler machen könnt. Vorarb aber schon einmal meine gesamten PC Daten.

Netzteil: Thermaltake London 550W Gold Plus
CPU: Intel Xeon E3-1231 v3
RAM: 32GB (4x8) G.Skill RipJaws DDR3 2400
Grafik: MSI GeForce GTX 970 4GB
Mainboard: AsRock Z97 Extreme6
2 SSDs, eine 128GB; partitioniert mit Windows 8.1, eine 256GB mit diversen Programmen und Spielen
1 HDD einfach als Massenspeicher

Zum chronologischen Ablauf.

Vergangenen Sonntag kam ich zurück ins Arbeitszimmer, der PC war, wie ich dachte, im Ruhezustand. Der PC läuft eigentlich den gesamten Tag, bin ich mal ne Weile nicht im Zimmer versetzt er sich in den Ruhezustand. Per Tastendruck auf die Tastatur wollte ich den PC wecken, allerdings passierte nichts, die LEDs an der Maus gingen nicht an, Monitor blieb schwarz, obwohl die Hardware hörbar reagierte. Nach 2-3 Minuten machte ich den PC also auf die mir bekannte Methode aus; ich drückte den Powerbutton lange. Danach wollte er dann aber nicht mehr starten. Er lief zwar für rund eine Sekunde an, bootete aber nicht. Dabei drehten sich die Lüfter und auch die LED am beleuchteten MSI Logo der Grafikkarte leuchteten kurz auf. Das ging dann ein paar Mal, ehe er dann doch bootete jedoch passierte erneut nichts. Fehlercodes auf dem Board waren zu diesem Zeitpunkt nicht angezeigt.

Irgendwann hatte ich ihn dann also wieder gestartet bekommen und ich konnte auch normal wieder in GTA Online connecten, allerdings ging er dann nach ca. 30-40 Minuten während des Spielens urplötzlich aus. Und danach war dann für rund 6 Stunden Sendepause, er wollte sich gar nicht mehr starten lassen. Sofortmaßnahme war dann Seitenteil weg, nachschauen und erst einmal aussagen (war viel Staub vorhanden). Um ca. 11 Uhr abends ging er dann wieder an, weswegen ich an ein thermisches Problem dachte.

Über Nacht bleibt mein PC üblicherweise im Ruhezustand, sodass ich morgens lediglich auf die Tastatur drücken muss und der PC erwacht zum Leben. Das ging allerdings überhaupt nicht, keine Reaktion. Also blieb mir wieder nur den Powerbutton am Gehäuse lange zu drücken.

Nachdem ich den Powerbutton also wieder kurz gedrückt hatte versuchte der PC zu starten, schaltete sich aber erneut nach ca. 1 Sekunde ab, versuchte es aber danach selbstständig erneut (ca. 3-4 Mal hintereinander). Am Montag sah ich dann auch erstmals, dass im Taskmanager von den 32GB RAM lediglich 16GB genutzt werden konnte, die anderen 16GB seien "für Hardware reserviert". Im UEFI des Boards werden die gesamten 32GB angezeigt, ebenso in CPUZ und von Windows selbst.

Was ich bislang (erfolglos) versucht habe:

RAM Riegel umgesteckt und getestet - wenn er startet startet er ohne Probleme
Ohne RAM versucht zu starten - Start für ca. 1 Sekunde danach wieder aus; kein Piepen oder sonstiges
Ohne Grafikkarte versucht zu starten - Start für ca. 1 Sekunde danach wieder aus; kein Piepen oder sonstiges
Ohne Grafikkarte und RAM versucht zu starten - Start für ca. 1 Sekunde danach wieder aus; kein Piepen oder sonstiges
Ohne Laufwerke versucht zu starten - Start für ca. 1 Sekunde danach wieder aus; kein Piepen oder sonstiges
RAM getestet mit MemTest86+ (jeder Riegel einzeln auf Slot 4) - RAM wurde ohne Fehler getestet
Den Befehl "sfc /scannow" im cmd als Admin ausgeführt, im Anschluss versucht beschädigte Dateien zu reparieren. Dabei wurde eine Datei im Log CBS gespeichert, die nicht repariert werden konnte (CNBJ2530.dpb).
Zuverlässigkeitsverlauf angeschaut - außer, dass diverse Male GTA V.exe. bzw. Grand Theft Auto V in der Liste auftauchen und, seit den Problemen, Windows nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wurde steht dort nichts drin.

Seit heute Vormittag stand nun auf dem Board beim Starten der Debug Code 71 (Fehler beim Laden des Chipsatzes lt. Recherche des Fehlers). Wenn der PC jedoch mal gestartet hat dann läuft er auch normal (falls er nicht wieder abschmiert).

Morgen kommt dann ein neues Netzteil, welches ich noch testen werde und falls das auch nicht hilft bin ich mit meinem Latein gänzlich am Ende.


Habt ihr evtl. Ideen woran es liegen könnte?


Viele Grüße

Aiden
 
Servus und willkommen.

Du hast es echt gut beschrieben. Ich tipp voll auf das Netzteil.
Hast du mal alle Kabel abgesteckt und neu angeschlossen?
 
neues netzteil ist eine gute idee, eine steigerung wäre zu erwähnen, welches genau.
so wie du das schreibst, hast du ein problem mit bauteilalterung.
teile altern, ändern dadurch ihre elektrischen eigenschaften, und driften irgendwann aus dem bereich dessen, was noch toleranz ist.
dann beginnt das : geht manchmal, geht nur wenn warm, etc
und irgendwann gehts eben nimma. was bedeutet: von selbst wirds ned besser, nur schlechter.

hauptverdächtiger nummer eins: netzteil, zudem ist TT´s städte serie sowieso ned grad gute ware.
danch kommt das mainboard als verdächtiger. kontrollier mal alle sichtbaren kodensatoren auf zeichen von alterung, wölbung, formveräderung, sowas...
aber mit dem netzteil anzufangen war mal die richtige entscheidung.
 
Wird das Netzteil sein. Mein be quiet! hat vor kurzem ohne weiteres beim 4pol für die CPU die Grätsche gemacht.
Konnte dadurch mein PC überhaupt nicht mehr einschalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Könnte auch an der Grafikkarte liegen, 6 Jahre sind ja schon ein gutes Alter und es ist ja kein Geheimnis mehr das Grakas gerne mal nach 4-5 Jahren das sterben beginnen bzw. "kalte Lötstellen" bekommen und zwar das "Backen" noch etwas bringt, aber auch nur noch temporär.
 
Boah, klasse, viele Antworten nach kurzer Zeit und alle freundlich. Ich liebe dieses Forum hier jetzt schon ;)

Der Reihe nach

@Makso

Vom Netzteil (teilmodular) wurde bereits GraKa und Laufwerke komplett abgeklemmt. PC startete für ca. 1 Sekunde und blieb dann für 3-4 Mal in einem Loop.

Gestern hatte ich GraKa und Laufwerke an andere Buchsen am Netzteil gesteckt, ohne Ergebnis.

@whats4

Ist ein Corsair RM650 geworden, denn ich denke, wenn es das Netzteil nicht ist werd ich mir wohl auch nicht mehr die Mühe machen weiter danach zu suchen (falls es eben nichts "einfaches" ist) und eher einen neuen PC zusammenbauen.

@BieneMafia

Wäre wirklich klasse, wenn es das Netzteil wäre. Wenn ich es richtig in Erinnerung hab hab ich ganz zu Anfang des neuen PCs damals das Netzteil ohnehin schonmal austauschen müssen, da es recht schnell defekt war.

@Pady1990

Hab sie gestern auch mal näher inspiziert und daran gerochen, Sicht- und Geruchsprüfung ergaben aber für mich erst einmal keine Anhaltspunkte für einen Defekt. Klar, kalte Lötstelle kann immer sein.


Mir fiel auch auf, dass es gefühlt schwieriger ist ihn zu starten wenn der PC abgekühlt hat (etwa über Nacht).
 
Zumal das Problem ja auch auftritt wenn kein RAM, keine Grafikkarte, keine Laufwerke dran hängen. Demnach hätten wir ja per Ausschlussverfahren noch 3 Verdächtige:

Mainboard
CPU
Netzteil
 
Muss ich beim Batteriewechsel irgendetwas beachten?
 
rm650 2019: gute wahl!
es wird auch deine nächste hardware tragen.
richtige entscheidung!
 
Leere Bios Batterie würde verursachen das die Einstellungen nicht behalten werden. Mal ein Blick ins Bios werfen und schauen wie alles so eingestellt ist in Richtung RAM und CPU. Mal Änderungen vornehmen und schauen ob sie behalten werden.

Ein Austausch basiert einfach das wechseln der Knopfzelle gegen eine gleiche mit den selben Werten die drauf stehen.
 
Hab mich zuerst bei Thermaltake umgeschaut, so wirklich was gefunden hatte ich nicht. Dann fand ich nur die sauteuren Netzteile und war demotiviert, da ich so viel nicht ausgeben wollte. Dann wiederum bin ich auf das RM550x gestoßen und fand es schon recht interessant. Da aber bei Amazon das RM650 zum gleichen Kurs zu haben war dachte ich, nehm ich das etwas bessere. 650 Watt werd ich aller Voraussicht nach nicht brauchen, aber lieber haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben.
 
Fang zuerst einmal mit der Bios Batterie an, manchmal ist die Lösung einfacher als man denkt.
Ansonsten wie gesagt ein neues Netzteil testen.

Die "Städte"-Serien von TT sind nicht als besonders zuverlässig bekannt.
 
ist jedenfalls eine gute wahl. testbericht hier auf CB.
die rm(x) sind atx 2.4 spezifiziert, das rm 2019 nach atx 2.52. und es ist vorbildlich effizient bei niedriglast. ergo ist der headroom mit den 650 gut.
 
Immer mal wieder neuer Fehler mit der Mühle...

Eben zeigte er mir meine 256GB SSD gar nicht mehr an, selbst im UEFI war sie nicht zu sehen. Nachdem ich ihn heruntergefahren hatte und neu gestartet habe ist sie urplötzlich wieder da. Ebenso wie auch meine "verschollenen" 50% RAM. Irgendwie geht mir der PC ja schon leicht auf die Nerven
Ergänzung ()

So, Knopfzelle getauscht. Macht überhaupt keinen Unterschied, die alte war aber durchaus auch noch fit, wenn ich meinem Multimeter Glauben schenken darf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann tippe ich jetzt auf Netzteil oder Board.
 
Ich bin jetzt gerade etwas ratlos, nachdem ich gestern dann am PC auch nichts mehr gemacht hatte und ihn in Ruhe ließ, startet er seit heute anstandslos. Auch der Ruhezustand läuft wieder einwandfrei. Hab ihn vorhin 4 Mal gestartet und 4 Mal wieder heruntergefahren, jedes Mal ohne jegliche Probleme.

Kann es möglicherweise doch an der Knopfzelle gelegen haben? War es möglicherweise ein Fehler im CMOS SRAM? Fragen über Fragen worauf wir vermutlich nie eine Antwort bekommen werden :( Zudem bin ich auch etwas traurig, denn dadurch haben sich die Chancen auf einen neuen PC deutlich verringert.

So, Nachtrag um 12:47 Uhr, Netzteil ist eingebaut und meine Windows SSD wird gar nicht erkannt. Es sind insgesamt 4 Laufwerke, 2 SSD, 1 HDD, 1 BluRay Brenner. Es kommt die Meldung "Reboot and select proper boot device".

Im UEFI/BIOS wird lediglich die 2. SSD angezeigt, sonst nichts. Nach ein wenig umstecken am Netzteil dann auch kurzzeitig der BluRay Brenner. Ich bin jetzt offiziell verwirrt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Check deine Kabelanschlüsse der Laufwerke und am Netztteil. Kein richtiger Kontakt, kein Saft, keine Erkennung im Bios.
Falls du das nicht mittlerweile selbst herausgefunden hast.
 
Das war das Erste was ich getestet hab, nachdem mir bis auf eine SSD kein Laufwerk mehr im UEFI bei den SATA-Ports angezeigt wurden. Es sind aber offenbar tatsächlich die kleine SSD und die HDD defekt.

Heute kamen dann 2 neue M.2 SSD an, weder die alte SSD noch die HDD wollten sich zeigen unter Windows 10. Offenbar haben die gestern das Zeitliche gesegnet als das neue Netzteil in Betrieb genommen wurde.

Tritt das widerwillige Starten bzw. Nichtstarten jetzt nochmals auf dann ist es entweder Mainboard oder CPU
 
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