News Schnellere App-Starts in Windows 11: CPU-Boost laut Microsoft-Entwickler kein „Cheating“

Ich bin überrascht, dass das nicht schon lange gemacht wird und zwar von allen Betriebssystemen. Wenn die CPU nichts zu tun hat, wird sie runtergetaktet, wenn sie viel zu tun hat, also insbesondere bei App-Starts, wird sie hochgetaktet, ich dachte, das wäre genau das, was bei den Boost-Taktungen der modernen CPUs eh schon passiert.
 
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Medcha schrieb:
Ich wusste damals und bis heute nicht, warum in aller Welt hätte ich den Turboknopf nicht dücken sollen? Wenn ich den Turbomodus ausgeschaltet hatte, nur um ihn direkt danach wieder zu aktivieren. Ach, das waren Zeiten.
Eher umgekehrt, da die Bezeichnung der Taste quasi falsch ist. Denn ein Einschalten der "Turbotaste" hat die CPU gedrosselt und ausgeschaltet lief die CPU dann ungedrosselt mit vollem Takt.

Eingeführt wurde die Taste zeitlich beim IBM-PC mit dem 8 Mhz Intel 8086 aus Kompatibilitätsgründen. Denn es gab viel Altsoftware, die für den 4 MHz 8086 geschrieben wurde und fest mit dem CPU-Takt skaliert. Ab dem 8 MHz Modell liefen die Programme/Spiele dann schlicht zu schnell, weshalb man die CPU mit der "Turbotaste" im Takt auf 4 MHz halbieren konnte. Damit lief die entsprechende Software dann wieder normal schnell.

Die Taste bliebt dann bis zum 80486 erhalten, auch wenn es dort hinsichtlich Abwärtskompatibilität nur noch bedingt geholfen hat. Denn es wurde ja weiterhin nur der (immer weiter gestiegene) Normaltakt halbiert und nicht auf die urpsrünglichen 4 Mhz. Daher lief alte Software nur etwas weniger zu schnell, aber halt immer noch zu schnell, ohne weiter Maßnahmen (bspw. CPU-Cache deaktiveren).

Kurz gesagt, für zeitgemäßge Software und Spiele hat man den "Turbomodus" also eigentlich ausgeschaltet gelassen, da für den Andwendungszweck ein Drosseln der CPU ja nicht notwendig war.
 
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Könnten die dann bitte auch nochmal das Thema "Direct Storage" angehen. Gefühlt hat man die brutalste Hardware, aber das OS kommt gar nicht hinterher.

Irgendwie ein Downer.
 
Ich komme aus einer Zeit, da liefen Prozessoren IMMER am Taktmaximum. Dauerhaft am Anschlag. Dann gabs die ersten Tools wie Rain und Waterfall Pro, die die CPU Temperatur und Verbrauch im Idle senkten. Spaeter kam sowas dann nativ in Windows.

Insofern sehe ich das nicht als Cheating, immerhin hat Microsoft ja Stromsparmasznahmen eingebaut. Und wenn die zu aggressiv eingebaut wurden, dass CPUs sich bei Programmstarts nichtmal hochtakten, dann gehoert das rausgepatcht. Meine CPU soll nur dann runtertakten wenn ich dadurch definitiv keine Performanceeinbuszen erlebe!
 
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Prozessor hochtakten fuer Sachen wie dem Explorer oder die CMD oeffnen? Wieso klappte bei den Vorgaenger Betriebssystemen?
 
Bei Windows 3.11 und Win95 schaltete ich noch den Turbo Modus aus damit ältere (DOS) Software vernünftig läuft. Jetzt schaltet unter Win11 das OS den Turbo an damit sie vernünftig startet.
Man erkennt den Fortschritt. ^^
 
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ILoveShooter132 schrieb:
Doping laut Radsportlern kein Cheating. Bei Linux und Mac geht es darum Vorgänge zu beschleunigen. bei Microsoft geht es darum mangelhafte Arbeit zu kaschieren. Allein was dieser ganze Webviewkäse an Leistung frisst....
Ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Das Endergebnis ist vermutloch das Selbe, aber da wird Mac und Linux mal wieder in den Himmel gelobt.
Wenn 2 das Selbige tun, ist es scheinbar noch lang nicht das Gleiche.

Denn eigentlich muss laut deiner Definition MacOs und Linux genauso verbugt sein wie Win 11.

Allein aus dieser Nachricht so ein Faß aufzumachen, ich verstehe die Welt nicht mehr.
 
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Falsches Dilemma, das eine schließt das andere nicht aus.

Zumal es doch völlig beknackt ist, schon bezahlte Leistung nicht zu benutzen weil... ja, wieso eigentlich?

Wenn man schon meckern will, dann eher darüber, warum man erst 2026 auf die Idee kommt, die CPU in erwartbaren Last-Szenarien auch tatsächlich voll auszulasten. :schluck:
 
Bis 2027 starten Apps durch Gedankensteuerung in -0,5 Sekunden, Windows entschuldigt sich dann präventiv für Latenz, und der Turboknopf bekommt einen eigenen Turboknopf im Xbox Mode.
 
Völliger Blödsinn.

Was Microsoft hier macht ist absolut legitim und wird von modernen Betriebssystemen wie macOS und Linux ja genauso vorexerziert.

Was Bitteschön soll daran Cheating sein?
 
Return2Burn schrieb:
Bei der ganzen Diskussion, würde mich eigentlich mal interessieren, warum man das bisher nicht gemacht hat?
Genau nach dem Kommentar habe ich gesucht.
 
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Wurden die P States und Turbo Funktionen nicht genau dafür entwickelt?
Ich bin eher verwundert dass man das nicht schon immer genutzt hat.
Warum sollte ich meine CPU rum dümpeln lassen und dafür länger auf eine App warten?!
 
Schnellerer Appstart, ist langweilig.
Ich möchte bitte eine grundlegende Oprimierung des OS.
 
Meine Erwartungshaltung war, dass das schon längst passiert. Ich würde, dass CPUs beim Programmstart nicht hochtakten, eher als Bug bezeichnen, der jetzt endlich gepacht wird. Sorry Microsoft, aber ich lasse mir das nicht als Feature verkaufen. Mit "cheaten" hat das erst recht nichts zu tun. Eher ist die idle Erkennung bisher zu aggressiv, bzw. zu träge.
 
Die Hardware sollte standardmäßig maximal dynamisch und optimal ausgenutzt werden. Das sollte im Jahr 2026 keine Neuerung sein.

Abgesehen davon ist mir aber auch unbegreiflich warum bei unserer Hardware überhaupt noch irgendwas länger als wenige Millisekunden dauert. Die Hardware hat heutzutage so unglaublich viel Power, dass fast jede Verzögerung eigentlich inakzeptabel ist.
 
Affiges Verhalten. Unter Linux nehme ich lavd* im Energiesparmodus auf dem Desktop und es ist trotzdem alles schneller geladen. Oh Wunder, liegt das garnicht an der CPU sondern dem OS. Auch taktet die CPU unter Windows schon jetzt hoch, schaut selbst in CPU-Z nach. Jetzt boostet man nur noch länger und aggressiver, also verabschiedet sich vom “Ausgeglichen” Energieplan für bestimmte Apps um miese Leistung zu kaschieren.

* beim Gaming dann pandemonium ohne Parameter, für den 9950x3d einfach Perfektion am Anschlag ^^
 
Klingt für mich, als würden sie den Weg des geringsten Widerstands gehen. Kann man machen, aber aufs Ergebnis bin ich gespannt. Ein echter vorher-nachher-Test bzgl. Reaktionszeiten und Stromverbrauch wäre spannend.
 
Dafür sind CPUs doch gemacht, dass sie bei Bedarf kurz hochtakten. Aber wie immer muss gegen alles gemeckert und gepöbelt werden.
 
Ich habe die beiden Profile aktiviert, kann nicht sagen, ob nun alles schneller abläuft, aber ich will es mal so sagen, schaden kann es nicht. Weiß nicht mal, ob das im aktuellen Experimental-Build implementiert ist.

Ich habe in die Hardware investiert und die paar mehr Momente unter eventuell etwas mehr Last machen den Kohl nicht fett. Irgendeine Seite hat das wohl schon getestet und eine Beschleunigung ohne messbar weniger Akkulaufzeit festgestellt.

Immer gerne her mit solch Optimierungen, da fragt man sich, wer das so lange in seiner Schublade liegen hatte.

AMD geht das Thema mit einem neuen Scheduler ja auch gerade noch mal an.

Für mich gehören solch Kommentare in die Schublade Microsoft Bashing, muss ja was ganz böses sein, wenn es einfach so for free eingeführt wird. Vermutlichen nutzen die das jetzt nur, damit ihre Telemetrie schneller übertragen wird. 😉

Zumal es ja scheinbar auch dann eher ein Profil als eine dauerhafte Einstellung sein wird, kann sich also jeder aussuchen, wie er fährt. Eventuell erlauben solch Kniffe ja auch zukünftig die vollen P States auszufahren ohne das Gefühl zu haben, dass das System lahmt.*

*Gibt scheinbar eine Zielgruppe, die Energiesparmaßnahmen dauerhaft abstellt um die letzten paar Prozent aus ihrem System zu kitzeln und damit auch aus den Ressourcen diese Planeten. 🤷‍♂️
 
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