Madnex schrieb:
Festplattenhersteller lassen ihre als OEM-Ware ausgewiesenen Laufwerke sicherlich nicht von anderen bauen.
Natürlich, so können sie einen halbwegs guten – marktfähigen – Preis erreichen. Die Lizenz zur Produktion wird an ein 3. Werk abgegeben. War bisher immer so, und wird wohl auch so bleiben. Das erklärt warum eine original (Bsp.: Seagate) Hard Disk 3 mal so viel kostet wie eine äquivalente OEM Disk.
Madnex schrieb:
Die Hersteller verkaufen ihre Festplatten bekanntlich nicht nur über Distributoren, sondern auch (beziehungsweise hauptsächlich) direkt an OEMs, das heißt Hersteller von Rechnern oder Speichersubsystemen.
Natürlich geht ein großer Teil der Platten an Reseller, das muss so sein, weil der „Otto-Normal-Markt“ Absatzmarkt nicht groß genug ist, um genügend Gewinne einzufahren.
Madnex schrieb:
Dabei gehen sie auch auf besondere Wünsche ihrer Kunden ein und bauen auch spezielle Versionen ihrer Laufwerke. Teilweise handelt es sich dabei nur um geänderte Typenbezeichnungen, eine verringerte Kapazität oder sonstige Firmware-Änderungen, es gibt aber auch Hardware-Unterschiede wie zum Beispiel fehlende Terminatorchips bei SCSI-Platten.
Ich glaube kaum, dass auf die Kundenwünsche eingegangen wird solange man nicht mal eben 1mio Platten abnimmt. Ich weiß offen gestanden nicht woher du diese Information nimmst.
Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Denn mir ist nicht bekannt, dass auf Kundenwünsche eingegangen wird. Wenn die Firma X für ihre Rechner, die angenommen nur 1GB Platten unterstützten, weil das verwendete Filesystem nicht mehr handeln kann, werden keine anderen Platten gefertigt, sondern man nimmt 9,1 GB SCSI Disks und Formatiert diese mit einer anderen Größe formatiert. (id.R.)
Madnex schrieb:
Neben technischen Unterschieden bei den Platten treffen die Hersteller mit ihren OEM-Kunden auch besondere Vereinbarungen bezüglich der Garantieleistungen. Ein Hersteller von Speichersubsystemen mag es zum Beispiel bevorzugen, den Service selbst abzuwickeln, statt sich im Garantiefall an den Plattenhersteller zu wenden. Daher kauft er die Laufwerke ganz ohne Garantieleistungen, dafür aber zu einem niedrigeren Preis. Und das ist der springende Punkt. OEM-Platten haben oft gar keine Garantie beim Hersteller. Dies bedeutet aber nicht, dass diese Platten nicht von diesem Hersteller produziert wurden.
Das interessiert mich jetzt aber wirklich woher du das weißt. Das ist mir jedenfalls neu. Habe noch nie gesagt bekommen, dass ich im Namen einer Firma in der Lage bin eine HDD für weniger Geld zu erwerben, wenn ich sie ohne Garantie kaufe. Denn dann dürfte dieses Angebot für Unternehmen aller Größen gelten. Es müssen dazu ja keine neuen Platten hergestellt werden. Ist ja in dem Sinne nur ein Verkauf. Aber wie gesagt, zeig mir mal wo ich solche Platten her beziehen kann. (Ist jetzt keine Ironie, interessiert mich wirklich)
Madnex schrieb:
Du kannst doch wohl nicht davon ausgehen, nur weil das bei dir so ist, dass dies generell so sei. Ich bitte dich

. Dass in allen großen Unternehmen in ihren Servern ausschließlich SCSI Platten zum Einsatz kommen, stimmt auch so nicht. Zum Beispiel Google.de setzt auf ATA-Platten und auch der Heise-Verlag bzw. die c't setzt ATA-Platten ein. Und das sind nur zwei Beispiele.
Okay, S-ATA etabliert sich mittlerweile etwas, aber Heise, und Google sind doch nun wirklich keine Unternehmen solch immenser Größe. Schau mal bei DELL, bei HP, bei SUN, bei Apple, oder bei Siemens. Die großen Server – auf für Kunden – sind komplett auf SCSI Basis. Ich meine, wo liegt das Problem. Ein klarer Vorteil von S-ATA und IDE Disks ist, dass sie wesentlich weniger kosten, und mittlerweile eine vergleichbare Redundanz und Leistung bringen. Ich kann sogar noch verstehen, dass heute in kleinen Workstations schon S-ATA Disks verwendet werden. Aber SCSI werden sie niemals verdrängen.
Bsp.:
SCSI Kabel dürfen – solange es sich um Low Voltage Differential – 12 Meter lang sein.
Diese Kabel dürfen dann 16 Abgriffe haben. Einer ist für den Controller. Nun können wir noch 15 Platten anschließen. (Wide SCSI)
Dann nehmen wir wahlweise 148GB HDD’s mit 68-poligem High Density Connector.
Das macht dann insgesamt, 2,22TB. Nun haben die meisten Server SCSI Controller 2 Kanäle, damit sind wir dann bei 4,44TB in einem 64-Bit PCI-X Slot. Davon haben Sever-/Workstationboards dann 3 Stück. Wenn man wollte könnte man so 13,32Terabyte an Speicher in EINEM Rechner verwalten. Ich denke da liegt der Vorteil von SCSI Systemen.
Madnex schrieb:
Aber um das noch mal klar zu stellen. Ich behaupte NICHT, dass ATA Platten besser oder langlebiger sind als SCSI Platten. SCSI hat im Durchschnitt wohl tatsächlich eine niedrigere Ausfallquote, aber auch SCSI Platten können frühzeitig ausfallen. Dagegen schützt dich der hohe Preis dieser Laufwerke auch nicht. Und auch die WD Raptor sowie die ATA Laufwerke von Seagate haben standardmäßig 5 Jahre Garantie.
Es ist richtig, dass auch SCSI Platten ausfallen können, früher als „erwartet“. Ich gebe dir da vollkommen Recht. Mir ist auch schon mal eine 18GB SCSI Disk nach 3 Wochen ausgefallen, weil es ein Fehlfabrikat gewesen ist. Sonst ist uns hier aber bisher noch nicht eine Platte ausgefallen. Und an IDE Platten sind es schon einige gewesen. Und wer einmal seine MP3’s (von vor dem 01.08.) oder seine Daten – wichtige Daten, sei dazu gesagt – verliert – mehrmals, der lernt IDE Platten zu hassen!
@ 5 Jahre Garantie:
Das mag stimmen. der Support ist, wie ich eben nachgelesen habe mittlerweile bei fast allen Platten gleich. Nur bringt es mir einfach nichts, wenn die Platte ausfällt. Daten, die weg sind, sind maßgeblich weg!
Madnex schrieb:
SCSI lohnt sich für die meisten Heimanwender einfach nicht, da sie einfach zu teuer sind und keine wesentlich bessere Leistung bringen. Mal abgesehen von den hochtourigen Platten. Aber welcher Heimandwender benötigt denn ernsthaft eine Platte mit 15.000 upm? Um vor seinen Freunden anzugeben? Für dich mag SCSI die richtige Wahl sein, mag sein. Obwohl ich glaube, dass du dir nur SCSI geholt hast um dich besser zu fühlen und an der vermeindlich höheren Zuverlässigkeit zu freuen. Aber wie ich bereits geschrieben habe, auch SCSI Platten können ausfallen. Dieses Gefühl hast du dann allerdings auch teuer bezahlt.
Ein kleines Bekenntnis:
Ich habe mir eine DELL Workstation gekauft und darin waren einfach SCSI Platten, mir wars ehrlich gesagt total egal, was darin war. Über die Zeit um mit meinem PC einen „Schwanzvergleich“ fahren zu müssen bin ich mittlerweile hinweg. Ich benutze SCSI seid ca. 6-7 Jahren. Bin davon noch nie wirklich enttäuscht worden.
Habe selbst im meinem alten Rechner ne Raptor gehabt und war damit völlig zufrieden. Nur kommt dann der Nasenfaktor hinzu, ich habe mich nicht wohl gefühlt mit meinen Outlook Files und anderen wichtigen Daten auf der Platte.

Ich nenne es einfach mal „persönliche Präferenz“.
Madnex schrieb:
Aber um noch mal auf SATA vs. SCSI zurück zu kommen. Diese Frage wurde doch gar nicht gestellt. Es ging eher um SCSI vs. Raptor. Und es kann gut möglich sein, dass die Raptor ähnlich hochwertig verabeitet ist und designt wurde, wie manche SCSI Platte. Aber das kann nur WD selbst genau wissen. Ich gehe zumindest davon aus. Das kannst du natürlich anders sehen

.
Ich sags noch mal! ;D
Die Raptor Platten sind wirklich gut.
Ich kann mich nur nicht beherrschen, wenn S-ATA Disks auf einmal die SCSI Disks verdrängen (keinen bestimmten Markt jetzt). Es ist einfach nicht wahr! ;D
Nunja, ich bin was SCSI betrifft Fanatiker. Ich stehe dazu, und es tut mir Leid, das macht es NIE leicht mit so einem umzugehen!
Mit freundlichen Grüßen GuaRdiaN