Rentendiskussion

Mustis schrieb:
Für 1/4 ist ein kaputter Kühlschrank ein echtes Problem? Beweise dafür? Selbst ein H4 Empfänger bekommt sofort einen neuen übers Amt, wenn seiner defekt ist. Ein Kühlschrank gehört zum Mindeststandard.
Nein, bekommt er nicht, der bekommt ihn ggf. bei der Erstausstattung, wenn er kaputt geht, muss er das aus Angespartem aus dem Regelsatz hinbekommen. Da die Regelsatzaufschlüsselung schon bei der Einführung absichtlich jenseits jeglicher Realität war, um die Löhne auf den Arbeitsmärkten senken zu können, hat sich die Diskrepanz zwischen Regelsatz und wahren Kosten dank Preissteigerungen und ebenfalls realitätsfremden bis ausbleibenen Erhöhungen des Regelsatzes weiter verschärft.
Bei Sozialhilfe, wie sie früher alle Arbeitslosen abseits Arbeitslosengeld hatten, gab es die Sachleistungeen dauerhaft.
Schröder und Fischer haben das im Auftrag der Bertelsmannstiftung ab 2003 zum Negativen geändert.
Gerade durch die Inflation hat man mit Hartz verloren, genauso wie die Niedriglohnrentner, weil hat nie ansatzweise eine 1:1 Angleichung an echte Inflation stattfindet, also wo 90% des Einkommens für Wohnen, Essen und Strom abgehen. Man schmilzt so immer weiter den Lebensstandard ab, absichtlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
@killy
Habe ich nie geschrieben. Natürlich sollte ein die Höhe von der Leistung abhängen. Ist es bei einem Sparplan oder einer Versicherung anders?
Leistung sind die Beitragszahlungen. Ehrenamt bringt der gesetzlichen Rente nix. Nur Geld.

Zu einer Mindestrente mal etwas Grundsätzliches. Egal ob 700, 850 oder 1050€ . Für die arbeitende Bevölkerung ist diese ungerecht. Mal angenommen ich erarbeite mir eine Rente von 1300€ und nun wird eine garantierte Mindestrente von 1050€ eingeführt. Also habe ich 40-50 Jahre Beiträge für 250€ Rente gezahlt. Fair wäre es nur, wenn die Mindestrente eine Art 0.Säule bilden würde + erarbeitete gesetzliche Rente. (Also im Beispiel 1050+1300)Entweder man hat eine oder halt Pech und nur die Mindestrente.
Genau diese Probleme habe ich mit allen Systemen zu irgendeiner Art von Mindestsicherung, sei es Rente oder bedingungsloses Grundeinkommen, bei welchen der zusätzlich verdiente Lohn angerechnet wird. Derjenige der arbeitet ist der doofe dabei.

Edit:
Mir ist übrigens klar, dass jetzt wahrscheinlich schon die ersten vom schlecht Verdiener Tippen, welche nur 600 Euro Rente erhalten ABER auch da ist die Ungerechtigkeit gegenüber Langzeitarbeitslosen, welche vielleicht nur 100 oder 300€ Anspruch haben.

Der ursprüngliche Anspruch müsste erhalten bleiben.
 
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Ich bin alles andere als ein HArdcore Kapitalist.
Keine Ahnung wie ausgeprägt die Einstellung bei dir ist. Was du schreibst klingt halt in meinen Ohren schon recht hart. Im Gegenzug darfst du mir aber gerne Naivität vorwerfen.
Ich verstehe deine Argumentationskette. Und wie gesagt, man kann dieser Meinung sein, dass am Ende aller Details eigentlich immer stehen bleibt, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Das einzige was ich sage ist, das es Menschen gibt die soviel Schmieden können wie sie wollen, sie werden aus ihrem Loch nicht heraus kommen. Viele weil sie es wirklich nicht können, andere womöglich weil sie nicht (mehr) wollen. Nach dem xten unbezahlten Praktikum geben viele irgendwann die Hoffnung auf.

Am Ende bleibt bei dir stehen, dass sich jeder selbst aus dem Dreck ziehen sollte und wers nicht schafft bleibt auf der Strecke (oder wird wenigstens zum moralischen Freiwild erklärt). Du würdest die Leute vermutlich auch nicht verhungern lassen, aber mehr als unbedingt nötig haben sie auch nicht verdient. Ich dagegen sehe die Habenden in der Pflicht, sich für die schwächeren einzusetzen, auch auf die Gefahr hin, dass sich mal nen Schmarotzer durchfüttern lässt. Deine Sichtweise finden die Armen ungerecht, und meine eben die Habenden. Irgendeiner fühlt sich immer auf die Füße getreten. Ich bin kein gläubiger Christ, aber Nächstenliebe, Vergebung, Hilfe, Solidarität, Gemeinschaft und all dieser nutzlose und naive Spinnerscheiß sind mir eben wichtiger als Geld und wirtschaftliches Wachstum.

Was ich mich immer Frage ist (kein Vorwurf an dich!!!) woher diese Einstellung kommt. Du stehst damit ja auch nicht alleine da. Im Gegenteil. In Summe dürfte ich mit meiner spinnerten und naiven Vorstellung einer besseren Welt, wo sich Menschen helfen statt sich umzubringen, im Gegensatz zu dir recht, einsam dastehen. Nicht falsch verstehen. Wenn man dich und all die anderen ohne Vorbedingung vor die Wahl einer gnadenlosen Ellenbogengesellschaft vs. kooperative Gesellschaft stellen würde, würden vermutlich auch die meisten sich für die kooperative Variante entscheiden.
Aber warum lebt der aller größte Teil der Menschen im Alltag etwas anderes, als das was sie sich eigentlich wünschen?
Ich kanns mir nur so erklären, dass dieses Prinzip immer höher, weiter, schneller als der Nachbar und dieses Konkurrenz und Rivalitätsdenken so hart in unserer Genetik verdrahtet ist, das der Verstand es nicht schafft sich drüber hinweg zu setzen. Hinzu kommt scheinbar auch, dass diese Art zu leben die einzig richtige ist. Extrem krasses Gegenmodell könnten die San sein. Klar, aus unserer Sicht leben die nichtmal im Mittelalter sondern in der Steinzeit. Aber das tun sie zig tausenden von Jahren ohne richtigen Besitz und ohne ihrer Umwelt zu schaden. Und viele antworten auf die Frage ob sie zufrieden sind mit "ja". Vielleicht kann man sich ja irgendwo in der Mitte treffen?

Fast alle die ich kenne wünschen sich am Ende aller Diskussionen (und ich führe viele;-) ) eine friedliche Welt in der man in halbwegs intakter Umwelt frei leben kann. Details unterschieden sich aber im Prinzip sind sich fast alle einig.
Nur sagen ebenso fast alle, das wird eh nix, also braucht man es auch nicht versuchen, und solange die anderen nicht anfangen, mach ich erstmal garnix. Ich bin doch nicht blöd, am Ende nimmt mir einer was weg.
Ergebnis: Alle spielen weiter wie bisher das jeder gegen jeden Spiel. Es werden zwar volatile Koalitionen gebildet um kurzfristig einen Vorteil raus zu schlagen, aber keiner ist bereit mal die Grundlegenden Regeln des Spiels zu ändern.

Solange aber keiner an die zugrunde liegenden Regeln geht, bleibt bei einer Rentendiskussion leider nur das sich weiter im Kreis drehen. Das Geld wird weiter knapp sein und die die das Glück haben welches zu besitzen, werden es sich von denen die nix haben nicht wegnehmen lassen wollen. Man kann also bis zum Sankt Nimmerleinstag über die mehr oder weniger gerechte Verteilung von in Summe zu wenig reden. Oder man denkt mal kreativ und abseits der alten Pfade über komplett andere Alternativen nach.
Aber leider ist unser Wirtschaftssystem, und damit einhergehend die Probleme mit Arbeitsmarkt und Rente, ja Alternativlos. Wie so vieles heutzutage sooo unglaublich Alternativlos ist, dass es sich nicht mal lohnt über Alternativen nachzudenken.

Ich weiß also das ich naiv bin und aus Sicht der meisten Menschen dieses Landes einer völlig verrückten und unrealistischen Idee folge. Und ich weiß auch, das die Chancen meiner Vision verschwindend gering sind. Aber ich sehe auf der einen Seite eine winzige Chance, dass es wider Erwarten doch klappen könnte, während das weiter so unweigerlich in einer zerstörten Umwelt und Kriegen endet. Um meine Rente mach ich mir dann auch keinen Kopf mehr.

Und warum schreibe ich all den Mist?
Ich hätte vor nicht mal 15 Jahren sehr ähnlich wie Mustis (und viele andere auch) argumentiert. Aber offenbar ist in der Zeit irgendwas passiert was meine Meinung deutlich geändert hat. Und nein, ich bin nicht sozial abgerutscht, sondern habe das gemacht was ihr immer fordert. Ich hab mir mein Leben selbst und ohne Hilfe aufgebaut; hätte also auch alles Recht auf meiner Seite für den Erhalt des erreichten zu kämpfen.
Aber dennoch ist offensichtlich irgendwas passiert was mein Mindset geändert hat. Und ich hoffe schlicht und ergreifend, dass die in den nächsten Jahrzehnten kommenden Veränderungen das Mindset anderer Menschen eher in meine naive und spinnerte Richtung drehen, als in die Gnaden- und Herzlose Richtung wie sie Le Pen, AFD, CSU, UKIP... und all die anderen propagieren.

EDIT:
So böse es klingt, aber es ist tatsächlich sehr teuer ältere anzulernen.
Und was empfiehlst du was wir mit ihnen machen sollen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich jetzt als Bösewicht darzustellen ändert aber trotzdem nichts an der Realität.
Weiterbildung muss dann halt auch eigene Kosten in der Freizeit nach der Arbeit erledigt werden.
Aus dem gleichen Grund verdienen auch Frauen in Unternehmen ohne Tarifbindung noch weniger.
Mutterschaftsurlaub, Rückkehroption, Familienangelegenheiten, Kind ist krank etc. Sozialplan. All dies kostet und nicht das Geschlecht ist schuld. Die Unternehmen holen sich auf Umwegen halt dir Kosten wieder rein, welch vorgeschrieben wurde.
Ich befürworte gar nichts, aber man muss einfach die Ursachen sehen. Immer mehr Reglementierung kostet und daher auch die Lohnlücke. Wäre die verboten würden in paar Jahren die Statistiken sagen"Oh Frauen finden keine Jobs" usw.
 
@gaunt wo siehst du das ich eine ellenbogengesellschaft propagiere? Ich bin der meinung jeder soll beitragen was er kann. Unsere sozialsysteme sind sehr luxuriöse und auf hohem niveau. Es gibt wenige gesellschaften, die gleiches und mehr bieten können. Warum sollen dann, wenn dieses system zu teuer wird nur die habenden sich dran beteiligen damit ein teil den status quo behalten kann? Wo is das gerecht?
 
Mustis schrieb:
welche illegalen Einwanderer meinst du?

Warst du die letzten Jahre nicht anwesend? ;-)
Die merkelschen Gäste...
Da wurde sich über geltendes Recht hinweggesetzt.

gaunt schrieb:
Erklär das mal nem Lagerarbeiter der von seinem Gehalt ne Familie ernähren soll... Der hat bestimmt mal eben 100€ im Monat zum "zur Seite wirtschaften". Spätestens wenn du regelmäßig in die H4 Falle tappst (z.B. Bauarbeiter die im Winter gekündigt werden) bleibt dir gar nicht anderes übrig als illegal "auf die Seite zu wirtschaften". Denn alles was du hast musst du aufessen. Die einzige Option die du hast sind die von dir genannten Abzocker wie Riester. Das darfst du weiter, denn damit unterstützt du ja die darbende Finanzwirtschaft. Aber komm bloß nicht auf die Idee was zurück zu legen um das Leben zu genießen. Denn das darfst du als Harzer oder Aufstocker nämlich nicht.

Da hast du gewissermaßen Recht, aber ich denke einen gewissen Teil kann jeder sparen.
Ich nehm mal die Eltern von meiner Ex als Beispiel, die hatten auch nicht viel Geld, der dad war berufsunfähig und hat eine kleine berufsunfähigkeitsrente bekommen und die haben auch immer gejammert alles teuer etc. Aber geraucht hat jeder in der Familie...
Auf der einen Seite wird gejammert und auf der anderen das Geld rausgeworfen was man sinnvoller in Lebensmittel oder anderem hätte investieren können.
Und wenn du dich mal umschaust, wirst du bei vielen solche Beispiele finden wo das Geld einfach sinnlos zum Fenster rausgeworfen wird...
Da fehlt dann einfach der vernünftige Umgang mit Geld, den übrigen auch viele Leute nicht haben, die viel Geld verdienen. Merkt man besonders, wenn sie dann plötzlich (durch was auch immer) nicht mehr so viel haben.
Sowas sollte man vielleicht verstärkt auch in der Schule unterrichten, damit sich die Leute nicht sinnlos überschulden :(


gaunt schrieb:
Ich kenn die Diskussion doch aus dem eigenen Unternehmen. Ja, manche Skill Profile bekommt man nicht so leicht zu 100%. Wenn ich dann aber sehe das sich locker 30 Leute beworben haben die "nur" zu 80% gepasst haben und die man locker hätte fortbilden und einarbeiten können dann fehlt mir das Verständnis. Vor allem wenns dann noch heißt das die zwei 100%ter zu teuer waren.
Bleibt die Stelle eben leer und es wird Fachkräftemangel geschrien...
Defakto lags aber daran, dass man entweder nicht bereit war einem der beiden die zu 100% passen das marktübliche Gehalt zu zahlen oder nicht bereit ist, in einen 80% Bewerber mal einen Monat Fortbildung zu investieren. Und bei nem anderer Teil wird gar nicht mehr auf die Skills geschaut, die sind mit 50 schlicht zu alt.

Da kann ich nur zustimmen und meistens scheitert es ja daran, dass die Firmen nicht bereit sind auch einen fairen Lohn für die Arbeit zu bezahlen :(



Mustis schrieb:
Nicht verglichen mit dem Rest der Welt. Sondern mit Europa. Steht ja explizit dabei. Und ja, wenn man nahezu die höchste soziale Hängematte der Welt hat, muss man sich auch mal anhören, dass das ganze Gejammer auf sehr hohem Niveau ist.

Wäre mir neu, dass unsere soziale Hängematte die höchste der Welt ist... Vergleich doch einfach mal das Rentenniveau mit anderen Ländern, bei uns liegt es aktuell bei 48% und bei Österreich bei um die 93%...

Das gleiche mit den Krankenkasse, schau dir an was für Beiträge du bezahlst und was du dafür bekommst. Von hohem Standard kann da nicht die Rede sein, da einzige was hoch ist, sind jeweils die Beiträge die du dafür entrichten musst...
 
Hallo

gaunt schrieb:
Am Ende bleibt bei dir stehen, dass sich jeder selbst aus dem Dreck ziehen sollte und wers nicht schafft bleibt auf der Strecke (oder wird wenigstens zum moralischen Freiwild erklärt). Du würdest die Leute vermutlich auch nicht verhungern lassen, aber mehr als unbedingt nötig haben sie auch nicht verdient.
Richtig es muss einen Anreiz geben um es zumindest selber zu versuchen sich selber zu versorgen, der beste Antrieb ist ein leeres Portemonaie.
Ich wäre dafür das es die Häfte des Hartz4 Satzes in Gutscheinen gibt, für die man keinen Alkohol und keine Zigaretten bekommt.

gaunt schrieb:
Ich dagegen sehe die Habenden in der Pflicht, sich für die schwächeren einzusetzen, auch auf die Gefahr hin, dass sich mal nen Schmarotzer durchfüttern lässt.
Wie bitte, die Habenden in der Pflicht ? Das fehlt noch, du würdest wahrscheinlich am liebsten die Reichen enteignen/bestehlen und deren Besitz unter den Armen verteilen, zum Glück bleibt das nur ein feuchter Traum.

gaunt schrieb:
Deine Sichtweise finden die Armen ungerecht, und meine eben die Habenden. Irgendeiner fühlt sich immer auf die Füße getreten.
...
Vielleicht kann man sich ja irgendwo in der Mitte treffen?
Kapitalistische Egoisten wie ich würden am liebsten die gesetzliche Arbeitslosen- und Rentenversicherung auflösen, so das jeder selber privat vorsorgen muss/kann.
Verträumte Linke wie du würden am liebsten den Reichen Ihren Besitz wegnehmen um die Arbeitsscheuen zu belohnen und Ihnen ein bedingungsloses Grundeinkommen und eine Rente in Höhe von 2000€ ohne Gegenleistung geben.
Wenn wir das als extreme Gegensätze nehmen, dann befinden wir uns doch mit unserem System in einem guten Kompromiss, es gibt für alle Hartz4 und eine Grundsicherung im Alter von ca. 800-900€ (400€ Taschengeld + Miete).

gaunt schrieb:
Ich bin kein gläubiger Christ, aber Nächstenliebe, Vergebung, Hilfe, Solidarität, Gemeinschaft und all dieser nutzlose und naive Spinnerscheiß sind mir eben wichtiger als Geld und wirtschaftliches Wachstum.
Willst du jetzt echt gläubige Christen als Vorbild nehmen ?
Ein Pfarrer wird nach den Besoldungsstufen des deutschen Staats bezahlt (beginnt mit A13 ca. 4000€) und steht dann auf der Kanzel und hält der Omi auf Grundsicherung den Klingelbeutel vor die Nase mit den Worten "Teilt und gebt".

gaunt schrieb:
Ich kanns mir nur so erklären, dass dieses Prinzip immer höher, weiter, schneller als der Nachbar und dieses Konkurrenz und Rivalitätsdenken so hart in unserer Genetik verdrahtet ist, das der Verstand es nicht schafft sich drüber hinweg zu setzen.
Richtig, unsere Evolution beruht darauf: "Survival of the fittest".
Selbst bei Naturvölkern/Indianern (die Kapitalismus/Geld/Börse nicht kennen) ist derjenige mit dem größten Zelt, den meisten Ziegen, dem schönsten Schmuck der angesehenste im ganzen Dorf.

gaunt schrieb:
Hinzu kommt scheinbar auch, dass diese Art zu leben die einzig richtige ist.
Richtig oder wieso wollen so viele Menschen aus Süd-/Osteuropa, Afrika, Asien in die bösen kapitalistischen Länder wie Deutschland, GB, USA, Australien, Kanada ? Weil es hier unter dem Strich am besten läuft.

gaunt schrieb:
Extrem krasses Gegenmodell könnten die San sein. Klar, aus unserer Sicht leben die nichtmal im Mittelalter sondern in der Steinzeit. Aber das tun sie zig tausenden von Jahren ohne richtigen Besitz und ohne ihrer Umwelt zu schaden.
Die Zeiten sind lange vorbei: https://de.wikipedia.org/wiki/San_(Volk)#Die_San_heute Zitat: "Ein Großteil ist auf Farmen als Arbeiter angestellt. Nur wenige leben heute noch auf traditionelle Art und Weise."

gaunt schrieb:
Solange aber keiner an die zugrunde liegenden Regeln geht, bleibt bei einer Rentendiskussion leider nur das sich weiter im Kreis drehen. Das Geld wird weiter knapp sein und die die das Glück haben welches zu besitzen, werden es sich von denen die nix haben nicht wegnehmen lassen wollen.
Das Geld ist nicht knapp, es ist genug für alle, es ist nur nicht gleichmäßig verteilt, daran ist aber nicht das/ein System schuld sondern gierige Menschen die gierig handeln und diese gierigen Menschen gibt es in jedem System.
Im Kapitalismus sind das die Kapitalisten, Bänker, Firmenbosse, etc. die sich die Taschen füllen, im Kommunismus sind es die Oligarchen und die Genossen in der Führung die sich die Taschen füllen.
Selbst bei Linken wie z.b. in Griechenland gibt es die da oben die sich die Taschen füllen, z.B. Varoufakis der 25000$ pro halbstündigen Vortrag über ungerecht verteilte Güter kassiert.
Es reicht nicht aus das/ein System zu ändern, betrügen/abkassieren und gierig sein kann man in jedem System, man muss die Menschen ändern und bei der Mission wünsche ich dir viel Erfolg/Spaß.

Grüße Tomi
 
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@Bärenmarke wo sagte ich, es sei die höchste? Und seit wann ist Rente der einzige teil der sozialsystem?
 
Hmmm ... was haben christliche Werte doch gleich mit Pfarrern zu tun? Mir fällt da grade nix ein ;)

Ich halte diese "christlichen" Werte ebenfalls für wichtig (aber nicht für rein christlich), sie sind die Basis unseres Rechtssystems und damit in gewisser Weise auch Grundlage unserer Gesellschaft.
Mit Kirche hat das erstmal nix zu tun ... ebenso wenig, wie mit Angestellten der Kirche ... die katholischen verwalten nur die Reste des römischen Reichs, und die Evangelikalen sind reine Institutions-Agenten. Die "Werte" um die es da geht, findet man tatsächlich eher im Klingelbeutel.

Bei einer "anderen" Verteilung geht es auch nicht einfach darum, den "Habenden" alles wegzunehmen ... ein gewisser Anreiz muss schon bleiben ... zum Glück sind fast alle Menschen primitiv genug, dass Geld/Macht/Ansehen oder einfach das dickere Haus/Auto/Boot völllig ausreichen.
Eher ein Verteilungssystem, welches die krassen Unterschiede (im Lohn- und Leistungsniveau, sowie bei den Ansprüchen/Bedürfnissen) die wir heute für "normal" oder sogar "alternativlos" halten, etwas abfängt. Einfach ein Heer von Ameisen, die unten am Haufen knabbern, während der Teufel oben heiter weiter draufkackt ... der Haufen wird noch immer größer - nur nicht ganz so schnell wie aktuell..
Kapitalakkumulation ist nunmal ein fester Bestandteil des Kapitalismus und es ist seit über 150 Jahren bekannt, welche volkswirtschaftlichen Folgen es haben kann, wenn hier von staatlicher Hand nicht akrtiv gegengesteuert wird. Die soziale Marktwirtschaft in DE nach 1945 war da schon sehr vielversprechend ... aber vom "sozial" haben die Sozialdemokraten und Grünen ja nicht viel übrig gelassen ... die CDU hat dafür die 16 Jahre vorher einfach nicht den Mut aufgebracht ... Kohls Wundermittel war ja die Neuverschuldung ... die haben wir noch immer, aber nun haben wir zusätzlich noch die "Agenda 2010".
 
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was hier für eine überheblichkeit und vorverurteilung herrscht ist ja echt zu kotzen.
"arbeitslose sind faul"
"hartzer sind raucher und alkis"
"wenig verdiener sind zu blöd"

da kann sich so mach hoher herr hier wohl niemals vorstellen selbst mal in die lage zu kommen
 
Hallo

damn80 schrieb:
was hier für eine überheblichkeit und vorverurteilung herrscht ist ja echt zu kotzen.
Bei mir sind es die Erfahrungen die ich mit diesen Personen gemacht habe.

damn80 schrieb:
"arbeitslose sind faul"
"hartzer sind raucher und alkis"
"wenig verdiener sind zu blöd"
Nicht alle aber sehr viele, es sind weniger als ich befürchte aber auch mehr als du denkst, meiner Eltern hatten (bevor sie in Rente geganden sind) 30 Jahre lang eine Kneipe in der Düsseldorfer Bahnhofsgegend.

Ich habe die Hartz4 Empfänger erlebt, die bis zum 10. des Monats Ihr Geld versoffen haben und dann mit den Worten "Der Scheiß Staat gibt uns nicht genug zu essen" angekrochem kamen und um eine Scheibe Brot gebettelt haben.
Ich habe die Hartz4 Empfänger erlebt, die sich ausschliesslich über die Tafel ernährt haben nur um mehr Geld zum saufen und rauchen zu haben.
Ich habe die Eltern erlebt die, sobald das Kindergeld gekommen ist, Ihrem Kind ein Eis und eine Tafel Schokolade gekauft und den Rest dann versoffen haben.
Ich habe die Eltern erlebt die Ihr Kind ohne Pausenbrot hungrig zur Schule geschickt haben um mehr Geld zum versaufen zu haben.
Ich habe die Hartz4 Empfänger erlebt die Ihre Miete versoffen haben und dann provokativ erzählten "Wenn der Eigentümer mich raus klagt dann lasse ich mir vom Amt eine neue Wohnung geben.".
Ich habe die Arbeitslosen erlebt die in der Kneipe Tips und Tricks ausgetauscht haben wie man sich am besten aus einem Jobangebot raus windet, Knoblauch essen oder ungewaschen zum Termin gehen waren da Standardtips.
Ich habe die arbeitslosen deutschen Hilfsarbeiter erlebt die über Ausländer herziehen "Die scheiß Ausländer nehmen uns die Jobs weg", wo ich mir dachte "Welchem von euch Hilfsarbeitern nehme ich Medizintechniker den Job weg ?".
Ich habe die deutschen Hilfsarbeiter erlebt die, bei einem Ausländer mit einem teuren Auto, laut brüllten "Ach der macht doch bestimmt in Drogen oder Nutten", da konnte es gar nicht sein das er sich das Geld ehrlich verdient hat.
etc.
Das waren nicht nur eine Handvoll, das waren im Laufe der Jahre hunderte nur in dieser einen Kneipe.

Ich weiß das nicht alle so sind, aber solange unser soziales System so einfach ausgenutzt werden kann stimmt etwas mit unserem System nicht und mich stört es das ich das Leben von solchen Personen mitfinanzieren muss.

damn80 schrieb:
da kann sich so mach hoher herr hier wohl niemals vorstellen selbst mal in die lage zu kommen
Ist dir schon einmal der Gedanke gekommen das nicht jeder, der es zu etwas gebracht hat, geerbt oder etwas geschenkt bekommen hat ?
Sehr viele haben sich Ihren Wohlstand selber durch Ihre Arbeit verdient und Glück alleine reicht dafür nicht aus, man muss schon selber den Hintern hoch kriegen und etwas unternehmen.
Ich habe mit vielen geredet die sich über Ihr schlechtes Gehalt beschwert haben, wenn ich dann fragte wieso sie nicht eine Weiterbildung (z.B. Meister/Techniker) machen kam meistens "Abends oder Samstags Schule Nö keine Lust.".
Es ist zu einfach immer die Schuld im System oder beim Staat zu suchen, sehr viele würden die Schuld bei sich selbst finden, wenn sie mal bei sich selbst suchen würden.

Grüße Tomi
 
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eine Kneipe in der Düsseldorfer Bahnhofsgegend.
na das ist ja je nachdem ein punkt wo sich ein bestimmtes klientel halt konzentriert was dann sicherlich ein recht verzerrtes bild der "hartzer" darstellt.
ich bestreite keineswegs das es solche leute gibt und sicher "verwandelt" man sich mit den jahren der "langzeitarbeitslosikeit" wird zum akli aus langeweile und sicherlich auch faul.

ich war dies jahr 4 monate ohne arbeit , man gewöhnt sich dran nicht zu arbeiten und es ist auch ne starke umgewöhnung wieder zu arbeiten.
tollerweise verdiene ich nun deutlich weniger als vorher im selben job der jetzt dank lamborghini fahren noch deutlich fordernder ist.


mir ist vollstens klar das nicht jeder "besserverdiener" mit dem goldenen löffel geboren ist in form von erbschaft oder sonstigem nicht erarbeiteten vermögen.
der staat trägt schon ne grosse mitschuld an der aktuellen lage, er hat doch est die ganze zeitarbeiterei und das lohndumping ermöglicht.

das man am besten für sein geld was tut steht ausser frage nur gibt es da selbst bei gleicher tätigkeit extreme verdienstunterschiede. dei rossen firmen beschäftigen amliebsten niemanden mehr direkt sondern lagern alles an tochterfirmen und zeitarbeitsfirmen aus, die sind billiger und flexibler.
und der "einfache" zeiarbeiter ist letztlich gzewungen für weniger die gleiche und mehr arbeit als andere (stammbeschäftigte) zu machen.
 
Deine Erfahrungen aus einer Düsseldorfer Arbeitslosenkneipe sind aber auch nicht viel representativer, als meine Erfahrungen aus Studentenkneipen oder selbstverwalteten Arbeiter-Jugendzentren.

Die gleichen menschlichen Abgründe tun sich auch bei echten Malochern auf ... "der Staat zockt mich ab" (wegen Steuererhöhungen, Spritpreis, Renten-Null-Runde, oder wegen der Alkpreise) ... "diese Sozialschmarotzer, Ausländer, Politiker (oder was gerade ihren Zorn auf sich zieht) sollte man alle an die Wand stellen".
Der gleiche Mist, nur aus Mündern, die gut bezahlte Jobs haben ... 8 Stunden am Tag sind sie der brave Büroangestellte, und den Rest des Tages verbringen sie im Dilirium, schlagen Frau, Hund und Kinder - oder sie belästigen ihr ganzes Mietshaus mit Gestank, weil sie es nicht schaffen ihren Müll raus zu bringen, bis ihnen die Maden leise ins Ohr flüstern.
Solche Menschen gibt es in allen Klassen (sogar der hohe Adel hat seine Prügelprinzen, die sich einfach nicht benehmen können).

Beispiele für dieses Muster gibt es überall ... bei den Hartzern in der elterlichen Kneipe fällt es aber wahrscheinlich besonders krass auf. Wahrscheinlich hat sich dene Abneigung gegen diesen "Menschenschlag" schon damals angebahnt (mit elterlicher Hilfe) ... aber das ist natürlich rein spekulativ.
Sowas hat durchaus Vorteile ... ich habe ein paar Sekundärerfahrungen mit Drogen machen dürfen, die ich genau dadurch nie habe ausprobieren wollen. Evenrtuell sind es gerade diese Erfahrungen, die für dich die größte Motivation waren ... alles ist besser, als sich zu "diesem Pack" zählen zu müssen.

Aber gibt einem ein (gut bezahlter) Job plötzlich das Recht, die Verhaltensweisen zu zeigen, die du bei den Hartzern verurteilst.
Ich verurteile diese Verhaltensweisen bei jedem Menschen ... Egal ob der nun Hartz 4 bekommt, oder nach der Kündigung 10 mio Abfindung ... denn mit seinem Verhalten hat das ganz schlicht nichts zu tun.
Die Verbindung, die du zwischen dem Empfang von Sozialleistungen und derartigen Sozialisationsdefiziten implizierst, ist nicht viel stärker, als die Korrellation zwischen Kinder- und Storchenreichtum in einer Region. Das Verhalten kommt NICHT von Hartz4, genauso wie der Storch keine Kinder bringt ... als Statistiker sage ich dir, dass die gemessenen Kovarianzen in beiden fällen an nicht berücksichtigten "drittvarablen" liegen dürften, die beides beeinflussen.
Beim Storch-Kinder Ding ist es die intakte Umwelt, welche Störche genauso mögen, wie die Eltern von Kleinkindern ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die grundlegende Frage war ja, ob der Staat hier sich mehr dahinter klemmen sollte oder nicht.

Also ich kann nur sagen, dass ich leider aus bestimmten Gründen (müssten hier in einen Forum nicht breitgetreten werden) eine gewisse Zeit arbeitslos war.
Ich muss sagen, dass damn80 absolut Recht hat. Daran gewöhnt man sich sehr schnell - vielleicht sogar schneller als man denkt, wenn der Charakter mitspielt (vielleicht wurden schon ähnliche Dinge vorgelebt).
Bei mir war es glücklicherweise so, dass ich sehr ungern Hilfe annehme - der Gang zur Beantragung des ALG1 (kann man mittlerweile ja Online) war so unangenehm - ich glaube ich wäre einfach wieder gegangen, wenn mich meine Familie nicht hingeschleppt hätte.

Umgedreht waren diese Leute es aber auch, die mich nicht erst in den Trott kommen lasen haben. Als ich dann, meine jetzige, gute Stelle in Aussicht hatte, wurde ich unterstützt wie es nur ging.
Zum Umzug wurde ich dann auch sanft angeschoben (immerhin von Sachsen Anhalt nach Berlin). Viele in meiner Heimatstadt empfinden es schon als Zumutung, wenn die Arbeit in der nächst größeren Stadt (ca. 45 Minuten mit dem Auto) wartet und bleiben dann tatsächlich lieber arbeitslos oder nehmen den schlechteren Job.
Bei meinen Umzug haben manche mich angesehen, als ob ich in das Land wechsle. Sehr großes Problem dort. Meine Familie war da schon immer sehr flexibel.

Es gibt aber auch Menschen, die keine Familie haben oder schlechte Vorbilder und warum solle sich der Staat hier nicht dahinterklemmen?
 
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Das, was Andrea Nahles mit der Festschreibung des Rentenniveaus entschieden hat ist total verantwortungslos der jungen Generation. Schon jetzt müssen pro Arbeitnehmer knapp 20% des Bruttogehaltes an die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt werden – die 20%-Marke sollte nun wahrlich nicht überschritten werden. Deshalb sollte man in der Altersvorsorge mehr auf kapitalgedeckte Alternativen setzen.
 
Libertarian schrieb:
Das, was Andrea Nahles mit der Festschreibung des Rentenniveaus entschieden hat ist total verantwortungslos der jungen Generation. Schon jetzt müssen pro Arbeitnehmer knapp 20% des Bruttogehaltes an die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt werden – die 20%-Marke sollte nun wahrlich nicht überschritten werden. Deshalb sollte man in der Altersvorsorge mehr auf kapitalgedeckte Alternativen setzen.

Und was soll dabei herauskommen? Anstatt dass jeder in die gesetzliche Versicherung einzahlt, wird das Rentensystem geschmählert, indem sich bestimmte Berufsgruppen ausschließen. Das kapitalgedeckte System ist keine Alternative. Das effizienteste System ist und bleibt die staatliche. Oh ja die psychlogische Grenze zu knacken ist natürlich unzumutbar. Aber im Monat mindestens 100€ in das private System reinzubuttern, das ist realistischer. :freak:

Zum HartzIV-Thema: Ich war ja nun mittlerweile selber lange genug Empfänger. Vielen von Euch ist gar nicht bewusst, dass man sich in diesem System mit dem Thema Kosten der Unterkunft auseinandersetzen muss.Ich kann sagen, dass man die in Leipzig nicht mehr gedeckt bekommt bzw. extrem selten. Man muss es ständig aus dem Regelsatz bezahlen. Die Kommunen tragen den großen Anteil an die Kosten und so sparen die.
 
Mustis schrieb:
@Bärenmarke wo sagte ich, es sei die höchste? Und seit wann ist Rente der einzige teil der sozialsystem?

Sind dir jetzt die Argumente ausgegangen? Du sprachst doch von einer hohen sozialen Hängematte und ja hier geht es um die Rente...
Aber ich mein du kannst gerne auch die Krankenkasse mit Ländern wie Österreich oder Dänemark vergleichen und auch hier wirst du feststellen wir sind nur beim einzahlen Weltmeister...
Vor allem wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze liegt und dann trotzdem für jede Kleinigkeit immer bezahlen soll, obwohl man genug reinbuttert. Und wenn ich dann sehe wie meine Oma, die eig von den Beiträgen profitieren sollte auch immer jeden Mist noch extra bezahlen muss, fragt man sich schon wieso eig? Von daher finde ich es gut, dass man wengistens da die Möglichkeit hat sich den Staatsklauen zu entreisen.

Aber was ich damit eig. sagen wollte, vergleiche es mit andern Ländern und du wirst sehen es wird immer verhältnismäßig weniger einbezahlt, nur der Nutzen ist höher. Von daher kann man bestimmt nicht von einer hohen sozialen Hängematte reden...

Und ich greif auch gerne wieder mein Argument von oben auf, da inzwischen auch bekannt wurde was die Länder dieses Jahr für unsere illegallen Einwanderer ausgegeben haben. Bund 20 Milliarden, die Länder nochmal (wobei wohl vor allem Niedersachen zu kämpfen hat), sind wir schonmal bei 40 Milliarden ohne die Kommunen und andere Sozialetöpfe wie die Krankenkassen.
Das sollte einem eig. die Augen öffnen, dass wir uns das so nicht leisten können und man den einen Ast absägt auf dem man sitzt. Weil mit diesem Geld hätte man die Sozialsysteme wieder fit machen müssen, da die nächste Krise kommen wird und was ist dann, noch mehr Schulden?
 
Bärenmarke schrieb:
Sind dir jetzt die Argumente ausgegangen? Du sprachst doch von einer hohen sozialen Hängematte und ja hier geht es um die Rente...
Aber ich mein du kannst gerne auch die Krankenkasse mit Ländern wie Österreich oder Dänemark vergleichen und auch hier wirst du feststellen wir sind nur beim einzahlen Weltmeister...
Das wird gerne vom deutschen Staatsbürger verdrängt, ein noch viel größerer Teil lebt hingegen in völliger Unkenntnis. Die, die von diesen Missständen profitieren, verdrehen natürlich die Fakten, zensieren oder schieben Kritiker in die VT-Ecke.
Hier wird geherrscht nach dem System, halt du sie dumm, ich halt sie arm.

Bärenmarke schrieb:
Vor allem wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze liegt und dann trotzdem für jede Kleinigkeit immer bezahlen soll, obwohl man genug reinbuttert.
Gerade die Beitragsbemessungsgrenze ist doch das Ungerechte, ein Schutzzaun für die Reichen. Wer drüber liegt gewinnt, je höher, desto mehr.

Bärenmarke schrieb:
Und ich greif auch gerne wieder mein Argument von oben auf, da inzwischen auch bekannt wurde was die Länder dieses Jahr für unsere illegallen Einwanderer ausgegeben haben. Bund 20 Milliarden, die Länder nochmal (wobei wohl vor allem Niedersachen zu kämpfen hat), sind wir schonmal bei 40 Milliarden ohne die Kommunen und andere Sozialetöpfe wie die Krankenkassen.
Das sollte einem eig. die Augen öffnen, dass wir uns das so nicht leisten können und man den einen Ast absägt auf dem man sitzt. Weil mit diesem Geld hätte man die Sozialsysteme wieder fit machen müssen, da die nächste Krise kommen wird und was ist dann, noch mehr Schulden?
Wobei ich nix davon halte, Arm gegen Arm auszuspielen. Die Flüchtlinge sind jetzt nicht das Hauptproblem, was das Finanzielle angeht, aber im Zusammenspiel mit der Klienteloberschichtenpolitik von Schröder und Merkel + staatlicher Rückzug und damit Laissez-faire natürlich ein weiter Sargnagel in die klassische Gesellschaftsordnung.
Merkel hat gesagt, wir schaffen das, das kann sie dann ja in der nächsten Amtszeit beweisen. Entweder es stimmt oder wenn sie so weitermacht wie bisher, dann schafft sie uns.
 
ich werd einfach das komische gefühl nicht los das die regierung die kosten für die flüchtlingshilfe als investition sieht, für neue billige lohnsklaven.
die industrie reibt soch doch auch schon die hände.
 
Also die DAX Konzerne haben nur 54 Flüchtlinge eingestellt bzw. Azubis eingestellt.
Bei Mittelständlern sieht es ähnlich aus.
Deutschkenntnisse und Ausbildung steht bei vielen im Weg und die Industrie wird der Regierung wohl eins Husten und die grundlegende Bildung nachholen, welche selbst für geringfügige Jobs nötig ist, da wird die Regierung selber rauskommen müssen.
Hochqualifizierte (auch in den Herkunftsländern gibt es schließlich FHs und Unis) werden etwas finden uns der Rest wird ohne Deutschkenntnisse wohl nur selten eine Azubistelle erhalten. Hilfsarbeiterstellen werden auch immer weniger.
 

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