Schwere Datenschutzverletzung

c-mate

Rear Admiral
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Aug. 2010
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6.043
Hi, ich wollte bei fahrrad.de ein Fahrrad kaufen und dann die 0% Finanzierung der Targo Bank mitnehmen.
Im Laufe des Bestellprozesses wurde ich auf die Seite der Targo Bank weitergeleitet und habe dort den Antrag augefüllt mit meinen persönlichen Daten, Name, Adresse, Tel, Mailadresse, aber auch Familiensituation, Wohnsituation, Auto, Arbeitgeber und auch Verdienst.
Als dann der Antrag heruntergeladen werden sollte, hat sich die Targo Bank Seite verabschiedet und es ging nicht mehr weiter.
Daraufhin habe ich dort angerufen und sie sagten, sie müssten mir den Vertrag per Post zuschicken, per Email gehe aus Datenschutzgründen nicht.
Daraufhin habe ich innerhalb der nächsten 2 Wochen 6x dort angerufen, weil sie immer behauptet haben, sie hätten den Vertrag bereits 3x abgeschickt, bei mir kam aber nie etwas an.
Am Ende habe ich den Antrag dann storniert, weil sie auch einfach nicht weiterhelfen wollten.

Jetzt hat mich heute ein Wildfremder per whatsapp angeschrieben, dass er meinen Antrag der Targo Bank zugeschickt bekommen hätte.
Mit allen meinen persönlichen Daten!

Lässt man sowas auf sich beruhen oder macht man das was, denn es handelt sich um eine schwerwiegende Datenschutzverletzung?

THX
 
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Wo? Bei der Targo Bank oder bei der Behörde?
 
Das ist aber eher ein Problem der post als das der Targo Bank. Ich würde das dort melden.
 
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War denn da in der PLZ evtl. ein Zahlendreher oder war die Adresse 100% korrekt deine? Hat der Wildfremde da etwas zu gesagt?
 
Hylou schrieb:
Das ist aber eher ein Problem der post als das der Targo Bank. Ich würde das dort melden.
Das hängt wohl davon ab an wen das Schreiben adressiert war.
 
c-mate schrieb:
Wo? Bei der Targo Bank oder bei der Behörde?

Natürlich bei einer Behörde. Landes- oder Datenschutzbeauftragter. Inkl. Vermerk, dass du auf dem Laufenden gehalten werden musst, insbesondere über verhängte Sanktionen oder eingestellte Verfahren o. ä.

Die Targo Bank direkt fragst du höchstens, was sie dir freiwillig als Kompensation anbieten. Oo
 
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Nein lag nicht an der Post.
Er hat sein Anschreiben erhalten mit seiner Adresse aber mein Vertrag lag mit dabei anstelle seinem.
 
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Das ist zwar ärgerlich, aber wo Menschen arbeiten passieren Fehler!

Muss man gleich daraus ein großes Drama machen ?
 
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Ich mach kein Drama drauß noch erkundige ich mich ja nur.
Aber die Targo Bank Mitarbeiter waren nicht sehr behilflich und teilweise auch unfreundlich, haben mich zwei Wochen hingehalten und am Ende kommt dann sowas bei raus?
Und es geht ja auch nicht nur um meinen Namen und Adresse sondern Familienstand, Arbeitgeber und auch Netto Verdienst, das ist schon bissel mehr als nur ein Kavaliersdelikt.
 
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen was passieren wird.

Du beschwerst dich schriftlich bei dem für das Unternehmen zuständigen Datenschutzbeauftragten. Das kann ggf. des Bundes oder Landes sein.

Dieser wird dann den Datenschutzbeauftragten des Unternehmens anschreiben und um Stellungnahme bitten. Nun wird der betroffene Mitarbeiter befragt wie es zu dem Datenschutzverstoß kam. Anschließend entscheiden die Vorgesetzten was mit dem Mitarbeiter passiert. Des bedeutet Eintrag in die Personalakte oder eine Abmahnung.

Der Datenschutzbeauftragte wird nun vom Unternehmen unterrichtet, dass es sich um einen individuellen Fehler eines einzelnen Mitarbeiters handelt und kein "Systemfehler".

Aus meiner Sicht wird in deinem Fall ein Mitarbeiter der Targo Bank einfach die Umschläge beim eintüten der Vertragsunterlagen verwechselt haben. Oder falls es digital läuft den falschen Anhang.

Ggf. erhälst über das Ergebnis dann eine Info.
 
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Dann macht der Mitarbeiter, der dafür ja ordentlich entlohnt wird, das nächstes Mal sicher mit mehr Sorgfalt.
 
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Genau Idon und du hast noch nie ein Fehler gemacht?
 
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Doch, klar. Und dann muss ich mit den Konsequenzen leben.
 
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Ich denke das sollte man als Betroffener im Verhältnis sehen und für sich selbst abwägen. Es wäre sicher etwas anderes wenn der Datenschutzverstoß direkt Folgen/Nachteile für mich hat.

Hier sehe ich es ebenfalls kritisch, da ggf. die Daten des TE auf dem Vertrag missbraucht werden können. An dieser Stelle würde es zu einem ernsthaften Schaden für ihn kommen können.

Andererseits gibts auch Situationen wo ich fünfe gerade sein lassen würde. Das muss jeder mit sich selbst vereinbaren.
 
Klar. Gerade Banken und deren Mitarbeiter sind dafür bekannt, auch immer mit Augenmaß zu handeln und öfter mal fünf gerade sein zu lassen.


Außerdem kann sowas auch automatisiert ablaufen. Könnte also auch ein Softwarefehler sein. Nicht darauf hinzuweisen behebt das Problem jedenfalls nicht.
 
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c-mate schrieb:
den Antrag augefüllt mit meinen persönlichen Daten, Name, Adresse, Tel, Mailadresse, aber auch Familiensituation, Wohnsituation, Auto, Arbeitgeber und auch Verdienst.
Genau um an solche Daten zu kommen gibt es solche Finanzierungsaktionen. Klar hat die Bank oder ein Mitarbeiter in diesem Fall wohl einen Fehler gemacht (sofern der TE alle Daten korrekt eingegeben hat), aber wer nicht möchte das solche Daten in die falschen Hände geraten, sollte man mal über seinen eigenen Umgang mit seinen Daten nachdenken.
 
Also ich weiß ja nicht....
Die Kreditverträge werden mit Sicherheit automatisch erstellt mit den Angaben, die man online gemacht hat. Da sitzt keiner und füllt den Vertrag aus. Ich würde sagen, entweder man hat selbst einen Zahlendreher oder Fehler beim ausfüllen gemacht, oder die Post hat was falsch gemacht.
Und zum Thema Datenschutz. Eigentlich darf man doch kein Brief öffnen der nicht für einen selbst bestimmt ist. Also macht sich doch der andere Strafbar, wenn er deinen Brief öffnet(?)
 
warum?
der brief war an den anderen gerichtet mit seiner anschrift.
es waren aber die papiere des TE drin.
warum sollte er den brief nicht öffnen dürfen.
kann er ja nicht wissen, dass die falschen papiere drin sind.
 
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Besteht vllt eine Ähnlichkeit zu Namen und Adresse? Das könnte den Fehler zumindest erklären, nicht entschuldigen.
 
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