@NBK-deluxe
Lichtverschmutzung ist ein Riesenthema. Es gibt zwar noch den ein oder anderen dunklen Ort. Aber sind die Dörfer und Städte zu nah dran und versauen dir am Ende den ganzen Horizont.
Bei Deep Sky ist es nicht ganz so schlimm. Weil der Bildwinkel extrem eng ist. Aber auch hier kann es sich in form als Schleier oder Gradienten bemerkbar machen. Je mehr man mit bloßem Auge sieht, desto mehr sieht man auch mit Teleskop. Milchstraße ist eigentlich gar nicht mehr möglich in Deutschland. Man kann sie sehen (mancherorts) man kann sie fotografieren, aber die Ergebnisse finde ich erschreckend. Anbei mal ein Beispiel.
Das habe ich am selben Abend wie den Irisnebel und das Panorama mit dem Teleskop aufgenommen.
Blickrichtung ist Süden auf direkter Sichtachse befindet sich in 5 Kilometer Luftlinie ein kleines Dorf und in 15 Kilometer eine kleine Stadt. Das reicht aus, um bei 15 Sekunden mit 14mm f/1.8 sowas zu erhalten. Ich habe hier mit Verlaufsfilter und Farbtemperatur in Lightroom stark gegengesteuert, aber was an Infos verloren ist, ist verloren.
Alles was auf dem Foto am Horizont blaß und gräulich erscheint, ist eigentlich knallorange und das ist schon recht traurig. Wenn ich mir aber Fotos vom angeblich dunkelsten Ort Deutschlands, dem Gülper See, im Westhavelland ansehe, muss ich sagen, da lohnt sich die Fahrt für mich und meinem Kumpel nicht. Wenngleich das Westhavelland für uns nur 100 Kilometer entfernt ist. Der Spot den wir jetzt haben, liegt quasi vor der Haustür (8 Kilometer mit den Auto.Für mich ein bißchen mehr, weil ich nicht mehr in meinem Heimatort wohne).
Hier nun also das besagte Foto, hab gespart und mir nach einem Fehlkauf (Irix 15mm blackstone) und langem Zögern dann doch das Sigma 14 1.8 Art gekauft. Geniale Linse und eine Empfehlung für jeden der gern Nachthimmel, Landschaft und ggf. Architektur fotografiert. Architektur eingeschränkt, wegen der stürzenden Linien.
Nikon D850 , 15 Sek. bei ISO 2000 mit Sigma 14mm f/1.8 DG HSM Art bei f/1.8