Preisbindungen im Onlineshop

RYZER5

Cadet 3rd Year
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Hallo zusammen,

ich habe am 29.12.2018 im Onlineshop (Name nenne ich mal nicht) einen Gaming PC bestellt. RTX 2070 und i7 sind drin, um nur mal die 2 teuersten Komponenten zu nennen. zusätzlich einen Gaming Stuhl. Raus kam ein Preis von ca. -500€. Habe mir gedacht, dass kann doch nicht sein, also habe ich einfach mal meine Daten eingegeben und bin dann auf mit PayPal bezahlen gegangen. Hab halt gedacht, ok vlt. zeigen die das mit einem Minus für den Kunden an…

Jedenfalls kam dann sofort „Vielen Dank für Ihre Bestellung“. Die Bestätigungsmail kam auch, sogar ein kleines Geschenk in Form einer Sicherheitssoftware war dabei. Nur wurde mein Paypal Konto nicht belastet.

Zu meiner Frage jetzt:
Der Verkäufer hat sich zu dem Preis oder eventueller Preisfehler nicht geäußert. Es kam keine Stornierung, kein Hinweis, nichts. SOGAR EINE RECHNUNG HABE ICH BEKOMMEN

Lieferzeit war 3-5 Werktage. Durch die ganzen Feiertage müsste heute ungefähr der letzte Tag sein. Ist der Verkäufer an den Preis gebunden, wenn er mich nach Bestellung keines Fehlers unterrichtet? Oder ist die Bestellung von vornerein ungültig wegen dem negativbetrag? In dem Fall wäre der Negativbetrag ja sozusagen „der Negativbetrag entspricht der Ware, die wir Ihnen liefern“?

Oder habe ich allgemein gesagt kein Recht auf Lieferung? Ist es dann nicht unprofessionell von dem Onlineshop gar nicht zu reagieren?
 
Zuletzt bearbeitet:

knoxxi

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Was steht denn in den AGB wann der Kaufvertrag zustande kommt?
 

RYZER5

Cadet 3rd Year
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@knoxxi

§ 4 Vertragsabschluss

4.1 Ein Vertrag kommt ausschließlich durch Annahme der Kundenbestellung durch die Max Mustermann GmbH zustande. Über den Vertragsabschluss wird der Kunde entweder von der Max Mustermann GmbH durch eine Bestätigung unterrichtet oder spätestens durch Ausführung der Lieferung der bestellten Waren, und zwar innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Bestellung des Kunden bei der Max Mustermann GmbH. Die Bearbeitung des Auftrages bei uns im Hause, stellt noch keine Annahme des Vertrages dar.
4.2 Kann die Lieferung von der Max Mustermann GmbH nicht innerhalb von 14 Tagen erfolgen, so ist in einer evtl. Neu-/Nachlieferung nach Ablauf der vorgenannten Frist ein neues Angebot an den Kunden durch die Max Mustermann GmbH zu sehen. Bei einer Annahmeverweigerung lehnt er das Angebot ab, es entstehen ihm dadurch keine Nachteile oder Kosten.
4.3 Wir die Max Mustermann GmbH können vom Vertrag zurücktreten, wenn uns eine negative Zahlungseinstellung, die Eröffnung des Konkurs- oder gerichtlichen Vergleichsverfahrens, die Ablehnung des Konkurses mangels Masse, Wechsel- oder Scheckproteste oder andere konkrete Anhaltspunkte über Verschlechterung in den Vermögensverhältnissen des Käufers bekannt werden.
 

RYZER5

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@cartridge_case Also so ganz hab ich es auch nicht verstanden... Also es war ein PC zum selber zusammenstellen. Der Preis für die fast teuerste Gaming Konfiguration, welche es auf dem Markt gibt (RTX 2080 etc.) hat 222 € gekostet. Dann habe ich ein bisschen mit den preisen gespeilt, bis ein negtaivbetrag raus kam. Frag mich nicht wie das geht... Wahrscheinlich weil die teuerste Kofig 222 € gekostet hat, und ich halt anstatt RTX 2080 die 2070 genommen habe und anstat i9 i7.
 

Mustis

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VErsteh ich das richtig? EIn komplett PC mit ner 2080 soll da 222€ gekostet haben? Oo Oder wie ist das:
Der Preis für die fast teuerste Gaming Konfiguration, welche es auf dem Markt gibt (RTX 2080 etc.) hat 222 € gekostet.
zu verstehen?

Das kann doch hinten und vorne nicht sein. Du bist dir ganz sicher, dass du auf den Endpreis geschaut hast? HAst du auch eine Bestellbestätigung etc. bekommen? Es klingt eher als wäre ein Standardpreis gegeben, der sich um die Summen, die du hier nennst, erhöht bzw. sich absenkt.
Selbst wenn der Vertrag zustande gekommen ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass du den Rechner bekämest bzw. den negativbetrag.
 

RYZER5

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@Mustis
Du verstehst richtig... da stand ganz klar das genau der PC 222 € kostet... Es war der Endpreis. Und durch meine Konfiguartion kam der Negativbetrag raus. Sowohl in der Bestellbestätigung als auch in der Rechnung...

Hat der Verkäufer durch die Rechnung nicht den Kaufvertrag bgeschlossen?...


Noch kurzes Update, falls das heir einer verfolgt: Ich habe jetzt mal direkt angefragt, wie der Status meiner Bestellung ist.
 

Mustis

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Wann sich im Onlinehandel ein Vertrag ergibt ist diffizil und lässt sich quasi nur gerichtlich endgültig klären. Spielt für den Fall kaum eine Rolle, da der Händler, sollten deine Angaben stimmen, entweder einen Betrug vorhat oder anfechten wird, den ein Rechner mit den Komponenten kann nicht zu den Preisen geliefert werden.

Ich zweifle aber nach wie vor an, dass das Tatsachen entspricht. Für mich sieht es noch immer so aus, als würdest du die Abweichungen vom Ursprungspreises benennen, die sich durch deine individuelle Konfiguration ergeben. Aber ohne Link zum Shop kann man das nicht verifizieren.
 

knoxxi

Commodore
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Für mich sieht es noch immer so aus, als würdest du die Abweichungen vom Ursprungspreises benennen,
So klingt es in der Tat.

2080ti montiert +0
2080 alternativ - 250€

So in der Art, wie es Alternate beispielsweise auch macht in ihrem Shop. Hier muss ein technischer Fehler im Shop vorliegen, du wirst für das Geld den PC niemals erhalten.

Es macht auch kein Sinn hier auf irgendein Recht zu pochen, ab wann der KV zustande kam.
 

RYZER5

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Also für mich hat es eher danach ausgesehen als hätte bei den 222 € eine Null oder eine 2 gefehlt. Also 2222€ oder 2220 €... das würde ja ungefähr dem richten Preis entsprechen. Jedenfalls liegt mir eine rechnung mit -500 € vor. Aber wie ihr schon sagt, kann ich darauf nicht wirklich aufbauen...

Nehmen wir aber an der Fehler fällt zu spät auf. Also, dass mir das Unternehmen den PC liefert. Können die dann noch im nachhinein sagen: "He wir haben uns verrechnet, wir brauchen mehr geld"
 

knoxxi

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Mit Lieferung wäre ein gültiger Kaufvertrag zustande gekommen. Nachträgliche Berechnung wäre sicher schwer durch ihn durchzusetzen.
 

Mustis

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Er kann auch dann noch anfechten, wenn der Fehler erst dann bemerkt wird. Ist die Anfechtung erfolgreich, kann der TE den Rechner natürlich nicht behalten. Natürlich müsste der Händler das erst durchsetzen etc.
 

RYZER5

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Schade... also es war ja von vornerein nicht geplant, dass ich den bekomme von dem her... wenn dann müsste ich jetzt einfach glück haben und die lassen das so durchlaufen. Wenn nicht wäre es ja nicht schlimm. ich wäre der letzte der da vor Gericht geht... vor allem weiß ich auch so, dass solange die Ware nicht bei mir ist, die im Recht sind.
 

simpsonsfan

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Naja, dass sie dir einen Gaming PC liefern und dir dafür noch 500 € auszahlen wollen ist ja nun mal offensichtlich ein Fehler (in Hinblick auf eine mögliche Anfechtbarkeit). Und dazu fände ich es in diesem Fall ungeachtet der Rechtslage auch moralisch verwerflich, wenn jemand versucht so einen Lieferung gerichtlich durchzusetzen. Also nur gesetzt den Fall, du hättest rechtlich einen Anspruch darauf (was ich nicht beurteilen kann aber nicht annehme).
 

RYZER5

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nein gerichtlich würde ich da auch nicht gegen vorgehen. Wird eher schlecht für mich enden. Aus moralischer Sicht würde ich mal behaupten, dass jeder abwarten und Tee trinken würde, ob was ankommt für den "Preis".
 

simpsonsfan

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Ja, das finde ich schon vertretbar. V.a. falls es ein größerer Laden wäre. Wenn die dann den PC umsonst rausschicken würden weil sie das nach wiederholter Prüfung nicht merken, wären sie ja auch selbst schuld daran...
 

DerOlf

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@TE:
Wie Du ja bereits vermutet hast, ist es wahrscheinlich ein Fehler im System des Händlers.
Zunächst wäre also zu klären, ob dieser Fehler noch existiert.

Was soll der komplette PC ohne deine Modifikationen jetzt kosten ... steht das Angebot noch für 222,- drin, oder ist nachgebessert worden?

Je nach Preissystem und Implementierung der weihnachtsüblichen Schnäppchen, können solche Fehler recht schnell auftreten ... und im vorweihnachtlichen Stress wird ganz sicher nicht gründlicher kontrolliert, als im Normalbetrieb.

Den PC umsonst zu bekommen, ist völlig utopisch, das ist dir hoffentlich klar, aber eine Richtigstellung kann man vom Händler schon erwarten ...

Ich würde an deiner Stelle nachschauen, was das Angebot heute Kosten soll ... steht es noch immer für 222,- drin, würde ich auf die Modifikationen verzichten, und das gerät zu dem Preis kaufen ... denn DAS ist echt ein Schnäppchen für das Paket.
Wenn der Händler sich darauf einlässt, ist er selbst schuld ... für die falsche Auszeichnung der Ware trägt in keinem Fall der Kunde die Verantwortung ... und da gibt dir auch ganz sicher JEDES deutsche Gericht Recht.

Ich gehe allerdings davon aus, dass das Paket jetzt ca. 10mal so viel kosten soll ...

Dass bisher nicht reagiert wurde (zumindest bei dir nicht) kann dadurch zustande kommen, dass du einfach "noch nicht an der Reihe bist" ... dieses Angebot haben sicherlich tausende Kunden in Anspruch nehmen wollen ... das dauert, da allen die entsprechenden Mitteiliungen zukommen zu lassen.
Auch ich hätte das wohl kaufen wollen ... die 222,- hätte ich mir schon irgendwie aus den Rippen gekratzt.
 

Droitteur

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Wie an anderer Stelle erst kürzlich geschrieben, kommt überhaupt kein Vertrag zustande, wenn ein Fehler derart offensichtlich ist. Es bedarf dann nicht mal der Anfechtung.

Hier aber kommt noch eine weitere Besonderheit hinzu: Es handelt sich genau betrachtet gar nicht mehr um einen Kaufvertrag, sondern um ein Schenkungsversprechen. Ein solches bedarf grundsätzlich der notariellen Beurkundung, um wirksam zu sein. Nach Lieferung könnte man annehmen, dass der Formmangel geheilt ist; dann aber trägt immer noch der erste Grund: der Fehler ist derart offensichtlich..
 
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