Nach einem Telefonat mit dem zuständigen Gerichtsvollzieher hat er inzwischen die EV abgegeben und lebt vom Taschengeld der Eltern.
Somit macht es im Moment wenig Sinn den Titel zu vollstrecken und die Kosten dafür zu investieren, es ist nichts zu holen.
Nach meinem Wissenstand muss er nun eine Vermögensübersicht aufstellen, die man bei Gericht einsehen kann. Auch wird er wohl in Privatinsolvenz gehen und muss dazu alle Gläubiger auflisten und bei Gericht einreichen. Das Gericht prüft und entscheidet, ob die Privatinsolvenz zugelassen wird und dann sind die Aussicht auf Geld nur noch gering ( anteilig, sofern noch etwas da sein sollte ). Dieses Verzeichnis kann man ebenfalls einsehen. Sollte er einen vergessen haben, ärgerlich, ändert aber nichts an der Zulassung des Verfahrens.
Durchsteht er die Privatinsolvenz, dann wird man wohl den Schuldtitel vom Gericht endgültig zerbeißen müssen und wohl zum teuersten Klopapier, denn damit kann man sich den Hintern abwischen.
Traurig, aber so ist das nunmal.
Bleibt die Hoffnung, dass er im Strafprozess nicht zu milde wegkommt. Wenn er im Knast sitzt kann er zwar kein Geld verdienen um die Schulden abzuzahlen, wenn er jedoch Bewährung erhält und mit dem von Mutter geliehenen Porsche durch die Stadt braust, macht das noch ärgerlicher.
Der eigentliche Hammer ist für mich, dass unsere Staatsdiener solange brauchen, den den Laden zuzumachen und aus dem Verkehr zu ziehen. Wir müssen uns nun Rechtsanwälte nehmen, Titel beantragen, Vollstreckungsbescheide ausstellen lassen und latzen die ganzen Gebühren an die Justiz und seine Schergen ab, nur weil die bei 100 Strafanzeigen immer noch geträumt haben. So kann man als Staat auch zu Geld kommen, es lebe die Mehrwertsteuer von 19 % in der Rechnung für den Anwalt.
Gruss und ärgert Euch nicht.
Blue Duck