Zum Thema Doping noch, weil es ganz gut reinpasst:
https://www.sportschau.de/investiga...tem,fuentes-spanisches-doping-system-100.html
Meiner ERinnerung nach gab es ja damals schon kritische Stimmen, die sich verwundert die Augen gerieben haben, dass der Fuentes-Skandal im Radsport in Deutschland und Frankreich große Wellen geschlagen hat, während es in Spanien relativ ruhig blieb und eine Aufarbeitung eher halbherzig statt fand.
Ein Gerücht, was ich damals immer wieder gelesen habe, war, dass etliche Fußballer von Real Madrid und FC Barcelona beim ihm Kunden waren.
Jetzt kommen noch die Olympischen Spiele 1992 dazu.
Ich tue mir deshalb immer etwas schwer, wenn im Radsport (und oft ja auch im Langdistanz-Triathlon) "Verdachtsmomente" geäußert werden, gerade in unseren ÖRR-Medien. Ich erinner mich sehr gut an das Sportstudio-Interview mit Patrick Lange nach einem seiner Hawaii-Siege und die erste Frage des Moderators war, wie das ohne Doping überhaupt möglich sei. Da wäre ich am liebsten durch den Bildschirm gekrochen und hätte dem Links und Rechts eine geballert. Das ist so eine pseudo-kritische Journalismusform, die sich in erster Linie durch den totalen Mangel an Fachkenntnis auszeichnet.
Und bei anderen Sportarten, in welchen es um deutlich mehr Geld geht, herrscht in genau eben jenen oftmals Medien das große Schweigen im Walde und es wird von vorne herein erstmal davon ausgegangen, das alle sauber sind.
Insofern sind solch Beiträge wie der oben gepostete sehr zu begrüßen, da sie ein differenzierteres Bild zeichnen.
Letzten Endes wird es da draußen wohl in jeder Sportart Leute geben, die die Grenze zum Verbotenen überschreiten. Solange man aber nichts konkretes nachweisen kann, sollte man den Ball flachhalten.
Jetzt zum eigentlichen Thema des Threads
Gestern ein sehr sympathischer Sieger "aus dem Maschinenraum". Freut micht, wenn die Arbeiter in der dritten Woche auch ihre Chance bekommen und dann sogar nutzen.
Georg Zimmermann, den ich bisher etwas vermisst habe, zeigt sich auch stark auf den letzten Etappen. Bei einer 36-köpfigen Spitzengruppe muss natürlich dann schon alles passen, damit es für den ganz großen Wurf reicht. Hat es bei ihm gestern leider nicht.
Ich vermute, heute wird auch eine Gruppe gehen dürfen. Ob sie allerdings durch kommt?
Ich wünsche Simon Geschke, dass er sich heute oder morgen nochmal zeigen kann bei seiner letzten Tour.
