Permanente Datenträgerüberprüfung vor Windows Start.

Gahan

Cadet 4th Year
Registriert
Aug. 2013
Beiträge
108
Hallo zusammen,

wie der Titel meines Themas schon richtig lautet, prüft mein Windows 8.1 vor jedem Start die Festplatte F. Also scheint mit ihr ja etwas nicht in Ordnung zu sein.

Kurze Info dazu: Diese Festplatte war mal eine externe Festplatte. Als sie als externe am PC hing, konnten Daten auch schon mal nicht gelesen oder geschrieben werden. Anscheinend war der Controller des externen Gehäuses Müll oder mit der USB-Verbindung stimmte etwas nicht.

Nun ist die Platte in den Rechner gewandert und diese Schreib- und Lese-Aussetzer treten zum Glück nicht mehr auf. Dafür scannt Windows die Platte vor jedem Start, bzw möchte die Platte vor jedem Start scannen. Also habe ich mal Crystal DiskInfo und ein ausführliches Checkdisk in Windows laufen lassen.

Festplatte.jpg

Checkdisk.jpg

Fehlerhafte Sektoren sind zum Glück nicht drauf. Aber die Platte hat wohl aus ihrer Zeit als externe Platte CRC-Fehler und eine gewisse Schreibfehlerrate mitgebracht. Deswegen will Windows die Platte wohl permanent scannen. Nach dem Scan ändert sich aber nie etwas und Windows will vor jedem neuen Start wieder scannen. Auch wenn ich die Platte mal in Windows scanne, sagt mir der Windows-Scanner, dass die Platte in Ordnung sei. Gleich danach kommt aber das nächste Fenster, mit dem ich noch einmal scannen kann mit dem Hinweis, dass auf der Platte wohl Fehler seien. Ist etwas widersprüchlich...

Gibt es eine Möglichkeit, diese Fehler zu beseitigen, so dass die Platte wieder okay ist? Formatieren kann ich sie derzeit auf keinen Fall.

Vielen Dank schon mal. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Schreibfehlerrate ist egal, aber gegen die CRC-Fehler solltest du mal das SATA-Kabel wechseln. Dann sollte es besser werden. Ggf. auch mal den momentanen SATA-Port wechseln.

> Formatieren kann ich sie derzeit auf keinen Fall.

Wäre aber noch die einzig letzte Option, wenn du n Full-Erase machst (mit Paragon Secure-Erase) kannst du auch evtl. Fehler im Alignment beheben.
 
Seit die Platte im Rechner ist, sind keine weiteren CRC-Fehler mehr aufgetaucht. Die entstanden wohl, als die Platte extern per USB am Rechner hing.

Übrigens taucht diese Platte auch nicht im Defrag-Tool von Windows auf. Als ob sie gar nicht da wäre. Im Datei-Explorer kann ich sie aber sehen und auch ganz normal mit ihr arbeiten. Wirklich seltsam...
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau mal hier bei Madnex Homepage ob der Bug die Ursache sein könnte und führe ggf. das FW Update aus. Dann sind da einige Ultra-DMA CRC Fehler, prüfe mal ob sich der Rohwert von C7 ändert und wenn ja, dann prüfe ob das SATA Kabel fest ist. Wenn ja, dann ist es defekt und sollte ausgetauscht werden.

Das man Windows immer ordentlich runterfahren muss, setze ich mal als bekannt voraus und wenn das nicht gemacht wird, sollte man sich nicht wundern, wenn das Filesystem laufend überprüft wird. Außerdem sollte bekannt sein, dass man von allen wichtigen Daten immer ein Backup, also eine weitere Kopie, auf einem anderen Datenträger haben sollte. Diese sollte in einem anderen Gehäuse stecken, wie z.B. eine USB Platte, dann hat man auch weniger Angst um den Zustand der internen. So eine Backupplatte ist günstiger als eine Datenrettung.
 
Ja, ich werde bald eine neue Platte kaufen, um auf ihr eine Sicherungskopie aller Daten anzulegen. Ansonsten fahre ich Windows immer ordnungsgemäß herunter. Wie bereits erwähnt, treten die Probleme, dass da etwas nicht gelesen oder geschrieben werden kann, nicht mehr auf, seit die Platte im Rechner ist. Die S-ATA Kabel habe ich extra noch einmal überprüft. Die sitzen alle fest und sind auch eingerastet.

Der Grund könnte eher das (ehemalige) externe Gehäuse sein. In diesem war nämlich ein JMicron Controller (JM20336) und der war von 2004! Offenbar war der wohl nicht der beste von allen. Treiber habe ich übrigens auch nirgends im Netz für diesen Controller gefunden.

Meine HD204UI, die in diesem externen Gehäuse drin war, ist tatsächlich von Dezember 2010. Also scheint sie den Firmware-Bug nicht mehr zu haben.

Ich habe in das externe Gehäuse auch mal eine andere (leere) Festplatte zum Testen eingebaut und wollte sehen, wie sich diese Platte an diesem Controller verhält, wenn man sie mit Daten füllt und von ihr lesen möchte. Und siehe da, irgend wann tauchten auch bei ihr Probleme auf. Die klackerte irgend wann und war plötzlich in Windows (8.1) verschwunden. Also habe ich Platte aus dem externen Gehäuse entfernt, wieder in den Rechner gepackt und überprüft. Diese Platte war seltsamer Weise im Rechner (wie von Geisterhand) wieder in Ordnung. Keine CRC-Fehler, keine fehlerhaften Sektoren, nichts.

Zum Test habe ich auch mal verschiedene USB-Kabel am externen Gehäuse verwendet. Egal, welches Kabel ich verwendet habe, früher oder später tauchten immer Probleme auf. Ich weiß ja nicht, wie ihr die Sache seht, aber für mich steht fest, dass es wohl an diesem JMicron-Controller lag!

Die Frage ist jetzt: Wenn ich ein neues externes Gehäuse kaufe (und das betrifft euch ja auch, wenn ihr vor einem Kauf steht), welches soll man dann nehmen? Wie kann man heraus finden, welcher Controller-Chip da jeweils verbaut ist? Darauf kommt es ja schließlich an...
 
Zuletzt bearbeitet:
Gahan schrieb:
Der Grund könnte eher das (ehemalige) externe Gehäuse sein. In diesem war nämlich ein JMicron Controller (JM20336) und der war von 2004! Offenbar war der wohl nicht der beste von allen. Treiber habe ich übrigens auch nirgends im Netz für diesen Controller gefunden.
JMicron ist vor allem bzgl. der Performance meist sehr schwach, aber wenn das Teil von 2004 ist, dürfte es noch einen SATA Host Controller der ersten Generation enthalten und da gab es einige, die mit neueren Platten Probleme haben, weil sie damals nicht wirklich dem Standard entsprachen. Deshalb hatte die ersten SATA II Platten auch immer noch einen Jumper um sie in den SATA I Modus zu zwingen, was diese Probleme behoben hat. Treiber gibt für diese USB-SATA Bridgechips nicht, deshalb kannst Du auch für den keinen finden, die gibt es allenfalls für Zusatzfunktionen in den Chips wie diese One-Touch Backup Knöpfe. Für die eigentliche Funktion um HDDs an USB verfügbar zu machen, enthält Windows ab Werk alle nötigen Treiber.

Für solche Chips kann man daher allenfalls FW Updates finden, aber auch das ist nicht oft der Fall.

Gahan schrieb:
Also habe ich Platte aus dem externen Gehäuse entfernt, wieder in den Rechner gepackt und überprüft. Diese Platte war seltsamer Weise im Rechner (wie von Geisterhand) wieder in Ordnung. Keine CRC-Fehler, keine fehlerhaften Sektoren, nichts.
Dann entsorgen das Schrottgehäuse besser heute als morgen.

Gahan schrieb:
Die Frage ist jetzt: Wenn ich ein neues externes Gehäuse kaufe (und das betrifft euch ja auch, wenn ihr vor einem Kauf steht), welches soll man dann nehmen? Wie kann man heraus finden, welcher Controller-Chip da jeweils verbaut ist? Darauf kommt es ja schließlich an...
Also pauschal würde ich immer empfehlen nach einem mit intern SATA 6Gb/s Ausschau zu halten, nicht wegen der Geschwindigkeit denn HDDs können auch das Limit von SATA 3Gb/s nicht erreichen, aber weil man dort einen aktuelleren Chip erwarten kann. Das ist dann idealerweise einer von ASMedia und kein JMicron. Welche wo drin steckt, ist schwer zu sagen, die Hersteller schweigen sich meist darüber aus und das ermöglicht es ihnen ja auch, den mal eben zu wechseln. Daher ist es auch meist nicht garantiert, dass man sich auf Infos aus dem Netz verlassen kann, aber mehr als nichts ist das immerhin doch. Also Forensuche und google anwerfen und auf etwas Glück hoffen.
 
Ich habe die Specs dieses Chips im Netz gefunden. Offiziell wird der SATA II Standard unterstützt. Naja, mag sein, aber wenn der Chip nichts taugt, nützt der "schnellere" Standard ja auch nichts. Entsorgt ist er übrigens auch schon. ;)

Bleibt nur noch dieser CRC-Fehler und der ständige Scan, bevor ich in Windows drin bin. Gibt es eine Möglichkeit, CRC-Fehler von einer Platte zu beseitigen, ohne die Daten darauf in Mitleidenschaft zu ziehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Ultra-DMA (oder SATA) CRC Fehler, also C7 beeinträchtigen die Daten nicht, das sind Fehler in der Kommunikation zwischen dem SATA Host Controller und dem Controller der Platte, die sind aufgetreten und der Rohwert fällt normalerweise nicht mehr ab. Wichtig ist, dass er auch nicht mehr steigt, dann kommen keine neuen Fehler hinzu, die Kommunikation ist also nicht mehr gestört.

Auf Low-Level Ebene sendet SATA maximal 8k an Daten pro Packet und sichert diese (und die Befehlen) immer mit einer CRC Prüfsumme ab, so dass die Wahrscheinlichkeit das Daten aufgrund der Kommunikationsprobleme nicht korrekt übertragen wurden, extrem klein ist und wenn die CRC versagt hast, sind die korrupten Daten jetzt schon so auf der Platte, da kannst Du auch nichts mehr machen. Das Scan damit auch nichts zu tun, das muss eine andere Ursache haben.

Hast Du vielleicht ein Dual-Boot System? Dann ist das normal, weil Win 8 nicht normalerweise eben nicht wirklich runterfährt, sondern nur ein einen Schlafzustand geht und wenn man dann das andere System booten, sind die Platten immer als unsauber ausgehängt markiert und werden überprüft.
 
Nein, ein Dualboot-System habe ich nicht. Wie oben ausführlich beschrieben, sind diese Fehler entstanden, als die Platte in diesem externen Gehäuse mit dem schlechten Controller am PC hing.
 
Gahan schrieb:
Nein, ein Dualboot-System habe ich nicht.
Dann müsste man schauen wie das zustande kommt, an der Platte sollte es nicht liegen.
Gahan schrieb:
Wie oben ausführlich beschrieben, sind diese Fehler entstanden, als die Platte in diesem externen Gehäuse mit dem schlechten Controller am PC hing.
Das war klar, aber die Fehler bekommst Du trotzdem nicht mehr aus den S.M.A.R.T. Werten, die sind aufgelaufen und beliebn registriert, dass ist aber kein Schaden der Platte, das dient nur der Diagnose von Verbindungsproblemen.
 
Zurück
Oben