News PlĂ€ne zur Alterskontrolle in der EU: Analyse sieht VPNs als Problem bei Durchsetzung

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Was geht den Staat und vor allem die EU an, was Kinder und Jugendliche konsumieren? Das geht die Eltern was an und sonst niemand. Hier geht es auch nicht um Kinderschutz. Es geht um Kontrolle.
Die sollten sich lieber mal um Schulen kĂŒmmern. Bildung usw.
 
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MaverickM schrieb:
"Unsere" (Weiß nicht, wie alt Du bist) bzw. meine Generation hat das Internet mit aufgebaut bzw. ist damit gewachsen.

Ob man nun mit Rotten-Shock-Content und P2P-Lurking großgeworden ist oder heute direkt in den Dead-Internet-Sumpf geworfen wird, macht keinen Unterschied. Die Core-Experience bleibt gleich und ungefiltert. Das einzige echte 'Upgrade' der letzten Jahre ist die Perfektionierung des Panoptikums durch euID und Überwachungsinfrastruktur. Dass VPNs 'derzeit' noch erlaubt sind, ist reines Copium... die Architektur steht lĂ€ngst.
 
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MaverickM schrieb:
Das ist aber ein generelles Problem und man sollte bei der Wurzel anfangen: Medienkompetenz vermitteln.
Das Problem ist doch, daß das eigentlich ein Thema fĂŒr die Schule wĂ€re.

Nehmen wir mal den schlimmsten Fall einer AlterbeschrĂ€nkung von 16 Jahren fĂŒr Social Media an. Von den Kultusministerien wird es wahrscheinlich heißen, daß die Schulen ohnehin schon ĂŒberlastet sind, weshalb man das Thema nach hinten schiebt. Vor der 10. Klasse kĂ€me das Thema also ohnehin nicht, weil bis dahin Social Media fĂŒr die SchĂŒler ja illegal wĂ€re. In der Realschule steht in dem Schuljahr der Abschluß an, es gibt also wichtigere Themen. Dann bliebe noch das Gymnasium. Aber wie hoch wĂ€re dort wohl das Interesse an einem Zusatzfach das vermutlich auch nicht prĂŒfungsrelevant wĂ€re?

FĂŒr Medienkompetenz wird also auch weiterhin das Leben selbst sorgen oder eben auch nicht.

Wenn man bedenkt wie weit tatsĂ€chliche Medienkompetenz unter den sogenannten Erwachsenen (und ja, ich bin late Gen X) verbreitet ist, dann lĂ€ĂŸt das fĂŒr die Zukunft auch keine großartige Hoffnung aufkommen.
 
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Niemand hat die Absicht, die BĂŒrger total zu kontrollieren.

oder?
 
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Euphoria schrieb:
Finde ich irgendwie ironisch, dass immer vor China und Überwachung gewarnt wird, wir aber hier mit Eiltempo drauf zusteuern.
Aber gut, denk doch einer an die armen KINDER...

Verantwortung an Eltern ĂŒbertragen ist halt auch Lava, frage mich wie unsere Generation es ĂŒberlebt hat ohne all den Kinder"schutz"
Wenn man anfÀngt etwas wie Palantir weiter zu denken wird einem Angst und Bange. Die eingeschrÀnkte Version der Software hat ihnen Zutritt zum deutschen Behördenapparat gegeben. Was wenn die Limitierung mal weg fÀllt. Man kann dann deutlich mehr FÀlle aufklÀren. Ermitteln wir gegen aber auch gegen alle? Schuldig sind sie ja.

Wer zieht dann irgendwann eine Grenze? Und warum wird sie dann an Punkt X gezogen?

Warum nicht z.B. alle bestrafen. Auch die ihr Kaugummi ausspucken. Ein Mausklick und das System versendet tausende Strafzettel. Will man als Staat auf das Geld verzichten? Sie haben ja nunmal auch falsch gehandelt.

Es wird im Zweifel immer die Frage kommen, warum wir, obwohl technisch möglich, nicht auch Straftat XYZ verfolgen. Zum Schutz der Menschen, der Kinder oder weil man als Staat Geld braucht.

Am Ende steht die totale Überwachung. Eigentlich noch schlimmer, die Software wird irgendwann mit einer statistisch ausreichenden Genauigkeit deine Wertigkeit in der Zukunft bestimmen. Wo zieht man bei all dem eine Grenze? Vielleicht gibts auch schlicht keine. Oder es gibt eine Grenze aber nur fĂŒr zahlende Kunden?

Das System selbst ist natĂŒrlich auch sehr sicher und kann nicht gehackt werden. Außer unseren Behörden hat niemand weiteres Zugriff auf die Daten. Sagen wir ein amerikanisches Luftfahrtunternehmen was gerade mit dem einzigen Konkurrenten aus EU um einen Kunden kĂ€mpfen muss. WĂ€re auch sehr unethisch dem europĂ€ischen Konkurrenten ganz gezielt auszuspielen.

Das wird man sicher nicht machen....
 
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raychan schrieb:
Man kann sich mittlerweile auch relativ einfach ein DNS-Blocker einrichten z.B. PiHole
Du ueberschaetzt den typischen Heimanwender masslos.
Aber man kann die Filterliste in der Fritzbox aktivieren ;) Ich weiss jetzt grade nicht was die Quelle ist, aber die Fritzboxen haben einen automatisch aktualisierte Jugendschutzfilter, der soweit ich weiss sich auch in den DNS einklinkt.
 
Es ist immer wieder aufs neue witzig, wenn Staaten mit nationalen Grenzen etwas gesetzlich regeln wollen, das digital keine Landesgrenzen kennt bzw. diese problemlos umgehen kann. Aber ist ja auch alles Neuland :evillol:

Schlimm ist halt, dass dann so ahnungs-und nutzlose Politiker diese Dinge auf EU Ebene regeln wollen und dann nix Gescheites bei Rumkommt. Im Zweifelsfall einfach nur mehr EinschrĂ€nkungen und mehr Überwachung.
 
NatĂŒrlich geht es nicht um Schutz, sollte jeder wissen, man möchte die App vorallem dort anwenden wo Erwachsene sich rumtreiben.
Es wÀre völlig sinnlos wenn man nach dem Alter fragt und das nicht bei allen.

--> fallt nicht auf solche Taschenspielertricks rein.

Wir haben tatsÀchlich Leute in diesem Bereich die nicht mal wissen was IPv4 oder IPv6 ist und genau das siehst du hier.
Die illegale Speicherung wird schonmal vor Gericht kommen wegen Verstoß gegens Grundgesetz.
 
Aduasen schrieb:
Was mich inzwischen sehr stört, ist das Fakt, dass man als deutscher ĂŒber 60 Jahre alter Mensch auf Steam kein einziges 'Adult Game' kaufen kann.
Und ich glaube, dass hat mit der nicht existenten Alterskontrolle zu
Heftig.
 
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Irgendwann haben wir alles so kaputtreglementiert und alle wachsen so geschĂŒtzt und behĂŒtet auf, dass eine vollkommen LebensunfĂ€hige Generation heranwĂ€chst die vor allem Angst hat was nicht aus dem eigenen SafeSpace kommt.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass, wenn Kinder und Jugendliche irgendwo ne Sperre sehen oder ein Verbot, diese als erstes ĂŒberlegen werden wie man das umgehen kann.

Ausserdem sind diese angeblich so schĂŒtzenswerten Kinder viel resilienter als man denkt. Besser wĂ€rs die drauf vorzubereiten dass es GlĂŒcksspiel und Terrorismus und und Porno und alles mögliche ander im Internet gibt und denen paar Tips mitgibt wie man damit umgeht.

Oder gehts am Ende gar nicht um die Kinder sondern mal wieder nur um Macht und Kontrolle ?
 
Ich frage mich gerade ernsthaft was hier diskutiert wird? Ich lese hier oft die Worte „Strafverfolgung, Rechtsfreie RĂ€ume und Anonymisierung die rechtsfreie RĂ€ume entstehen lassen “
Da muss man sich die Frage stellen, warum man unbedingt das im Internet will, außerhalb des Internets gibt’s es das auch nicht.
Es gibt Weltweit keine rechtsfreien RĂ€ume, es steht auch in keinem Grundgesetz oder Verfassung drin. Wir leben alle auf dem selben Planeten, mit unterschiedlichsten Gesetzen in den jeweiligen LĂ€ndern.
Wer hier auf ein Vakuum im Internet besteht, soll sich mal selbst fragen warum ihm das so wichtig ist?
Denn kein Land der Welt bietet ihm das in der analogen Welt.
 
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Kinderschutz hat nichts in Staateshand zu suchen. Das ist die Aufgabe der Eltern und wenn die es verkacken und es nicht hinkriegen, dass Bilder oder Videos nicht ins Internet landen, dann sollte man denen auch den Zugang ins internet verwehren.
 
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VPN-Verbot, ID-ÜberprĂŒfung, Krypto-Steuer, Wegzugsteuer, Bezahlverbot ĂŒber 10k €, aber der Deutsche interessiert sich fĂŒr einen 🐳.
 
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Aduasen schrieb:
Was mich inzwischen sehr stört, ist das Fakt, dass man als deutscher ĂŒber 60 Jahre alter Mensch auf Steam kein einziges 'Adult Game' kaufen kann.
Und ich glaube, dass hat mit der nicht existenten Alterskontrolle zu tun.
wieso? ich sehe in der schweiz adult spiele, meine freunde nicht (20-40). was ist bloss nur mit deutschland (EU) eig los, wie peinlich ist das bitte.
ich erhalte sogar geld von meinen kollegen damit ich cs2 kisten öffne und sie nicht das neue system benutzen mĂŒssen
 
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Ein Verbot von VPN-Angeboten steht derzeit allerdings nicht zur Debatte.
Mit betonung auf 'derzeit'. ist offenbar auch vielen anderen aufgefallen :/
Ist ja normal dass der nĂ€chste Vorstoß dann in 1-2 Jahren kommt.

Ob da irgendwer mit nennenswert Einfluss mal thematisiert hat dass die Akzeptanz von Zugriffskontrollen darunter leidet dass Staat und Unternehmen immer gleich die ganze Hand wollen wenn es um einen Finger geht?

Alterskontrolle per se ist ja garnicht mal so verkehrt bei manchen Dingen. Unsere Gesetzeslage ist nun mal in vielen Stellen altersbasiert. Aber will man da etwas simples einfĂŒhren wo der Dienst fragt 'Alt genug fĂŒr Porn/GeschĂ€ftstĂ€tigkeit/Vodka/Armbrust?' und die Info die den User verlĂ€sst ist ein simples 'ja' oder 'nein'? Es muss soweit ich das mitbekomme immer gleich vollstĂ€ndige Identifizierbarkeit und damit Überwachungsmöglichkeit sein. Korrigier mich bitte jemand wenn ich hier falsch liege.

Man könnte fast meinen es ginge im Kern darum zu erfahren wer was tut. Zielgerichtet Personen Dinge verbieten können ist dann der einfache nĂ€chste Schritt der wie von selbst gehen wird. Irgendwas mit GefĂ€hrdern und so, ist doch unverantwortlich dass man dem nĂ€chsten AmoklĂ€ufer die Tatwaffe online verkauft hat obwohl er 'polizeilich bekannt' war. Oder so Ă€hnlich. Wenn die Liste mit einzelnen IdentitĂ€ten zu kompliziert wird kann man ja eine art BĂŒrgerbewertung einfĂŒhren und mindestpunkte vorraussetzen.
Klingt das zu weit hergeholt? Wer instinktiv denkt 'Ja!' der möge sich doch mal fragen ob auch anlasslose MassenĂŒberwachung sĂ€mtlicher Telefone eines Kontinents auch zu weit hergeholt ist. Wer glaubt das seien Hirngespinste möge Google zu 'echelon gchq' befragen ;)

Eine Frage die sich mir inzwischen auch aufdrĂ€ngt ist inwiefern die Presse da (gewollt oder ungewollt) mithilft indem die vorgeschobenen Argumente anstelle der effektiven folgen prĂ€sentiert werden. Wenn z.b. ĂŒber 'Alterskontrolle' berichtet wird obwohl eigentlich 'Genehmigung nach persönlicher Identifikation' gefordert wird. Oder Maßnahmen gegen Kinderpornographie obwohl die Polizei lieber zuguckt und sammelt anstatt den Kram wenigstens beim Hoster zu melden um ihn löschen zu lassen. Wichtig genug um pauschal alle zu ĂŒberwachen, aber nicht wichtig genug den kram offline zu nehmen. Passt nicht zusammen, also geht es wohl eher nicht um Kinder sondern eher um allgemeine Überwachung. Doch wird das imo zu selten auch mal aufgegriffen, geschweige denn klar so benannt damit auch Leute außerhalb der Nerd- und DatenschĂŒtzerszene das mitbekommen.
 
Es wird immer Mittel und Wege geben mit VPN. Dann baut man sich halt seinen eigenen oder hostet in der Schweiz oder was auch immer. Ist genau so dÀmlich wie die Vorratsdatenspeicherung. Die spart den Ermittlern auch keine Arbeit, belegt maximal am Ende Fakten, wenn es schon zu spÀt ist / das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Dann mĂŒssen sich die Leute halt ausweisen. Lieber die EinfĂŒhrung digitaler Ausweise EU-weit einfĂŒhren. Oder direkt EU Ausweise fĂŒr das "Internet" ausstellen. Bekommt man dann erst ab 16/18 wann auch immer und man muss nur eine ID mit PIN bestĂ€tigen.

Verbote kann ja nicht die Lösung sein, dann stimmt was nicht mit dem System.
 
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