News Quantencomputer: Intel liefert 17-Qubit-Testchip an Forscher von QuTech

Volker

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#1

Turas

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#2
Was sind denn Größenordnungen, ab dem man so einen Chip sinnvoll einsetzen kann? 17 Qubit scheinen ja noch nicht zu reichen, um für irgendeine Anwendung Vorteile zu erzielen.
 

thehintsch

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#3
"Störgeräusche zwischen den QBits"? Etwas komisch hier von Schall zu sprechen, ich würde es vielleicht Rauschen nennen (beides "noise"?).
 
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#9
@thehintsch @colindo
Ich würde eher soweit gehen, es eventuell "Übersprechen" zu nennen, was dann zu einem erhöhten Rauschen und damit zu einem niedrigen Signal-Rausch-Abstand führt. Wenn man das hier überhaupt so nachrichtentechnisch ausdrücken darf und kann. Vermutlich war die ursprüngliche Bezeichnung schon nur eine mehr oder weniger gute Umschreibung des eigentlichen Effekts, den aber normale Elektro- und Informationstechniker nicht auf Anhieb verstehen würden.
 
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#10
Das könnte der Anfang vom Ende vieler Berufe sein.... Bin mal gespannt ob es wirklich was wird damit.
 
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#13
Das könnte der Anfang vom Ende vieler Berufe sein.... Bin mal gespannt ob es wirklich was wird damit.
Immer wieder lustig, diese Aussagen. Vielleicht hättest du besser im Mittelalter oder noch besser in der Steinzeit gelebt, ohne irgendwelche technischen Errungenschaften. Da hätte dann jeder seinen Job gehabt, z.B. Jäger oder Sammler und wäre total glücklich gewesen.
Gleichzeitig hoffe ich für dich, dass du noch nicht deutlich über 20 Jahre alt bist, ansonsten wärst du aller Wahrscheinlichkeit nach nämlich schon tot.
 
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#14
@Precide
@Bl4cke4agle

Es ist nicht so als wenn ich es schlecht finde das Jobs verschwinden (gut dass kommt jetzt schnell so rüber). Es werden auch wieder neue entstehen so wie es schon immer passiert ist.

Das Endziel wäre doch sowieso irgendwann mal alles soweit zu Automatisieren das keiner mehr Arbeiten MUSS.
 
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#16
Rechenleistung alleine gefährdet noch nicht Arbeitsplätze erst was damit angefangen wird;)
Quanten-Computer sind noch weit davon entfernt für den Alltagsgebrauch. Steht aber auch im Artikel, dass es sich hier um ein Test-CPU zu Forschungszwecken handelt.

Natürlich wir es mit fortschreitender technischen Entwicklung Berufe wegfallen aber es entstehen auch neue Berufe. Aber die Einführung von neuer Technologien passiert nicht von heut auf morgen, sondern ist ein schleichender Prozess, dass man genügend Zeit hat sich umzuorientieren bzw. der Arbeitsmarkt anpassen kann.
 

Volker

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#17

stwe

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#19
Was sind denn Größenordnungen, ab dem man so einen Chip sinnvoll einsetzen kann? 17 Qubit scheinen ja noch nicht zu reichen, um für irgendeine Anwendung Vorteile zu erzielen.
Das reicht bei weitem nicht. Das Problem an den Quantencomputern ist ja, dass mit zunehmender Anzahl an Qubits die Wahrscheinlichkeit steigt einen Fehler in der Berechnung zu haben. Um das Auszugleichen, führt man dann Quanten-Fehlerkorrekturen ein, mit denen sich die Fehler wieder rausrechnen lassen. Aber für die Quanten-Fehlerkorrektur braucht man wiederrum mehr Qubits etc. Und irgendwann gibt es dann eine bestimmte Anzahl, in der die Anzahl der benötigten Qubits langsamer steigt als die Anzahl an Fehler die man korrigieren will.

In dem Zusammenhang unterscheidet man auch zwischen physischen und logischen Qubits. Physische Qubits sind wirklich physikalische Zwei-Level-Systeme (z.B. Spins von Elektronen in Festkörpern oder Ionen oder auch supraleitende Quantenschaltkreise). Ein logisches Qubit ist dann ein Qubit, welches fehlerkorrigiert ist. Es besteht dann aus mehreren hundert bis tausend physischen Qubits.

In diesem Paper (https://arxiv.org/pdf/1208.0928.pdf, Open Access) wird die Anzahl der Qubits berechnet, die man für die Faktorisierung eine 2000bit Zahl benötigt (also ungefähr ein RSA 2048-bit Key). Der Shor-Algorithmus für diesen Anwendungsfall benötigt laut Paper 4000 logische "computational" Qubits. Je nach dem welche "Fehlerrate" man annimmt braucht man jetzt eine unterschiedliche Anzahl an physischen Qubits pro logischem Qubit, das Paper geht hier von 14500 physischen Qubits aus. Das sind also schonmal 58 Millionen physische Qubits. Allerdings braucht man dann noch Unmengen an physischer Qubits um bestimmte Anfangszustände zu präparieren. Das Paper spricht also von 1 Milliarde physischer Qubits für einen relativ unoptimierten Fall.

Ganz am Ende schreiben sie dann noch was passiert wenn man einen bestimmten Algorithmus für die Fehlerkorrektur verwendet und alles optimiert, dann benötigt man "nur" noch 130 Millionen physischer Qubits. Damit könnte man die 2000bit Zahl in ca. 26 Stunden faktorisieren, womit RSA 2048 endgültig gebrochen wäre.
 
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#20
Gibt's denn konkrete Informationen dazu, was für eine Art von Problemen sich mit diesem Chip effizient lösen lassen? Also nicht unbedingt schneller als mit klassischen CPUs, aber für welche probleme kann ich damit grundsätzlich anders / effizienter angehen als mit klassischen Logikschaltungen?
 
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