Diese Beharrlichkeit in der Entwicklung bei Dualcores stehen zu bleiben, kann ich nicht nachvollziehen.
Davon ist doch gar keine Rede. Das Problem ist, dass man, bei gleichem Prozessortakt, einen erheblichen "Quad-Aufpreis" bezahlen muss
ohne dafür eine entsprechende Mehrleistung zu erhalten. Dies sogar bei vielen Anwendungen, die theoretisch beachtlich Vorteile durch Multicore hätten. Games haben darüber hinaus noch erhebliche programmiertechnische Schwierigkeiten mit der Multi-Core Architektur an sich.
Dies ist ein Novum, was die Bewertung neuer Prozessorgenerationen angeht:
Früher wurden einfach die Taktraten gesteigert. Die teuren "Neuen" waren schneller als die "Alten" und zwar
immer! Egal, um welche Anwendungen es sich gehandelt hat.
Heute winken dir die Quads freundlich zu aber deren theoretische Mehrleistung verpufft fast vollständig. Und gerade in punkto Games beruht das nicht auf Faulheit, Dummheit, Geld- oder Zeitmangel der Spieleprogrammierer sondern auf der Tatsache, dass Games von ihrem programmtechnischen Grundaufbau her "eigentlich" nicht parallelisierbar sind.
Die momentane Praxis, "Pipifax" wie KI oder Backgroundsounds auszulagern sind nicht der Beginn der glücklichen Ehe Games<->Multicore sondern hilfloses Herumgecode an einer Hardwarestruktur, die die (Game-)Programmierer letztlich weder brauchen noch wollen. Selbst der "Cell" Chip der PS3 nutzt momentan nur einen seiner acht Cores und erreicht praktisch nur P4 (SC) Leistungswerte.
Ich habe auch das Gefühl, das hier Leute systematisch vom Kauf von Quads abgehalten werden, um die etablierte Basis der Dualcores nicht zu schnell veraltet erscheinen zu lassen. Der Anti-Quad Trend in diesem Forum ist bedenklich und zu konservativ.
Ja, vielleicht aber das geht auch genau umgekehrt:
Seit der Masseneinführung von halbwegs preiswerten Quads (Stw. Q6600) haben 2 Begriffe in den einschlägigen Foren einen geradezu inflationären Hype erfahren:
1.Zukunftssicherheit
2.Videobearbeitung
zu 1: Es ist natürlich klar, dass man für die "Zukunftssicherheit" einer CPU trommelt, wenn die "Gegenwartstauglichkeit" lächerlich gering ist (2,4 GHz Standardtakt, 2 Cores im ewigen Idle) und nur durch erhebliches OC mit Mühe (Mobo-, NT-Belastung, hoher Stromverbrauch, Temps, OC-Versager) wieder zurückgeholt werden kann.
zu 2: Zu SingleCore Zeiten war die Behauptung, einen PC nennenswert häufig für "Videobearbeitung" (oder allg. für rel. leicht parallelisierbare Anwendungen) zu nutzen eher eine Rarität. "Dicke" PCs waren Gamemaschinen sonst nix.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele (Möchtegern-)Quadkäufer hier mit "Videobearbeitung" eine Pseudobegründung für ihre Kaufentscheidung vorschieben. Letztlich aber sind sie nur irrational "angetörnt" von der "Power of Quad" oder es handelt sich um schlichte Poserei vor den Kumpels oder der Forengemeinde...
Wäre da mehr dran, müsste es doch auch viele Quaduser mit kleinen Grakas geben denn fürs Encodieren/Decodieren braucht man die "Graka-Monster" ja nicht.
Sowas habe ich aber eigentlich noch nie gesehen
