Schadsoftware ohne Browser ?

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Ein Windows-User, der seine Software stets aktuell hält, das System vernünftig konfiguriert (Dienste abschalten, eingeschränkte Rechte, alle Dateiendungen anzeigen etc.) und sich der Gefahren von zwielichtigen Seiten bewusst ist und sie dementsprechend meidet, der braucht keine Virenscanner. So einem User drohen eigentlich nur 2 Gefahren:

1. verseuchte externe Datenträger (z.B. von Bekannten)

-> sollte kein Problem sein, da ein erfahrener Benutzer die Autorun-Funktion deaktiviert hat und grundsätzlich nur mit einem eingeschränkten Benutzerkonto arbeitet. Des Weiteren werden darauf befindliche Dateien grundsätzlich erst bei Virustotal gecheckt, bevor überhaupt in Erwägung gezogen wird, diese auch zu öffnen.

2. Drive-by-Downloads

-> sind in der Tat eine ernsthafte Bedrohung, die man sich auch auf vermeintlich sicheren Seiten einfangen kann. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass Virenscanner da wirklich effektiv schützen, da braucht man sich nur die Erkennungsraten von 0-day-exploits anschauen. Wesentlich besser schützen da Sandboxie und NoScript.

Ich benutze schon seit Jahren keinen (installierten) Scanner mehr. Nur gelegentlich scanne ich mit einer Antivirus-Boot-CD. Das Ergebnis war bisher jedes mal gleich: kein Fund. Nichts. Nicht einmal ein doch so brandgefährlicher Tracking-Cookie. :rolleyes:

Ich bin also gewiss keine
potentielle Virenschleuder der man das Internet abstellen sollte
;)

Ohnehin ein reichlich polemischer Spruch. Der mag bei einem DAU Wirkung zeigen, ich persönlich kann darüber aber nur lachen... ;)
 
wozu? ich benutze doch einen Virenscanner.
Ich rede nicht von mir.
 
ynfinity schrieb:
@Reuter dann bist du auch so eine potentielle Virenschleuder der man das Internet abstellen sollte. Wegen Leuten wie dir verbeiten sich die Viren/Trojaner schließlich auf anderen PCs.

Troll woanders rum :)
 
Fireball89 schrieb:
Es ist doch so: Als Privatanwender hat niemand ein besonderes Interesse an dir. D.h. 99% der Schadsoftware, die man sich einfängt sind Werbemist, Trojaner, Spammingtools etc.

Die meisten Viren werden noch immer für die Allgemeinheit geschrieben. Daten sind irgendwann vllt wertvoller als Geld.

Fireball89 schrieb:
es gibt Menschen, die sind fähig das zu bemerken und lösen das Problem per Formatierung ...

Fast alle bemerken es nicht. Ich hatte auch schon über 100 Viren oder ähnliches, ohne dass ein Virenscanner angeschlagen wäre. Mit wären es sicher noch deutlich mehr gewesen.
 
Fireball89 schrieb:
Es ist doch so: Als Privatanwender hat niemand ein besonderes Interesse an dir. D.h. 99% der Schadsoftware, die man sich einfängt sind Werbemist, Trojaner, Spammingtools etc.

und das ist falsch... vor allem da der TE von einem Spiele PC und Online-Gaming redet. MMO Accounts sind sehr wertvoll und ein Keylogger wird sich sicher nicht extrem auffällig verhalten, damit man gleich erkennt das man einen im System hat...

Also ich hab das bissl CPU was ein guter Scanner nur braucht übrig, für ein zusätzliches Fangnetz, falls die Brain.exe mal was übersieht.
 
Keylogger verbreiten sich i.d.R aber nicht selbst. Da gehört schon eine ganze Menge seitens des Anwenders dazu.
Und gegen 0-Day Exploits ist man genausowenig gefeit wie gegen speziell manipulierte Executables, die von der aktuellsten Definitionsliste der Virenhersteller nicht erkannt wird (Heuristiksuche mal außen vor).

Deswegen ist der Rechner bei versierteren oder schlicht vorsichtigen Leuten auch ohne einen Virenschutz ausreichend sicher. Das gilt natürlich nur für Privatpersonen.
 
Ich sag mal aktueller "Tatort Internet" in der c't, da war der Freund des Experten auch ein selbsternannter Experte, der sich sicher war, das der Rechner clean ist, hatte aber auch nen Trojaner drauf.

Gut, er hatte auch nen Virenscanner, was er da aber einsetzte, wurde nicht erwähnt.
Wahrscheinlich den kostenlosen Anti-Vir, der seinem Geld entsprechend taugt :evillol:
 
Worüber disktuiert ihr hier eigentlich?

Wenn der PC nie online geht, einfach das LAN-Kabel entfernen
Wenn der PC trotzdem in's Netzwerk muss, einfach im Router den Internetzugriff sperren.

So einfach kann es sein ;)
 
@moodle: Der TE möchte mit dem Spielerechner Onlinegames spielen. Er surft aber nicht damit. Jetzt seine Frage, ob man auch ohne Surfen Malware bekommen kann.

citius schrieb:
Ein Windows-User, der seine Software stets aktuell hält, das System vernünftig konfiguriert (Dienste abschalten...
Woher haben die "Diensteabschalter" ihr Wissen? Was macht euch wissender als die Microsoft Programmierer? Erklärt es uns.

Dukey schrieb:
...ich habe auch keinen virenscanner aufm rechner weil solche Tools den Rechner lahm machen (und das ist fakt)
Fakten bitte immer belegen. Wieviel CPU-Last verbraucht ein Virenscanner? 80%, 50%, 25%? Bitte belegen.

Reuter schrieb:
Deswegen ist der Rechner bei versierteren oder schlicht vorsichtigen Leuten auch ohne einen Virenschutz ausreichend sicher. Das gilt natürlich nur für Privatpersonen.
Auch wenn Autovergleiche in Computerforen verpönt sind, das ist, als ob man sich nicht anschnallt, weil man einfach nirgends gegen fahren will. ABS? Schalte ich aus, ich bremse nur trocken geradeaus, usw. Es ist, wie Jesterfox schon sagt, ein zusätzliches Fangnetz.
 
Der Vergleich ist so unglaublich weit hergeholt, dass jeder weitere Kommentar darüber überflüssig ist.
So ziemlich jede Backdoor verbreitet sich aufgrund von Fehlverhalten der User. Seien es ominöse Downloads, Java-Drive-Bys oder unvorsichtiger Umgang mit Wechseldatenträgern bei aktiviertem Autostart.

Eliminiere ich dieses Fehlverhalten, eliminiere ich gleichzeitig den Hauptverantwortlichen für kompromittierte Rechner. Und gegen 0-Day Exploits, unbekannte Würmer oder speziell modifizierte Programme (jedes Scriptkiddie bastelt dir 'ne Malware-Executable, die über Wochen hinweg von keiner Virendefinition erkannt wird) ist man ohnehin nicht gefeit. Um mal bei deinem Autobeispiel zu bleiben: Bei aktiviertem ESP denken auch viele Autofahrer, dass sie die nasse Kurve trotzdem im fünften Gang nehmen könne. Ist ja schließlich ESP an Bord!



Was sicherlich gut ist, sind regelmäßige Überprüfungen mittels Live-CDs wie Desinfec’t (ehemals Knoppicillin). Eine Software, die das System schützen soll, auf der sie sich selbst befindet, führt den Sicherheitsgedanken ohnehin ad absurdum (Das gilt noch verstärker für sgn. Personal Firewalls, die für teuer Geld vermarktet werden und mit Pseudo-Meldungen um sich schmeißen).





Zum größten Teil bin ich aber eh mit Linux-Systemen online. Da tut sich die Überlegung über Schadsoftware erst garnicht großartig auf. Nicht vergessen: Ich rede hier ausschließlich von Privatanwendern. In Firmennetzwerken ist das wieder eine komplett andere Geschichte.
 
Reuter schrieb:
Der Vergleich ist so unglaublich weit hergeholt, dass jeder weitere Kommentar darüber überflüssig ist.
Der Vergleich ist so passend, dass da nichts gegenhält. Da ändert auch das Abstempeln als überflüssig nichts dran.

Natürlich ist eine Live-CD-Umgebung sicher. Dort lässt sich auch gar kein Scanner installieren. Der TE benutzt einen Windows-Rechner zum Online-Spielen und fragt sich, ob sich ein Virenscanner empfiehlt, selbst wenn man nicht mit Browsern surft. Darauf lautet die Antwort schlicht und einfach ja. Vor über 10 Jahren sprach die Rechenlast dagegen. Heutzutage spricht nichts dagegen. Vorsicht ist immer wichtig. Man kann auch einen Rechner mit Scanner komplett zergurken, wenn man alles blind mit Ja/Ok abnickt - das ist klar. Warum sollte man keinen Scanner haben? Warum sollte man ein zusätzliches Fangnetz entfernen?
 
Ich möchte mal bezweifeln, dass du meinen Beitrag überhaupt gelesen hast.
Ein zusätzliches Fangnetz für was denn? Für Leute, die bei jeder exe das UAC-Fenster noch wegklicken?
Ja, da ist ein Fangnetz vonnöten. Und wenn der TE die Frage stellt, ob ein Virenscanner notwendig ist, dass ist es mit Sicherheit richtig ihm auch eine entsprechende Software zu empfehlen.


Mir ging es schlicht und einfach um die Behauptung, dass jeder Windows(7)-Nutzer auch unbedingt einen Virenscanner braucht. Das erachte ich als falsch, wenn wir hier von Privatanwendern ausgehen. Die Gründe weshalb ein solcher Scanner nicht den Schutz bietet, den er verspricht, habe ich bereits hinreichend erläutert. Übrigens ist ein kompromittiertes System ohnehin ein Fall für die Tonne, da zu keinem Zeitpunkt garantiert werden kann, dass die Schadsoftware restlos entfernt wird. Das System neu aufzuspielen ist übrigens auch eine offizielle Empfehlung seitens Microsoft. Ergo sind Präventivmaßnahmen wesentlich wichtiger als die Möglichkeit einen Befall nachträglich zu entfernen. Wieso Virenscanner diese Präventivfunktion nicht immer gewährleisten können, habe ich ebenfalls schon geschildert.


Natürlich ist eine Live-CD-Umgebung sicher. Dort lässt sich auch gar kein Scanner installieren
Hier hast du scheinbar nicht ganz verstanden, was ich mit der Live-CD aussagen wollte. Desinfec’t ist eine von Wechseldatenträgern bootbare Linux-Distri, die mit entsprechenden Antiviren-Programmen die auf dem System vorhandenen Festplatten durchsuchen kann. Damit führe ich ein Scan von einem sterilen Medium durch, was ja wohl eher einem Sicherheitsgedanken entspricht als ein Systemscan vom betroffenen System.



Letztendlich kann es jeder so handhaben wie er lustig ist. Ich habe hier nur meinen Standpunkt aufgezeigt und ich bin mir absolut sicher, dass ich persönlich mit einem Virenscanner keinen Deut besser dran wäre.





(PS: Um nochmal den lausigen Autovergleich aufzugreifen: Auch ohne ABS bremst es sich in Kurven ganz fantastisch und wer ohne Gurt rumdüst, klickt wahrscheinlich auch wahllos auf Executables. Letzteres klingt zu absurd? Dann passt es immerhin zum Autovergleich)

(PPS: Von CPU-Last spricht doch niemand. Wenn man aber beispielsweise keine SSD kein Eigen nennt, ist die Festplatte nach wie vor der Flaschenhals Nummer 1. Flüssiges Arbeiten ist bei dessen Auslastung überhaupt nicht mehr möglich, wenn wir hier von einem vollständigen Scan sprechen. Ein Umstand der mich beispielsweise nerven würde)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein zusätzliches Fangnetz für was denn? Für Leute, die bei jeder exe das UAC-Fenster noch wegklicken?
Ja, da ist ein Fangnetz vonnöten. Und wenn der TE die Frage stellt, ob ein Virenscanner notwendig ist, dass ist es mit Sicherheit richtig ihm auch eine entsprechende Software zu empfehlen.
Da sind wir uns ja einig.

...die Behauptung, dass jeder Windows(7)-Nutzer auch unbedingt einen Virenscanner braucht... Ergo sind Präventivmaßnahmen wesentlich wichtiger als die Möglichkeit einen Befall nachträglich zu entfernen. Wieso Virenscanner diese Präventivfunktion nicht immer gewährleisten können, habe ich ebenfalls schon geschildert.
Ein Virenscanner wäre eine Präventivmaßnahme. Dass der keinen 100 prozentigen Schutz bietet und kein Freifahrtschein ist, steht außer Frage.

Hier hast du scheinbar nicht ganz verstanden, was ich mit der Live-CD aussagen wollte.
Du sagst doch oben, dass du Zum größten Teil bin ich aber eh mit Linux-Systemen online.

Desinfec’t ist eine ... Linux-Distri, die mit entsprechenden Antiviren-Programmen die auf dem System vorhandenen Festplatten durchsuchen kann. Damit führe ich ein Scan von einem sterilen Medium durch...
Eigentlich ist dein anderer Vorschlag, Windows in die Tonne zu fördern und neu aufzusetzen, besser.

(PPS: Von CPU-Last spricht doch niemand
Doch, das war auf Dukey bezogen, den ich auch zitiert habe. https://www.computerbase.de/forum/threads/schadsoftware-ohne-browser.933719/#post-10375562
Wenn du persönlich keinen Scanner haben willst, okay. Wenn aber jemand die Frage stellt, ob es sich für ihn lohnt, gibt es keinen Grund, davon abzuraten. Im Zweifelsfall immer ja.
 
Wilhelm14 schrieb:
Fakten bitte immer belegen. Wieviel CPU-Last verbraucht ein Virenscanner? 80%, 50%, 25%? Bitte belegen.

http://www.netzwelt.de/news/78997-vergleichstest-virenscanner-system-ausbremsen.html

Das ist schonmal ein Anfang.


Und rein aus der Arbeitsweise eines Virenscanners heraus ist es doch nur logisch das ein Virenscanner den Rechner verlangsamt.
zb. durch die Live Scan Funktion (oder wie auch immer das bei den versch. Herstellern genannt wird)
Die ganze Zeit werden neue Dateien, die ins System "reinflattern", gescannt - das dauert nunmal seine Zeit.
Internet Security; es dauert einfach seine Zeit bis gecheckt wurde ob die Seite "ok" ist oder nicht. Klar bei schnellen Rechnern und einem sauberen System (+ sauberen Anwender :D) gibt sich das nicht viel. Aber es ist je nach Konfiguration des Rechners usw. doch spürbar.

Und ja, gegen ein MSBlast usw. hilft das bedachteste Surfen nix, das ist mir auch klar.

Mit "Rechner Lahm machen" meinte ich nicht explizit die CPU Auslastung. Wie o.g Link aber deutlich zeigt, ist da schon was dran.
Ich bin wie Reuter der gleichen Meinung das die Festplatte da wesentlich mehr Einfluss auf die Performance hat. Schließlich sind die Daten die gescannt werden auf eben so einer gespeichert.
Ansonsten stimme ich Reuter auch zu 100% zu.

Wenn du mal überlegst wieviel millionen mit Anti Viren Software umgesetzt wird, ist deren "Schutz" und präventive Maßnahmen doch schon ziemlich mau. Und wenn mal ein System wirklich befallen ist, habe ich persönlich noch keinen Virenscanner gesehen der das System wieder sauber bekommt.
Mindestens muss man manuell diverse Dinge tun, aber meistens kommt man um ein Format C: nicht rum
 
Zuletzt bearbeitet:
Dukey schrieb:
...wieviel millionen mit Anti Viren Software umgesetzt wird, ist deren "Schutz" und präventive Maßnahmen doch schon ziemlich mau. Und wenn mal ein System wirklich befallen ist, habe ich persönlich noch keinen Virenscanner gesehen der das System wieder sauber bekommt.
Mindestens muss man manuell diverse Dinge tun, aber meistens kommt man um ein Format C: nicht rum
Kostenfreie Scanner sind laut Test nicht schlechter. Hier auf CB wird generell nur kostenfreie AV-Software empfohlen. "Reinigen" mag man ein befallenes System schon können. Man weiß aber nie, was schlicht und einfach kaputt ist. Eine Neuinstallation ist teils schneller und vor allem eindeutig sauber.

Zum Netzwelt-Test im Link. Da gibt es einen aktuelleren zu: http://www.av-comparatives.org/en/comparativesreviews/performance-tests
Zitat
We are not showing the scores for the subtest "Memories", "TV and Movies", "Gaming" and "HDD", because the difference was minimal to system with no AV product.
Der TE benutzt einen Windows-Rechner zum Online-Spielen und fragt sich, ob sich ein Virenscanner empfiehlt, selbst wenn man nicht mit Browsern surft. Darauf lautet die Antwort schlicht und einfach ja.
 
Was ich hier gerne anfügen möchte. Wer einmal das Firefox Addon NoScript nutzt und sieht wie viel Spionagekram dabei geblockt wird, der wird nur ungern nochmal ohne online gehen. Früher als ich das Addon noch nicht kannte hat Spybot ständig iwelche doubleclick und co Kacke gefunden. Seitdem nie wieder. Und von denen merkst du nicht viel. Wenn man so ein Unternehmen mal sucht dann sieht man das sie Werbungsorientierte Forschung betreiben. Dein Surfverhalten analysieren und so weiter. Aber wens interessiert der sollte auch auf Schutzprogramme setzen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele meinen aber alleine mit ihrem Zeigefinger über die Maus den Rechner kontrollieren zu können. Sie begreifen nicht die Komplexität eines modernen Betriebssystems mit seinen Automatismen und Eigendynamiken.
 
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