Notiz Prozessorgerüchte: Intel Core i9-9990XE mit 14 Kernen, 5 GHz und 255 Watt

Kacha

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Feb. 2014
Beiträge
507
Das wovon du redest gibt es schon in anderen zeitkritischen Bereichen, also das abliefern von einem Ergebnis mit einer Deadlindie, die um einiges schlimmere Konsequenzen haben als ein Audio File schlecht zu bearbeiten. Genauso frage ich mich bei deiner Erklaerung warum ein neuer Thread aufgemacht werden soll? Entweder du hast einen Threadpool den du mit Aufgaben fuetterst, oder du gehst gleich auf einen Prozesspool. Das nur als Anregung.

Dein kleiner Seitenhieb mit Gamerhirn passt nicht wirklich, da ich mehr mache als nur spielen. Aber ich habe das Gefuehl, dass manche zu sehr in ihrer eigenen Programmierwelt leben und sich nicht ganz bewusst sind, dass Architekturen und Entwicklungen in einigen Bereichen schon fortgeschritten sind.
 

MK one

Banned
Dabei seit
März 2017
Beiträge
4.889
Bleiben wir mal bei Anwendungen, dafür ist so eine CPU ja vorgesehen. Da will ich dir mal ein Beispiel geben, wo ich mich persönlich ziemlich gut auskenne: Audioberechnung in einer DAW. Wie willst du da den Workload durch hintereinander verschaltete Plugins parallelisieren? Da bestehen Abhängigkeiten, die sich rein logisch nicht auflösen lassen. Wenn Berechnung A as Ergebnis von B benötigt, ist das nunmal so. Es gibt unzählige Fälle/Situationen in Anwendungen und mit Sicherheit auch in vielen Spielen, wo das so ist. Sowas läßt sich durch Parallelisierung nicht optimieren. Hellseherische Fähigkeiten haben die Kerne nämlich noch nicht.
Trotzdem wird es natürlich Fälle geben, wo die Entwickler noch nicht ausreichend optimiert haben. Da bin ich schon bei dir. Aber für einiges sind immer mehr Kerne kein Allheilmittel.
jetzt nehmen wir mal an du nutzt ein virtuelles Mischpult mit meinetwegen 16 Tracks , meinst du nicht das da tatsächlich mehr Kerne von Vorteil sind ? da sind die einzelnen Instrumente entkoppelt , das eine erhält etwas Hall über ein DSP Plugin , das andere etwas Chorus , eine weiteres wird per Vokoder Plugin etwas verfremdet und der Sänger bekommt über Kompression etwas mehr Volumen ...

was du im Grunde beschreibst sind mehere Arbeitsschritte die hintereinander ausgeführt werden müssen , meinetwegen in der Endmischung wird erst die Lautstärke maximiert , dann etwas Hall hinzugefügt
 
Zuletzt bearbeitet:

druckluft

Captain
Dabei seit
Juli 2010
Beiträge
3.422
jetzt nehmen wir mal an du nutzt ein virtuelles Mischpult mit meinetwegen 16 Tracks ,
Klar die 16 Tracks lassen sich perfekt parallelisieren und in getrennten Threads berechnen (jedenfalls solange es dazwischen keine Sidechain-Verschaltungen gibt). Aber ich habe im Post von seriell verschalteten Plugins geschrieben. Also wenn du auf einer Spur mehrere Plugins einsetzt, dieser Spur einen FX-Send für Hall hinzufügst, beides auf einen Mix-Bus mit Plugins schickst, der dann wieder auf einen weiteren Mix-Bus geroutet wird und das Ganze am Ende im Masterchannel durch eine Masteringchain läuft. So sieht das bei sehr vielen Leuten in der Praxis aus, wenn man sich die längste Pluginkette im Projekt anschaut. Je nachdem welche und wieviele Plugins auf den jeweiligen Spuren, Bussen usw zum Einsatz kommen, ist dann die Singlecoreleistung der limitierende Faktor.
Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hat man idealerweise eine CPU, die viele Kerne bei hohem Takt und hoher IPC bietet. Für Leute die wirklich viele parallele Spuren haben und gleichzeitig lange Pluginketten im Projekt aufbauen, könnte so ein 9990XE derzeit die ideale CPU sein, wenn man denn an eine ran kommen würde. Wobei ich schwer hoffe, dass die kommenden Ryzen ihre bisherigen Latenzschwächen ablegen und zukünftig auch in DAW-Anwendungen gleichziehen bzw sogar überholen. Bisher war das selbst in stark parallelen Projekten nicht der Fall.
 

MK one

Banned
Dabei seit
März 2017
Beiträge
4.889
Na ja , mir ist auf alle Fälle das virtuelle Mischpult lieben , da ist alles reversibel , gefällt etwas nicht wird der Effekt zurückgenommen und was deine langen Plugin Ketten betrifft , viel hilft nicht immer viel , da bin ich kein Fan von . Ich denke für den von dir genannten Einsatzberech wird der TR3 ( nicht Ryzen3xxx ) dann noch geeigneter sein als ein 9990XE ( und wesentlich günstiger ) . 16 - 48 ? Kerne mit Boost bis 5 Ghz , da kann man von ausgehen , weil TR3 wie gehabt , die besten 5 % der Die s nach Epyc Rome bekommt .
Selbst mit einem virtuellen 48 Tracks Mischpult käme da immer noch ein Kern auf einem Track ... , ganz zu schweigen von den 64 PCIe Lanes , da kann man schon einige ziemlich mächtige DSP und Effektboards einbauen und notfalls mit sieben verdammt schnellen NVME s arbeiten und wenn das nicht reicht noch ein paar Sata SSD s hinzupacken ...
 

druckluft

Captain
Dabei seit
Juli 2010
Beiträge
3.422
Naja in der Praxis kommt man eben recht schnell zu langen Plugin Ketten. Das geschieht vor allem dann sehr schnell wenn man sich strukturierte Templates anlegt, in denen FX Busse, Mix Busse usw schon existieren. Das erspart einem viel viel Arbeit, wenn die Struktur schon so angelegt ist, dass sich zB alle Synth-Parts mit einem Faderklick von den Vocals ducken lassen. Oder die Mix-Busse so angelegt sind, dass ich gewisse Parts blitzschnell zusammen per EQ bearbeiten kann, ohne erst im Fall des Falles alles manuell umrouten zu müssen. So zu arbeiten optimiert den Workflow und hat nichts mit einem zuviel an Bearbeitung zu tun. Klar jeder mischt anders, aber die Aussage 'viel hilft nicht immer viel' ist definitiv fehl am Platz. Der eine brauchts, der andere nicht und wenn dem so wäre, würden alle noch auf ner 4-Spur Kassetten-Maschine mixen. Deswegen muss jeder der sich nen neuen DAW-Rechner anschafft bischen damit beschäftigen, wie sein eigener Workflow aussieht. Wenn man da zum Ergebnis kommt, dass eine hohe Singlecoreleistung von nöten ist, dann ist das eben so.
Auf jeden Fall wäre es Wünschenswert, dass die kommenden AMD-CPUs (inkl. TR3) ihre hier die Messlatte höher legen. Aber ob dem so ist, wissen wir leider noch nicht. Bzgl. den Threadrippern sah es da bei DAWs selbst in parallelen Szenarien leider nicht gut aus. Ob der angepasste Scheduler auch hier Abhilfe schaft, habe ich noch nicht gelesen.
 

MK one

Banned
Dabei seit
März 2017
Beiträge
4.889
Der TR3 ist vollkommen anders aufgebaut wie ein 2990 WX , da müssen die Kerne von 2 Die s den Umweg über die anderen Dies nehmen um auf den Speicher zugreifen zu können , Bei TR3 hat jeder Kern annähernd dieselbe Latenz beim Zugriff auf den Speicher , da der IMC im I/O Die liegt , es sind keine 2 mal Dualchannel Controller mehr sondern ein Quadchannel Controller . Der TR3 32 Kerner düfte einen recht hohen Basis Takt haben , schätzungsweise 4 Ghz oder leicht darüber und der Boost dürfte bei 5/5,1 Ghz liegen , ich schätze ja mal das ein gestaffelter Boost kommen wird meinetwegen 8 C bei 4,8 / 5 Ghz oder 16C bei 4,7 Ghz und 32 C bei 4,2 / 4,3 all core Boost
 
Zuletzt bearbeitet:
Top