Also um dein Missverständnis mal auf zu zeigen:
An einen DSL Anschluss kannst du genau 1 Router/Modem anschließen, ob und wie du die Leitung ab TAE-Dose verlängerst ist dir überlassen. DSL und die anderen Internetzugangstechniken sind alle heutzutage nur Punkt-Zu-Punkt Verbindungen, keinen Mehrpunnkt zu Punkt Verbindungen. Verteilen und verzweigen geht nur
hinter dem ersten Modem/Router.
Was die Leute hier meinen ist sowas:
|----> Allnet CO ---->>> 2 Draht-Leitung ---> Allnet CPE ----> Dein Zimmer
TAE -----> Modem/Router
|----> LAN-Verkabelung ins Wohnzimmer
Wenn ich es richtig sehe ist dein Problem:
Ab der TAE-Dose im Keller kommt eine Verzweigung, einmal in dein Zimmer und einmal ins Wohnzimmer.
An diese Verzweigung kannst du nur ein DSL-Modem/Router hängen, entweder im Wozi oder bei dir ins Zimmer. Egal in welchem Fall brauchst du für die Versorgung per Kabel eine neue Kabelführungen.
Ich sehe da folgende Optionen:
- Wenn die Telefondose im Wohnzimmer 4 Draht hat, stellst du im Wohnzimmer den DSL-Router hin und schließt ihn ganz normal an. Mit den zwei übrigen Adern kannst du mittels Allnet-Modem das Netzwerk runter in den Keller bringen, dort wo der Verzweiger ist, die zwei übrigen Leitungen und die aus deinem Zimmer aus dem Verzweiger ausbauen und direkt mit einander verschalten und das zweite Allnet Modem bei dir aufbauen.
- Das ganze ginge, immer 4 Draht vorausgesetzt auch räumlich getauscht. Doch je länger eine Internet-DSL-Leitung ist, desto schlechter. Bei meinen Eltern haben 5 m zusätzliches LAN-Kabel hinter em Splitter 2 Mbit/s am DSL gekostet. Was bei 14 Mbit/s nicht gerade wenig ist.
- Die Alternative wäre, die vorhandene Telefonleitungen durch LAN-Kabel zu ersetzen, den Router im Keller aufbauen und per integriertem Switch die LAN-Anschlüsse in beiden Räumen dann damit befeuern. Das wäre die sauberste Lösung.
Grundlagen
Um zu erklären, warum man mal über Zweidraht 100 Mbit hinkriegt und warum man mal dazu mindestens 4 Draht braucht, das liegt in der Signalmodulation.
Das eine nutzt ADSL und hat den Nachteil, dass man nur in eine Richtung 100 Mbit/s hat. Synchron (bidirektional) bekommt man mit handelsüblichen Geräten eine 100 Mbit nur selten über eine CuDA rüber. Wenn Up- und Download gleich sind, spricht man von S(H)DSL, was pro Richtung zwar gleich schnell ist, aber langsamer als der Download von ADSL, aber schneller als der Upload von ADSL.
DSL hat im Vergleich zur LAN-Verkabelung, aufgrund der "komlexen" Signalbildung auch eine höhere Antwortzeit (Latenz/Ping), als LAN-Verkabelung, welche i.d.R. ein einfachere Ethernet Modulation nutzt. Bis das DSL-Model ein Datenpaket zusammengebaut und auf die Leitung geschickt hat ist das Ethernetpaket schon lange beim Zielhost angekommen.
Ein häufiger Irrglaube ist, dass Bandbreite durch gute Latenzen erzielt wird. Das ist mitnichten so. Die hohe Bandbreite wird stets immer nur durch die Gleichzeitigkeit (paralleles Versenden) erreicht. Kann man sich vielleicht wie eine Autobahn vorstellen, auf der alle 100 km/h Fahren. Von A nach B dauert es für ein Auto immer gleich lange, baue ich aber 20 Spuren pro Richtung schaffe ich in der gleichen Zeit das 20 fache an Autos. Bandbreite hat also so gesehe
nichts mit Geschwindigkeit (Strecke pro Zeit) zu tun, sondern eher mit Volumen pro Zeit. Oder man kann das mehr mit einem Gas- oder Wasseranschluss vergleichen. Der Druck der Gas-/Wasserwerke im Leitungsnetz ist idealisiert immer gleich (=Latenz = Geschwindigkeit). Die maximale Abnahmemenge (Volumen) eines Kunden wird letztlich nur durch den Querschnitt der Zuleitung (Bandbreite) bestimmt. Genau genommen ist das Gleichsetzen von Bandbreite = Geschwindigkeit ein riesengroßer technischer Fauxpas der Marketingabteilungen und die haben diesen Schwachsin schön per massenaft geschalteter Fernsehwerbung verbreitet. Bald täglich den Leuten erklären, dass die Netzwerkgeschwindigkeit die Latenz ist, weil die Zeit für eine definierte Strecke gemessen wird (Strecke pro Zeit = Geschwindigkeit) und nicht die Bandbreite die Geschwindigkeit ist. Was natürlich bei Problemen "wuäääähh das Netzwerk ist so langsam*" einem dann einen ganz anderen Blickwinkel verschafft. *) In Wirklichkeit arbeitet die Software ab Latenzen > 2 ms sehr bescheiden, weil ineffizient, da helfen auch 200 Mbit Bandbreite nichts. Aber die Latenz wird primär durch die Entfernung und zwischen Server und Client bestimmt. Sekundär durch die Signalbertragungsart (DSL schlechter als Ethernet) und tertiär durch die Auslastung des Anschlusses (das merken dann die Gamer immer wieder

)
Abgesehen stammt Ethernet aus einer Zeit, in der es DSL noch nicht gab, zu den Zeiten war noch die 64k ISDN Leitung noch "wesentlich" schneller als die 56k Analog-Modemleitung.