RAM: Quadchannel vs. schneller Dualchannel

brause1701

Ensign
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Hallo Community, ich frage mich schon länger wieviel Quadchannel (*well-e) bzw. schneller RAM bringt. Schneller RAM im Dualchannel wird häufig empfohlen, vom Quadchannel wird als sinnlos abgeraten. Wie verhalten sich bspw. 2666 Quad vs. 3000 Dual zueinander unter der Annahme identischer Latenzen und Kapazität bei DDR4? Der Preis soll an dieser Stelle keine Rolle spielen!
 
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Hängt einzig und allein von der Plattform ab, sprich Sockel 1151 => Dualchannel, Sockel 2011-3 => Quadchannel. Bei Sockel 1151 gibt es keinen Quadchannel.
Bei Dualchannel macht schnellerer RAM (3000-er, 3200-er) Sinn, da so vor allem die Minimal-FPS teils deutlich steigen. Bei Quadchannel ist die Bandbreite auch mit langsamerem RAM schon sehr hoch und mehr als DDR4-2400 lohnt sich beispielsweise bei einem Haswell-E System nur in ganz speziellen Ausnahmefällen.


MfG
 
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Hat man dann faktisch immer beim Quadchannel Nachteile weil man nicht so hohe Frequenzen erreichen kann? Es heißt ja, dass die -E Prozessoren nur geringfügige RAM-taktsteigerungen zulassen und dass für eine Skylake K-CPU 3000er RAM machbar und sinnvoll ist.
 
die Frage ist ja auch muss man 4 Kerne oder 6-10 Kerne mit Daten füttern ... bei 6-10 ist natürlich Quadchannel besser weil einfach schneller Daten für alle Kerne da sind.

Und Nachteile wegen geringerem Takt ?

Sorry ein wenig Mathe und 1x1 wären schon gut.

Was bringt dir mehr 2 x 3200 Mhz = 6400 Mhz oder 4 x 2400 Mhz = 9600 Mhz ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Man hat überhaupt kein Nachteile durch Quadchannel. Die Wahl zwischen Quad- und Dualchannel ist mit der Wahl des Sockels erledigt. Bei 1151 gibt es nur Dualchannel, bei Sockel 2011-3 gibt es nur Quadchannel. Wenn man weniger als zwei oder vier Riegel in das jeweilige System steckt nutzt man dies nicht aus.


MfG
 
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Zitat von brause1701:
Hat man dann faktisch immer beim Quadchannel Nachteile weil man nicht so hohe Frequenzen erreichen kann?

Man kann die Frequenzen auch beim Quadchannel erreichen. Wie kommst du darauf, dass dem nicht so wäre?

Ist aber schon bei halber Frequenz genauso schnell wie Dualchannel.

RAM wird mit steigender Frequenz teurer. Quadchannel ist also bei gleicher Geschwindigkeit billiger, bzw bei gleichen Kosten doppelt so schnell.
 
Von welcher Software reden wir die verwendet wird?
 
Natürlich ist es vom Sockel abhängig, darum soll es auch nicht gehen! Die Frage ist, ob Quadchannel einen potentiellen Vorteil beim RAM-Takt ausgleichen kann oder nicht?! Ich meine gelesen zu haben, dass die RAM-Controller der -E CPUs keine hohen Taktraten zulassen. Zumindest weniger als bei den "normalen" Haswell oder Skylake CPUs.

@Fujiyama:
Ich verwende GIS-Software (GRASS) und parallel eine PostGIS-Datenbank. Dazu kommen virtualisierte Web-Anwendungen auf einer Ubuntu-VM zu Testzwecken.
 
Das Haswell-E nicht mit so hohem RAM Takt klar kommt ist richtig, dank Quadchannel ist der aber auch nicht nötigt. Generell wird die Speicherbandbreite bei Quadchannel höher sein, auch wenn der RAM dort mit einer niedrigeren Frequenz arbeitet. DDR4-3000 bietet rund 24 GB/s Speicherbandbreite pro Kanal, macht bei Dualchannel also 48 GB/s. DDR4-2400 hat eine Speicherbandbreite von 19,2 GB/s pro Kanal bei Quadchannel also 76,8 GB/s. Somit bietet die Quadchannel DDR4-2400 Konfiguration 60 % mehr theoretische Speicherbandbrite als die Dualchannel DDR4-3000 Konfiguration.

Ob und wie viel dir das bei deinem konkreten Anwendungsfall bringt kann ich aber nicht abschätzen.

Edit: Hier noch ein Test zur RAM Skalierung bei Haswell-E. Es zeigt sich, dass mehr als DDR4-2400 nicht nötig ist da die Bandbreite, wie oben hergeleitet, hiermit schon sehr hoch ist. Nur ein Benchmark (Redis) kann mit mehr Bandbreite noch etwas anfangen.


MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Der TE versteht halt nicht wie RAM funktioniert und was alles bei einem Datenabruf passiert.

Schneller RAM aka 3200er hat hohe Latenzen langsamer Ram aka 2400er geringere weil eine Speicherbaustein eine gewisse Zeit brauch eh er arbeiten kann und diese aber nicht vom Gesamttakt abhänging ist.

sieht man hier z.b. gut.
https://de.wikipedia.org/wiki/DDR-SDRAM#Latenzzeiten_im_Vergleich
geht zwar nur bis DDR3 2133 aber das hat sich mit DDR4 nicht geändert.

Deswegen dauert es bei beiden Riegeln ungefähr gleich lange eh Daten fliessen ... und Somit ist am Ende die gesamtübertragungsrate ausschlaggebend und das ist dann das einfache Mathe was ich oben schon gesagt habe.

Programme / Software ... wer mit VM`S arbeitet und dort viele gleichzeiti einsetzen will dem ist der RAM Speed sicher auch wichtig aber das ganze auch indirekt da er ja eigentlich gerne mehr als 4 CPU Kerne haben mag.
 
Um auf mein Eingangs erwähntes Szenario zurück zu kommen:

Zitat von brause1701:
Wie verhalten sich bspw. 2666 Quad vs. 3000 Dual zueinander unter der Annahme identischer Latenzen und Kapazität bei DDR4?

Der 2666 Quad sollte zumindest niemals schlechter sein. Ob man etwas gewinnt hängt von der Anwendung und den weiteren Komponenten ab (klar). Damit sind für mich aber die Empfehlungen für schnellen RAM bei Haswell, Skylake gegen die Aussage "Quadchannel bringt nix" schlicht falsch. Da ich für die VMs und Berechnungen in GRASS viel RAM brauche und zudem von >4 Kernen profitiere, liegt für mich der Nutzen der "E-Plattform" klar auf der Hand.
 
Also irgendwie bin ich komplett durcheinander.....
HIER
HIER


Ich verstehe zwei Aspekte nicht

1. Ein Modell hat 3200MhZ der andere 3000MhZ
Beide sind V2 dennoch ist ein Modell Single Rank und der andere Dual Rank....
Häää?

2. Wieso kosten beide Modelle gleich viel, wenn das eine Modell 200MhZ mehr Leistung besitzt?????

3. Welches beider Modelle empfehlt Ihr?
Wie bereits gesagt
Ryzen 5 2600X
MSI Toahawk B450

Sorry das ich immer wieder nachfrage aber das Produkt ist für einen sehr sehr guten Freund.
Daher die detaillierte Nachfrage
 
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