Schulserver kaputt gemacht?

Twostone schrieb:
Danach war man dann automatisch schuld, war das Netzwerk oder die Rechner wieder mit genau dieser Methode sabotiert worden, wenn man diese Lücke nicht entsprechend gestopft hatte.

Naja, ich glaube jetzt aber auch nicht, dass man eine Schüler an den Server ranlassen sollte, dass dürfte bereits Probleme mit den Datenschutz usw geben.
Was früher vielleicht bei Standalone-Rechnern oder einfachen Netzwerken möglich war, muss heute nicht mehr die Lösung sein, es wird eben alles viel komplexer.

Und ob jetzt PC-Wächter-Karten von Dr. Kaiser oder eben eine andere Schullösung, bei der z. B. alle Rechner bei Neustart serverseitig immer neu installiert werden, ist nicht mal zwingend Sache der Schule. Meist ist hier eher ein Landratsamt der Bildungsträger oder es wird evtl. gar landesweit eine Lösung empfohlen (z. B. paedML).

So weit ich mich erinnern kann, mussten wir früher auch dafür unterschreiben, ob das jetzt rechtswirksam wäre usw, kann aber wohl auch wieder niemand hier feststellen.
 
supastar schrieb:
Naja, ich glaube jetzt aber auch nicht, dass man eine Schüler an den Server ranlassen sollte, dass dürfte bereits Probleme mit den Datenschutz usw geben.

Datenschutz war damals noch nicht so sehr das Thema, dazu war die Technik "zu neu". Außerdem war das Einzige, was wir speichern durften, Scripte und Programme, die wir selbst geschrieben haben. Dafür standen uns sage und schreibe 10MB (pro Schüler) zur Verfügung, waren die erschöpft, musste man altes löschen. Andernfalls waren die Daten halt beim herunterfahren weg.
Der Benutzer wurde Ende des Schuljahres inklusive aller dazugehörigen Dateien automatisch gelöscht.

Was für Daten sollten denn heute geschützt werden? Wenn man den Schülern gestattet, sich bei f*book & Co einzuloggen, sollte man sich nicht wundern, wenn a) die Schüler nicht mehr aufpassen und b) das Schulnetzwerk zu einer Zuchtstation von Viren und Zombies wird.
Haus- und Schulaufgaben sollten die Kinder immer noch per Hand schreiben, imho. Bleibt also nur noch die Surf-historie, und die Kinder sollten sowieso nicht unbeschränkt in der weltweiten wundertüte unterwegs sein.

Auf der anderen Seite: Wenn jemand so blöd ist, sich an einem öffentlichen Rechner (Schulrechner) bei bestimmten Diensten einzuloggen, der darf dann auch gerne mal die schmerzhafte Lernmethode ausprobieren, wenn er sich schon so energisch dafür freiwillig meldet.

Meines Erachtens haben F*book, Whatsapp, Twitter, tumblr, etc. im Unterricht nichts verloren.

Aber: Wir schweifen ab.
 
Du machst dir einen zu großen Kopf. Irgendwas ist kaputt gegangen und der Admin wollte nicht Schuld sein, deswegen hat er mit dem Finger auf dich gezeigt.
Nichts unterschreiben(!). Vermutlich wollen die eh nur, dass du dich einscheißt, was ja offenbar geklappt hat. Die werden schon wissen wie dünn das ganze ist, haben ja auch schon einige angemerkt.
Vierstellige Kosten.. dann 300-400 Euro.. cheesy bis zum geht nicht mehr.

qsd800 schrieb:
Ich hatte eine Verknüpfte Batch als Bild getarnt hereingelegt, welche den PC herunter fährt. Ca. ein Halbes Jahr später haben wir html. Der Lehrer sagt, dass er uns Bilder für die Website in den Ordner reingelegt hat (in den öffentlichen). Meine Batch war aber immer noch drin... Jetzt könnt ihr raten was mit 3-4 Pcs passiert ist^^
Das ist ein cooler Streich und sonst gar nichts, kein Schaden nichts.

Das letzte worum es jetzt hier geht ist auch nahezu nichts, vermutlich ist einfach der RAM und/oder festplatte vom Server voll gelaufen und dann musste der neu gestartet oder sonstwas.
Das ist aber nicht dein Problem, du hast einfach minimal experimentiert und nichts dramatisches angestellt.
 
Also aus rein berufsrechtlicher Sicht: Man sagt ja oft genug, dass man als IT-Admin mit einem Bein im Knast steht. Damit ist gemeint, dass man innerhalb seines professionellen Berufes für sein Handeln verantwortlich ist. Als IT-Admin macht man auch mal Fehler. Jedoch muss man wenigstens die sogenannte "Best Practise", also die etablierten Praktiken im Umgang und Betrieb einer IT-Infrastruktur einhalten. Verantwortlich für die EInhaltung dieser Regeln ist in der Wirtschaft die Geschäftsführung, fachliche Verantwortung dafür trägt der IT-Leiter.

In euren Fall sehe ich das Problem so: Der oder die IT-Admins sind der Aufgabe, den sicheren Betrieb der IT-Infrastruktur in der Schule zu gewährlisten, nicht nachgekommen. So etwas kann man nämlich nicht ausschließlich mit irgendwelchen Verweisen über "IT-Richtlinien" regeln, zumal es höchst fraglich ist, ob diese für euch Schüler überhaupt gelten würden, sondern mit bewährten Maßnahmen. Auf einem Fileserver gehört dazu, dass die User einer Kontingentverwaltung unterliegen und den Server, weder absichtlich noch aus versehen, "vollschreiben" können. Dazu kommen natürlich noch viele weitere technische und organisatorische Maßnahmen, die einzuhalten sind.

Aus meiner Sicht sollte die Schule das als Lehrgeld verbuchen und ihre IT-Verantwortlichen zu entsprechenden Schulungen schicken, damit die in der Lage sind eine sogenannte ordnungsgemäße IT-Organisation zu betreiben.
Dazu ist der Betrieb "Schule" nämlich rechtlich verpflichtet.

Euch irgendwelche Kosten in Rechnung zu stellen ist höchst absurd. Man hätte auch einfach die entsprechenden Dateien entfernen können. Ein kostenpflichtiger Einsatz von wem auch immer wäre dadurch vermeidbar gewesen. Und selbstverständlich muss die IT der Schule alles unternehmen, um Schaden von der IT-Infrastruktur und damit auch von der Schule abzuwenden. Wie gesagt, das sind rechtliche Pflichten, die ein jeder Betreiber einer IT-Infrastruktur einzuhalten hat. Die Schule hat dort ein ganz klares Versagen eingestanden. Euch Schülern kann man dafür keine Schuld zulasten. Ihr habt die IT zwar außerhalb der Parameter genutzt, jedoch wäre das die Aufgabe der IT gewesen, die Grenzwerte dafür festzulegen und dessen Einhaltung zu überwachen.

Der einzige, der da etwas bezahlen sollte, wäre der IT-Verantwortliche, der hat nämlich arbeitsrechtlich wenigstens mit einer mittleren Fahrlässigkeit gehandelt und im Arbeitsrecht bedeutet das, dass man als "Angestellter" an den Schaden anteilig zu beteiligen ist.

Nach meinem Rechtsverständnis können Schüler dafür überhaupt keine Kosten auferlegt werden, da die Schüler gar kein Einkommen beziehen und die Eltern keinen Schaden verursacht haben. Eltern haften für Ihre Kinder ist ein weit verbreiteter Rechtsirrtum. Jeder haftet für sich selbst. Zumal die Aufsichtspflicht von Schülern in der Schule nicht bei den Eltern liegt, sondern bei der Schule.

Nuff said. Ich würde die Schulleitung höchstens auslachen, wenn sie mit einer Forderung um die Ecke kommen - aber da ja irgendwer bei euch auch Jurist ist, wird der ja entsprechende Expertise besitzen diesen Fall einfach zurück zu weisen.
 
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ayngush schrieb:
Also aus rein berufsrechtlicher Sicht: Man sagt ja oft genug, dass man als IT-Admin mit einem Bein im Knast steht. Damit ist gemeint, dass man innerhalb seines professionellen Berufes für sein Handeln verantwortlich ist. Als IT-Admin macht man auch mal Fehler. Jedoch muss man wenigstens die sogenannte "Best Practise", also die etablierten Praktiken im Umgang und Betrieb einer IT-Infrastruktur einhalten. Verantwortlich für die EInhaltung dieser Regeln ist in der Wirtschaft die Geschäftsführung, fachliche Verantwortung dafür trägt der IT-Leiter.

In euren Fall sehe ich das Problem so: Der oder die IT-Admins sind der Aufgabe, den sicheren Betrieb der IT-Infrastruktur in der Schule zu gewährlisten, nicht nachgekommen. So etwas kann man nämlich nicht ausschließlich mit irgendwelchen Verweisen über "IT-Richtlinien" regeln, zumal es höchst fraglich ist, ob diese für euch Schüler überhaupt gelten würden, sondern mit bewährten Maßnahmen. Auf einem Fileserver gehört dazu, dass die User einer Kontingentverwaltung unterliegen und den Server, weder absichtlich noch aus versehen, "vollschreiben" können. Dazu kommen natürlich noch viele weitere technische und organisatorische Maßnahmen, die einzuhalten sind.

Aus meiner Sicht sollte die Schule das als Lehrgeld verbuchen und ihre IT-Verantwortlichen zu entsprechenden Schulungen schicken, damit die in der Lage sind eine sogenannte ordnungsgemäße IT-Organisation zu betreiben.
Dazu ist der Betrieb "Schule" nämlich rechtlich verpflichtet.

Euch irgendwelche Kosten in Rechnung zu stellen ist höchst absurd. Man hätte auch einfach die entsprechenden Dateien entfernen können. Ein kostenpflichtiger Einsatz von wem auch immer wäre dadurch vermeidbar gewesen. Und selbstverständlich muss die IT der Schule alles unternehmen, um Schaden von der IT-Infrastruktur und damit auch von der Schule abzuwenden. Wie gesagt, das sind rechtliche Pflichten, die ein jeder Betreiber einer IT-Infrastruktur einzuhalten hat. Die Schule hat dort ein ganz klares Versagen eingestanden. Euch Schülern kann man dafür keine Schuld zulasten. Ihr habt die IT zwar außerhalb der Parameter genutzt, jedoch wäre das die Aufgabe der IT gewesen, die Grenzwerte dafür festzulegen und dessen Einhaltung zu überwachen.

Der einzige, der da etwas bezahlen sollte, wäre der IT-Verantwortliche, der hat nämlich arbeitsrechtlich wenigstens mit einer mittleren Fahrlässigkeit gehandelt und im Arbeitsrecht bedeutet das, dass man als "Angestellter" an den Schaden anteilig zu beteiligen ist.

Nach meinem Rechtsverständnis können Schüler dafür überhaupt keine Kosten auferlegt werden, da die Schüler gar kein Einkommen beziehen und die Eltern keinen Schaden verursacht haben. Eltern haften für Ihre Kinder ist ein weit verbreiteter Rechtsirrtum. Jeder haftet für sich selbst. Zumal die Aufsichtspflicht von Schülern in der Schule nicht bei den Eltern liegt, sondern bei der Schule.

Nuff said. Ich würde die Schulleitung höchstens auslachen, wenn sie mit einer Forderung um die Ecke kommen - aber da ja irgendwer bei euch auch Jurist ist, wird der ja entsprechende Expertise besitzen diesen Fall einfach zurück zu weisen.
Also^^ Es war jetzt lange nichts mehr passiert... Bis auf heute... ( Zur Erinnerung, das Gespräch vor Schulleiter und co ist über 2 Monate her. Das ursprüngliche Ereignis ca. 4...) Erstmal habe ich den Geschäftsführer als ich etwas abgeben musste im Sekretariat getroffen. Er wollte ein Treffen mit den Eltern. Folge: Die Eltern meines Freundes schreiben auch im Namen meiner Eltern eine Mail an meinen Klassenlehrer. Antwort: Er antwortete im Sinne von, es würde kein Redebedarf bestehen, es sei alles geklärt... So. Seitdem mehrere Wochen Ruhe. Ich habe auch mehrmals den Geschäftsführer seit dem gesehen, teilweise wieder im Sekretariat getroffen, oder auf der Treppe an ihm vorbeigelaufen... Er sagte nichts mehr. So... Heute ist mein Freund im Sekretariat und wird vom Geschäftsführer darauf angesprochen, dass sich ja noch keiner gemeldet hätte und wir auf ihn zu gehen sollen, da wir ja noch etwas bezahlen müssten. Seine Antwort sinngemäß: Wir haben uns an den Klassenlehrer gewendet. Darauf er, man solle sich an ihn wenden, nicht an den Klassenlehrer...

Das die miteinander kommunizieren würden (Klassenlehrer und Geschäftsführer) erscheint mir jetzt nicht so...

Gehen morgen auf den Klassenlehrer zu. Ich bin gespannt, was jetzt passiert, fast ein halbes Jahr nach der Ursprünglichen "Tat"...
Ergänzung ()

Ich gebe hier aufjedenfall bescheid darüber, was morgen passiert...
 
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Naja, der ist jetzt halt stinkig, dass er niemandem die Schuld geben konnte :D. Kann mir auch vorstellen, dass der Klassenlehrer sich das gleiche denkt und der Typ deswegen das nicht über euren Klassenlehrer laufen lassen will.
 
Sorry, wie schon gesagt. Der Typ macht ein System für die Zielgruppe "Schüler". Wenn dann durch eine zu große Datei schon die ganze Kiste hopps geht, dann liegt der Fehler ganz eindeutig bei dem Betreuer. Der hat fahrlässig gehandelt und das System nicht entsprechend gängiger Standards konfiguriert und abgesichert. Zack erledigt. Der soll froh sein, wenn man sich nicht einen anderen Betreuer sucht
 
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Verstehe ich das richtig
Die wollen das versagen der Admins jetzt auf die Schüler abwälzen

Eine Archivbombe ist doch nur ein Archiv das anwächst bzw speicher belegt

Die schule sollte besser den Admin feuern und jemanden einstellen der die Richtlinien auch richtig konfiguriert

Wenn da was über eine Fremdfirma gemacht wurde dann würde ich mich gar nicht darauf verlassen was die für scheiße erzählen genauso bei einem Internen Admin (der will seine Fehler Kaschieren)

Die Eltern sollen den Rechtsschutz einschalten (Sollte man haben)

Und auch noch wegen Rufmord eine Anzeige gegen die Schule machen
 
Ach du Sch***... Ist ja der Hammer. Absolute inkompetenz wird wirklich dreißt auf Schüler übertragen. WOW! Bin gespannt wie es weiter geht... klingt nach 'm guten Thriller. "Mr. Zip - Die Bombe im Klassenzimmer" oder so ähnlich ;-D
 
Intressant wie viele hier der Meinung sind das den Admin keine Schuld trifft -
dabei kann einem sogar an den Karren gefahren werden,wenn man als Privat-User seinen WLAN-Router nicht nach aktuellen Sicherheitsstandards einrichtet und dadurch jemand illegale Aktivitäten ausführt - nachdem er den Router gehackt hat wohlgemerkt...

Davon abgesehen ist das mMn kein neues Problem - schon in meiner Jugend haben die ganzen"Schuladmins", die zumeist nur Lehrer mit leichten IT-Kenntnissen waren, die Server nicht ordentlich abgesichert.

"[...]Der Inhaber eines Internetanschlusses mit WLAN-Funktion ist zur Prüfung verpflichtet, ob der eingesetzte Router über die im Zeitpunkt seines Kaufs für den privaten Bereich marktüblichen Sicherungen, also einen aktuellen Verschlüsselungsstandard sowie ein individuelles, ausreichend langes und sicheres Passwort, verfügt.[...]"
- Urteil vom 24. November 2016 - I ZR 220/15 - WLAN-Schlüssel

Bevor gleich jemand kommt und das bestreiten will - hier gleich ein Auszug aus dem Urteil des BGH samt Fallnummer :)
 
Fuchiii schrieb:
Intressant wie viele hier der Meinung sind das den Admin keine Schuld trifft -
Natürlich ist der Admin schuld... Wobei Admin da wohl nicht der richtige Begriff ist... im EDV Unterricht damals wollte ich was über Linux wissen, woraufhin nur kam das dies seine Kompetenzen übersteigen würde. Das Ende vom Lied war das, ich in allen Sachen die wir durchgegangen sind wesentlich mehr Plan hatte als er und dann sobald ich mit meiner Arbeit fertig war, den Schülern helfen durfte. Im Endeffekt sind die meisten EDV-Lehrer doch nur umgeschulte Mathe / Physik - Lehrer. Wirklich großes interesse ist da oft auch nicht vorhanden. Und so schnelllebig wie die IT-Landschaft heute geworden ist, muss man ständig am Ball bleiben. Vor allem als Lehrer und IT-Admin.
 
Naja, ein wenig differenzieren muss man das schon: Schuld an dem Umstand des Ausfalls an sich ist schon noch der Verursacher. Man Zip-Bombt einfach keine Systeme.
Jedoch trägt aus meiner Sicht der Admin des Systems eine Mitschuld daran, dass da irgend ein kostenpflichtiger Einsatz (wie auch immer das aussah) durchgeführt wurde, denn das hätte an mehreren Stellen präventiv verhindert werden können, wenn man das System nach bewährten Methoden eingerichtet hätte.

Die Kosten auf die Schüler abzuwälzen halte ich angesichts der Tatsache, dass die Schüler keine Angestellten sondern zu beaufsichtigende Kinder sind absurd. Wer hat denn da die Aufsichtspflicht verletzt? Wer hat denn nicht genügend Vorsorge getroffen? Wer hat denn nicht die benötigte Sorgfalt walten lassen, dass die Schüler keine Scheiße auf den Systemen bauen können? Als nächstes testet mal jemand, wie so ein Cryptolocker funktioniert, und dann? Davor muss man sich nach vernünftigen Gesichtspunkten absichern und dafür ist die Schule und dessen beauftragte Dienstleister verantwortlich und nicht die Schüler über irgendwelche IT-Richtlinien, wo ich immer noch der Meinung bin, dass das aufgrund dieses Lehrer- Schüler-Verhältnisses nicht greift. Zumindest nicht, solange es sich um minderjährige Schüler handelt.
 
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Die Schulsysteme werden doch in aller Regel von irgendeinem Mathe-Lehrer betrieben, der weder Zeit noch Geld für diese Nebentätigkeit hat. Die werden einen einzigen Server im Einsatz haben und dort baremetal Windows Server als DC und Filer installiert haben. Wahrscheinlich mit nur 2x300GB als Datenträger, die Freigaben Home, Profile und Data werden direkt auf C:\ liegen und eine Datensicherung findet auf der USB-HDD mit "Windows Sicherung" statt.

Das erklärt auch, warum die Auswirkungen von einer 80GB Datei so heftig gewesen sind. Da gibts kein Monitoring, die C-Partition war irgendwann voll, infolge dessen ist der RAM voll gelaufen und dann war irgendwann Feierabend. Ein Backup würde ja nur die selbe Datenmenge wieder zurücksichern und die HDD kann man bei einem RAID-1 mit Hardwarecontroller auch nicht irgendwo als Zweitfestplatte anschließen und dann die Dummyfiles aufräumen. Auch die ganzen Boot-Tools funktionieren eher selten mit einem RAID Controller. Das ist in der Tat eine beschissene Situation, Schuld ist aber einzig und allein der IT-Verantwortliche und ich sehe bei einer großen Datei auch keine überraschende kriminielle Energie.

@qsd800
Halte uns auf jeden Fall auf dem laufenden, ich erwarte hier aber keine Rechnung der Schule, weil jeder der Beteiligten weiß, dass der Fehler hier die IT-Landschaft der Schule ist. Du hast ja hier keinen Virus irgendwie per USB-Stick heimlich auf einen Lehrer PC eingeschleußt, sondern einfach nur ein 5-zeiliges BatchScript als Standard-User ausgeführt, das eine einfache .txt Datei erzeugt.
 
Nunja, wenn ein Schüler eine Tür kaputt macht, dann muss dieser auch dafür haften. Aber entstandene Kosten müssen erst einmal nachgewiesen und einem Schaden zugeordnet werden.

Und das hier:
Was ist passiert? Wir hatten beide zu große Textdateien. Damit haben wir den Speicherplatz auf dem Server ziemlich belegt gehabt (nicht auf dem ganzen Server).
Ist ja eher ein schlechter Witz als alles andere.

Eine Theorie: Es werden vollständige Backups regelmäßig direkt auf dem Server gespeichert. Und da war dann irgendwann Ende mit jedem zweiten Tag 50 GB zusätzlicher Platzbedarf.
 
Das ist genau die Sichtweise, die die Lehrer vertreten. Wer eine Tür kaputt macht zahlt dafür. Wer einen Server kaputt macht zahlt dafür.
Jedoch ist das nicht so einfach zu bewerten in dem Fall. Denn die Tatsache, dass ein Server ein komplexes System ist, welches anfällig sein kann und man es deshalb professionell aufsetzen muss, ist nicht so einfach von der Hand zu weisen, was bei dem Vergleich Tür zu Server jedoch einfach getan wird.
Die Frage nach der böswilligen Absicht spielt dabei auch eine Rolle. Das eine ist es etwas "verbotenes auszuprobieren um zu schauen, was passiert" und das andere ist es "mutwillig solange auf das System einzudreschen, mit dem Ziel es kaputt zu machen"

Wie auch immer: Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.
 
@qsd800 Ich für meinen Teil finde es gut, dass ihr versucht zu lernen und Sachen ausprobiert. Dafür ist die Schule doch da. Schade ist, dass es solche Auswirkungen hat(te) und so "unprofessionell" damit umgegangen wird.

Ich würde mir wünschen, dass ihr irgendwie daran beteligt werdet die Infrastruktur dahingehend zu verbessern dass sowas nicht mehr vorkommen kann. Und dass du/ihr weiter ausprobiert und lernt. Wenn ihr dann später wisst, wie man ein System aushebelt, dann könnt ihr dabei helfen das zu beheben. Es gibt ja genug White-Hat-Hacker, die ihr Geld damit verdienen Sicherheitslücken zu finden und ein Bounty dafür zu erhalten. Das wiederum ist eine Win-Win-Win-Situation: Der Hacker verdient Geld, das Unternehmen verliert weniger Geld und die Kunden des Unternehmens sind besser geschützt.

Ich hoffe, du/ihr habt zuhause einen guten Computer, auf dem man virtuelle Maschinen zum ausprobieren etc. installieren kann. Das wäre dann eine geschützte, lokale Umgebung, wo man quasi nichts (wichtiges) kaputt machen kann. Da kann dann nach Herzenslust ausprobiert und geübt werden.

Zu der Tür/Server-Analogie: Wenn ich die Klinke in die Hand nehme, sie runterdrücke und die Türe fällt aus den Angeln, müsste ich dann auch dafür zahlen? Es gibt meiner Meinung nach da den Unterschied zwischen sachmäßigem und unsachmäßigem Gebrauch. Eine Datei mit 35 GB Größe abzuspeichern ist eher sachmäßig.

Und nicht zuletzt zu dem konkreten Fall: Ich würde mir nicht nur einen Anwalt holen, sondern auch einen "Sachverständigen", also jemand der sich mit IT ähnlich gut auskennt wie wir und argumentativ vertreten kann, warum das was ihr gemacht habt (noch, weil ZIP-Bombe nicht fertig) kein unsachgemäßer Gebrauch war und eher zu Lasten der Schule gehen sollte. Wobei ich eher defensiv vorgehen würde, weil es ja nicht drum geht recht zu haben und zu gewinnen, sondern dass die Wogen geglättet werden und der TE nicht verwiesen wird oder zahlen muss, denke ich. Es wird doch bestimmt eine Lösung geben, bei der die Schule das Gesicht wahren kann. Eventuell wird einfach die Zeit die Wogen glätten. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

In dem Sinne: Try and learn on :daumen:
 
schasi schrieb:
@qsd800
In dem Sinne: Try and learn on :daumen:

Sorry, aber was du schreibst ist schon stark an den Haaren herbeigezogen...
So leid es mir tut, aber selbst etwas auf nem fremden Computer zu installieren hat nichts mit lernen zu tun.
Unabhängig davon, ob er oder die Schule Schuld ist, eine gewisse Teilschuld haben in jedem Fall beide.

Oder meinst du, wenn ein echter Cracker sich ins Schulsystem einhackt hat das was mit Lernenen zu tun?
Und natürlich werden alle Hacker von Sicherheitsunternehmen engagiert, gibt ja sicher keine anderen.
Eine 35 GB Datei auf nem Schulsystem abzuspeichern, von dem man weiß, was passieren kann, st sicher nicht sachgemäß.
Ein Schulkollege hatte vor ca. 20 Jahren Windows deinstalliert, um Fifa 98 installieren zu können, das war sicher auch nicht sachgemäß. Wobei ihm nichts passiert ist, evtl hat er das aber einfach selbst wieder frisch installiert und das damalige pädagogische Netzwerk war auch das einzige, was mit Netzwerk zu tun hatte.

Ob er wirklich einen Anwalt benötigt, wird sich zeigen, ohne Gesetzeswissen braucht man hier wirklich nicht kommen. Und wie hier vorgegangen wird, dürfte im Extremfall der Anwalt halbwegs empfehlen können, alles andere ist einfach nur Unfug.

So lange man selbst nicth betroffen ist, kann man natürlich ganz tolle Ratschläge geben, wie man es in seinen Vorstellungen machen würde, was aber mit der konkreten Realität nicht viel zu tun haben muss.
 
supastar schrieb:
Ein Schulkollege hatte vor ca. 20 Jahren Windows deinstalliert
Nix für ungut, aber dieser Satz allein beschreibt perfekt die Ahnung, wie auch der Rest deines Beitrags ist :D
und das Anwaltsgeschwurbel :D Herrlich...
Ergänzung ()

supastar schrieb:
Eine 35 GB Datei auf nem Schulsystem abzuspeichern, von dem man weiß, was passieren kann, st sicher nicht sachgemäß.
Das ist vom System erlaubt, also ist es sachgemäß. Wenn das System damit Probleme hat, dann ist das die Schuld des Verantwortlichen. So und jetzt Ende hier mit diesem Quatsch
 
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Dies ist ein gutes Beispiel dafür, was besser wird, wenn man Erwachsen ist. Menschen können einen nicht mehr so leicht ärgern und Sorgen bereiten. Wenn Lehrer oder Direktoren verärgert sind, können sie Schülern doch sehr viel Angst machen, einfach durch reine Psychologie. Das wird im Alter besser. Dann hast du erstens ein besseres Verständnis darüber was überhaupt passieren kann und zweitens hast du dann schon so viel Sch_ durchgemacht, dass dich so schnell nichts mehr beunruhigt :) wird alles gut, Brudi. Im Endeffekt hast du nur was ausprobiert und im unwahrscheinlichen (und meiner Meinung nach unrichtigen) Fall fließen schlimmstenfalls ein paar Hundert Euro rüber. Geht ja nicht um Leben oder Tod.

Klar ist trotzdem, dass die IT-Administration völlig verkorkst und unfähig ist. Ohne Admin-Rechte darf da gar nichts kaputt gehen (zur Not Backups etc.).

Dies nur um dich zu beruhigen, falls du dir viele Sorgen machst :)
 
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