Sehr ates Foto nachschärfen

Chriz

Lieutenant
Registriert
Mai 2004
Beiträge
794
Hallo CB'ler
ich habe ein rechts altes Foto von meinem Vater, das würde ich ihm gerne "restauriert" schenken (als Acrylbild oder Leinwand). Das Bild ist von 1967 und hat entsprechend kleinere Kratzer und ist etwas unscharf.
Ich suche nun nach einer Möglichkeit das Bild etwas aufzubereiten. Welches Tool könnt Ihr mir hier empfehlen ohne dass ich mich jetzt überall registrieren und durchtesten muss...

Vermutlich würde ich die kleineren Kratzer mit einem konventionellen Bildbearbeitungstool wie Gimp und dem dortigen Clone-Werkzeug selbst entfernen können - ich würde es aber auch gerne nochmal etwas nachschärfen - Ich habe die Hoffnung, dass das die KI besser hin bekommt als konventionelle tools.

Mein erster Versuch mit Gemini und ChatGPT war (wer hätte es gedacht!) eher ernüchternd! - Die Bildqualität war OK - aber die KI hat die Gesichter derart verfälscht, dass der Typ auf dem Bild jeder hätte sein können, nur nicht mein Vater! :daumen:

Ich weiß, dass auch Adobe Photoshop mittlerweile KI-Filter integriert hat, aber auch das habe ich leider nicht.
Ich habe das Originalbild (8x8 cm) mit meiner DSLR auf 24MP abfotografiert, die Basis dürfte also brauchbar sein, das Ziel ist ein Ausdruck auf 30 x 30 cm - schwarz/weiß.

Im Bereich der Bildbearbeitung kenne ich mich einigermaßen aus, was mir fehlt sind Kenntnisse in der Bildrestaurierung mittels KI, ich bin daher um jeden Tipp und jeden Rat dankbar!
 
Chriz schrieb:
Ich habe das Originalbild (8x8 cm) mit meiner DSLR auf 24MP abfotografiert
Schon da wirst Du viel zuviel Rauschen reinbekommen. Da würde ich mal nach einen Profi suchen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DJMadMax, drago1401 und BFF
Chriz schrieb:
Ich habe das Originalbild (8x8 cm) mit meiner DSLR auf 24MP abfotografiert, die Basis dürfte also brauchbar sein

Das gehoert auf einen guten Flachbettscanner und dann mit maximalen DPI eingelesen.
Den Rest erledigt eine faehige Person. Also Du. 👻
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: RaptorTP, wern001, Boxito und eine weitere Person
wenn raw vorhanden wäre DxO PureRAW ein Empfehlung zum schärfen, evtl kennst du jemanden der es installiert hat, Sollte auch 30 Tage Testzeitraum geben. Nutze es selber.
 
Vor irgendwelcher Software braucht man erstmal einen verwendbaren digitalen Rohling.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BFF
Ja, das Bild sollte selbstverständlich nicht abfotografiert, sondern in möglichst guter Qualität eingescannt werden. Das allein wird einen großen Unterschied machen. Aber auch bei Scannern gibt es große Qualitätsunterschiede. Anhand der DPI-Zahl ist dieser nicht erkennbar. Wenn das Geschenk wirklich in bester Qualität sein soll, könntest du vielleicht mal bei einem Fotografen oder Fotofachgeschäft vor Ort fragen, ob sie das Bild für dich einscannen können. Das Ergebnis möchtest du dann als unkomprimierte 16 Bit Tif Datei.

Sollte es von dem Bild noch das Negativ oder das Dia geben, sollte selbstverständlich dieses und nicht der Abzug auf Papier eingescannt werden. Das würde die Qualität noch einmal deutlich verbessern.

Es ist wichtig, den Fokus nicht auf den letzten Schritt, die Bearbeitung, sondern auf die Quelle zu legen!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga, llacon, BAGZZlash und 2 andere
Ich denke den digitalen Rohling habe ich. Ich habe hier die Auswahl zwischen meinem Canon LiDE100, einen Kyocera TaskALFA3510 im Geschäft und eben der Sony Alpha DSLR.

Für meinen Geschmack liefert die Sony-Kamera das beste Ergebnis. Der LiDE100 war am schlechtesten was Auflösung und Schärfe angeht, ich habe es dann nochmal im Geschäft gescannt und war auch nur so einigermaßen zufrieden. Ein Kollege meinte dann ich soll es abfotografieren - da war dann schon der erste Versuch mit dem Pixel 6 Pro ganz gut, die DSLR hat dann nochmal etwas mehr Farbtiefe und Kontrast heraus geholt...


Nachtrag:
Ich habe das Bild nicht einfach per Schnappschuss abfotografiert sondern einen mit Softbox beleuchtet Platz aufgebaut und die Kamera per Stativ bestmöglich plan zum Bild ausgerichtet.
Man muss darauf achten, dass man sich keine Spiegelungen ins Bild holt, das geht aber ganz gut in einem ohne Fremdlicht abgedunkelten Raum...
Bibliotheken digitalisieren so sehr alte und wertvolle Bücher...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Gurkenwasser, ShutdownButton, h00bi und 3 andere
Der TaskALFA3510 macht maximal 600x600 DPI. Der Lide100 ist da etwas besser mit 2400 x 4800 optisch.
Probiere einfach aus. Nimm einen Scan mit dem Lide100 mit 2400x2400 und fang mit dem Material an. @Chriz Und lass die ScanGear nicht das Bild bearbeiten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Chriz
Also den Kyocera kannst du von der Auflösung her vergessen, der Canon sollte das aber eigentlich hinkriegen mit der richtigen Software und der passenden Einstellung. Und dann nicht als JPG sondern als TIFF oder PNG speichern. Auf jedenfall ein verlustfreies Format nehmen.
 
probier mal "Upscayl" ist Open Source. Damit habe ich schon einige alte Schwarz/Weiß-Fotos ansehnlich hinbekommen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Chief Gewickelt
Der Unterschied zwischen dem einfachen Canon Lide 100 und einem hochwertigen Scanner ist enorm. Ich habe hier einen Epson Perfection V850 Photo und die Ergebnisse sind deutlich besser.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga und TorenAltair
VmaxGunni schrieb:
wäre DxO PureRAW ein Empfehlung zum schärfen
Wir nutzen es auch, aber geschärft bekommt man da nix. Da bekommst' das Kamera-Rauschen weg, macht an der ein oder anderen Stelle aber den Anschein ,das es schärfer ist.


Wenn du möchtest, kannst du mir mal die Bilder (am besten Rohdaten) zukommen lassen, ich arbeite bei nem Fotografen, wir machen regelmäßig Reproduktionen. Nachschärfen ist oftmals notwendig.
Habe demnach auch Zugriff auf Photoshop.

Falls du es machst, bitte zusätzlich zu deinen Fotos nochmal ein Scan mit mind. 1200dpi und ohne die Software das Bild zu "optimieren".
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga und andi_sco
Habe hier auch einen Epson Photoscanner und allein die Möglichkeit 48bit-RAW zu bekommen erhöht die Qualität
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: WinstonSmith101
Gibt noch Luminar, die mit KI Kratzer entfernen können. Bei Farbfotos wäre ich aber vorsichtig, die werden auch dann gerne verändert, wenn man nur Kratzer entfernen möchte.
Vllt kannst du jemandem das Bild schicken, der das Programm nutzt.
 
Ohne das Original nicht zu sehen ist es schwer was zu sagen. Ich mach sowas mit IPhone (17Pro Max).
Und dann Luminar Neo. Scanner ist mir zu umständlich.
 
ON1 Photo RAW MAX hat auch Agenten um alte Bilder aufzupeppen. Wenns ums schärfen geht wäre aucg RawTherapee eine Lösung. Für all die RAW-Tools gilt dass sie in der Regel nicht auf RAW-Dateien beschränkt sind. Bei den meisten RAW-Formaten ist das eigentliche Bild eh ein TIFF.

Beim Abfotografieren entstehen Verzerrungen die nicht so leicht auszugleichen sind. Wenn man das wirklich sauber haben will geht nichts über einen anständigen Scanner mit geügend Auflösung.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
nun, ein gewisser aufwand lohnt durchaus, wird sich halt um hohen ideellen wert handeln.
und so ein 70er jahre photo kannst ned nachstellen, weil das war vor einem halben jahrhundert.

aber naiv ist, zu glauben, knowhow mit einem forum thread zu generieren. weil so easy is das ned.
klar, jemad, der´s kann, könnte dir pro bono helfen, weil für leute vom fach ist das wahrscheinlich eine fingerübung. aber das wird nur vielleicht was, wennst content schiebst UND imstande bist, kompakt und verständlich darzustellen, was du willst. und es muß besser als sehr allgemein formuliert sein.

was ich dir rate: such dir einen freelancer, kosten werden dich ned arm machen.
weil aufdieschnelle kannst das knowhow ned generieren. nix mit download.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: AndreasF1975
Chriz schrieb:
Ich habe das Bild nicht einfach per Schnappschuss abfotografiert sondern einen mit Softbox beleuchtet Platz aufgebaut und die Kamera per Stativ bestmöglich plan zum Bild ausgerichtet.
Man muss darauf achten, dass man sich keine Spiegelungen ins Bild holt, das geht aber ganz gut in einem ohne Fremdlicht abgedunkelten Raum...
Bibliotheken digitalisieren so sehr alte und wertvolle Bücher...
Das ist auch ok so. Optimal wären zwei gleichartige Lichtquellen (je eine L&R), aber vielleicht hattest du die ja auch.
Mein Nachbar hatte mit der Repro-Fotografie bis vor ein paar Jahren sehr gut verdient, hauptsächlich mit Gemälden für Kunstkataloge.
 
TorenAltair schrieb:
Das könnte man in diesem Fall reduzieren, indem man mehrere Bilder macht und mittelt. SNR ~ sqrt(N), d.h. ein Mittel aus 4 Bildern verdoppelt das Signal-Rausch-Verhältnis (halbiert das Rauschen).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Zurück
Oben