News Pläne zur Alterskontrolle in der EU: Analyse sieht VPNs als Problem bei Durchsetzung

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Termy schrieb:
Vielleicht solltest du ja auch den verlinkten Abriss lesen?
Was genau daran rechtfertigt deinen Rant?

Termy schrieb:
Die Stelle darfst du gerne mal zitieren, dieses "Abraten" sehe ich nirgends in dem Dokument.
Okay, da hatte ich den Satz "Ein Verbot von VPN-Angeboten steht derzeit allerdings nicht zur Debatte." überinterpretiert.

Termy schrieb:
"A loophole that needs closing" geht in meinen Augen schon sehr deutlich in die Richtung, selbst wenn danach immerhin noch die Bedenken der Datenschützer angeführt werden. Insgesamt geht es aber schon sehr in die Richtung "VPNs müssen für Alterskontrolle kontrolliert/verboten werden".
Die Überschrift, die du da zitierst, wird schon direkt im nächsten Satz erläutert: "Some argue that this is a loophole in the legislation that needs closing". Der Wissenschaftliche Dienst macht sich an keiner Stelle diese Meinung zueigen.
 
Wer VPNs verbieten will, hat grob eins am Helm und konterkariert jede Bemühung um Sicherheit.
 
Conqi schrieb:
Oh ja, tolle Idee. Die Kinder kriegen nur noch das Volksphone, entwickelt von Bild und der Telekom. Damit können sie dann auf kindgerechte, deutsche Dienste zugreifen und sonst nix. PCs sind zu offen und damit eh komplett raus.
Jugendliche sind kritisch, das stimmt, aber Kinderschutz ist schon wichtig und die Frage zu stellen, ob es anders nicht besser wäre, ist doch legitim. Verstehe die Schärfe in deiner Reaktion daher nicht. Ein geschützter Bereich bis es auf die weiterführende Schule geht, sehe ich als grundsätzlich vorteilhafter an, als das Internet für alle einzuschränken.
 
Aduasen schrieb:
Und ich glaube, dass hat mit der nicht existenten Alterskontrolle zu tun.
Ja, hat es.
Paradoxerweise kann man dann aber Titel wie Mortal Kombat 11 oder Sniper Elite problemlos nach einer Eingabe des Geburtsdatums einsehen und kaufen.
Ich wuerde Steam sogar die Kosten fuer ein PostIdent bezahlen. Aber die wollen ja nicht.

Conqi schrieb:
Es gibt hundert legitime Anwendungsfälle für VPNs wie allein jeder im Homeoffice wissen dürfte.
Wenn ein "VPN-Verbot" im Raum steht, duerfte klar sein, dass das ein VPN Verbot fuer Privatpersonen waere.
In China duerfen Firmen - mit Genemigungen natuerlich - auch noch VPNs ins Ausland aufbauen.
 
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0xffffffff schrieb:
Als Fahrzeughalter hafte ich idR. auch wenn Unbefugte/Kinder mit meinem KFZ eine Spritztour machen
Tolles Beispiel... Doof nur, dass VPN eben das Kennzeichen zur Identifizierung verbirgt und so potentiell rechtsfreie Räume schafft :lol:
 
aspro schrieb:
Der Wissenschaftliche Dienst macht sich an keiner Stelle diese Meinung zueigen.
Nicht direkt, nein. Im Gesamten geht das Dokument imho aber schon deutlich in die Richtung - naturgemäß ist bei sowas immer auch Interpretation mit im Spiel. Die permanenten Überwachungsphantasien von vdL und co lassen aber wenig Hoffnung aufkommen, dass ich mich da täuschen könnte...
 
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Machen wir uns doch nichts vor...die "Alterskontrolle" ist doch nichts anderes als eine ID Erfassung. Und wenn das eingeführt wird, findet man zich weitere Szenarien, wofür man das braucht.

Aber "think of the children"...das zieht immer.

Würde mich auch nicht wundern, wenn wir dann bald in der Presse zu hören bekommen, dass VPNs böse sind, oder nur von Kriminellen verwendet werden...
 
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MGFirewater schrieb:
ich als elternteil beschäftige mich täglich damit. aber wenn firefox jetzt oben z.b groß ne option vpn in seine brwoser packt kann das jedes kind relativ leicht aktivieren. soll ich jetzt e-mail dienste per dns sperren?
Einfach mit den Kids drüber reden.. Sollte doch reichen oder? :-)
 
aspro schrieb:
Wie wär's, wenn du einfach nochmal in Ruhe den Artikel liest, statt zwanghaft den ersten Post absetzen zu müssen. Der Wissenschaftliche Dienst hat sachlich und komplett wertfrei analysiert, wo die Probleme für eine Alterskontrolle im Internet liegen und das sind nun mal ohne Zweifel VPNs.
VPNs verändern deinen Standort, aber würde sich nur auf die Alterkontrolle auswirken, wenn man zweigleisig fährt, um nicht-EU Bürger ohne Kontrolle reinzulassen.
Innerhalb der EU müsste man sich trotz VPN (wenn der Endpunkt in der EU liegt) noch immer ausweisen...


Zudem um VPNs effektiv verbieten zu können, müsste man aktiv gegen die Netzneutralität verstoßen...

Man sollte auch überlegen wieviele Minderjährige und wieviele Erwachsene VPNs nutzen. Ich denke Minderjährige sind in der Unterzahl...
Alternativ kann man ja auch einen Alternachweis für VPN-Anbieter fordern. :D
 
Cr4y schrieb:
Jugendliche sind kritisch, das stimmt, aber Kinderschutz ist schon wichtig und die Frage zu stellen, ob es anders nicht besser wäre, ist doch legitim.
So eine Lösung müsste aber bis zur Volljährigkeit greifen, sonst ists irgendwie sinnlos. 14jährige dürfen auch nicht auf Pornos zugreifen.
Davon abgesehen gibt es solche Lösungen doch schon. Eltern müssen sie nur einsetzen. Wenn sie das nicht wollen, hilft auch eine staatlich verordnete Version nicht, weil es viel zu viele unregulierte Geräte gibt.

Ranayna schrieb:
Wenn ein "VPN-Verbot" im Raum steht, duerfte klar sein, dass das ein VPN Verbot fuer Privatpersonen waere.
Was ich meine ist, dass das technisch nicht wirklich unterscheidbar ist, ob ich mich gerade zu meiner Firma im Ausland verbinde oder einem ShadyVPN.com Server.
 
Abrexxes schrieb:
VPN. Wer hätte das gedacht. Ich hoffe die "Analyse" hat keine 250K gekostet.
Der EPRS (European Parliamentary Research Service), hat ein Jahrliches Budget von fast 2,5 Mrd €, und wird jedes Jahr um ca 100-200 Mio erhöht weil man mehr braucht.
Der Bericht allein hat sicherlich mit allen internen und externen Kosten mehrere Millionen gekostet

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Das Problem mit der Altervertifizierung ist im Allgmeinen, dass man nicht weiß wer da dann wirklich dahinter sitzt und was mit den Daten passiert.
 
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Jaja. Erst Alterkontrollen, dann VDS, dann VPN-Verbot - und nach dieser wunderbaren Vorarbeit kann man das Ganze zusammen mit zu Geheimdiensten umgebauten Nachrichtendiensten schlüsselfertig der nächsten mehrheitlich gewählten Regierung überg... - OH f*** ....
 
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banditone schrieb:
Die EU interessiert Kinder überhaupt nicht, wie immer ist das nur ein Vorwand um unliebsame Politische Meinungen besser Strafrechtlich verfolgen und zensieren zu können.
Du drückst das schon ziemlich krass aus aber im Grunde finde ich, hast du recht und da habe ich auch auf jeden Fall Angst vor und das sollten auch die die den aktuellen politischen Kurs gut finden, weil sich das auch schnell ändern kann.
Ich würde mir aber dennoch ein System wünschen, dass Anbietern ermöglicht schnell und einfach anonymisiert Alter und (einmalige) Identität zu prüfen.
Kann doch so schwierig nicht sein.
 
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Direkt mal ein paar Jahre Mullvad gekauft.

Klar zum Schutz der Kinder. Wie war das nochmal damals in den 00er? Zensursula?
 
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mrhanky01 schrieb:
„Ein Verbot von VPN-Angeboten steht derzeit allerdings nicht zur Debatte.“

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.

Richtig. Warum sollte man etwas, was nicht ist, bewusst erwaehnen?! Die Gedanken dazu sind schon da. Jetzt wird mit Salamitaktik gearbeitet.
 
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Was im Artikel leider nicht genannt wird, ist, dass sich einige europäische Spitzenpolitiker (z.B. Henna Virkkunen, Anne Le Hénanff) schon dahingehend geäussert haben VPNs in der EU mindestens (stark) regulieren zu wollen.

Ob eine starke Regulierung oder gar ein Verbot von VPNs in der EU realistisch ist, muss man abwarten und sicherlich gibt es da Interessensgruppen bzw. Lobbies, die den gläsernen Bürger mit Sicherheit voran treiben dürften, angefangen von Sicherheitsbehörden und deren Datenlieferanten (wie Palantir, u.a.) bis hin zur Musik-, Spiele- und Filmindustrie.

Für mich sieht es eher wie ein Vorwand aus, Alterskontrolle dazu zu nutzen, auch unliebsame VPNs aus dem Weg zu schaffen, quasi zwei Anliegen auf einen Streich zu erledigen, die die generalverdächtigende Überwachung der Bevölkerung voran treibt.

Da mein (aktueller) VPN Betreiber im EU Ausland sitzt, dürfte das noch etwas mehr Sicherheit geben und notfalls müsste man sich wohl mehr mit Tor o.a. Alternativen beschäftigen.

So eine mögliche/denkbare (weitere) Einschränkung der Freiheit/Anonymität im Internet bzw. Aufhebung der Privatsphäre (mit Hilfe gewisser Sicherheits- und Schutzbedenken wie Alterskontrolle) mutet m.E. schon sehr problematisch an.
 
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Der Staat greift in Bereiche ein, die Sache des Erziehungsberechtigten sind.
Sowas gab es in der Vergangenheit, nannte sich "Sozialismus" und abgewandelte Formen gibt es in andere Länder weiterhin.

Solche Maßnahmen können auf Dauer nicht gut gehen vor allem wenn Parteien eines extremeren Spektrums an die Macht kommen sollten aber die Politik ist in der Hinsicht blind, die glauben ernsthaft unsere politische demokratische Stabilität bleibt erhalten ... tja super Geschichtsverweigerung.

Klar die Erziehungsberechtigten sind teilweise überfordert weil diese das Wissen nicht haben und klar ist es viel kostspieliger Maßnahmen zu haben, die Erziehungsberechtigten zu helfen oder im Zweifel begleitende Maßnahmen durch das Jugend und Sozialamt zu haben.
Wenn Eltern Kinder schlagen oder Kinder verwahrlosen, fällt das unter dem Jugend und Sozialamt. Warum nicht auch wenn Kinder unberechtigt fragwürdigen Content auf dem Smartphone konsumieren?
 
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Euphoria schrieb:
Finde ich irgendwie ironisch, dass immer vor China und Überwachung gewarnt wird, wir aber hier mit Eiltempo drauf zusteuern.
Aber gut, denk doch einer an die armen KINDER...

Verantwortung an Eltern übertragen ist halt auch Lava, frage mich wie unsere Generation es überlebt hat ohne all den Kinder"schutz"

Ich weiß jetzt nicht welcher Jahrgang du bist.
Aussagen wie "frage mich wie unsere Generation es überlebt hat" kenne ich eher aus dem Ü40 Umfeld, daher unterstelle ich jetzt einfach dass es bei deiner Generation das Internet bei weitem nicht so ein Faktor war wie jetzt.

Zu der Grundthematik habe ich gefühlt nach Tag unterschiedliche Meinung.
Ich sehe das wir im Internet teilweise massive Probleme haben was Jugendschutz und Strafverfolgung. löschen Verbotener Inhalte haben.
Andererseits sehe ich auch wie Diktaturen solche Vorwände für ganz andere Dinge nutzen, und ich zweifle auch an einer Vernünfigen Umsetzung/Lösung
 
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