News Preiserhöhung von Amazon Prime in 2022: Betroffene können sich jetzt bei Sammelklage anmelden

Hab mich bei beiden Klagen mit eingetragen, sowohl bei Preiserhöhung als auch bei der unzulässigen Werbung. Nicht weil ich die paar Kröten haben wollte - es geht nur ums Prinzip.
 
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M-X schrieb:
Wie wäre es mit "Nicht abonnieren" wer zwingt dich das Angebot anzunehmen ?
Niemand zwingt einen direkt, doch Amazon hat durch jahrelangen Vendor Lock-in massive Abhängigkeiten geschaffen, auch in meinem Fall, mit Investitionen in hunderte digitale Güter - und es ist das gute Recht jedes Kunden gegen "unlauteren Wettbewerb" vorzugehen.

Beispiel aus den letzten Jahren: Die zwischenzeitliche Entscheidung Amazons, den lokalen Download von Ebooks auch für in der Vergangenheit erworbene Inhalte zu streichen, kam einer Enteignung gleich, die Kunden an die Kindle-Hardware fesseln sollte.

Dass Amazon diese Restriktion nun (teilweise) zurückgenommen hat und DRM-freie Downloads ermöglicht, ist ausschließlich dem massiven Verbraucherprotest und drohenden Kartellverfahren geschuldet.

Das zeigt ja ziemlich eindeutig - Gegenwehr wirkt. Deine devote Haltung gegenüber Großkonzernen, die unternehmerische Willkür mit einem banalen "Musst es ja nicht nutzen‘" zu verteidigen, offenbart eine beschämende Unterwürfigkeit vor der Willkür von Großkonzernen, und ich frage mich warum? Es ist doch offensichtlich, dass Konzerne wie Amazon nicht unser bestes wollen und von Verbraucherschützern in die Schranken gewiesen werden müssen. Keine Ahnung wie man aus Verbrauchersicht überhaupt auf die Idee kommt gegen solche Sammelklagen argumentieren zu wollen.
 
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Rexaris schrieb:
Meinst du die dynamische Erhöhung von Versicherungen (nicht nur Auto)?
Nein, ich meine, was ich sagte. Wenn die Autoversicherung im nächsten Jahr teurer wird, wirst Du darüber informiert und kannst bis 30.11. kündigen. Machst Du nichts akzeptierst du die Preiserhöhung.
 
Rexaris schrieb:
Bei uns in der Region war das jedenfalls bei der Sparkasse so mit der automatischen Kündigung. Da ist das sogar noch deutlich kritischer, als bei Amazon prime (https://www.mdr.de/nachrichten/sach...o-fehlende-zustimmung-preiserhoehung-100.html)
Das beruht letztendlich auf der gleichen Grundlage wie diese Klage.
Viele Banken haben es ja genauso gemacht: Briefe verschickt nach dem Motto: Das sind die neuen Preise, hier kannst du es nochmal nachlesen, und das gilt dann ab Zeitpunkt XY.

Genau dass hat eben nicht gereicht und dadurch waren die Banken gezwungen aktiv eine Bestaetigung durch die Kunden einzuholen, dass diese den neuen AGB zustimmen. Wenn dass nicht passiert ist doch eine Kuendigung durch die Bank nur logisch.

Das Prime Konto ist dagegen doch absoluter Pillefatz. Soll Amazon mir doch Prime ihrerseits kuendigen. Ich werds verschmerzen.
Und wenn sie das ganze Konto kuendigen ist die naechste Klage nicht weit weg.
 
kaxi-85 schrieb:
Abhängigkeiten geschaffen, auch in meinem Fall, mit Investitionen in hunderte digitale Güter -
Witzig! Selber wie ein Lemming vom Großkonzern melken lassen und mir dann:
kaxi-85 schrieb:
devote Haltung gegenüber Großkonzernen
vorwerfen. Genau Mein Humor :p
 
Hach ja ich warte seit Jahren auf meine Kohle von der Preiserhöhung von Vodafone - da werden wir nie etwas von sehen!
 
Incanus schrieb:
Nein, ich meine, was ich sagte. Wenn die Autoversicherung im nächsten Jahr teurer wird, wirst Du darüber informiert und kannst bis 30.11. kündigen. Machst Du nichts akzeptierst du die Preiserhöhung.
Möglicherweise sind Versicherungen da etwas speziell geregelt. Da reichen meine Jura-Kenntnisse nicht aus.
Gut finde ich das aber nicht (solange es keine Pflichtversicherung ist).

Aber die Preiserhöhungen sind dann typischerweise auch keine +30%
 
Und dann jammern, wenn Amazon die klagenden Nutzerkonten sperrt :D
Einfach kündigen und gut...
 
SuperHeinz schrieb:
dass sich natürlich nur die Leute der Klage anschließen können, die seinerzeit der Preiserhöhung NICHT zugestimmt hatten.
Die Möglichkeit gab es doch gar nicht. Man konnte nur kündigen um nicht zuzustimmen, sonst wurde das Ganze als stillschweigende Zustimmung gewertet.

SuperHeinz schrieb:
Das mache ich mir jetzt einfach:
Ich auch, ich zitiere einfach: :D
Mills97 schrieb:
Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW waren die Preiserhöhungen nicht rechtmäßig, weil Amazon die Verträge mit den Kunden ohne Zustimmung geändert hatte. Die zugrundeliegende AGB-Klausel bezeichnet man als unangemessen benachteiligend und intransparent.

Die wilde Inge schrieb:
Zudem wurden überhaupt keine Preise erhöht, es wurde eine neue Abostufe eingeführt, die kann man abschließen oder es sein lassen. Kern der Klage ist, dass Amazon plötzlich anfängt Werbung einzublenden UND gleichzeitig die (Audio-)Standards absenkt.
Das ist ein komplett anderes Thema, da bist Du jetzt auf dem falschen Dampfer / Thread. ;)

Siehe Artikel, letzter Absatz:
Weitere Sammelklage wegen Amazon Prime Video

Neben dieser Sammelklage läuft noch eine weitere gegen Amazon. Die Verbraucherzentrale Sachsen klagt, weil Amazon im Jahr 2024 Werbeeinblendungen bei Prime Video eingeführt hat. Wer seitdem den Streaming-Dienst ohne Werbung nutzen will, muss ein Zusatz-Abo abschließen.
 
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M-X schrieb:
Dass du den Unterschied zwischen "ein Produkt erwerben" und "sich wie ein Lemming melken lassen" nicht begreifst, überrascht mich nicht wirklich, wenn ich mir deine Beiträge in diesem Thread so anschaue. Ja, ich besitze digitale Güter von Amazon. Deswegen habe ich mich aber nicht melken lassen, viele Self-Publish Bücher kann/konnte man nur bei Amazon kaufen und früher (!!) war Amazon auch häufig wirklich günstiger und flexibler als deutsche Anbieter - das ist aber nicht mehr so.

Ich kaufe online mittlerweile sehr viel diversifizierter ein als in jungen Jahren - und trotzdem - es ist bei vielen Dingen quasi unmöglich diese zu erwerben ohne das davon irgendein Großkonzern profitiert, trotzdem muss ich denen dann nicht "devot die Stiefel lecken" bzw. deren Geschäftsmodell verteidigen / schönreden :).
 
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Hab mich mal zur Sammelklage eingetragen. Wenn ich was zurück bekomme ist gut. Wenn nicht ist auch egal. Es geht da einfach ums Prinzip das man nicht alles mit uns Kunden machen kann was man will.

Mir entstehen ja keine kosten oder Arbeitsaufwand.

SuperHeinz schrieb:
Vielleicht ist der Hinweis angebracht, dass sich natürlich nur die Leute der Klage anschließen können, die seinerzeit der Preiserhöhung NICHT zugestimmt hatten.

Wer weiß das heute noch ob er zugestimmt hat oder nicht.
 
Wegen der Preiserhöhung von damals mach ich jetzt da keinen Wind.

Ich bin aber davon überzeugt, daß es Amazon in der jetzigen Form in ein paar Jahren eh nicht mehr geben wird. Die Verkäufe werden zunehmend uninteressanter.
Versuch mal bei Amazon ein Handy zu kaufen. Ich habe aktuell ein S25 für mein Mädel gesucht. Bei Amazon selber nicht zu bekommen, nur Verkäufer, die die Plattform nutzen. Die Beschreibungen teils so schwammig, daß Du dir gar nicht sicher bist, ob das Teil überhaupt für den deutschen Markt ist. Nach kurzen Suchen bei Amazon aufgegeben und einen anderen Shop bemüht. So geht es mit mittlerweile mit vielen Artikeln, so daß ich jetzt langsam schon dazu übergehe, gleich woanders zu suchen. Früher hatte ich für meine Elektronikartikel Reichelt, Conrad, Alternate etc. am Start, Amazon hat es mit den Preisen, schnellen Versendung und der Kreditkarte aber leicht gemacht, aber die Zeiten sind jetzt langsam vorbei.
Ich bin (noch) Prime-Kunde, weil es sich echt rentiert hat (teilweise 15000-20000 Euro im Jahr bei Amazon gelassen), für Freundin, andere Freunde mitbestellt. Aber mei, ich kauf mir nicht jedes Jahr einen neuen Fernseher, und jetzt kann auch der Mediamarkt auf einmal Preise wie im Internet. Das war ja früher anders. Da hat der Fernsehhändler ums Eck (und auch der Mediamarkt in der Stadt) schon mal 500 Tacken mehr für das gleiche Gerät aufgerufen, das habe ich mir natürlich auch nicht gefallen lassen, und da war Amazon echt unschlagbar. Bestellt, 2 Tage später stand der LCD da. Aber jetzt, mhhh, ich seh den Mehrwert echt nicht mehr. Ich lasse mir doch nicht in Prime Videos Werbung einspielen. Nutz den Kack auch nicht mehr, gestorben, fertig.
 
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kaxi-85 schrieb:
Ich kaufe online mittlerweile sehr viel diversifizierter ein als in jungen Jahren - und trotzdem...
...hast du noch ein Prime Abo und hast damit die steigenden Kosten akzeptiert und damit..
kaxi-85 schrieb:
devot die Stiefel
von Amazon geleckt. Herzlichen Glückwunsch dein Kampf gegen die Großkonzerne ist erfolgreich fehlgeschlagen.
 
Copiegeil schrieb:
Versuch mal bei Amazon ein Handy zu kaufen.
Hab ich gemacht. Mein Moto Edge 50 Neo, direkt von Amazon. Verkauf und Versand. Easy. Dein S25 gibts auch direkt von Amazon. Ohne Drittanbieter. Sofort gefunden nach Eingabe von "S25" in der Suche. :)
 
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LeifErik schrieb:
Wer weiß das heute noch ob er zugestimmt hat oder nicht.
Jeder, denn wenn man es noch nutzt, hat man ja zugestimmt. Das ist ja der Kernpunkt der Klage.

Die Behauptung man könne sich der Klage nur anschließen, wenn man nicht zugestimmt habe wurde auch schon mehrfach im Thread widerlegt, weil das eben gar nicht möglich war.
 
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aluis schrieb:
Ich drücke allen Klageteilnehmern die Daumen, dass sie die 15 Euro nach einem langen Rechtsstreit wieder bekommen ^^

Ich glaube, die 15 € tun jetzt nicht so sonderlich weh.

Ob man dafür klagen sollte?
 
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M-X schrieb:
...hast du noch ein Prime Abo und hast damit die steigenden Kosten akzeptiert und damit..

von Amazon geleckt. Herzlichen Glückwunsch dein Kampf gegen die Großkonzerne ist erfolgreich fehlgeschlagen.
Nein. Ich habe keine Prime Abo - hab ich hier auch nie geschrieben.
 
Neodar schrieb:
Ist ja nicht so, als könnte man solch ein Prime Abo kündigen, wenn einem eine Preiserhöhung nicht passt, ne?
Dazu muss man aber aktiv aufgefordert werden und Amazon hat daher rechtswidrig gehandelt. Wer nicht reagiert hat eben nicht zugestimmt.
 
In meinem Fall, die Gebührenerhöhung -> geschenkt. Wird sowieso früher oder später bei jedem Abo passieren, ob ich dem jetzt zustimmen will oder nicht.

Aber das mit der Werbung ist absolut zum Abkotzen und dieser Klage schließe ich mich an.
 
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